Japan

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Higanbana
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Re: Japan

Beitragvon Higanbana » 10.12.2017, 22:41

Hallo,

schoen, von dir zu hoeren.

Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen aus der Materie raus bin, weil ich jetzt ein PR habe, aber das mit den 3 Monaten sollte doch eher die Zeitperiode sein, in der du dein CoE in eine Aufenthaltsgenehmigung umwandeln musst. Solltest du die Frist verpassen, darfst du gleich noch mal von vorne anfangen.

Desweiteren muesstest du ein Jahresvisum bekommen, weil es meines Wissens nach Visa nur fuer 1-5 Jahre ausgegeben werden.

Und die nervige Reentry Sache ist mit der Einfuehrung der Zairyuu-Karte doch auch weggefallen. Zumindest bei Ehegattenvisa und PR ist das so. Da muss man nur eine Wiedereinreiseerlaubnis beantragen, wenn man innerhalb der Visadauer fuer laenger als ein Jahr ausreisen will. Wollte ich fuer laengere Zeit nach Europa und haette so ein Teil nicht, wuerde ich mein PR verlieren und muesste mit der Aufenthaltsgenehmigung wieder von Null anfangen. Japan ist da knallhart. Du duerftest also keine Einschraenkungen in dem Bereich haben. Aber wozu brauchst du mehrfaches Reentry?

Was ist denn das fuer ein Praktikum? Willst du das ueber Work&Holiday oder Arbeitsvisa machen? Und auch wenn es ein bisschen im Ermessensspielraum des jeweiligen Beamten liegt, so sollten problemlose Aufenthalte keinen Einfluss, besonders keinen negativen, auf Visaentscheidungen haben. Nur, wenn du Sch- - sse gebaut und durch irgendwelche Gesetzesuebertretungen auffaellig geworden sein solltest. Eine zugegebenweise idiotische Kouhai von mir hatte es nicht fuer noetig gehalten, ihre Arbeit anzumelden, obwohl es nur ein kleines Papier war, das sogar die Schule fuer sie abgab. Sie wurde daraufhin deportiert und durfte dann 5 Jahre lang Japan nicht mehr betreten. Aber so etwas hast du ja nicht gemacht, oder?

Viel Spass in Japan.

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Re: Japan

Beitragvon Orava » 12.12.2017, 14:00

Kann dir das Konsulat/die Botschaft in Deutschland die Frage nicht bewantworten?
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Re: Japan

Beitragvon Sylphe » 12.12.2017, 20:07

Danke für deine schnelle und zuverlässige Antwort, liebe Higanbana ^^
Ich freue mich auch, wieder etwas von dir zu hören. Wie läuft es denn mit deiner neuen Gastschülerin? Ich kenne sie ein wenig, weil ich in der Zeit, bevor sie ihr Jahr angetreten hat, Kontakt zu ihr hatte.

Damit hat sich dann auch schon meine Frage geklärt. Wenn ich ein Jahr Zeit bekomme, einzureisen, sollte es da wohl gar keine Probleme geben. Mein Visum ist ein wenig "seltener" als die anderen. Darüber habe ich nicht viel gefunden.
Wenn man die Unterlagen für das CoE anfordert, kann man dort auf der ersten Seite ja direkt ankreuzen, weshalb man sich in Japan aufhalten möchte. Ich habe others angekreuzt. Auf der nächsten Seite habe ich angegeben, dass ich wegen einem インターンシップ nach Japan möchte. Auf der vierten Seite, die nicht von mir, sondern von meiner Arbeitsstelle ausgefüllt werden muss, wird der Kindergarten angeben müssen, dass das Praktikum auf freiwilliger Basis ist. Ich werde also nichts für meine Arbeit bekommen und sogar noch für die Gastfamilien zahlen müssen, die ich aber nicht selbst suchen muss. Das wird die Mutter meiner ersten Familie in Hiroshima für mich übernehmen. Das finde ich aber in Ordnung. Ich zahle nicht viel, nur für Strom, Wasser und Essen. Außerhalb eines Austauschprogramms findet man leider keine Gastfamilien, die bereit sind, einen freiwillig aufzunehmen, ohne Geld für die Aufnahme zu erhalten.
Jedenfalls bin ich etwas verunsichert, ob ich überhaupt ein Visum bekommen kann. Falls nicht, werde ich normal mit dem Touristenvisum einreisen und dieses dann, während ich in Japan bin, auf sechs Monate verlängern lassen.
Ich habe vor, Anfang August '18 einzureisen. Das Praktikum soll jedoch erst Mitte September beginnen und bis Mitte Januar '19 andauern. Das Land verlassen will ich aber erst Anfang Februar, weshalb ich dann volle sechs Monate in Japan sein würde. Hoffentlich klappt das mit dem Visum... das ist meine einzige Sorge.
Meinst du, mein Plan wird aufgehen?
Wie ich erwähnt habe, sind die Unterlagen für das CoE noch auf dem Weg zu meiner Gastmutter, die sie an den Kindergarten weiterleiten wird, der noch einige Seiten der Unterlagen ausfüllen muss. Dann wird der Antrag also im Januar beim Immigration Office eingehen und falls alles gut läuft, sollte ich allerspätestens Ende März bis Anfang April das CoE bekommen. Dann hätte ich drei Monate Zeit, um es dem Konsulat für das eigentliche Visum auszuhändigen. Es würde dann also keine Rolle spielen, ob ich nur drei Monate oder ein ganzes Jahr Zeit hätte, einzureisen, nehme ich an...
Es muss doch klappen, bitte... Macht mir bitte ein paar Hoffnungen, dass es so klappt :(
Falls es nicht klappt, würde ich gerne noch erfahren wollen, wie ich die Aufenthaltsdauer in Japan verlängern kann. Nach der Ankunft müsste ich mich also in dem Fall in einem Immigration Office in Hiroshima registrieren lassen und schon direkt eine Verlängerung des Aufenthaltes beantragen, oder?
Tut mir leid, dass ich dich, Higanbana und auch andere Leser wieder mit meinen Problemen belaste...

Vielen Dank im Voraus :oops:


An Orava: Das Konsulat in Deutschland habe ich schon gefragt, jedoch meinte dieses, dass ich mich direkt an ein Immigration Office in Japan wenden solle. :(

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Re: Japan

Beitragvon Marios-kun » 13.12.2017, 10:35

Ich bin auch grad als インターン生 in Japan. Mir wurde gesagt ich muss ganz normal das Working Holiday Visum beantragen bei einer Aufenthaltsdauer von über 3 Monaten. Organisation die Praktika in Japan vermitteln, wie z.B. GLS, verlangen das gleiche.

Falls das Working Holiday Visum nicht in Frage kommt würde ich einfach für ein Wochenende von Hiroshima nach Korea fliegen. Hab ich auch schonmal so gemacht. Das einzige was man von mir wollte war ein Beleg dass ich auch ein Rückflugticket nach Deutschland besitze.
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Re: Japan

Beitragvon Sylphe » 13.12.2017, 14:22

Danke für die Antwort, Marios-kun ^^

Meinst du, es ist ein großes Problem, dass ich statt "Working Holiday" "Internship" angekreuzt habe? Die Formulare sind mittlerweile schon bei meiner Gastmutter... nochmals senden möchte ich sie eigentlich nicht :/ Weil ich kein Geld kriege, wäre Internship in meinem Fall doch aber die richtige Wahl, oder?
Bist du mit einer Organisation in Japan und wo genau bist du? Dieses Jahr war ich 6 Wochen ohne Organisation drüben und es hat so viel besser geklappt als mit einer Organisation, weil ich frei und unabhängig war und ich auch viel Geld dadurch gespart habe, weshalb ich nächstes Jahr auch wieder ohne Organisation gehen möchte :D
Korea hat glücklicherweise nichts mit alldem zutun. Ich werde diesmal einen Flug nach Seoul buchen und von Seoul dann separat nach Japan gehen. Das gleiche dann auch auf dem Rückflug. Dann kann ich mit oder ohne Visum problemlos endlich auch mal nach Korea :loveyou:

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Re: Japan

Beitragvon Marios-kun » 15.12.2017, 04:18

Sylphe hat geschrieben:Danke für die Antwort, Marios-kun ^^

Meinst du, es ist ein großes Problem, dass ich statt "Working Holiday" "Internship" angekreuzt habe? Die Formulare sind mittlerweile schon bei meiner Gastmutter... nochmals senden möchte ich sie eigentlich nicht :/ Weil ich kein Geld kriege, wäre Internship in meinem Fall doch aber die richtige Wahl, oder?
Bist du mit einer Organisation in Japan und wo genau bist du? Dieses Jahr war ich 6 Wochen ohne Organisation drüben und es hat so viel besser geklappt als mit einer Organisation, weil ich frei und unabhängig war und ich auch viel Geld dadurch gespart habe, weshalb ich nächstes Jahr auch wieder ohne Organisation gehen möchte :D
Korea hat glücklicherweise nichts mit alldem zutun. Ich werde diesmal einen Flug nach Seoul buchen und von Seoul dann separat nach Japan gehen. Das gleiche dann auch auf dem Rückflug. Dann kann ich mit oder ohne Visum problemlos endlich auch mal nach Korea :loveyou:


Das es ein Visum speziell für Internships gibt wusste ich jetzt nicht, aber da alle Organisationen ein Working-Holiday Visum vorschreiben denke ich mal dass dieses etwas komplikationsloser ist? Ich persönlich hätte mir den Papierkram gespart und wäre einfach ganz normal zwei mal als Tourist eingeflogen, eben mit dem Zwischenstop in Südkorea. Als Praktikant brauchst du nämlich kein Visum, da du eh kein Geld bekommst ;)
Ich bin wieder mit AFS in Japan und ich arbeite hier im Hauptbüro in Tokio. Ich denke als Austausschüler mit einer Organisation bach Japan zu kommen ist nochmal eine komplett andere Schiene. Als Praktikant ist man eigtl. komplett frei von iwelchen Regeln etc.
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Re: Japan

Beitragvon Higanbana » 15.12.2017, 07:09

Das mit dem Praktikanten brauchen kein Visum wage ich ganz ernsthaft zu bezweifeln. Sollte dem so sein, warum wir Assistentinnen beim meinem letzten Arbeitgeber den A-sch aufreissen duerfen, um teilweise fuer nur 2 Wochen unbezahltes Praktikum ein Arbeitsvisa beantragen zu duerfen.Allenfalls druecken die Beamten von der Nyuukan saemtliche Augen zu. Aber wenn sie Wert darauf legen, dann koennen sie der aufnehmenden Organisation das Leben zur Hoelle machen.

Der grosse Vorteil fuer Org.s beim Working Holiday Visum ist nur einfach, dass der Praktikant als unabhaengige Einzelperson mit Arbeitserlaubnis gilt. Bei einem Arbeitsvisum oder auch Schueler- oder Studentenvisa muss die aufnehmende Org., Firma oder Schule 100% fuer den Auslaender haften. Das Arbeitsvisum ist auch an die Org. gebunden, d.h. mit einem Rausschmiss erlischt auch das Visum. Die Org. oder Firma muss auch nachweisen, das die Aufnahme oder Einstellung notwendig ist.

***
Sylphe, wieso kennst du L.? Irgendwie ist es dieses Jahr anstrengender, aber L. hat ihren Spass. Und ich war doch erleichtert, das zu hoeren.

Liebe Gruesse

Higanbana

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Re: Japan

Beitragvon Sylphe » 02.01.2018, 12:00

Frohes neues Jahr ^^

Ich kenne sie, weil sie mich damals angeschrieben hatte und mir Fragen bezüglich den Unterlagen für ein Austauschjahr gestellt hatte. Leider meldet sie sich, seitdem sie in Japan ist, nicht mehr wirklich... aber das ist schön, dass sie bei euch ihren Spaß hat. :D

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Re: Japan

Beitragvon Sylphe » 12.01.2018, 10:29

Hallo nochmal...

Ihr hattet wirklich recht. Ich hätte mich von Anfang an für ein Working Holiday Visum bewerben sollen.
Meine Gastmutter in Japan meinte, dass das die beste Variante für mich ist, weshalb ich diese auch wählen werde. Weil man damit ja eh ein Jahr in Japan bleiben kann, will ich meinen Aufenthalt auf 9 bis 10 Monate verlängern, weil es sonst sehr verschwenderisch wäre. Das Visum kann man ja nur einmal beantragen. Nun einige Fragen...
Braucht man für die Beantragung wieder so ein CoE? Oder geht das ohne? Und wie lange braucht das ungefähr? Ich will im Juli fliegen. Ist es eventuell schon zu spät, dass ich erst jetzt damit anfange? Außerdem werde ich nur Tätigkeiten nachgehen, für die ich kein Geld bekomme. Einmal werde ich 4 Monate als Praktikant in einem Kindergarten arbeiten. Danach will ich für zwei Monate auf einer Farm arbeiten, wo ich auch nicht bezahlt werde. Darf ich das Visum dann überhaupt noch beantragen? Muss ich die ganze Zeit irgendeiner Tätigkeit nachgehen, oder darf ich mir auch mal eine "Auszeit" gönnen?

Liebe Grüße

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Re: Japan

Beitragvon Marios-kun » 13.01.2018, 14:09

Sylphe hat geschrieben:Hallo nochmal...

Ihr hattet wirklich recht. Ich hätte mich von Anfang an für ein Working Holiday Visum bewerben sollen.
Meine Gastmutter in Japan meinte, dass das die beste Variante für mich ist, weshalb ich diese auch wählen werde. Weil man damit ja eh ein Jahr in Japan bleiben kann, will ich meinen Aufenthalt auf 9 bis 10 Monate verlängern, weil es sonst sehr verschwenderisch wäre. Das Visum kann man ja nur einmal beantragen. Nun einige Fragen...
Braucht man für die Beantragung wieder so ein CoE? Oder geht das ohne? Und wie lange braucht das ungefähr? Ich will im Juli fliegen. Ist es eventuell schon zu spät, dass ich erst jetzt damit anfange? Außerdem werde ich nur Tätigkeiten nachgehen, für die ich kein Geld bekomme. Einmal werde ich 4 Monate als Praktikant in einem Kindergarten arbeiten. Danach will ich für zwei Monate auf einer Farm arbeiten, wo ich auch nicht bezahlt werde. Darf ich das Visum dann überhaupt noch beantragen? Muss ich die ganze Zeit irgendeiner Tätigkeit nachgehen, oder darf ich mir auch mal eine "Auszeit" gönnen?

Liebe Grüße


Ein CoE brauchst du nicht, du gehst einfach persönlich mit deinen Formularen zur Botschaft/Konsulat und eventuell Fragen sie dich noch ein/zwei Sachen. Bei mir wurde jedoch nichts gefragt.

Ich bin auch das komplette Jahr unbezahlter Praktikant und es war kein Problem. Manche Konsulate stressen anscheinend etwas wenn man mehr arbeiten als 'reisen' möchte, da das Visum anscheinend eher fürs um Japan reisen gedacht ist und sich dabei mit Minijobs zu finanzieren (du musst beim beantragen einen Reiseplan für deinen Aufenthalt erstellen). Also brauchst du dir eigentlich gar keine Gedanken machen.
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Re: Japan

Beitragvon Sylphe » 15.01.2018, 17:43

Super, das funktioniert ja also doch einfacher als gedacht!
Vielen Dank!!!

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Re: Japan

Beitragvon Severina » 21.05.2018, 21:30

Hallo,

unsere Tochter (17) geht Ende August für 10 Monate nach Japan. Im Moment bin ich aufgeregter als sie (zumindest tut sie sehr abgeklärt), aber das wird sich vermutlich bald ändern.

Anfang Juni findet ein Vorbereitungstreffen statt - noch kennt sie weder die Schule noch die Gegend, in die es gehen wird, vielleicht ändert sich das dann. Sie lernt seit 3 Jahren japanisch in der VHS und hat die gesamten Sommerferien 2017 (das ist wörtlich zu nehmen - sie ist am Abend des letzten Schultages abgereist und am Nachmittag des letzten Ferientages zurückgekommen :D ) in Japan verbracht - zuerst 5 Wochen Sprachschule im Süden und dann ist sie in den restlichen zwei Wochen etappenweise mit Bus und Bahn nach Tokyo gefahren, von wo sie dann wieder abgeflogen ist, Grundkenntnisse in japanisch sind also vorhanden. Für den 01.07. hat sie sich für den JLPT 1 angemeldet und ist guten Mutes, diesen bestehen zu können.

Warum ich das erzähle? Nun, ich würde mich freuen, wenn wir hier das eine oder andere noch fragen dürften, was evtl. unklar bleibt...

Severina

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Re: Japan

Beitragvon Higanbana » 22.05.2018, 15:13

Hallo,

das ist sicherlich eine aufregende Situation fuer dich. Ich kann dich gut verstehen, auch wenn unsere Situation ganz wenig anders ist. Unsere Tochter verbringt ihre 6. Klasse auf einer kleinen Insel im Sueden von Kyushu und kommt nur in den grossen Ferien nach Hause. Aber sie geniesst es, die Schule macht ihr Spass. Und jetzt kommt auch bald der Sommer, wo der Schwimmunterricht richtig im Meer stattfinden wird. Das wird bestimmt richtig toll fuer die Kinder.

Wir bekommen auch im August wieder eine Gasttochter, dieses Mal ein Maedchen aus Daenemark. Die Vorfreude ist die schoenste Freude, auch wenn es dann noch besser ist, wenn die Freude auch danach weitergeht. Leider klappt das aber nicht immer.

Mit wem faehrt denn deine Tochter? Und wer betreut sie in Japan? Wo im Sueden war sie denn? Fukuoka? Im Mai schon seine Familie zu kennen ist selbst fuer andere Laender schon extrem frueh. WYS faengt jetzt gerade erst so richtig an. Sie haben Anfang Mai den Familien, die sich schon gemeldet hatten, Schueler zugeordnet. Dann kommt aber noch die Schulsuche. Daher bekommen die meisten ihre Familien zwischen Juni und Ende Juli mitgeteilt.

Wegen der Region, nicht nur, weil 30% aller Japaner dort wohnen, sondern weil auch das Gros der Organisationen ihre (Haupt-)bueros dort haben, wuerde ich mindestens mit einer Wahrscheinlichkeit von 60% rechnen, dass deine Tochter irgendwo im Grossraum Tokyo (Tokyo, Yokohama, Kawasaki, Saitama, noerdliches Chiba) platziert wird. Bei WYS koennte sie noch darueber liegen.

Uebrigens wird deine Tochter eher Niveau 5 und nicht Niveau 1 machen. Letzteres ist naemlich das hoechste Niveau. Unsere erste WYS ATS hatte auch das Niveau gerade bestanden, als sie dann 3 Monate spaeter zu uns kam. Und es hatte ihr sehr geholfen, sich schnell ins gesprochene Japanisch einzufinden. Deine Tochter darf sich dann nur nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern sollte konsequent viel hoeren, sprechen, aber auch lesen und schreiben, weil sich das Schreibjapanisch sehr vom gesprochenen (in Wort und Grammatik) unterscheidet.

Wir hatten Schuelerinnen, die mit weit weniger Japanisch angekommen sind, aber durch ihre grosse Anstrengung hatten sie nach den 10 Monaten ein Japanisch aequivalent zu Niveau 2 (ca. 1000 Kanji und 6000 Vokabeln plus muendlicher und schriftlicher Grammatik).

Wenn du Fragen hast und dich einfach nur so unterhalten willst, dann melde dich einfach.

Liebe Gruesse

Higanbana

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Re: Japan

Beitragvon Severina » 29.05.2018, 22:48

Hallo,

ups, das ging aber schnell mit einer Antwort - so viel war hier ja nicht los in der letzten Zeit, damit hatte ich gar nicht gerechnet, danke!

Das Kind fährt mit Ayusa - und ja, ich habe gelesen, dass Du von dieser Organisation nicht so begeistert bist , aber nun ist es einmal so :D .
Es sind insgesamt 18 Deutsche, die mit Ayusa nach Japan gehen im AUgust, sie bleiben aber unterschiedlich lange. Das Vorbereitungstreffen wird sicher nicht nur für die Japanreisenden sein - es gibt 5 oder 6 über die Republik verteilt, das kann ja nicht sein, wir sind gespannt, ob überhaupt einer von den anderen dabei sein wird.

Sie macht wie gesagt gerade ihr Abi, wird aber erst nächstes Frühjahr 18 - es war gar nicht so leicht, eine Möglichkeit für ein Auslandsjahr zu finden. Work & Travel und Au-Pair geht in fast allen Ländern nur ab 18, andererseits ist sie auch nach dem Abi nicht mehr schulpflichtig, was ein High-School-Jahr oft auch unmöglich macht. Und es sollte unbedingt Japan sein - bei Ayusa sind wir dann fündig geworden, dort konnten auch Abiturienten noch ein High School Jahr machen, wenn sie noch nicht 18 sind (mag sein, dass das auch bei anderen Orgas gegangen wäre, dafür war aber schlicht keine Zeit mehr - wir haben das knapp drei Wochen vor Bewerbungsschluss gefunden, all die Formulare auszufüllen und das Motivationsschreiben und das Foto usw. und das alles natürlich genau in der Klausurenzeit war schon hektisch genug :D). Ein kleines Stipendium ist immerhin dabei herausgesprungen - zum Glück hatte sie ein Kunstprojekt gemacht zu japanischen Holzschnitten, das konnte sie gut gebrauchen.

Wer sie in Japan betreut - ich nehme an, dass erfährt sie beim Vorbereitungstreffen am Wochenende. In der Einladung steht etwas geheimnisvoll, dass sie zum Schluss der Veranstaltung Informationen erhält - das bewegte uns zu der Vermutung, dass vielleicht eine Schule/Familie gefunden ist. Es hieß aber auch, dass die Adressen i.d.R. ZWEI Monate vor Abreise bekannt gegeben werden, von daher ist uns schon klar, dass das vielleicht nur allgemeine Informationen sein werden, denn Abreise ist erst Ende August. Deine Informationen haben sie etwas enttäuscht :wink: - aber es ist, wie es ist.

Ja, sie war in Fukuoka - und ja, wir wissen auch, dass Großraum Tokyo das Wahrscheinlichste für das Austauschjahr ist. Sie hatte zwei Skype-Interviews - eines mit einer deutschen Helferin, ich glaube, auf englisch, und eines und eines mit einer Japanerin auf japanisch (und englisch, soweit notwendig. Vielleicht war das schon eine Betreuerin? Ich war da nicht dabei). Im letzteren Interview wurde sie gefragt, was sie denn gerne hätte, wenn sie es sich aussuchen könnte, und sie hat wohl gesagt, dass Fukuoka natürlich toll wäre weil sie es schon kennt, dass ihr aber klar ist, dass das nicht unbedingt möglich ist. Außerdem hat sie wohl mitgeteilt, dass sie lieber die einzige oder eine von möglichst wenig Austauschschülern in einer Schule wäre als auf einer Schule mit einer großen Gruppe von Ausländern - sie will so viel Japan wie möglich :D Sie sieht sich auch gern japanische Serien an und sagt dass sie merkt, dass sie immer mehr von dem Gesprochenen verstehen kann.

Und ja, natürlich macht sie den JLPT 5 - für mich ist das irgendwie unlogisch und ich sage es IMMER falsch rum, das Kind ist schon ganz genervt. Sie kommuniziert mit ein paar jungen Leuten, die sie in Fukuoka kennengelernt hat, teilweise auf japanisch und arbeitet neben dem weiterlaufenden VHS-Kurs fleißig mit den Büchern, die sie von der Sprachschule bekommen hat - da bin ich guten Mutes.

Vielen Dank für die Informationen und die Bereitschaft, Fragen zu beantworten - da kommt bestimmt noch was!

Ist Deine Tochter nur für das eine Jahr in dieser Schule? Das muss doch ein Abenteuer sein in dem Alter (6. Klasse heißt so 12, 13 Jahre oder ist das eine andere Zählung?). Ist das eine besondere Schule oder doch irgendwie üblich (wenn ich zu neugierig bin, antworte einfach nicht, ich fand es nur interessant)? Ich habe einige Deiner Schilderungen über Gasttöchter (-söhne waren noch keine dabei, oder?) gelesen und wünsche Dir, dass die Dänin so richtig gut passt.

Liebe Grüße
Severina

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Geschlecht: weiblich
Organisation: YFU, privat, AYUSA, AFS, WYS
Aufenthaltsdauer: länger als 12 Monate
Land: Daenemark, Niederlande, UK
Wohnort: Japan

Re: Japan

Beitragvon Higanbana » 30.05.2018, 16:38

Hallo,

ups, das ging aber schnell mit einer Antwort - so viel war hier ja nicht los in der letzten Zeit, damit hatte ich gar nicht gerechnet, danke!

Naja, als Alleinunterhalterin muss ich ja nun nicht hier rumturnen, aber wenn in ein paar Diskussionsfaeden doch mal was passieren sollte, dann bekomme ich immernoch Benachrichtigungen.

Das Kind fährt mit Ayusa - und ja, ich habe gelesen, dass Du von dieser Organisation nicht so begeistert bist , aber nun ist es einmal so .
Es sind insgesamt 18 Deutsche, die mit Ayusa nach Japan gehen im AUgust, sie bleiben aber unterschiedlich lange.

Naja, begeistert trifft es nun wirklich nicht. Eher unprofessionell und zumindest die Aktionen des Bueros regelrecht fahrlaessig trifft die Sache schon eher. In Japan duerfen Jugendliche nicht einmal einen Pup machen, ohne das die Aktion nicht angemeldet und dann ueberwacht wird. Und dann steckt AYUSA minderjaehrige Jugendliche fuer ein verlaengertes Wochenende ohne Aufsicht in ein Hotel. Ich weiss, dass Deutschland das in vielem entspannter sieht, aber wie haettest du reagiert, wenn die Schule deine 16-jaehrige Tochter und ihre Klassenkameradinnen in Hamburg oder Berlin im Hotel abgeliefert haette, ihnen die Abschiebung nach Hause angedroht haetten, wenn sie das Hotel verlassen wuerden? Und dann waeren die Lehrer nach Hause gefahren. Wie gesagt, das passierte in Japan, wo Kinder echt bis 20 als Kinder betrachtet und auch so behandelt werden. Und du kennst ja Jugendliche, mindestens 2 von den damals 15 Leuten haben natuerlich das Hotel verlassen und sind bis spaet abends alleine als Minderjaehrige durch Tokyo gezogen. Wenn dann was passiert waere... .

Der Frau K. fehlten echt die Mindestvorraussetzungen fuer eine Betreuerin (haelt die Vertraulichkeit nicht ein und redet offen ueber Probleme anderer, hoert nicht zu und versucht nicht mal zu verstehen), aber naja, das kann man auch bei AFS und allen anderen haben. Aber das heisst natuerlich nicht, dass man nur sch--ss Jahre mit AYUSA haben kann. Die ATS ohne Probleme mit der Gastfamilie und der Schule hatten auch sehr schoene Jahre. Die Leute waren nur von AYUSA genervt, aber hatten sonst keine Klagen. Nur so, wie wir AYUSA erleben durften, war es leider so, dass man im Fall von Problemen die A----karte gezogen hatte, weil man dann als ATS und Elternteil einen 2-Frontenkrieg fuehren durfte.

Ich wuerde mich wirklich freuen zu hoeren, wie sich AYUSA vielleicht veraendert hatte. Laut der Frau K. von vor 10 Jahren hatte sich 2-3 Jahre davor etwas in der Leitung der Organisation geaendert, so dass die Anzahl der aufnehmenden Schueler und Laender so weit es ging, in den Keller gefahren wurde, dass nur noch die 15-18 Deutschen und 2 oder 3 USA-Semesterschueler uebrig waren. Mit einer neuen Leitung kann da auch viel passiert sein.

Das Vorbereitungstreffen wird sicher nicht nur für die Japanreisenden sein - es gibt 5 oder 6 über die Republik verteilt, das kann ja nicht sein, wir sind gespannt, ob überhaupt einer von den anderen dabei sein wird.

Also ob bei AYUSA, dfsr, GLS oder jetzt dem 3. Partner von WYS, ja selbst von Finnland oder Frankreich habe ich von den Vorbereitungstagungen nichts Gutes gehoert. Es war im Grossen und Ganzen ein Technische Tipps fuer die USA: Wie mache ich das mit der Versicherung in den Staaten? Welche Faecher kann ich waehlen? Zu Japan kam das so gut wie nichts oder gar nichts. Unsere M. durfte dafuer durch die halbe Republik fahren, um zu lernen, wie man Schulklubs an amerikanischen Highschools beitritt und aehnliches fuer sie Irrelevantes. Erwartet dahin bitte nicht zu viel und betrachtet die Vorbereitung dann eher als ein Kennenlernwochenende von neuen netten Leuten.

Sie macht wie gesagt gerade ihr Abi, wird aber erst nächstes Frühjahr 18 - es war gar nicht so leicht, eine Möglichkeit für ein Auslandsjahr zu finden. Work & Travel und Au-Pair geht in fast allen Ländern nur ab 18, andererseits ist sie auch nach dem Abi nicht mehr schulpflichtig, was ein High-School-Jahr oft auch unmöglich macht. Und es sollte unbedingt Japan sein - bei Ayusa sind wir dann fündig geworden, dort konnten auch Abiturienten noch ein High School Jahr machen, wenn sie noch nicht 18 sind (mag sein, dass das auch bei anderen Orgas gegangen wäre, dafür war aber schlicht keine Zeit mehr - wir haben das knapp drei Wochen vor Bewerbungsschluss gefunden, all die Formulare auszufüllen und das Motivationsschreiben und das Foto usw. und das alles natürlich genau in der Klausurenzeit war schon hektisch genug ). Ein kleines Stipendium ist immerhin dabei herausgesprungen - zum Glück hatte sie ein Kunstprojekt gemacht zu japanischen Holzschnitten, das konnte sie gut gebrauchen.

Herzlichen Glueckwunsch zu dem Stipendium. Ich freue mich ja so fuer deine Tochter.
Ehrlich gesagt wundert mich die Altersprobleme ein wenig. Viele der ATS, die uns vorgestellt wurden, waren naemlich schon 17 oder gar 18, weil sie ein ATJ zwischen Abi und Uni einlegten. Unsere M. musste sich z.B. von Japan aus fuer diverse Sachen bewerben, da hatten wir ihr dann auch mit so einigen Sachen geholfen.

Wer sie in Japan betreut - ich nehme an, dass erfährt sie beim Vorbereitungstreffen am Wochenende. In der Einladung steht etwas geheimnisvoll, dass sie zum Schluss der Veranstaltung Informationen erhält - das bewegte uns zu der Vermutung, dass vielleicht eine Schule/Familie gefunden ist. Es hieß aber auch, dass die Adressen i.d.R. ZWEI Monate vor Abreise bekannt gegeben werden, von daher ist uns schon klar, dass das vielleicht nur allgemeine Informationen sein werden, denn Abreise ist erst Ende August. Deine Informationen haben sie etwas enttäuscht - aber es ist, wie es ist.

Habt ihr schon die Papiere zur Beantragung des CoE (Certificate of Eligibility) bekommen? Ehrlich gesagt wuerde ich eher damit rechnen, als dass euch AYUSA eher so lange damit wartet, wenn Familie und Schule feststehen. Nun gut, AFS hatte es mal um 2003-4 mal so gemacht, dass sie aus Gleichberechtigungsdenken erst die GF in Japan bekannt gaben, nachdem alle sie hatten. Die Tochter einer Freundin bekam sie daher auch erst Mitte Februar, auch wenn ihre Familie schon im Dezember feststand.

Entschuldige, wenn ich sie jetzt enttaeuscht habe, aber so ist das leider in Japan. Insbesondere, weil die Organisationen bis Anfang April noch mit den Fruehlingsanreisenden zu tun haben und daher vor der Golden Week (Ende April, Anfang Mai) die neuen Profile nicht wirklich anfassen koennen.

Ja, sie war in Fukuoka - und ja, wir wissen auch, dass Großraum Tokyo das Wahrscheinlichste für das Austauschjahr ist. Sie hatte zwei Skype-Interviews - eines mit einer deutschen Helferin, ich glaube, auf englisch, und eines und eines mit einer Japanerin auf japanisch (und englisch, soweit notwendig. Vielleicht war das schon eine Betreuerin? Ich war da nicht dabei). Im letzteren Interview wurde sie gefragt, was sie denn gerne hätte, wenn sie es sich aussuchen könnte, und sie hat wohl gesagt, dass Fukuoka natürlich toll wäre weil sie es schon kennt, dass ihr aber klar ist, dass das nicht unbedingt möglich ist. Außerdem hat sie wohl mitgeteilt, dass sie lieber die einzige oder eine von möglichst wenig Austauschschülern in einer Schule wäre als auf einer Schule mit einer großen Gruppe von Ausländern - sie will so viel Japan wie möglich Sie sieht sich auch gern japanische Serien an und sagt dass sie merkt, dass sie immer mehr von dem Gesprochenen verstehen kann.


Fukuoka ist eine schoene Stadt, nicht zu gross, nicht zu klein. Und Kyushu ist insgesamt sehr schoen. Es gibt vielleicht auch jetzt eine oder zwei Schulen, die sich Schueler ueber AYUSA bestellen. Nur weil das Gros der Schueler Grossraum Tokyo nicht verlaesst, muss das ja nicht heissen, dass man nicht woanders hinkann. AYUSA hatte damals auch 2 Schulen in Aomori, ganz im Norden von Honshu, und in Sapporo. Und 2 Schueler waren in Yamaguchi platziert, das ist die Praefektur, wenn man von Fukuoka ueber die Bruecke nach Honshu faehrt. Ich koennte ja noch mal unsere L. fragen, aber ich meine, sie hatten je eine(n) ATS in Fukuoka Stadt und in Kitakyushu.

Und ja, natürlich macht sie den JLPT 5 - für mich ist das irgendwie unlogisch und ich sage es IMMER falsch rum, das Kind ist schon ganz genervt. Sie kommuniziert mit ein paar jungen Leuten, die sie in Fukuoka kennengelernt hat, teilweise auf japanisch und arbeitet neben dem weiterlaufenden VHS-Kurs fleißig mit den Büchern, die sie von der Sprachschule bekommen hat - da bin ich guten Mutes.

Wenn ich so darueber nachdenke, so scheinen viele Lizenzen oder so "umgekehrt" durchgezaehlt zu werden. Bei der Buchfuehrung ist das so, beim Kanjischreibexamen (Kanken), beim Judo oder Aikido. Nur beim Japanischen Schach bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, ich glaube, da galt, je hoeher der Rang, desto hoeher die Zahl.

Das kommt, meine ich, vom ersten, zweiten, dritten Platz Denken.

Vielen Dank für die Informationen und die Bereitschaft, Fragen zu beantworten - da kommt bestimmt noch was!

Gern geschehen! Soviel Zeit habe ich alle mal noch.

Ist Deine Tochter nur für das eine Jahr in dieser Schule? Das muss doch ein Abenteuer sein in dem Alter (6. Klasse heißt so 12, 13 Jahre oder ist das eine andere Zählung?). Ist das eine besondere Schule oder doch irgendwie üblich (wenn ich zu neugierig bin, antworte einfach nicht, ich fand es nur interessant)? Ich habe einige Deiner Schilderungen über Gasttöchter (-söhne waren noch keine dabei, oder?) gelesen und wünsche Dir, dass die Dänin so richtig gut passt.

Ja, es ist die normale 6. Klasse, in der japanische Kinder 12 werden. Toechterle hatte schon ihren Geburtstag.

Naja, es ist schon eine normale oeffentliche Schule, und dann wieder auch nicht. Die Schule hat naemlich von Klasse 1 bis 9 nur 10 Schueler, davon sind 6 inlaendische ATS und 3 Lehrerkinder, die wegen der Arbeit ihrer Eltern auf die Insel gekommen sind. Letztes Jahr gab es 16 Schueler, aber dieses Jahr sind viele junge Lehrer gekommen, die noch keine Kinder haben. Auf der ganzen Schule waere nur ein Schueler, wuerde es ATS und Lehrerkinder nicht geben. Da das japanische Schulgesetz diverse Lehrer fuer alles Moegliche vorschreibt, hat die Schule eine extrem gute Lehrer-Schueler-Rate. Auf den 3 Inseln des Dorfes kuemmern sich 40 Lehrer um 60 Kinder in 4 Schulen.

Toechterle wohnt bei einem Ehepaar, das seit 19 Jahren alle ATS der Insel bei sich aufnimmt und betreut. Sie hat daher auf Anhieb 5 Geschwister bekommen, die zwischen 3 Jahren und 3 Monaten aelter sind als sie. Und da die Schule so wenig Schueler hat, die man fuer Aufgaben einspannen kann, eben nur 7 von den 10 Kindern, muss sie viel mehr machen und auf Anhieb ploetzlich stellvertretende Schuelerratsvorsitzende geworden. Und sie hat mindestens noch 2 Aufgaben, die sie machen muss. Das Verantwortung uebernehmen kann nur gut fuer sie sein. Sie hatte im Kindergarten immer das Zeugs dazu und auch oft was gemacht, soweit man das von 6-Jaehrigen erwarten kann. Aber dann in der normalen Grundschule ist das voellig weggefallen, und sie lernte ihre Lektion "Ich kann das so wieso nicht." sehr gut. Auf jeden Fall ist sie sehr gluecklich an ihrer Inselschule. So gluecklich, wie ich sie schon lange nicht erlebt habe.

Gut, ich sollte jetzt langsam mal meinen Schoenheitsschlaf beginnen.

Liebe Gruesse

Higanbana
Zuletzt geändert von Higanbana am 31.05.2018, 00:22, insgesamt 1-mal geändert.


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