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Ayusa Motivationsbericht, was kann ich verbessern?

Verfasst: 22.05.2016, 10:09
von Alfapolu
Hey!
Ich hab mal mit dem Motivationsbericht für Ayusa angefangen (aufgabe: Schreibe einen Motivationsaufsatz, in dem du uns erklärst, warum wir gerade dich bei deinem Auslandstraum unterstützen sollen und was dich besonders auszeichnet), aber ich komme nicht so richtig weiter... :-?

Wär echt nett wenn den sich jemand durchlesen würde, und sagen, was überflüssig ist, anders geschrieben werden sollte und vor allem, was ihr noch reinschreiben würdet. :mrgreen:


Danke schonmal! :drei:
Alfapolu


Das erste Mal das ich Interesse für die spanische Kultur zeigte, war im Kindergarten. Eine gute Freundin von mir, die gerade von einem Urlaub aus Spanien wiederkam, erzählte begeistert von ihrem Aufenthalt. Als sie dann auch noch demonstrierte, wie gut sie Spanisch sprechen konnte (sie ist zweisprachig großgeworden) fand ich diese Sprache so schön, dass ich mir vornahm, eines Tages spanisch zu lernen. Schnell war dieser Gedanke aber wieder vergessen, und erst Jahre später erinnerte ich mich erneut an dieses Ereignis.
In der achten Klasse hatten wir dann die Möglichkeit einen Schüleraustausch über zwei Wochen zu machen. Da kam ich das erste Mal auf die Idee für einige Zeit in einem anderen Land zu leben. Ich wägte ab, ob ich bei dem Austausch mitmachen wollte, was jedoch daran scheiterte, das wir als Gegenleistung einen Schüler bei uns aufnehmen mussten, unser Haus dafür aber zu klein war.
Enttäuscht wollte ich die Idee, lange Zeit in einem anderen Land zu verbringen, auf später verschieben, beispielsweise für mein Studium, als ich erfuhr, dass man sich auch außerhalb der Schule für Austausche bewerben kann. Ich begann mich zu informieren und durch Erfahrungen von Bekannten und Recherche im Internet kam ich auf Ayusa, zudem denke ich, habe ich hier die beste Chance auf ein Stipendium.
Als nächstes stellte sich die Frage nach dem Land, doch die war für mich relativ schnell geklärt. Es gab drei Länder, die mich schon lange interessierten: Spanien, Australien und Kanada. Australien und Kanada fielen jedoch wegen der Kosten raus, übrig blieb Spanien. Das Land, das mich in Hinsicht auf seiner Sprache, seiner Esskultur und des Temperaments und der Lebensfreude der dort lebenden Menschen schon so lange fasziniert hat, ich jedoch nie die Gelegenheit hatte zu besuchen.
Vollkommen überzeugt von einem Austauschjahr war ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Ein Jahr schien mir eine lange Zeit, ein halbes Jahr sprach mich aber auch nicht an, einfach weil es mir zu unspektakulär schien. Vor allem hatte ich Angst, die Beziehung zu meinen Freunden würde darunter leiden, aber nach einigem Nachdenken wurde mir klar, das eine wirklich gute Freundschaft das aushalten würde. Der Gedanke, bei völlig fremden Menschen zu wohnen war für mich kein Grund zu irgendwelchen Bedenken, denn der Reiz etwas neues zu probieren, war stärker. Außerdem denke ich, für meine Zukunft hätte ein Austauschjahr eine wichtige Rolle. Nicht nur, weil ich lernen würde die Sprache zu sprechen, sondern auch, weil ich lernen würde, mit dieser vollkommen neuen Situation umzugehen, mein Selbstvertrauen stärken und neue Freunde finden würde.
Nachdem ich also auf die Idee gekommen war, ein Austauschjahr zu machen, überlegte ich nicht lange ob es „richtig“ oder „falsch“ wäre, sondern war von der Neugierde gepackt es einfach einmal auszuprobieren und hoffentlich zu genießen.
Von meinem Austauschjahr erwarte ich einerseits selbstständiger zu werden und mich besser auf andere Leute einstellen zu können, aber ich freue mich vor allem darauf, etwas vollkommen neues anzufangen, neue Hobbies auszuprobieren und hoffe, dass ich mich schnell in der spanischen Kultur intigrieren kann.
Von meinen Freunden werde ich als spontan, unternehmungslustig und ehrgeizig beschrieben. Ich bin aber auch relativ anpassungfähig und begierig, neue Dinge auszuprobieren.
Da meine Mutter alleinerziehend ist, wäre ein Stipendium eine große Erleichterung für uns. Als ich gelesen habe, das man einen Blog über sein Austauschjahr schreiben soll, war ich nicht nur bereit dazu, sondern regelrecht begeistert von der Idee, die Leute an meinem Jahr Anteil haben zu lassen und hoffentlich auch andere Jugendliche dazu zu inspirieren, auch ein Jahr im Ausland zu verbringen.

Re: Ayusa Motivationsbericht, was kann ich verbessern?

Verfasst: 24.05.2016, 22:56
von Tony.R-retournee2015
Hey,
zunächst einmal wollte ich dir schreiben dass ich den Aufbau deines Motivation schreiben sehr gut finde und mir die Art und Weise gefällt in denen du ganz speziell und persönlich Beispiele angibst, wie du auf die Idee mit dem Auslandsjahr gekommen bist. Gut war hier auch zu erwähnen wie du gerade auf Ayusa als Organisation gekommen bist. Auch gefällt mir der Schluss Satz sehr gut einen Blog zu führen mit der Hoffnung andere zu Inspirieren. Sehr überzeugend sind die meisten deiner Ausführungen und obwohl man dich nicht kennt hat man das Gefühl einen guten Eindruck über dich gewonnen zu haben.

Wie du allerdings wissen wolltest gibt es meiner Meinung nach ein paar überflüssig zu erwähnende Sätze oder Sätze die leider nicht die positiven Eigenschaften betonen. Ein Beispiel wäre zum Beispiel der Satz: "Schnell war dieser Gedanke aber wieder vergessen, und erst Jahre später erinnerte ich mich erneut an dieses Ereignis." Das Beispiel war gut gemeint mit der ersten Begegnung der spanischen Sprache, allerdings sorgt dieser Satz eher dafür das man glaubt es wäre dir nicht so wichtig mit dem Auslandsjahr.
Ein anderer Paragraph den ich umschreiben würde wäre der Teil in dem du hervorhebst dass du auf Ayusa gekommen bist weil du denkst dort am ehesten ein Stipendium zu bekommen. Meiner Meinung nach solltest du hier eher ein paar informationen über Ayusa einstreuen und warum du denkst dass gerade in zusammen Arbeit mit dieser Organisation dein Auslandsjahr zum Erfolg wird.
Auch die Erklärung wie du auf Spanien kommst für deine Endentscheidung spricht nicht als positives Argument für das Land sondern eher als letzte Auswahlmöglichkeit die du hattest, zu sehr im Kontrast darüber warum du Spanien so toll findest: "Australien und Kanada fielen jedoch wegen der Kosten raus, übrig blieb Spanien. Das Land, das mich in Hinsicht auf seiner Sprache, seiner Esskultur und des Temperaments und der Lebensfreude der dort lebenden Menschen schon so lange fasziniert hat, ich jedoch nie die Gelegenheit hatte zu besuchen." Streiche den ersten Satz und es klingt Perfekt! :)
Leider kommt auch deine Begeisterung nicht Ideal zum Vorschein in dem letzten Paragraph, zu sehr fokussierst du auf negative Gedanken, der Angst for dem fremden, ob sich der Aufwand lohnt und ob du deine Freunde von Deutschland später noch haben würdest, Unsicherheit ist hier ein leiser Unterton der mitschwingt als Nachricht für den Leser. Sei ruhig selbstbewusst und überzeugt von dir dass du ein tolles Jahr haben wirst, denn ohne Zweifel, ein Auslandsjahr ist die beste Erfahrung die man einmal in seinem leben gesammelt haben kann und es wird die schönste Zeit deines bisherigen Lebens sein!

Alles in allem finde ich das schreiben sehr gelungen, dennoch solltest du zwei entscheidende Punkte ergänzen die dein Motivation schreiben vervollständigen. Das wäre zum einen eine noch genauere Beschreibung über dich, was dich besonders auszeichnet, sei es ein Hobby, Wettkämpfe oder bestimmte Charaktereigenschaften die zu besonderen Begegnungen möglicherweise geführt haben könnten. In diesem schreiben geht es um dich, und nur um dich. Das umfasst nämlich die wichtigste Frage die dein schreiben Beantworten sollte. Warum du denkst das Ayusa DICH unterstützen sollte aus deinen eigenen Augen. Da macht es gar nichts viele positiven Eigenschaften und Stärken besonders hervorzuheben. Warum denkst du bist du der geeignete Kandidat für das Stipendium?

So, soviel dazu. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Bewerbung und hoffe du nimmst nicht zu viel Anstoß an die paar Punkte die ich dir hiermit genannt habe. Wenn du noch weitere Fragen hast kannst du mich gerne Anschreiben und ich gebe dir gerne Auskunft über Erfahrungen die ich gesammelt habe.

Ganz liebe Grüße
retournee 2015