Nicht Glücklich

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ZoëvonArx
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Nicht Glücklich

Beitragvon ZoëvonArx » 26.10.2016, 18:16

Hallo zusammen
Ich Weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Ich bin schon seit dem 10.08.16 hier in der USA(also heute genau 2 monate und 3wochen). Ich habe einen jüngeren(16) und einen älteren(18) Bruder der ist jedoch schon am College. Also lebe Ich nur noch mit meinen Eltern und meinen jüngeren Bruder zusammen. Mit den eltern habe ich Es wirklich soo gut vor allem mit der mutter. Ich habe sie wirklich soo lieb, wir reden voll viel und ich kann ihr alles erzählen. Mit meinen Bruder habe ich Es nicht so toll. Er redet fast nichts und wenn ich ihn etwas Frage antwortet er kaum. Aber Das stört mich nicht extrem. Ist halt einfach mühsam. Also das eigentlich problem ist die Schule. Leider bin ich in keinem club und Mach auch Kein sport(Das hab ich irgendwie verpennt). Es ist eine sehr grosse schule, deswegen bin ich auch nicht sehr bekannt als Austauschschülerin. Die schüler allgemein haben einfach Kein interesse an Mir. Ich probiere mot ihnen zu redet was Mir sehr schwer fällt doch probiere Es jeden tag wieder. Ich hab schon einpaar gefragt ob sie etwas mit Mir machen wollen antwortet sie gar nicht Oder Sagen ja können wir und Dann redet man nice wieder drüber. Ich hab Das gefühl ich werde immer wieder abgewiesen und ich Weiss nicht wieso! Ich Weiss echt nicht was ich anders machen soll. Und Dann sehe ich immer wieder wie andere Austauschschüler schon längst Freunde gefunden haben die sogar noch kürzer da Sind als ich. Ich überlege Mir ernsthaft Das jahr abzubrechen, denn ich bin einfach soo unglücklich hier. Die schule ist einfach soo horror. Aber Es gibt auch gründe wieso ich Es nicht abbrechen soll. Das wäre meine wirklich super familie und Das andere ist Das meine eltern Das alles schon gezahlt haben und Das ist viel geld. Es ist nicht so Das wir geld probleme hätten aber ist halt herausgeschmissenes geld. Bitte helft Mir!!! Ich habe so Keine ahnung was ich machen soll.

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Re: Nicht Glücklich

Beitragvon Orava » 26.10.2016, 22:52

Hallo Zoe,

also, wenn ich mir so durchlese, was du so geschrieben hast, dann möchte ich dir folgende Antwort geben:
Herzlichen Glückwunsch, du bist eine richtige Austauschschülerin!

Es tut mir leid, dir keine besseren Neuigkeiten überbringen zu können, aber du hast Recht: Mit deinen Eltern, die dir das ermöglichen und mit deiner super Gastfamilie hast du totales Glück. Aber Austauschschüler zu sein, ist total anstrengend! Für jeden. Man hat keine Freunde, man ist alleine, man ist weit von Zuhause weg, man fühlt sich eine ganze Zeit lang so, als würde man sich umsonst alle Mühe geben... genau das, was du erlebst, ist die Essenz eines Austauschjahrs! Das machen alle ungefähr so durch, manchen geht es schlechter als dir, aus verschiedensten Gründen, und bei einigen wenigen läuft alles von Anfang bis Ende perfekt. Ich würde sagen, du bist ziemlich in der Mitte und hast ein total normales Austauschjahr. Dass "alle schon ganz viele Freunde haben außer dir" ist absoluter Quatsch. Jeder muss sich dafür anstrengen und macht auch mal Zeiten durch, wo er Zweifel hat.

Wenn du am Ball bleibst, dann wirst du bald auch in der Schule Freunde finden, und dann wird alles weiter "ganz normal" weitergehen. Klar, jedes Ausauschjahr ist anders, aber ich kann dir versichern, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt, und dein Bericht auch "ganz normal" klingt.

Lass dich nicht unterkriegen und hab eine schöne und lehrreiche Zeit in den USA!
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Re: Nicht Glücklich

Beitragvon Monx » 28.10.2016, 11:10

Ich kann Orava nur zustimmen...alles ganz normal! Und du bist schon einen ganzen Schritt weiter als viele andere ATS, denn du traust dich jeden Tag aufs Neue Mitschüler anzusprechen! Das kostet viel Überwindung und das machst du super! Also nur weiter...irgendwann klappt es schon!
Wegen Sport/Clubs ist es natürlich bisschen schade...hast du schonmal versucht einen Coach anzusprechen, ob du vielleicht einfach mittrainieren dürftest um Leute kennenzulernen oder eine andere Sportart auszuprobieren? Oftmals hilft es bei sowas ja doch ATS zu sein und man darf auch noch nach einer abgelaufenen Frist teilnehmen :wink:

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Re: Nicht Glücklich

Beitragvon Higanbana » 31.10.2016, 12:56

Hallo,

ja, da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen. Ich hatte neulich wieder einmal gesehen, was unsere ATS von vor 3 Jahren in unser Gaestebuch geschrieben hatte: Vielen Dank fuer all die Hilfe, denn einfach war das Jahr nicht! Und wir reden von einer ATS, die supergluecklich ueber ihre Schule, die Betreuung und ihre GF war. Im Gegensatz zu anderen ATS hatte sie Null Probleme, aber selbst fuer sie war nicht immer alles Zuckerschlecken, auch wenn sie sicherlich im Laufe der Jahre die negativen Aspekte verdraengen oder gar vergessen wird.

Kopf hoch, das wird schon! Und die Gruende, die du aufgefuehrt hast, sind kein Anzeichen von Abbrechenmuessen, sondern klingen eher wie Kulturschocksyndrome. Wenn du die Chance hast, dann versuche mal etwas darueber nachzuschlagen, insofern du keine gute Vorbereitung darauf gehabt hast. Und dann versuche bitte, viel zu reden und viel mit Leuten zu machen, damit du nicht zu tief in das Kulturschockloch faellst.

Liebe Gruesse

Higanbana

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Es geht mir immer schlechter...!

Beitragvon Lollord7 » 10.01.2018, 05:56

Hallo liebe Community!
Ich mache momentan ein austauschjahr in den USA und in letzter Zeit geht es mir irgendwie nicht sehr gut...
zum einen lebe ich hier in einem echten Kaff, wo es nicht mal eine Mall oder ein Kino gibt!
Zum anderen kamen einige Dinge in der letzten Zeit zusammen: Zu Beginn gab ich mich erstmal total in eine Mitschülerin hier verknallt, mit der hatte ich 2 Monate was am laufen (nichts ernsthaftes), und sie meinte immer, dass sie mit mir zusammen sein möchte und wollte "mehr", bis wir dann sogar ein Date hatten, was sehr gut und romantisch verlaufen ist - und dann machte sie 2 Wochen später mit mir in einem Chat Schluss, mit der Begründung, dass sie "supposed to be just a crush to me" war und dass sie am Ende nicht verletzt werden möchte wenn ich wieder gehe. Seitdem hat die mich ignoriert und wir haben nie wieder gesprochen (sie hat immer abgelehnt wenn ich mit ihr darüber reden wollte). Als ich später dann hörte, dass sie schon wieder was mit 2 anderen Football Jungs am laufen hatte, hatte ich immer mehr das Gefühl, komplett verarscht worden zu sein. Auch wenn ich keinen direkten Liebeskummer mehr habe, belastet mich das schon im "Hintergrund" und ich zweifle an mir und dass ich jemals wieder jemanden wie sie finden werde...
dann habe ich sogar noch gehört, wie sie über mich bei anderen gelästert hat, weil ich mich im Unterricht immer melde (was hier quasi keiner macht) und mitarbeite - seitdem fühle ich mich selbst irgendwie wie ein Streber und verliere an Selbstbewusstsein.
außerdem habe ich nicht das Gefühl, wirklich enge Freundschaften hier zu schließen. Klar, ich habe Leute, mit denen ich in der Schule rede, die ich um Rat fragen kann und mit denen ich Mittag esse oder in Clubs bin (ich bin in Band, Theater und Tennis), aber ich habe niemanden, mit dem ich mir vorstellen könnte, auch nach dem Auslandsjahr wirklich lange Kontakt zu halten. Zudem habe ich auch noch einen großen Streit mit einem Freund hier gehabt. Ich vermisse einfach total meine zwei besten Freunde aus Deutschland, mit denen ich total auf einer Wellenlänge war. Ich bin auch in letzter Zeit immer ruhiger und zurückhaltender geworden, obwohl ich in Deutschland immer ein sehr extrovertierter Mensch war. Nicht, dass ich unfreundlich bin (im Gegenteil), aber ich hab einfach nicht das Gefühl, hier total ich selbst sein zu können, weil hier die meisten irgendwie ganz anders ticken als ich.
Das gilt teilweise auch für meine Gastfamilie: ich fühle mich dort zwar ziemlich wohl, aber ich vermisse das enge Verhältnis mit meinen Eltern.
Generell ist dieser Hype vom Anfang, wo noch alles neu und super cool war und man dachte mit allen Menschen, die man kennengelernt hat, super befreundet zu werden, dem stinknormalen, teils echt langweiligen Alltag gewichen und ich frage mich manchmal, warum ich dieses Jahr überhaupt gemacht habe. Auch mit Blick auf meine verbleibenden 5 Monate frage ich mich, ob ich das wirklich als das beste Jahr meines Lebens letztendlich bezeichnen werden kann, vor allem wenn ich die Snapchat-Stories von anderen Austauschschulern in San Francisco mit Hunderten Freunden und viel Spaß sehe.
Ein paar aufmunternde Worte, Ratschläge oder Erfahrungsberichte würden mir echt helfen! Danke!

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Re: Versaue ich mir meinen eigenen Austausch?

Beitragvon Elva » 10.01.2018, 16:29

Hi Gast,

aufmunternde Worte krieg ich wohl hin :)

und ich zweifle an mir und dass ich jemals wieder jemanden wie sie finden werde


Sorry, aber so wie du sie beschreibst, hoffe ich fest, dass du nicht nochmal jemanden wie sie findest (die Chance ist wohl trotzdem groß genug..). Für mich klingt sie nach einem wunderbar egoistischen Teenager-Exemplar, welches dich am Anfang interessant fand, weil neu etc. und dich vielleicht auch recht gern mochte, aber dann im Endeffekt genug von dem "neu" hatte und dich abserviert hat. Mach dir um sie keine zu großen Gedanken und lass dir von ihr nicht dein Selbstvertrauen versauen!

Und ich sag's dir ganz ehrlich: enge Freundschaften schließen sich nicht so schnell. Ja klar, manchmal funkts einfach und man weiß, dass die Person auf lange Zeit gesehen in dein Leben gehört, aber oft brauchen tiefe Freundschaften Zeit um sich zu entfalten. Und so viel Zeit hast du in deinem Austauschjahr oft nicht, auch wenn man in deinem Alter schnell einer Person alles gibt und überzeugt ist, dass die Person die einzige ist (ob jetzt Freundschaft oder Liebe ist in dem Fall vollkommen egal). Freu dich, dass du Leute hast, mit denen du Zeit verbringen und mit denen du über Sachen reden kannst, aber erwarte nicht, dass sich megatiefe Freundschaften entwickeln. Immerhin sehen auch diese Leute dich in naher Zukunft wieder aus ihrem Leben (wenigstens à la Nähe) verschwinden - da überlegt man es sich oft 2x, ob eine tiefe Freundschaft so sinnvoll erscheint. Trotzdem, du hast noch 5 Monate und in diesen Monaten kann sich noch viel ändern!

Dasselbe gilt für deine Gastfamilie: sie sind kein Ersatz für deine Eltern - das können sie auch gar nicht sein. Es fehlt die jahrelange Basis für das enge und vertraute Verhältnis und ein Gastfamilienverhältnis kann meistens nur an der Oberfläche kratzen, es sei denn man hat supergroßes Glück.

Das mit dem Hype kann ich auf jeden Fall voll nachvollziehen, so hab ich mich auch gefühlt und ich war nur 6 Monate weg :mrgreen: That's life und eine der wichtigsten Erkenntnisse eines Austauschjahrs, finde ich. Das Leben ist (mal ganz auf die Basics runter) überall gleich. Nur weil man es woanders lebt für ein paar Monate oder sogar Jahre ändert nichts am generellen Leben. Nur weil du den Ort wechselst, wird es nicht nur megatoll oder megaschlecht werden, sondern alle Facetten des "normalen" Lebens behalten. Das bedeutet auch, dass Langeweile oder Unsicherheit vorhanden sind.

Aber versauen kannst du dein Jahr nicht, wenn du es nicht ab jetzt mit der Einstellung, dass du es definitiv versauen wirst, weil du keine engen Freunde hast/ein Mädchen dich verletzt hat/du dir nicht sicher bist, ob es die beste Entscheidung war/..., verbringst.
Und sei versichert, die ganzen anderen ATS mit Bildern mit hunderten von Freunden in San Francisco plagen dieselben Zweifel.
Vergiss nicht, dass man nach außen hin nur das präsentiert, was man präsentieren will.

Genieße die Zeit, die du noch hast, nachher wirst du Momente vermissen und ich drücke dir die Daumen, dass du nicht zurückblicken wirst und dir denkst, dass du so viel mehr aus deiner Situation hättest machen können!
Kopf hoch und mach einfach weiter und bleib positiv und selbstbewusst!

Liebe Grüße aus Schweden,

Elva
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Even if she is with us since only less than 2 months, she is already part of our family. - Hostmum :loveyou:

Carööö
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Re: Es geht mir immer schlechter...!

Beitragvon Carööö » 11.01.2018, 00:07

Hey Lollord,

das, was du beschreibst ist für diesen Zeitpunkt deines ATJs ziemlich normal. Die erste Aufregung ist vorbei, so langsam pendelt sich alles ein - und man merkt, was einem fehlt. Wenn dann noch so blöde Sachen wie Liebeskummer oder Streit dazukommen ist es kein Wunder, dass es dir nicht so gut geht.
Aber: Du hast ziemlich gute Voraussetzungen, aus den nächsten 5 Monaten richtig viel rauszuholen! Du bist aktiv, und du verstehst dich gut mit deiner Gastfamilie. Das ist doch richtig viel! Dass dein Verhältnis zu deiner Gastfamilie nicht so eng ist wie mit deiner leiblichen Familie ist ja auch nur normal. Klar wäre es schön, wenn es so ähnlich wäre wie Zuhause. Aber das ist vielleicht auch ein bisschen viel verlangt für eine so kurze Zeit.

Und was die Snapchat-Stories von anderen ATS angeht: Glaub davon bitte nicht mal die Hälfte! Ich kann dir garantieren, dass die allermeisten von denen auch ihre Sorgen und Probleme haben, vielleicht mehr als du - sie verkaufen es online aber anders. Ob man sich mit Mitschülern oder Gastfamilie versteht und sich wohlfühlt hat meistens auch nur sehr wenig mit dem Ort zu tun, an dem man lebt.

Ich denke, du kannst jetzt das neue Jahr noch gut nutzen, um ein paar schöne Monate in den USA zu verbringen. Am meisten wird dir denke ich helfen, dich von dem Druck zu lösen, dass es das "beste" Jahr deines Lebens werden muss. Wäre es nicht auch irgendwie traurig, wenn danach nichts besseres mehr käme? Jetzt lernst du wahnsinnig viel über dich selbst und über die Welt. Das kannst du später dein ganzes Leben lang nutzen. Vieles wirst du jetzt noch gar nicht merken, sondern erst Jahre später schätzen lernen. Insofern ist es schon jetzt das beste Jahr deines Lebens: Es gibt dir die besten Voraussetzungen, in Zukunft noch viel mehr zu lernen, offen zu sein, Krisen zu bewältigen und an dich selbst zu glauben. Ich glaube auch, dass gerade diejenigen, bei denen das ATJ nicht so Snapchat-traumhaft, sondern holpriger verläuft am meisten davon mitnehmen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall noch eine gute Zeit!
Liebe Grüße!
Mien Opa hett jümme seggt: Wer sien Teppich gaut verleggt, dei findtn uck wäer!
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