Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

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Ganzweitweg
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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon Ganzweitweg » 23.02.2013, 06:30

-Jule- hat geschrieben:Kann ich verstehen, allerdings hört man ja öfters mal, dass die Hygiene (besonders in Bezug auf Tiere) in den USA irgendwie nicht soo dem in Deutschland entspricht.

Erzähl mal sobald du etwas von deiner Koordinatorin gehört hast. Ich denke, die beiden Punkte (Allergie und Sprache) sind schon wichtig und da sollte schnell eine Lösung gefunden werden! Sprich sonst auch mal deine Organisation in Deutschland darauf an.


Also heute morgen kam eine Mail zurück, die ich jetzt mal kurz zusammenfassen werde

1/2. Du bist selbst dran schuld, dass du in einer Familie mit Katzen und Hunden bist, da du die Allergie nicht angegeben hast
Meine Antwort: Ich habe aber angekreuzt, dass ich keine Hunde und Katzen mag und es gab nur ein Feld mit Allergien bei dem stand ob man eine Allergie hat für die man Medikamente braucht. Habe ich vernein. Allerdings habe ich meine Koordinatorin in Dland später auf meine Allergie aufmerksam gemacht, die das auch an Sie weitergeleitet hat.

3. Hast du überhaupt eine Allergie?
JAAAAA!!!!!!!! (Er hat gesehen wie ich mit tränenden und roten Augen vor ihm saß als wir an meiner Ankunft erst die andere ATS zu ihrer Familie gebracht haben. Er meinte schon da, dass ich Medikamente nehmen kann)
Meine Antwort: Ja, du hast es selbst gesehen und mich "bemitleidet" als wir bei der anderen Gastfamilie mit den Katzen waren.

4.Wenn du eine Allergie hättest wäre es wichtig, dass die Familie weiß, dass es nicht gut ist, dass die Katze auf den Tisch geht.
(Danke, dass er mir unterstellen, dass ich keine Allergie habe)
Meine Antowort: Ja, ich habe eine Allergie und ich glaube nicht, dass man einer Katze, die seit mehreren Jahren immer auf die Tische darf, plötzlich beibringen kann das nicht mehr zu tun. Außerdem wissen sie es, dass ich es nicht mag.

5.Deine Mutter weiß, dass sie Französisch sprechen soll
Meine Antowrt: Tut sie aber nicht. (Und nochmal erklärt, dass I. es ja nicht versteht und auch sonst alles auf Englisch läuft)

6. ich weiß, dass du nervös bist mit der Familie darüber zu sprechen aber wenn du es nicht tust wird deine Gastmutter im Falle eines Wechsels sehr überrascht sein
Meine Antwort: ich werde am Wochende mit ihnen darüber sprechen.


Auf die Sache mit dem Hund ging er überhaupt nicht ein.
(In meiner E.Mail an ihn habe ich fast das gleiche geschrieben wie in meinem Beitrag hier. Ich habe halt betont, dass die Familie sehr nett ist etc aber eben die Sprache und die Katze/der Hund mich extrem stören (dass D. kifft habe ich weggelassen)

Wenn er gegen einen Wechsel ist werde ich meine deutsche Orga kontaktieren und mei Vater wird ihm Dampf machen und einen Attest von meinem Hausarzt schicken, dass ich eine Allergie habe und somit schnell wechseln kann (ich habe auch eine neue Familie, sie haben mir heute verbindlich zugesagt)

Liebe Grüße!
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-Jule-
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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon -Jule- » 23.02.2013, 11:23

Mh, da hätte dein Koordinator aber echt etwas netter sein können! Und dir zu unterstellen, dass du keine Allergie hast... :nee: Versuch deiner Gastfamilie von dem Wechsel zu erzählen, allerdings hätte er dir da auch deine Hilfe anbieten können.

Ich hoff jetzt einfach mal, dass alles mit dem Wechsel gut klappt, ansonsten ist die Idee, dass du bzw. dein Vater die deutsche Orga kontaktiert sicherlich eine gute Idee. Viel Glück!

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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon Ganzweitweg » 24.02.2013, 16:51

Ich habe gestern Nachmittag nochmal mit meinem Rep telefoniert und er meinte, dass er für einen Wechseln rund 3 Wochen braucht :o
Er wird sich im Laufe der nächsten Woche die Familie anschauen und dann überlegen ob ein Wechseln wirklich nötig ist (ehm hallo???)
Ich solle aber bitte noch dieses Wochenende mit meiner Familie reden damit sie nicht zu überrascht ist wenn ich wechsel *hust* :-?
Das werde ich aber erst machen wenn ein Wechsel wirklich feststeht.
Und ich werde morgen hier zu einem Arzt gehen, den mein Vate gester aus seiner "connection kiste" ausgegraben hat, und der wird mir dann einen Attest schreiben, dass es auch zu chronischen Beschwerden kommen kann wenn ich länger in einem Haushalt mit Katzen lebe. Ich hoffe, dass das reicht um nicht noch 3 wochen hier bleiben zu müssen.
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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon Orava » 24.02.2013, 17:28

Ganzweitweg hat geschrieben:der wird mir dann einen Attest schreiben, dass es auch zu chronischen Beschwerden kommen kann wenn ich länger in einem Haushalt mit Katzen lebe. Ich hoffe, dass das reicht um nicht noch 3 wochen hier bleiben zu müssen.
Das finde ich auf jeden Fall ne gute Idee. Ich wünsch dir, dass das alles jetzt klappt, ich finds cool, dass du das wie es von hier klingt echt locker nimmst und ganz patent selbst in die Hand nimmst.
Weiter so!
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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon Ganzweitweg » 01.03.2013, 03:57

Danke Orava!


Ich werde am Sonntag wechseln :jumper:
Meine Gastmum hat aber vor meinem Rep behauptet, dass ich nie gesagt habe, dass ich eine Allergie habe :o :o :o
Und die reden hier auch alle nicht mehr mit mir, sau komisch... (sind wahrscheinlich angepisst, dass sie jetzt 200$ in der Woche weniger haben...)

Ich freue mich einfach nur rieeeesig und bin ect froh, dass es dann noch so schnell über die Bühne gegangen ist :)
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Gastfamilie wechseln??

Beitragvon Juliaa2405 » 29.10.2013, 01:53

Also folgendes mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich soweit ganz gut besonders mit der Mutter und meinen 2 kleinen Gschwistern. Jedoch habe ich das Gefühl sie sind einfach überfordert sie haben 4 eigene kinder (3 davon adoptiert) und 3 pflegesöhne davon 2 babys.. die den ganzn tag schreien oder weinen.. zudem komm ich mit den erziehungsmethodn nicht zurecht bei jeder kleinigkeit müssen sie in die ecke die oma gibt ihnen mit einem holzstab klappse auf den Po sie mussten einmal 1000 mal einen satz schreiben und saßen da ungelogen den ganzen tag drann.. es fehlt einfach der liebevolle umgang.. mit meiner gastschwester geht es so.. ich bin einfach gestresst von ihr.. sie buhlt ständig nach aufmerksamkeit ist laut, launisch etc. (sie ist 15).. ich habe nicht das gefühl wir werden richtig warm wir leben zwar zusammen aber ich bin froh wenn ich meine ruhe habe.. die familie hat noch einen riesen Hund der ein paar mal am tag ausgang bekommt für ganze 2 minuten in den "garten".. kein wunder das der Hund manchmal durchdreht.. ich bin echt traurig das di eltern so ignorant sind teilweise sie wollen meine gastschwster zu einem sport zwingen den sie gar nicht will- den gleichen den ich machen will aber der gedank noch mehr zeit mit ihr zu verbringen auch am wochenende stresst mich noch mehr, ich meine ich wollte mal etwas richtig alleine machen.. ich bin ech am weinen gerade und weiß nicht was ich tun soll..dann gab es auch noch teile der familie die echt in messihäuserm wohnen was mich auch sehr schokiert hat aber da können sie ja nichts für..meine gastschwester und ich sind einfach soo verschieden und sie kommt auch immer an und sagt i love you und sowas abr ich fühle mich eher wie ein geduldeter gast...dann wurde auch noch schokolade aus meinem zimmer geklaut aber das ist geklärt..was soll ich tun? es weiter hier versuchen ( bin 2,5 monat hier nun) oder wechseln.. soo schlecht ist es hier ja nicht aber es gibt vieles was mcih fertig macht

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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon -Jule- » 29.10.2013, 18:02

Hast du mal mit deiner Betreuerin geredet? Schilder der mal deine Probleme, die kann sicherlich besser einschätzen, ob es Gastfamilienwechsel ggf. notwendig wäre. Gerade die Überlastung durch die ganzen Kinder finde ich problematisch. Irgendwie liest man hier jedes Jahr wieder von Gastfamilien, die zig Pflege-/Adoptivkinder haben und dann noch einen ATS aufnehmen. Kriegt deine Familie Geld dafür, dass du bei ihnen wohnst?

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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon Juliaa2405 » 29.10.2013, 22:01

Nein sie bekommen kein Geld sie verdienen beide sehr gut sonst könnten sie sich die Kinder nicht leisten.. dieser barsche umgangston manchmal macht mich einfach fertig die kinder werden in die ecke geschickt für minimale kleinigkeiten und weinen dann wieder stundenlang, meine gastschwester bekommt wochenlang ausgehverbot weil sie angeblich frech war.. ich denke man sollte sich erstmal um die eigenen Kinder kümmern und ich bin skepisch ob es bei 7 Kindern so hilfreich ist noch ats aufzunehmen- da bekommt doch keiner die Aufmerksamkeit die er verdient.. der vater geht auch null auf die wünsche seiner kinder ein..ich fühlte mich die ganze zeit nie 100 prozent wohl und möchte echt wechseln aber es tut mir für meine Gastmutter leid ich mag sie sehr gerne sie ist sehr fürsorglich und herzlich.. gastschwester und vater bringen mich jedoch auf die Palme.. muss ich alles so akzeptieren und mich anpassen ( ich habe mich echt sehr geändert, stehe nun um 8 uhr morgens auf am wochenende weil die kinder durchs haus trampeln, hatte zuhause 1 bruder) oder ist irgendwann auch schluss? ich meine in einem Auslandsjahr muss man sich ja auch anpassen aber es macht mich echt fertig!

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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon -Jule- » 29.10.2013, 22:12

Du hast mir leider nicht geantwortet, ob du mal mit deiner Betreuerin über die Situation geredet hast? Oder könntest du mir vorstellen mit deiner Gastmutter zu reden und ihr offen zu sagen, dass dich das ziemlich belastet, du sie aber trotzdem sehr magst und dankbar bist?
Ich kann dich schon verstehen, mich würde das auch verrückt haben. Ich denke, dass die Familie sich wirklich ein bisschen zu viel aufgehalst hat. Ich kann dir jetzt aber auch nicht sagen, ob du wechseln sollst oder nicht ;) Rede bitte wirklich mit den Zuständigen darüber, die kennen sich da sicherlich noch besser aus und kennen auch deine Gastfamilie (zumindest sollten sie das).

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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon sotagirl » 30.10.2013, 18:43

Ich würde auch mit deiner Gastmutter darüber reden, wenn du zu ihr einen guten Draht hast. Vielleicht hat sie ja auch das Gefühl, dass sie dir nicht gerecht werden und unterstützt dich beim Wechselwunsch. Deine Gastfamilie scheint ja sehr engagiert zu sein, vor allem deine Mutter. Solchen Familien fällt es ja oft schwer nein zu sagen. So kann es gut sein, dass deine Familie jetzt nicht unbedingt einen ATS wollten, sondern auch ein bisschen überredet wurden.
Vielleicht sind sie sogar froh und ihr könnt dann gemeinsam ohne Gesichtsverlust nach einer neuen Familie schauen :)
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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon carolyn1 » 10.11.2013, 19:52

Ich habe auch ein Problem mit meiner Gastfamilie.... :( :( Ich fühle ich mich einfach überhaupt nicht zu Hause und habe das Gefühl, dass meine Gastschwester bevorzugt wird. Meine Gasteltern reden nur mit ihr, was zum Teil sicher auch mein Fehler ist, weil ich eher still bin und mehr zuhöre, aber sie reden einfach gar nicht mehr mit mir, ausser ich fange an.Letztens hat mich meine Gastmutter als faul bezeichnet, weil ich nie etwas mache, aber in unserem Dorf gibt es keine Buse, meine GAstmutter will mich nirgends hinfahren und ich kann mir auch nicht immer ein Taxi leisten... :-? Ich kann nicht mit ihr darüber reden, weil sie mich einfach nicht ernstnimmt und sehr stur und stolz ist. Ich habe noch nicht mit meiner Betreuerin geredet, weil sie alles sofort zur Gastfamilie weiterleitet und das will ich eigentlich nicht, ich will einfach wissen, ob ich genug Gründe habe Familie zu wechseln oder nicht. Ich habe auch schon mit meiner Gastschwester darüber geredet, und sie fühlt sich auch nicht zu Hause, aber sie will nicht Familie wechseln... Habt ihr Erfahrungen damit?? Denkt ihr, das ist genug um Familie zu wechseln? LG :wink:

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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon Monx » 10.11.2013, 19:59

carolyn1 hat geschrieben:. Ich habe noch nicht mit meiner Betreuerin geredet, weil sie alles sofort zur Gastfamilie weiterleitet und das will ich eigentlich nicht, ich will einfach wissen, ob ich genug Gründe habe Familie zu wechseln oder nicht.


Und genau wegen diesem Satz würde ich sagen: Nein! Deine Situation ist bestimmt nicht toll. Ich kann mir vorstellen, dass es dich belastet, wenn deine Gastmutter nicht mehr wirklich mit dir redet und dich auch nicht unterstützt. Aber gerade jetzt ist es doch wichtig, dass du diese Probleme dann auch ansprichst. Du sagst deine Gastmutter sei stur und würde nicht mit sich reden lassen. Ok. Aber dann ist der nächste Schritt einfach, dass du mit deiner Betreuerin sprichst und diese dann vorbeikommt und ihr alle zusammen über die Probleme sprechen könnt. Nur so kann sich etwas ändern. Wenn du zu deiner Orga gehst und sagst, dass du wechseln möchtest, dann werden die zu 100% auch erst nach den Gründen fragen und dann versuchen das zu klären.

Und nun um dir noch ein bisschen in deiner Situation zu helfen: Deine Gastschwester ist also auch ATS, richtig? Hast du denn sonst noch Gastgeschwister (also Kinder der Gastfamilie)? In welchem Land bist du überhaupt? Was hat deine Gastschwester für Hobbies? Wo ist deine Schule? Hast du die Möglichkeit in der Schule ein paar AGs oder Sport Clubs beizutreten? Hast du Freunde mit denen du etwas unternehmen kannst? Warum spricht deine Gastmutter nicht mit dir? Nur weil du schüchtern bist oder glaubst du sie hat ein generelles Problem mit dir?
Ich weiß, das sind alles sehr viele Fragen. Aber ich denke, wenn du mal noch ein bisschen mehr erzählst, dann wird es mir (und auch anderen) leichter fallen deine Situation einzuschätzen und dir zu helfen! :)

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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon Sophie :) » 13.11.2013, 22:38

Heyho.
Also ich bin jetzt seit 2,5 Monaten in meiner aus meinen Gasteltern und zwei Gastschwestern im Alter von 6 und 10 Jahren bestehenden Gastfamilie und im ersten Monat war eigentlich noch alles gut.
Von Anfang an war die Beziehung zu meiner Gadtmutter nicht so gut wie zum Rest, aber wir haben nicht gestritten oder so. Die Chemie hat einfach nicht so gestimmt.

Es gab mehrere Dinge, die gewöhnungsbedürftig waren, wie zum Beispiel jeden Tag nach dem Duschen das Bad saugen, gefühlte hundert mal die Hände desinfizieren, nicht im Bad umziehen, weil Fussel abfallen können. Aber ich habe mich dran gewöhnt. İch weiss nicht warum, aber ich habe immer ein bisschen versucht, meine Gastmutter zu meiden. Weil ich irgendwie Angst vor ihr habe, allein, weil sie mich immer mit so einem kalten Blick
anguckt, das klingt jetzt übertrieben aber wirklich richtig kalt. Oder halt so Dinge wie, wir sind im Supermarkt, ich nehm einen Block mit, sag ihr, ich geb ihr das Geld danach, wir stehen an der Kasse, wieder dieser Blick und demonstrativ macht sie ein "neues Fach" fuer mich auf. Naja das isr ja nicht so schlimm.. Aber allgemein kommen den ganzen Tag Vorwürfe, ich klingel wenn ich von der Schule nach Hause komm, sie sagt, nimm deinen Schluessel mit, dann musst du nicht immer klingeln, dann will ich am naechsten Tag aufschliessen, es steckt aber immer eein Schluessel von innen, so dass es nichr geht und sie sagt vorwurfsvoll, dass.ich doch klingeln kann, wenn sie zuhause ist (immer).

Naja, in den Bayram-Ferien waren wir im Urlaub.
Und z.b. an einem Tag hatten wir eine sechsstuendige Autofahrt, ist ja klar, dass sich kleine Kinder da langweilen und vielleicht ein bisschen lauter werden und da fing es dann mit den Ohrfeigen an. İmmer mehr, wegen jeder Kleinigkeir Ohrfeigen oder Handgelenk umdrehen. Mir kommt es so vor, als wuerde sie meine groessere Schwester nicht lieben. İch erinner mich, wie sie aufm Boden lag und mit ihrer Barbie spielte, das passte meiner Gastmutter wieder nicht, dann hat sie nur so höhnisch gelacht, und so in ihre Richtung ziemlich doll in die Luft getreten. Die Situation hats einfach verbilslicht. Klar, eigentlich geht es mich nichts an,
es ist ihre Sache, wie sie ihre Kinder erzieht.
Aber in solchen Situationen, wie, meine kl. Schwester versteckt sich weinend hinter mir und ich soll sie "hergeben" damit sie geschlagen werden kann.

ich kann halt nicht mehr objektiv beurteilen,
was kukturell bedingt, was unnormal und verurteilenswert ist.

Zuhause wurds dann mit dem Schlagen auch wieder besser und ich hab mir halt vorgenommen, es einfach zu ignorieren. Naja, die Beziehung zu meiner Gastmutter wurde aber nicht besser. Sie ist Hausfrau und mein Gastvater, mit dem ich mich von Anfang an richtig gut verstanden hab, ist sehr beschaeftigt, er arbeitet teilweise bis 22 Uhr und auch am Wochenende.

Naja, am Samstag wurde ich dann krank und lag mit fast 40 Grad Fieber im Bett, dann hat sie mir Antibiotika gegeben und dementsprechend hatte ich nach relativ kurzer Zeit kein Fieber mehr, hab mich aber trotzdem sehr schlecht gefühlt, nach jeder Treppe einen halben Herzinfarkt und irgendwie nach laengerem Stehen das Bedürfnis nach ner Srunde Schlaf, sie meinte dann, ich muss trotzdem zum Sprachkurs (wo wir grad das Alphabet lernen, wow, weiss sie auch). Vorher habe ich geduscht und ja, ich hab einmal nicht gesaugt. Weil es mir schlecht ging. Dann komme ich nach Hause und mich erwartet ein eine Seite langer Wuttext bei Google Translate, dass ich mich nicht an die Hausregeln halte, dass es so nicht weitergeht, bla. Dann meinte ich, dass sie bitte kuerzere Saetze, kleinere Absaetze schreiben soll, weil sonst auch viel Schwachsinn rauskommt. Und mein Gastvater meinte, dass sie lieber nen Dialog entstehen lassen
soll statt einen Kritikroman
Dann ist sie ausgerastet, meine Gasteltern haben sich eine Stunde lang angeschrien, danach hat sie eibgetippt "İch moechte den Job dee Gastfamilie aufgeben". Naja. Ehrlich gesagr hab ich mich schon
gefreut, weil ich mich so sehr nach einer herzlichen
Mutter sehne. Dann hiess es aber, wenn ich ihr beim Kochen helfe und immer an die Regeln mich halte, ist alles gut. Heute ist sie dann ploetzlich gar nicht mehr kalt und beim Abendessen fragt meine Schwester, die immer noch nixht realisiert hat, dass ich mittlerweile einigermassen Türkisch kann:
"Hast du ihr schon gesagt, dass sie hier nicht mehr bleibt?" Darauf hat meine Gasrmutter nur mit sonem genervten Geräusch geantwortet und ja.. Danach hat sie gefragt, wer schon alles gewechselr hat von den Ats in der Tuerkei und dann meinte sie "aber wir gute familie. Me young, crazy"
Naja da hab ich dann gar nichts mehr verstanden

und jetzt meine Frage, was wuerdet ihr tun?
İch fuehle mich nicht zuhause hier. Und nicht willkommen

Sorry für die Länge.
Gün batımı İstanbul'da, şehrimde... Kaybolurken aydınlığın karanlığa doğru giden renginde
Uzun Uzun düşünerek bakmak gerekir bazen boşluğun kalbine
Düşünerek boğulursun boğazın sularında

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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon -Jule- » 13.11.2013, 23:13

An deiner Stelle würde ich mal ganz schnell mit deiner Ansprechperson vor Ort sprechen! Das klingt wirklich unschön, anscheinend möchte dich deine Gastmutter ja auch nicht mehr daheben, da wäre ein Wechsel wohl besser. Die Erziehungsmethoden klingen auch recht grausam... :(


Sophie, das geht nicht gegen dich, aber ich wunder mich gerade, warum so viele von den ATS mit Problemen nicht einfach direkt mit ihren Betreuern vor Ort sprechen? Dafür sind die doch da! Die können euch viel viel besser helfen als irgendwelche ehemaligen ATS, die weit weg in Deutschland sitzen und die Situation nicht genau kennen. Natürlich sollt ihr hier Fragen stellen und ich helfe wirklich gerne, aber andere können das noch viel effizienter!

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Re: Grund genug fuer Gastfamilienwechsel?

Beitragvon carolyn1 » 13.11.2013, 23:21

Hallo danke erstmal für die antwort!
ich habe mit meiner betreuerin geredet und die hat gesagt ich soll erstmal versuchen mich mehr am familienleben zu beteiligen, weil da ich heimweh hatte war ich die meiste zeit in meinem zimmer... das habe ich dann aber gemacht und es ist eirklich schon viel besser geworden... vor allem mit meinem gastvater versteh ich mich super und meine gastmutter ignorier ich halt einfach wenn sie mich wieder nervt:) und zu sophie ich weiss ehrlich gesagt nicht was du tun solltest, das tönt echt krass... ich weiss nicht ob das normal ist in der türkei aber ich denke du solltest mal mit deiner betreuerin reden und sie fragen, aber ich kann mir nicht vorstellen dass alle familien dort so sind, ich war ein paar mal in der türkei und die leute waren alle oder fast alle super freundlich, ich weiss natürlich nicht wie sie zu hause sind...mir hat meine betreuerin echt geholfen, weil die wissen ja was man durchmacht und haben erfahrung damit... es tut mir echt leid dass ich dir nicht wirklich helfen kann... wünsche dir ganz viel glück!!


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