Auslandsbericht aus eigener Erfahrung (USA)

Dies ist das Forum für den ATS-Jahrgang 11/12.
Saskia_Berger
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Auslandsbericht aus eigener Erfahrung (USA)

Beitragvon Saskia_Berger » 30.03.2012, 06:01

Hey Leute!

Den Report schreibe ich für die unter euch gerichtet,die darüber nachdenken ins Ausland zu gehen.

Ich kann selber kaum glauben,dass ich schon länger als zwei Monate in Ohio bin,im Nordosten von Amerika.
Die Zeit vergeht wie im Fluge!
Meine Austauschorganisation ist IE (International Experience). Zuerst,war das eine lange Vorbereitung ins Ausland zu gehen,aber nach unmengen an Papierkram und einem Seminar über das Wochenende,war ich auf mein Austauschhalbjahr vorbereitet.
Geplant war es mitte Januar ins Ausland zu gehen aber ich hatte noch keine Gastfamilie. (Zu dem Zeitpunkt hatten wir Anfang Januar)
Ich habe die Hoffnung jedoch nicht aufgegeben. Mit jedem Tag stieg meine Aufregung. Kurze Tage später habe ich tatsächlich einen Anruf von IE erhalten,ich hätte eine Gastfamilie in Oregon. Puh,da ist mir ein Stern vom Herzen gefallen.. :party3:
Fehlalarm! Die Familie hatte Katzen,wo ich aufgrund meiner Allergie nicht leben könnte. IE wusste darüber bescheid. Die Agentur scheint etwas unorganisiert zu sein. Nichts desto trotz, hab ich immer noch weiter gehofft und in dem Moment als ich es am wenigsten erwartet habe,erhielt ich einen Anruf währen meiner Schulpause,ich habe eine Gastfamilie in Ohio! Der Hacken war,sie war nur vorrübergehend-eine Welcomfamily. Was mir aber in dem Moment klar wurde,jetzt gehts los! Amerika!
Ich hatte 4 Tage den Flug zu buchen und somit volle Kanne Stress. Obwohl ich damit gerechnet habe kam es so plötzlich.
Von Familien und Freunden verabschiedet,wie ich finde der schlimmste Teil,ging es los nach Columbus.
Sobald man hinter den Sicherheitskontrollen ist realisiert man,hier gibt es kein Zurück mehr.Du bist ab jetzt auf dich alleine gestellt. Das ist ein komisches Gefühl! Nach einem langen Flug,und einmal umsteigen,habe ich auch schon meine Koordinatorin,die für mich hier zuständig ist mit einem Schild auf dem Saskia steht entdeckt. Ich wurde super herzlich begrüßt. Alles war so neu.
Angekommen an dem Haus,habe ich auch den Rest der Familie getroffen meinen Host dad und host brother,der ein Jahr jünger als ich ist. Zubeginn hatte ich schon das Gefühl etwas gewonnen zu haben. Und somit fing alles an,ein halbes Jahr in U S und A.
Die ersten Wochen gingen wie im Flug um! Voller Eindrücke und neuen Menschen ging es dann ins Bett und in die High School.
Auf diesen Tag habe ich lange gewartet,schließlich wollte ich endlich wissen wie ist es Schüler auf einer High School zu sein?
Die Schule war sehr entgegenkommend und ich konnte mir meine Fächer selber aussuchen,gewählt habe ich Theater,Algebra,French,Biology,American Studies und zusätzlich habe ich Study hall,das ist ein Fach wo man Zeit hat seine Hausaufgaben zu erledigen und natürlich Lunch. Nicht viele Fächer in vergleich zu Deutschland aber trotzdem jeden tag bis 15.05 Schule. Es hat eine Weile gedauert bis man sich selber ein klimatisiert hat ,wegen der Zeitumstellung aber auch,weil die Stunden hier etwas anders sind.
In jeden Klassen wurde ich vorgestellt,und einige Schüler haben mich direkt angesprochen und viele Fragen gestellt.
Am Anfang ist es sehr schwer alles im Unterricht zu verstehen,das ist aber auch noch nicht möglich! So gut wie alle Lehrer sind super nett und stellen sich bereite Schülern nach dem sowie vor dem Unterricht zu helfen. Das sollte hier kein Problem sein.
Hausaufgaben und Teste gibt es jedoch viele. Das ist aber zu schaffen! Auch wenn man sehr faul ist...so wie ich :-D
Zu den ganzen Gedanken und neuen Fragen hatte ich aber immer noch einen extra Gedanken,wo werde ich für das Ende dieses Austausches leben? Ich habe mich super mit meiner Austausch Familie verstanden und sie schon sehr in mein Herz geschlossen,außerdem habe ich mich schon irgendwie dran ´gewöhnt´.
Meine Koordinatorin hat aber auch eine andere Gastfamilie für mich im Umkreis gefunden,die ich dann kennen gelernt habe. Sie schienen sehr nett zu sein aber ich wollte nicht nochmal weg,das war zu viel für mich..
Ich hatte Glück,ich durfte bei meiner Familie bleiben, meine Gast mum wollte mich auch gerne behalten :-)
Es ist schwer,wenn du nicht weißt wo du die nächsten Wochen bist und dich fragst was wieder anders sein wird aber gott sei dank hat sich das geregelt.
In der Schule inzwischen habe ich auch schon einige Freunde gefunden. Es kostet Überwindung, hier muss man sich trauen,auf die Leute zu gehen. Besonders schnell findet man nette Leute,in Clubs nach der Schule oder in Sport teams.
Nach der Schule wird hier aber selten was gemacht. Das kann manchmal ziemlich langweilig werden,also gehe ich mit dem Hund spazieren oder joggen und abends versuche ich dann meine Hausaufgaben zu machen.
Mittlerweile habe ich auch schon hier einige Wochenenden hinter mir,an denen man mit Freunden ins Kino geht,an die Mall,essen oder man unternimmt etwas anderes. Was hier besonders cool ist,dass so gut wie jeder mit 16 seinen Führerschein hat.
Einkaufen kann man hier auch super! Und es gibt hier unglaublich viele Restaurants von jeder Kultur etwas!
Alles in allem,war der Anfang sehr schwer aber ich genieße die Zeit hier und habe schon unglaublich viel gelernt. Mein Englisch ist schon nach 2 Monaten viel besser geworden und es ist ein tolles Gefühl,wenn man alles ausdrücken kann,was man sagen möchte.
Meine Gastfamilie habe ich sehr in mein Herz geschlossen,wir verstehen uns sehr gut,was das wichtigste ist,wie ich finde.
Ich freue mich auf jeden Tag hier aufs neue , auch wenn ich hier schon länger als zwei Monate bin,ist alles immer noch so neu und aufregend.
Ich habe einen Spruch über ein Auslandsjahr /halbjahr gefunden,der ziemlich zutreffend aus meiner Sicht ist.
´Ein Austauschjahr ist wie eine Fahrt mit der Achterbahn. Zuerst will man unbedingt damit fahren und ist sehr fasziniert von der Vorstellung, dann geht es schnell. Man muss einsteigen und dann kommen die ersten mulmigen Gefühle. Dann gibt es Hochs und Tiefs. Aber es wechselt dann sehr schnell. Am Ende ist man ein bisschen traurig, dass es schon vorbei ist, ein bisschen stolz, dass man es überlebt hat, erfreut wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und eigentlich würde man am liebten sitzen bleiben und noch mal fahren. ´
Es lohnt sich! Man lebt nur einmal! Exchange is about learning. Learning how to live.
Ich hoffe ich konnte euch ein Bild verschaffen.

With best regards,

Saskia

soso.sophie
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Re: Auslandsbericht aus eigener Erfahrung (USA)

Beitragvon soso.sophie » 20.07.2012, 13:09

Hey Saskia! Ich finds klasse, dass du so einen Bericht schreibst!
Ich komm grad ausm Ausland zurück, erinenr mich aber noch wie unsicher ich mal kurz war ob das auch die richtige entscheidung war. gute Idee so ein Bericht :)


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