Lettland

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Sophie :)
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Re: Lettland

Beitragvon Sophie :) » 29.07.2013, 21:39

Lisi hat geschrieben:Sveiki! :) Wollte nur schnell meine Sympathien für dieses Land hier loswerden ;)


Dito! War zwar nur vier Tage in Riga aber das war echt mega interessant, vor allem, wenn man die touri-überlaufene Altstadt meidet
und mal drum rum guckt, z.B. in der Moskauer Vorstadt. Würd ich nochmal wählen, wäre Lettland mindestens auf Platz 2!! :)
und die Sprache klingt so schön... so weich :schuechtern:
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Re: Lettland

Beitragvon Orava » 09.04.2014, 23:57

Labvakar,

ich brauche mal von irgendeinem Lettland-Kenner eine Bestätigung für meine Gedankengänge :D
Ich hab mir schon die Finger abgegoogelt, aber manchmal taugt das einfach nicht so recht was...

Es geht um lettische Nachnamen. Es ist doch so, dass die Letten Nachnamen/Familiennamen haben wie wir sie in Deutschland kennen, oder? Also keine Patronyme?
Und dann sind aber einfach nur die Geschlechter unterschieden, ja?

Also angenommen, Ivars Liepiņš heiratet Ilze Jansone. Dann heißt sie danach Ilze Liepiņa. Und die beiden bekommen 2 Kinder, die dann Jānis Liepiņš und Baiba Liepiņa heißen.

Würde das so funktionieren?


Ach, Lettisch klingt so wundervoll^^ Und der Einzelunterricht ist auch lustig, auch wenns schade ist, dass niemand anders an dieser Uni mit mir Lettisch lernen will :(

(Es esmu student. Es runoju somiski un angliski. Angliski runā visā pasaulē! Es dzivoju kopmitnē.
Die random Gesprächsfetzen in der ersten Lektion des Lehrbuchs, die man GANZ BESTIMMT verwenden wird, wenn man irgendwo einen Letten trifft! ^^ Leider tue ich mich noch seeehr schwer damit, die Diakritika und lange/kurze Vokale zu hören und zu unterscheiden, wenn meine Dozentin spricht.)
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Re: Lettland

Beitragvon eisvogel » 11.04.2014, 11:19

Orava hat geschrieben:Also angenommen, Ivars Liepiņš heiratet Ilze Jansone. Dann heißt sie danach Ilze Liepiņa. Und die beiden bekommen 2 Kinder, die dann Jānis Liepiņš und Baiba Liepiņa heißen.
Genau so schaut's aus!
Bis auf wenige Ausnahmen hören alle männlichen Wörter mit s aus, die weiblichen mit a oder e. Ausländische Namen werden knallhart angepasst, aber muss ja auch, damit man sie konjugieren kann :). Ich kenne eine Jördis die in Lettland war, da hatten die armen Letten so ihre Probleme mit :D.


Es esmu studente. (Es) runāju somiski un angliski. So wär's richtig :D . Ich finde Lettisch auch total schön, leider habe ich so gut wie nie die Möglichkeit es zu sprechen...
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man noch was Schönes bauen!

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Re: Lettland

Beitragvon Orava » 11.04.2014, 14:36

Danke! :)

Da tut sich dann halt die Frage nach dem deutschen Namensrecht auf :D Rein theoretisch angenommen, ich wollte in Deutschland einen lettischen Mann heiraten und seinen Namen annehmen. Müsste ich dann zwangsweise die männliche Form nehmen wie sie ist, oder würde das deutsche Recht eine Anpassung hergeben?^^ Ich meine, wie doof wäre es denn, einen männlichen Nachnamen zu haben.
Alle, die ich bisher gefragt hab, haben immer gesagt "ey, finde erstmal den Letten der dich heiraten will, und DANN kannst du dir über SOWAS Gedanken machen." Aber ich finde die Frage so oder so interessant :D
Vielleicht müsste man dann in LV heiraten, dürfte ja heutzutage in der EU eh keinen Unterschied machen. Und billiger ists bestimmt auch^^

Ja, Lettisch ist toll! Aber echt nicht so einfach...
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Re: Lettland

Beitragvon Ravna H. » 12.04.2014, 19:52

Die Tochter meines Russischlehrers hat seinen (männlichen) Nachnamen, weil sie in Deutschland geboren wurde und das da ja nicht so üblich ist mit weiblichen und männlichen Nachnamen. Er meinte, mit viel Aufwand könnte man das vielleicht ändern, aber damit soll sie sich herumschlagen, wenn sie selbst alt genug ist. :lol:

Ich würde also vermuten, dass du dann auch einen männlichen lettischen Nachnamen bekommen würdest, zumindest, bevor ihr nach Lettland zieht.
Immer noch die alte Ravna. Nur sollte man nicht gleichzeitig seine Emailadresse deaktivieren und das Forenpasswort vergessen.

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Re: Lettland

Beitragvon Orava » 12.04.2014, 20:10

Naja, den Letten, den ich theoretisch mal heiraten will, habe ich ja noch nichtmal kennen gelernt :D
Aber ich denke, so aus Prinzip wäre es mir schon wert, dafür zu kämpfen.

Ich kenne auch eine in Deutschland geborene Griechin mit männlichem Nachnamen, glaube ich... wenn ich jetzt griechische Nachnamen richtig interpretiere.


Ich find ja den Sänger von Aarzemnieki immer besser :D Das ist auch so ein lustiges Video :mrgreen:
https://www.youtube.com/watch?v=5ckjCzHTz50
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Re: Lettland

Beitragvon Gast » 14.04.2014, 17:53

So viel ich weiß, hättest du dann einen männlichen Nachnamen, wenn ihr in Deutschland heiratet.
Wenn ihr in Lettland heiratet hättest du einen weiblichen.
Oder, wahlweise, könnt ihr euch ja auch auf den deutschen Namen eingen.

dass das Heiraten in Lettland billiger ist, da würd ich nicht so spontan zustimmen. Ich hab's nicht durchgerechnet. Aber viele meiner Freunde heiraten momentan. Und bei einer richtigen lettischen Hochzeit kommt da schon ein stolzes Sümmchen zusammen. Was natürlich noch davon abhängt, wie viele Leute man einlädt, aber das hat man in Deutschland ja auch. Die Regel ist wohl, dass man auf jedenfall einen Kredit aufnimmt für die Hochzeit.

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Re: Lettland

Beitragvon Eiskaffee » 14.04.2014, 19:47

Soweit ich weiß, kann man in Deutschland auch das Namensrecht des Staates, aus dem der ausländische Partner kommt, wählen.
Bei der Hochzeit der Eltern meines Freundes vor ca. 25 Jahren ( :lol: ) durfte man wohl in Deutschland noch nicht den Namen der Frau als Familiennamen führen, aber da er Pole war und das in Polen erlaubt war, wäre das trotzdem gegangen. Soweit ich gerade ergoogelt habe, ist das auch immer noch so.

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Re: Lettland

Beitragvon Orava » 14.04.2014, 23:24

Danke für die Antworten :D
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Re: Lettland

Beitragvon Gast » 07.09.2014, 15:11

Hallo,

Ist denn jemand zur Zeit in Lettland?
Mich würd ja mal interessieren, wie vor Ort die Stimmung so ist?
Was die Medien berichten ist ja das eine, vor Ort mit Menschen reden ist das andere.
Wie groß ist die Angst der Letten vor Russland wirklich?

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... tland.html

Oder was bekommt ihr so von Letten direkt mit?

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Re: Lettland

Beitragvon Orava » 07.09.2014, 18:13

Also ich fühl mich zwar eigentlich immer total unqualifiziert, zu sowas etwas zu sagen, aber versuch es mal trotzdem... ich bin auch nicht in Lettland, sondern in Estland, aber ich habe unter anderem einen sehr guten lettischen Freund und eine litauische Mitbewohnerin. Ich habe auch keine Ahnung, was "die Letten an sich" so denken, ich habe halt auch nur Kontakt zu Leuten in meinem Alter, die selbst die Sowjetzeit und die Unabhängigkeit nicht bewusst miterlebt haben. Die können sich glaube ich genauso wenig wie jemand in Deutschland vorstellen, dass plötzlich bei ihnen zuhause Krieg ausbricht. Ja, die sind schon der russischen Minderheit gegenüber negativ eingestellt, aber eher so auf dem Level "das nervt, wenn ich in Riga in nen Laden geh und der Verkäufer kann kein Lettisch", was ja ein sehr alltägliches Problem ist (macht's natürlich nicht besser). Ich glaube, da ist aber doch noch ein deutlicher Schritt zu "Russen hassen".

Dieser Artikel, den du verlinkt hast, ist halt auch sehr einseitig gehalten. Ich glaube (und das glauben auch viele andere), dass die Situation in den baltischen Ländern VÖLLIG anders ist als in der Ukraine. Ja, da sind große russische Minderheiten und es ist ein großes Problem, dass die praktisch staatenlos sind, und das geht ihnen auch sehr gegen den Strich. Aber die sind nicht so gehirngewaschen, wie es die pro-russischen Leute in der Ukraine oder andere Leute in Russland selbst den westlichen Medien zufolge sind. Die sehen ganz genau, dass sie auch als "Bürger zweiter Klasse" im Baltikum ein deutlich besseres Leben führen als es die Russen in Russland tun.
Hier ist ein Artikel von der Deutschen Welle: http://www.dw.de/lettlands-kleine-krim/a-17520564 - dort steht halt auch deutlich drin "vor allem die älteren Russen wünschen sich die SU zurück." Also, tolle Wurst. Die Leute in unserem Alter haben da einfach keine völlig verklärte Vergangenheit mehr im Kopf, die wollen genau das Gleiche wie wir auch - vor allem Bildung, Jobchancen irgendeiner Art und besseres WLAN :P Und die wissen, das es das auf dieser Seite der Grenze eher gibt, selbst wenn sie schlechter dastehen als die Esten/Letten. (Und, klar gucken die russisches Fernsehen. Was sollen sie sonst machen, wenn sie kein Lettisch können^^)

Leider konzentrieren sich die Medien halt stark auf solche Negativbeispiele. Ich habe meinem lettischen Freund neulich ein Video (auch von der Deutschen Welle) gezeigt, und er meinte "solche Beispiele sieht man in den lettischen Medien nie!"
(Kannst es ja einfach mal ansehen: Die loyalen Russen vom Baltikum )
Und ich weiß nicht, ob das in dem Video oder woanders war, aber ich hab auch gelesen oder gehört, dass zum Beispiel der offizielle Lettischtest, den man braucht um eben richtiger lettischer Staatsbürger zu werden, gerade einen riesen Zulauf hat. Es gibt in dieser russischen Minderheit viele, viele Leute, die praktisch damit, dass sie jetzt Letten werden wollen, gegen Putin protestieren.

Estland wurde natürlich durch die Nachricht des entführten Polizisten aufgeschreckt, aber das ist dann auch direkt wieder abgeebbt. Glaube nicht, dass man da noch viel hört, ehe es wirkliche Neuigkeiten von dem gibt.

Also Alles in Allem: Im Alltag merkt man nichts von einer besonderen Bedrohung. Hab noch niemanden mit einem Einkaufswagen voller Konserven im Maxima gesehen^^

Zu guter Letzt noch eine ganz dringende Leseempfehlung: Die Rede des Vorsitzenden unseres Studierendenparlaments zur Eröffnung des Studienjahres vom letzten Montag.
http://blog.ut.ee/are-we-worth-saving/

Kann gut sein, dass jetzt jemand kommt und was völlig anderes sagt, aber joa, das ist gerade meine Sicht der Dinge. Die NATO würde im Fall der Fälle jedenfalls keinen Finger für Estland oder Lettland krummachen, egal, was Obama letzte Woche in Tallinn gesagt hagt (soll ne tolle Rede gewesen sein, hab sie noch nicht angesehen). Da gebe ich Martin Noork6iv völlig Recht. Aber trotzdem sind die ganzen theoretischen Fälle alle für jeden noch total irreal.
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Re: Lettland

Beitragvon Gast » 07.09.2014, 19:09

Danke, Orava,
für deine Einschätzung und deine Sichtweise.
Deine Links werde ich mir gleich einmal zu gemüte führen. Finde es spannend zu hören, wie du das in Estland so mitbekommst. Deswegen frug ich ja. Meine Kontakte nach Lettland sind sehr eingeschlafen, die meisten sind nur noch mit ihrerer Familie beschäftigt und wollen sich nicht mit poltischen oder wie sie sagen "weltlichen" Problemen.
Auch eine Art damit umzugehen.
Zu meiner Austauschjahrzeit vor ca. 10 Jahren war die Situation noch etwas anders. Da hatte ich schon das Gefühl, dass man eher von Hass reden kann auf die Russen. Vielleicht kommt es auch eher auf die Region an. In bestimmten Regionen war es auch eher ein Hass auf die Letten.
Aber das die Medien sehr einseitig darfstellen ist klar.

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Re: Lettland

Beitragvon Orava » 08.09.2014, 13:42

Ach, ich weiß doch echt nicht. Vielleicht liegt es auch wirklich an den Leute, die ich kenne? Mir ist zum Beispiel eingefallen, dass irgendwer mal im Gespräch mehr oder weniger aus Spaß meinte "Ach, Lettland und Russland ist doch am Ende eh das gleiche" oder "eigentlich bist du doch auch Russe" oder irgendsowas in der Art; und der Lette meinte darauf: "Sei froh, dass ich so friedlich bin, ich kenne genug Leute, die dir jetzt eine reingehauen hätten."

Da gabs ja auch hier mal diesen älteren Beitrag...
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