Südamerika allgemein

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Swille
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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Swille » 12.03.2012, 20:40

Wie ich dich beneide! Aber das gehört hier nicht hin! ;-)

Zum Thema Spinnen nochmal: die Wahrscheinlichkeit einer giftigen Spinne da zu begegnen ist glaube ich nur minimal hört als hier nem tollwütigen und gefräßigen Wolf über die Straße zu laufen...
Freu dich lieber auf die super netten Leute, das gute Fleisch (oder bist du Vegetarier? Dann freu dich auf Mandioca Frita :loveyou:)...

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desigual
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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon desigual » 13.03.2012, 14:53

ich hab ja auch eig keine angst vor spinnen oder so :D aber liraelles giftige spinne im zimmer ist dann doch nicht so cool :wink:
hmm heißes wetter find ich eig ganz gut :)
und ich freu mich wirklich schon total, vor allem wenn ich dann endlich meinen ort und die familie weiß :rollsmily:
jaa aufs essen und das fleisch auch und vor allem auf die leute :mrgreen: was ist mandioca frita?

seid ihr eigentlich nach eurem atj nochmal zurückgekommen, um alle zu besuchen und so? :)
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Swille
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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Swille » 13.03.2012, 20:28

Mandioca ist ne Wurzel, die gekocht wird und dann eine ähnliche Konsistenz wie Kartoffeln hat. Sind quasi Mandioca Pommes und ich könnte mich da reinlegen!!!!

Ich war letzten Herbst nach vier Jahren nochmal da. Habe erst 6 Wochen Praktikum in Misiones gemacht, dann ein paar Freunde besucht und war dann 2 Wochen in meinem Austauschort. War total schön meine ganzen Freunde wiederzusehen und zu sehen, dass wir uns auch nach 4 Jahren noch genauso gut wie früher verstehen und Freundschaft auch auf große Distanzen und ohne Kontakt bestehen kann. Hatte mit einige 4 Jahre keinen Kontakt aber es war, als hätten wir uns erst ein paar Tage vorher das letzte mal gesehen...

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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Kleeblatt » 13.03.2012, 22:54

Wie ist das eigentlich in Südamerika...seid ihr mit guten Spanischkenntnissen gefahren oder wart ihr komplette Anfänger?
Wie sind die Leute mit euch umgegangen - waren sie geduldig mit euch?

Ich mache zurzeit Pläne für "Nach-dem-Abi" und mir ist wieder Südamerika eingefallen, wo ich auch anfangs mein ATJ maachen wollte!
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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon LaFleur » 13.03.2012, 23:01

Swille hat geschrieben:Mandioca ist ne Wurzel, die gekocht wird und dann eine ähnliche Konsistenz wie Kartoffeln hat. Sind quasi Mandioca Pommes und ich könnte mich da reinlegen!!!!

Ich war letzten Herbst nach vier Jahren nochmal da. Habe erst 6 Wochen Praktikum in Misiones gemacht, dann ein paar Freunde besucht und war dann 2 Wochen in meinem Austauschort. War total schön meine ganzen Freunde wiederzusehen und zu sehen, dass wir uns auch nach 4 Jahren noch genauso gut wie früher verstehen und Freundschaft auch auf große Distanzen und ohne Kontakt bestehen kann. Hatte mit einige 4 Jahre keinen Kontakt aber es war, als hätten wir uns erst ein paar Tage vorher das letzte mal gesehen...


Das beruhigt mich gerade ungemein, bei einigen Freunden von mir geht es mir ähnlich der Kontak wird weniger aber ich hab das Gefühl das es so wäre wie immer, wenn ich wieder kommen würde. Schön die Bestätigung zu sehen, dass das wirklcih möglich ist...
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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Noana » 14.03.2012, 01:27

Kleeblatt hat geschrieben:Wie ist das eigentlich in Südamerika...seid ihr mit guten Spanischkenntnissen gefahren oder wart ihr komplette Anfänger?
Wie sind die Leute mit euch umgegangen - waren sie geduldig mit euch?

Ich mache zurzeit Pläne für "Nach-dem-Abi" und mir ist wieder Südamerika eingefallen, wo ich auch anfangs mein ATJ maachen wollte!

Keine Sorge, Südamerika ist die richtige Wahl! :)
Ich kam mit null, absolut null Spanisch nach Argentinien. Meine Gastfamilie kann kein Wort Englisch, aber sie waren sehr geduldig mit mir. In der Schule war es etwas anders, wirkliche Freundschaften konnte ich erst schliessen, als ich schon besser Spanisch konnte, was so nach 4-5 Monaten der Fall war.
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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Kleeblatt » 14.03.2012, 01:32

Ich hab ein bisschen Angst, dass ich nicht zu den Leuten passe...ich hoffe du verstehst was ich meine ;)

Hast du das dann einfach nur durchs Sprechen gelernt? :o
Kannst du jetzt fließend Spanisch?

Wie ist das eigentlich mit den Freundschaften? Sind die (in deinem Fall) Argentinier offen?

Danke fürs beantworten (:
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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Noana » 14.03.2012, 01:41

Kleeblatt hat geschrieben:Ich hab ein bisschen Angst, dass ich nicht zu den Leuten passe...ich hoffe du verstehst was ich meine ;)
Das glaube ich nicht. Ich hätte mich vor dem Austauschjahr auch nie für den Südamerika-Typ gehalten. Und jetzt liebe ich Südamerika/Argentinien. Ich denke durch die Offenheit der Südamerikaner wird vieles einfacher.
Kleeblatt hat geschrieben:Hast du das dann einfach nur durchs Sprechen gelernt? :o
Kannst du jetzt fließend Spanisch?

Ich hatte für 3 Monate einen Spanischkurs, wo ich die Grammatik gelernt habe (zusammen mit 10 anderen Austauschschülern aus der ganzen Welt, also kein Einzelunterricht oder Spanischunterricht für Deutschsprechende angepasst. Aber den grössten Teil habe ich wohl durch meine Familie, Freunde und Schule gelernt. Einfach zuzuhören hilft enorm und sprechen, wann immer man etwas sprechen kann. Natürlich mache ich jetzt immer noch Fehler, aber fliessend sprechen tue ich schon, ja.
Kleeblatt hat geschrieben:Wie ist das eigentlich mit den Freundschaften? Sind die (in deinem Fall) Argentinier offen?

Wie schon oben genannt, wirkliche Freundschaften habe ich erst nach 4/5 Monaten geschlossen. Aber meine Freundinnen sind toll, wir fahren zusammen in den Sommerferien weg und treffen uns auch sonst oft nach der Schule und am Wochenende gehen wir zusammen feiern. Argentinier sind sehr offen, man wird immer eingeladen und sollte demnach auch immer zusagen. :)
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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Kleeblatt » 14.03.2012, 01:55

Es ist schwer sich selbst auf so einem relativ fremden Kontinent vorzustellen (;
Ich stelle mir das Leben dort relativ frei und gelassen vor (klar, Alltag gibts überall!)...was meinst du dazu?

Ah okay. Ja klar, in 3 Monaten lernt man schon viel.


(Hach ich hab grade Fernweh - obwohl ich nicht mal in Deutschland bin :mrgreen: )
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Laaus*

Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Laaus* » 20.03.2012, 12:07

@ Spanisch-Kenntnisse:

Also ich konnte vor meinem ATJ recht gut Spanisch, von der Grammatik her und schreiben konnte ich auch fast schon fehlerfrei.
Allerdings gab es sehr viel, was ich noch nicht verstanden habe und sprechen und verstehen war eine Katastrophe. Dazu kam eben, dass sie in Venezuela ganz anders geredet haben und ganz andere Worte für viele Dinge hatten.
Aber ich konnte mich schon recht gut verständlich machen, also mich haben sie mehr verstande als ich sie.
Man darf das einfach nicht so ernst sehen, locker sein und sich nicht dafür schämen.
Fehler machen und vor allem auch anderen sagen, dass sie einen korrigieren sollen.
Meine Gastfamilie konnte überhaupt kein Englisch und es heißt einfach probieren geht über stuideren würde ich sagen. Ihc habe zum Beispiel sehr selten Dinge im Wörterbuch nachgeschlagen.
Lineal im Laden war dann eben ,,ein ding mit zahlen drauf zum striche machen" und die luftfeuchtigkeit war eben ,,viel wasser in der Luft". Aber ich konnte wie gesagt auch schon ganz gut Spanisch zumindest in der Theorie.
Mach dir da wirklich keine Gedanken, die Südamerikaner sind da sehr tolerant, haben total viel Geduld und sind total beeindruckt, wenn jemand überhaupt Fremdsprachenkenntnissse hat.
Generell sind sie von den Deutschen immer recht fasziniert, was auch unter andere geschichtlich bedingt ist, aber das führt jetzt zu weit, das auszuführen.
In Deutschland werden Ausländer meiner Meinung nach immer teilweise unbewusst herablassend behandelt, wenn sie nicht so gut Deutsch können.
In Lateinamerika ist das komplett anders.
Ich denke, nirgendwo auf der Welt ist es so leicht und angenehm, eine andere Sprache zu lernen wie z.b. in Lateinamerika.
Was mich eher mehr aufgeregt hat, zumal ich eine Perfektionistin bin, war die Art und die Reaktionen der Latinos, als ich schon recht gut sprechen konnte.
Mich hat es einfach tierisch genervt, wenn ich mich ganz normal mit jemandem unterhalten habe, und die einen einfach nicht richtig ernst nehmen. Also mit dir reden, wie wenn du ein kleines Kind wärst, oder die Sprache überhaupt nicht sprechen würdest.
Wenn sie dann verwzweifelt versuchen, Englisch mit dir zu reden, obwohl sie kein Wort aussprechen können und du siert fünf Minuten fließendes Spanisch (wenn vielleicht auch mit Akzent) mit einen gesprochen hast. Als ich jetzt im Sommer nochmal da war, hat mich sowas noch mehr aufgeregt, aber ich habe gelernt damit umzugehen.
Und ja ich würde von mir behaupten, dass ich fließend Spanisch spreche, ich habe das erste Basismodul meines Studiengangs in Spanisch übersprungen (was angeblich fast nur Muttersprachler schaffen, soll jetzt NICHT eingebildet klingen, ich finde mein Spanisch absolut NICHT perfekt, zumal ich das r bis heute nicht richtig rollen kann^^) und letztens meinte jemand ,,ich hätte einen karibischen Akzent"...
Die anderen Austauschschüler konnten teilweise gar kein Spanisch und haben es in Venezuela recht schnell gelernt, konnten schnell sprechen, teilweise sogar besser als ich (ich habe manchmal zu viel dabei gedacht).
Ich muss aber dazu sagen, dass sie viele Grammtik- Sachen bis heute nicht so gut beherrschen, weil soe es eben nie gelernt haben.
Ist ja irgendwie auch logisch.
Deswegen bin ich der Meinung, die beste Möglichkeit, eine Sprache zu lernen, ist es, sich gewisse Grundkenntnisse anzueignen, bestimmte wichtige Vokabeln und Grammatik Grundkenntnisse und dann ins Ausland zu gehen, zu sprechen, in der Sprache zu lesen, Fernzusehen, Musik zu hören, einfach alles auf Spanisch zu machen.
Das habe ich damals auch so gemacht und es bringt einen einfach weiter.
Diese ganzen Alltagskonversationen kann man nämlich meiner Meinung nach in einem Sprachkurs gar nicht erlernen. Allerdings finde ich auch das LESEN sehr wichtig, da man sich in der Fremdsprache ja auch mal gehobener ausdrücken will.
Bei mir im Studiengang waren alle 1 oder mehr Jahre in Lateinamerika und viele sind trotzdem im untersten Sprachkurs gelandet.
Also wie gesagt, im Ausland lernt man halt hauptsächlich, spanisch zu SPRECHEN und seehr viel Umgangssprache- Mein Übersetzungsdozent hat mir immer wieder gesagt, dass ich viel zu viel umganssprachliche Formulierungen verwende.

Jetzt will ich anfangen, portugiesisch zu lernen und dann auch ein Semester nach Brasilien zu gehen.
Denn es gibt keine schönere, effektivere und tollere Methode, eine Fremdsprache zu lernen, also mach dir nicht so viele Gedanken.
Versuch ein paar Grundkenntnisse zu erlernen (die freuen sich riiiiesig) und dann raus in die Welt!
Es gibt kein tolleres Gefühl als auf einmal auf Spanisch zu denken, zu fühlen, zu träumen..
Es stimmt halt doch irgendwie, dass man mit einer neuen Sprache, einen neuen Teil seiner Persönlichkeit entdeckt.....

---> Übergaaaaang Mentalität ^^:

Ich denke nicht, dass man von sich sagen kann, man passt nicht in eine bestimmte Kultur.
Ich hatte vor meinem ATJ auch immer so klassische Bilder von Lateinamerika:
Alle sind total offen, herzlich, feiern nur, aber auch total oberflächlich.
Ich dachte mir auch oft, da passt du nicht rein.
Und ich weiß noch genau, als ich in Venezuela ankam, ich war eher zurückhaltend, hab mich nicht so viel gestylt, nicht so gerne getanzt und war eher so die Denkerin.
Und dann kam ich so in dieses Chaos: Alles total gechillt, alle megaoffen, bussi hier bussi da, die Männer haben mir auf der Straße hinterher gepfiffen, die Mädels haben sich in der Schule extrem herausgeputzt und ich dachte mir von Zeit zu Zeit ,,ohhh mein Gott"...Hab verzweifelt versucht mich anzupassen, die Sprüche der Männer zu ignorieren, immer fröhlich zu sein, Reaggaeton zu tanzen, ....
Irgendwann ging mir dieses überfröhliche total auf die Nerven.
Weil mir alles nahezu oberflächlich vorkam. Auch so Dinge wie ,,nach zweimal sehen sind wir gleich beste freunde"...
Und dann hat bei mir irgendwann das eingesetzt, was meiner Meinung nach die größte Erfahrung des ATJs war: Die Latinos sind nicht ,,so und so", genauso wie die Deutschen nicht ,,so und so" sind.
Ich bin auch nicht die typische Deutsche: ich bin nicht pünktlich und ich bin total gechillt...Manchmal fühle ich mich mehr als Latina als als Deutsche.
Und irgendwann habe ich gelernt hinter die Fassade zu schaun: Nicht alle Latinos sind oberflächlich, nicht alle latinos sind mega offen und selbstbewusst, nicht alle Latinos gehen dauernd feiern.....
Und dann habe ich richtige Freunde gefunden: Mit denen ich über alles reden kann, tiefsinnige Gespräche führen kann, mit denen ich auch heute noch Kontakt habe.
Es ist nicht alles immer so wie es scheint. Und man kann sich an alles gewöhnen. Nicht alle Latino Männer sind Machos. Heute fühle ich mich mehr wie eine Latina, nicht in allen Dingen, aber ich vermisse mein Leben dort. Denn eines gibt es dort, was mir hier manchmal fehlt.
Dieses denken vom leben und leben lassen. Akzeptieren, wenn jemand anders ist.
Ich gebe es zu: Ich bin nachdenlich, habe nur ein paar Freunde (aber dafür richtig gutee!) und bin nicht immer top gut gelaunt, meine Familie ist winzig. Und dennoch passe ich in diese andere Kultur rein. Ich denke, ich habe aus beiden Kulturen Dinge mit genommen, die mich geprägt haben und zu dem machen, was ich heute bin.
Und selbst, wenn du das Gefühl hast, du passt nicht in dein Gastland.
Du bist dort, um ERFAHRUNGEN zu machen, nicht nur positive, und vielleicht auch Dinge an deinem Heimatland mehr zu schätzen, offener zu sein für Neues.
Es geht nicht darum dich komplett anzupassen und du musst auch nicht alles gut finden.
Was es manchmal auch total bringt ist es, auf liebevolle, ironische oder verständnisvolle Art zu erklären, was anders ist und warum es dir hier nicht so gut gefällt.
Zum beispiel das mit den freunden: Ich habe dann eben erklärt, dass wir in Deutschland mit dem Begriff Freund anders umgehen, wir haben viele Bekannte aber bezeichnen die oft nicht als Freunde. Genau wie Latinos auch richtig enge gute Freunde haben, obwohl sie nahezu jeden erstmal als Freund bezeichnen.
Oft habe ich auch gehört, dass wir Deutschen spießig und kühl sind.
Dann habe ich ihnen klar gemacht, dass wir eben ein bisschen zurückhaltender sind gerade was Freundschaften usw angeht, aber nicht weniger herzlich.
Dass vieles dort als oberflächlich rüber kommt, auch wenn es das nicht ist....

abschließend könnte ich nur sagen: du must hier nicht dazugehören, aber such dir was zu dir gehört (habe ich eigentlich erst lange Zeit nach venezuela so richtig verstanden ^^

uups sorr< für den Roman mal wieder)

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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon cuyana » 20.03.2012, 12:53

x
Zuletzt geändert von cuyana am 04.02.2013, 17:01, insgesamt 1-mal geändert.

Laaus*

Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Laaus* » 20.03.2012, 14:06

Ich war seeeeeeehr still und reserviert. Und ich habe gelernt, dass das Gegenteil der Fall ist! Die Menschen dort sind genau das, was ich brauche, wo ich mich wohl fühle und ich liebe diesen Kontinent (warum ist er nur so weit weg? :( ).


genau das meinte ich ^^

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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Kleeblatt » 20.03.2012, 22:43

Danke für deine lange Antwort Lauus :)
Jetzt hab ich schon eher ein Bild vor Augen ;)

Ob ich letztendlich wirklich nach Südamerika gehe, weiss ich noch nicht. Interessieren würde es mich auf jeden Fall und ich würde auch gerne die Mentalität kennenlernen. Und eben Erfahrungen dort machen :)

Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es mir dort gefallen würde. Vielleicht ist meine Neugier auch der Grund, mal nach Südamerika zu reisen.
Ich hab auch Lust etwas "Exotisches" zu sehen. Ich finds hier wirklich ein bisschen "tot" (bin gerade in Québec)...das ist irgendwie so ein Gefühl hier ;) Mir gefällts hier schon, aber irgendwie passts nicht so ganz.
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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Laaus* » 21.03.2012, 13:01

naja das exotische ...das vergeht auch irgendwann hehe...
Ich studiere ja Regionalstudien Lateinamerika und inzwischen kommt mir Lateinamerika nicht mehr exotisch vor.
Wenn ich dort bin oder auch lateinamerikanisches Essen esse, oder das hier in Deutschland tanze...
Ich merke keinen Unterschied, ja es ist anders, aber für mich ist Lateinamerika inzwischen genauso wenig exotisch wie Europa.
Auch wenn ich uunbedingt nach Brasilien will, diese Angst, dieses Gefühl vor etwas NEUEM habe ich eigentlich nicht.
Ich will im herbst interrail durch osteuropa machen und selbst das kommt mir neuer und aufregender vor.
aber ich denke das ist normal, ich bin es halt inzwischen gewöhnt ^^

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Re: Südamerika allgemein

Beitragvon Kleeblatt » 22.03.2012, 01:33

Laaus* hat geschrieben:naja das exotische ...das vergeht auch irgendwann hehe...
Ich studiere ja Regionalstudien Lateinamerika und inzwischen kommt mir Lateinamerika nicht mehr exotisch vor.
Wenn ich dort bin oder auch lateinamerikanisches Essen esse, oder das hier in Deutschland tanze...
Ich merke keinen Unterschied, ja es ist anders, aber für mich ist Lateinamerika inzwischen genauso wenig exotisch wie Europa.
Auch wenn ich uunbedingt nach Brasilien will, diese Angst, dieses Gefühl vor etwas NEUEM habe ich eigentlich nicht.
Ich will im herbst interrail durch osteuropa machen und selbst das kommt mir neuer und aufregender vor.
aber ich denke das ist normal, ich bin es halt inzwischen gewöhnt ^^


Ja klar, wenn man längere Zeit wo verbringt gewöhnt man sich auch dran. ;) Und es kommt einem eben nicht mehr so neu vor.

Du studierst Regionalstudien Lateinamerika? Was lernt man da bzw. was möchtest du mal später beruflich machen? :)
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