Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

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cuyana
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Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon cuyana » 25.01.2011, 18:02

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Quiteña
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Re: Thread für verkannte Latin@s (Retournees)

Beitragvon Quiteña » 25.01.2011, 18:57

Tolle Idee! :D
Interessant, wie viele von uns 'verkannten Latinas' (Jungs schreiben hier ja seltsamerweise nie ;) ) solche Probleme nach der Rückkehr haben und vor allem, dass sich viele von uns hier bei weitem nicht so glücklich und lebenslustig fühlen wie in Südamerika... Von anderen Ländern liest man sowas irgendwie sehr selten, bzw. nicht in einem solchen Ausmaß.
Woran liegt das eigentlich? Ich war dort irgendwie ein ganz anderer Mensch, selbstsicher, selbstbewusst, gut drauf, zufrieden und einfach glücklich. Ich habe mich dort so 'komplett' gefühlt. :)
Ich finde, in Südamerika kommt man sich oft viel akzeptierter und 'geliebter' vor, die Menschen schenken einem viel öfter ein Lächeln, auch wenn sie dich nicht kennen, sie fangen ein völlig ungezwungenes Gespräch an, interessieren sich für dich, machen dir Komplimente, alle sind viel lebenslustiger und auch Leute, die du gerade erst kennengelernt hast, kommen dir schon vor wie alte Freunde. Deutschland ist so anders, die ganze Mentalität - ich sage nicht, dass es schlecht ist, das liegt nunmal an der Kultur. Aber vielleicht ist das einfach ein viel zu krasser Kontrast zu Südamerika? Ich weiß auch nicht. Jedenfalls fehlt mir hier einfach was. :-?
Wenn ich Bilder aus Südamerika anschaue oder speziall aus Ecuador, dann wird mir ganz warm ums Herz... das ist ein Gefühl, das ich vorher so nie kannte: Heimatgefühle. Hatte und habe ich für Deutschland nie. Allein schon, wenn ich irgendwo Spanisch höre, schlägt mein Herz höher - es erinnert mich einfach so sehr an meine schöne Zeit in Ecuador. :loveyou:

Und ja, ich komme mir wirklich vor wie der letzte Trottel mit meinen 'In Ecuador war alles besser'-Texten, aber hier in der Südamerika-Rubrik versteht man mich ja (hoffentlich).... Ich komme mir manchmal vor wie der letzte Freak. :schuechtern:

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Re: Thread für verkannte Latin@s (Retournees)

Beitragvon Dutchess » 25.01.2011, 19:57

Quiteña hat geschrieben:
Woran liegt das eigentlich? Ich war dort irgendwie ein ganz anderer Mensch, selbstsicher, selbstbewusst, gut drauf, zufrieden und einfach glücklich. Ich habe mich dort so 'komplett' gefühlt. :)

dem kann ich nur zustimmen :D
ich war ausserdem ein "besserer" mensch, so von grund auf gut sag ich mal, keine heilige aber ich stand hinter allem was ich getan habe, auch wenn es sich im nachhinein als fehler herausstellte... hier tu ich das zwar auch, ich mein, ich hab meine gruende fuer das was ich tue :lol: , aber ich aerger mich viel oefter ueber mich selber wenn ich was in den sand setze... in mexiko war das eher so ne "vergeben und vergessen" mentalitaet, oder es wurd eben weder vergeben noch vergessen aber drueber reden oder nachdenken musste ich trotzdem nicht...
das hoert sich jetzt irgentwie schwachsinnig an aber vielleicht verstehts ja jemand :oops:

na ja. ich denke das liegt daran, dass wir mit unseren deutschen "tugenden" (puenktlichkeit, ehrlichkeit, etc) in lateinamerika gut ankommen, uns deren mentalitaet sehr anspricht da offen und freundlich, und sich das ganze sehr angenehm kombinieren laesst oder so? :schuechtern:

in europa/nordamerika ists ja nicht so viel anders als in deutschland und die meisten scheinen da eher nur ihre freunde/familie zu vermissen, weniger den lebensstil... also mein eindruck.
asien oder afrika ATS kenn ich zu wenige um da irgenteine vermutung anzustellen... die die ich kenne (2x thailand, 1x china) kommen mir aber aehnlich vor wie die latinos :wink:

ich denk einfach, dass die meisten industriestaaten deutschland zu aehnlich sind, und asien/afrika sich vielleicht zu sehr unterscheiden. lateinamerika passt dagegen einfach zu uns :prost:

und mal ganz im ernst: besseres essen als in mexiko gibts fuer meinen geschmack glaub ich nirgentwo :wink:

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Re: Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon Liimon » 25.01.2011, 20:08

oh leute, das ist mein thread..
Quiteña hat geschrieben:Ich war dort irgendwie ein ganz anderer Mensch, selbstsicher, selbstbewusst, gut drauf, zufrieden und einfach glücklich. Ich habe mich dort so 'komplett' gefühlt. :)
genau so ist es bei mir auch.. irgendwie war ich in Ecuador immer aufgestellt und habe die ganze Zeit gelacht.. ich hatte immer Lust auf Party und gute Laune und (fast) jeder tag war einfach toll.
Hier finde ich alles langweilig, ich bin oft schlecht gelaunt, gestresst und wenn ich zB mal ausgehe finde ich alles doof und stehe nur blöd in einer Ecke (meine Schwester findet ich bin eine totale Spassbremse.. und sie ist nicht die einzige :S) Ich hasse es ja selber, so zu sein, wirklich! aber ich finde einfach keinen Gefallen an meinem Leben hier. In Ecuador war einfach alles so toll, ich hatte keine Probleme und ich habe einfach gelebt.. :loveyou:
Hier in der Schweiz besteht mein Leben hauptsächlich aus Arbeiten, Schule, Lernen etc..
Am Samstag fliege ich wieder zurück nach Ecuador, für 10 Tage, und ich freue mich unglaublich. ich freue mich sooo sehr, viel mehr als ich mich beim Heimkommen aus dem Austauschjahr auf meine Familie und Freunde in der Schweiz gefreut habe. Denn auch die Reise nach Ecuador ist für mich jetzt wie ein Heimkommen und diesmal bin ich überhaupt nicht traurig, das ich eine weile von der Schweiz wegkomme..
ich bin mir sicher, dass es wunderschön wird, habe aber auch Angst, danach wieder in ein Loch zu fallen...
"Und heute bin ich aufgewacht,
Augen aufgemacht,
Sonnenstrahlen im Gesicht,
Halte die Welt an und bin auf und davon"

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Re: Thread für verkannte Latin@s (Retournees)

Beitragvon cuyana » 25.01.2011, 20:34

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Re: Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon Moro2-Milena » 26.01.2011, 02:01

Ich bekomme hier auch jeden Tag mit, wie sehr ich mich doch verändert habe, was für eine andere Person ich doch bin. (Meine Gastschwester hat auch gesagt, dass ich jetzt eine ganz andere Person sei, als am Anfang.)

Bin ich auch gespannt, wie das (wieder) wird, wenn ich zurück nach Deutschland muss, habe ja das typische Latino-Rückkehrer-Problem schon nach Bolivien gehabt aber die Dominikaner und ihre offene Kultur, bzw. die Art in der ich mich verändert habe, durchlebe ich tausend mal mehr hier, als damals....

Habe jetzt schon Angst davor...
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Re: Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon -esperanza- » 26.01.2011, 10:42

Leute ihr sprecht mir aus der Seele. Auch ich bin drüben ein anderer Mensch! :) und in Juni gehts zurück, die Freude ist unbeschreiblich!

Hat eigentlich jemand wirklich vor für immer rüber zugehen? und wenn ja, wie macht er/sie das? :)) Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich mich irgendwann in Deutschland so fühle, wie ich mich in uruguay fühle... Obwohl es in letzter Zeit hier ein wenig besser wurde, und ich eine schöne Zeit habe, gibt es keinen Tag an dem ich Lateinamerika nicht vermisse...
Sobald ich hier ein Wort spanisch höre, fange ich an zu träumen und bin erstmal nicht mehr ansprechbar... :/ Meine Familie und meine Freunde sind von uruguay einfach NUR genervt :roll: :idee:
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Re: Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon cuyana » 26.01.2011, 11:07

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Re: Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon Dutchess » 26.01.2011, 11:59

Salinchen :) hat geschrieben:Leute ihr sprecht mir aus der Seele. Auch ich bin drüben ein anderer Mensch! :) und in Juni gehts zurück, die Freude ist unbeschreiblich!

Hat eigentlich jemand wirklich vor für immer rüber zugehen? und wenn ja, wie macht er/sie das?

ich flieg im juli, auch wenn die flugpreise dieses jahr echt unverschaemt sind :roll:
ist einfach meine letzte chance, bevor ich mein studium beende (!)...
(davon geh ich zumindest im moment aus, wuesste einfach nicht wie und wann)

ich werd auf jeden fall mal bei der UNAMl (beste uni mexikos) vorbeischaun und fragen, wie das mit dem studieren da ist, aber ich weiss jetzt schon dass das nichts wird, weil meine eltern total dagegen sind, mein spanisch viel zu schlecht ist und bafoeg wuerd ich da auch nicht bekommen, also finanziell ist es auch unmoeglich... aber das moechte ich einfach ganz klar wissen.

na ja. ich hab noch keine ahnung was ich studiere, geschweige denn, was ich danach mache, aber ich kann mir absolut vorstellen, nach mexiko zu ziehen.
oder auch nach suedamerika, wenn ichs mir vorher mal angucken kann :wink:

@cuyana
ich hab ja auch "fuer meinen geschmack" geschrieben :wink:

ach ja nochwas... also ich mein ich hab mich in mexiko auch wohler gefuehlt, aber als vorurteilsfreier oder so wuerd ich mexikaner nie bezeichnen. natuerlich hatten sie an mich bzw was meine persoenlichkeit anging keine erwartungen, sie kannten mich ja nicht. sie wussten aber dass ich auslaenderin war also haben sie auch nicht das verhalten einer typischen mexikanerin erwartet. aber das ist ja ueberall so. wenn man dann aber einmal in einer "gruppe" drin ist, fand ich die hm 'sozialen zwaenge' viel schlimmer als in deutschland, hier ists ja kein problem auch mal was mit leuten ausserhalb der clique zu machen oder sich in irgenteiner hinsicht anders zu verhalten, in mexiko aber oft schon. ich denke ich wurde so akzeptiert wie ich war, aber wirklich nur deswegen, weil sie mich nicht kannten. wenn mich dann manche naeher kennengelernt haben gabs da durchaus 'ablehnende' reaktionen, weil sie mich halt in einer bestimmten schublade drin hatten und irgentwie wiedersprach ich ihren erwartungen dann.

und lebenslust? uhm.... jugendliche sind wohl ueberall auf der welt 'lebenslustiger' als erwachsene, aber erwachsene koennen hier in deutschland soweit ich weiss auch mal froh und lustig sein, in mexiko aber irgentwie nicht. die arbeiten alle nur, sind irgentwie immer ungluecklich und verbringen ihr leben damit, fuer ein besseres zu kaempfen, besonders fuer ihre kinder.
dass das oft aussichtslos ist wissen sie auch. es ist jetzt aber auch nicht so, dass sie knauserig und verkrampft werden, um irgenteinem plan zu entsprechen (a la "diesen monat 100 euro sparen").

na ja.

Elo

Re: Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon Elo » 26.01.2011, 14:10

Hmm, ich habe immer fast ein schlechtes Gewissen, weil es mir nicht so geht.

Ihr habt Recht, die Leute sind dort wirklich unheimlich freundlich, auch wenn sie einen nicht kennen, die Parties und Feiern sind viel, viel besser als in Deutschland!
Aber jenseits von "Partyspaß" habe ich dort den sagen wir mal intelektuellen Spaß vermisst. Ich habe es vermisst, richtig schöne Diskussionen und tiefgehende Gespräche zu führen. Zum einen lag das natürlich an meinem Spanisch, zum anderen hatte ich aber auch das Gefühl, dass die gleichaltrigen dort viel unreifer sind als in Deutschland. Das ist aber sicherlich sehr abhängig von der sozialen Schicht. In der Oberschicht müssen die sich quasi um nichts kümmern, Verantwortung übernehmen, mit Geld umgehen, selbst irgendwas organisieren wie z.b. einen Ausflug, lauter solche Sachen, die bei uns selbstverständliche Herausforderungen sind, müssen sie nicht machen. Darum wundert es mich auch nicht, dass ich die Mehrheit dort als deutlich unreifer empfunden habe.
Das Konfliktverhalten fande ich auch problematisch. Was nicht heißen soll, dass ich nicht versucht habe, mich daran anzupassen. Aber ich habe im Nachhinein gemerkt, dass in vieler Hinsicht die europäische Mentalität besser zu mir passt.

ach ja nochwas... also ich mein ich hab mich in mexiko auch wohler gefuehlt, aber als vorurteilsfreier oder so wuerd ich mexikaner nie bezeichnen. natuerlich hatten sie an mich bzw was meine persoenlichkeit anging keine erwartungen, sie kannten mich ja nicht. sie wussten aber dass ich auslaenderin war also haben sie auch nicht das verhalten einer typischen mexikanerin erwartet. aber das ist ja ueberall so. wenn man dann aber einmal in einer "gruppe" drin ist, fand ich die hm 'sozialen zwaenge' viel schlimmer als in deutschland, hier ists ja kein problem auch mal was mit leuten ausserhalb der clique zu machen oder sich in irgenteiner hinsicht anders zu verhalten, in mexiko aber oft schon. ich denke ich wurde so akzeptiert wie ich war, aber wirklich nur deswegen, weil sie mich nicht kannten. wenn mich dann manche naeher kennengelernt haben gabs da durchaus 'ablehnende' reaktionen, weil sie mich halt in einer bestimmten schublade drin hatten und irgentwie wiedersprach ich ihren erwartungen dann.

Die Erfahrung kann ich genau so unterschreiben!

Das klingt vielleicht alles furchtbar negativ, ein Großteil hatte sicher mit der Schicht zu tun, in der ich mich dort bewegt habe. Gerade deswegen könnte ich es mir vorstellen, nochmal nach Lateinamerika zu gehen und andere Facetten kennen zu lernen. Ich finde es mittlerweile auch irgendwo reizvoll, mich nochmal auf diese komplett andere Mentalität einzulassen, auch wenn ich vielleicht eher dem deutschen Klischee entspreche, aber solche Unterschiede machen es eigentlich gerade interessant :)

Für ein Jahr würde ich nochmal nach Südamerika gehen, aber langfristig leben kann ich mir dort nicht vorstellen.

Laaus*

Re: Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon Laaus* » 26.01.2011, 14:21

geeeeil! endlich gibt es den thread ^^
war lange nötig ^^

ohhh ja ihr habt alle so verdammt Recht, mit dem, was ihr schreibt....ich dachte ich bin, die einzige, die einen an der Klatsche hat =))
Ich muss dazu sagen, dass ich, als ich nach Venezuela gegangen bin, in Deutschland nicht so wirklich glücklich war. Ich hatte viel erlebt in der Vergangenheit, bin früher oft gemobbt worden etc. Ich war aus diesem Grund lange Zeit kein offener Mensch, sondern eher sehr schüchtern.
Sowas prägt einen natürlich und ich finde solche Dinge darf man nicht ganz außer Acht lassen, da persönliche erfahrungen eben auch eine wichtige Rolle spielen iwie. Da kommt einem der Kontrast dann halt noch größer vor. Ist aber im ATL nicht anders: Ich kenne Leute die HASSEN Venezuela, sind drei Monate früher heimgefahren. Warum? Sie hat ihren Freund in Estland vermisst, hatte dort das perfekte Leben, eine beschissene Gastfamilie usw...
Was ich damit sagen will: Klar sind wir alle drin in unserem ,,dort war alles besser feeling" (ich selber ja auch). Aber man darf auch nicht vergessen, dass man im ATJ irgendwie generell ein anderes Leben hat. Es ist ja nur für ein Jahr.
das weiß ich weil es vielen Latinos die in Deutschland waren, ähnlich geht.
Und dazu kommt,dass man als ats ja viel eher was besonderes ist, gerade für die südamerikaner....
hier ist man halt normal, einer von vielen....^^

Dennoch muss ich zugeben, dass es mir auch in vielen Dingen so geht.
In venezuela war ich echt ein anderer Mensch. Ich war sooo gechillt, offen, fast immer gut drauf......
Ich habe mein Leben so richtig genossen....jeden tag....und vorallem ich habe mich so an den kleinen dingen gefreut. Ich fand es toll, ein schönes lied zu hören, wenn die sonne geschienen hat, wenn ich einfach etwas tolles gegessen habe usw.....
Schon damals war es einfach so, dass die leute in deutschland dass immer ,,so süß" fanden, was mir iwie gezeigt hat, dass sie es nicht verstehen können.
gerade diese gelassenheit fehlt mir wahnsinnig, weil sie irgendwie mehr meinem charakter enspricht, da ich von natur aus eher gechillt bin, öfters zu spät komme usw...
Hier bin ich dauernd am hetzten, dauernd im stress und iwie macht mich das krank.....
obwohl ich mir hier in deutschland so eine nische gesucht habe, ich passe mich in der hinsicht nicht so an, ich bin einfach die latina...aber ganz 100 % ist das hier nat nicht möglich.
Am Anfang hat es mich immer gestört auf die Frage como estas immer mit ,,finoo" oder so zu antworten...Aber im Nachhinein muss ich sagen, dass das irgendwie gut tut. Denn in dem Moment, wo man sich selber sagt es geht mir gut es ist alles toll, fühlt man sich auch irgenwie so, ich weiß nicht.
Überhaupt scheinen mir heute viele Probleme, wenn ich sie mit latino leuten bespreche, immer viel einfacher und klarer...Wir deutschen haben da manchmal eine sehr verkorkste theoretische Denkweise.
Was mich momentan am meisten stört: Hier muss immer alles einen Sinn haben, es muss immer gespart werden, die leute leben immer für irgendwas in der Zukunft aber nie den Moment.
ich finde auch, dass ich in venezuela immer mehr ein charakter war und kein stereotyp ( deutschunterricht lässt größen aber es passt einfach).
In venezuela war ich immer einfach wie ich bin und es war so in ordnung..Ich hatte meine Eigenarten...meine macken...war oft nicht perfekt gestylt, habe zu genommen, war manchmal schwierig, manchmal zu laut, habe manchmal zu viel und manchmal zu wenig gesagt...
Aber es war immer ok...Niemand hat dauernd von mir Perfektion erwartet..Ich war viel mehr etwas einzigartiges. Hier ist mir aufgefallen wie viele Menschen sich hier nur an passen, immer zur Norm gehören müssen, bloss nicht auffallen.
Das ist das wichtigste: bloss nichts machen was sonst niemand macht...wenn jungs da sind muss man immer gut aussehen. sonst denken die sich bestimmt gleich dieses oder jenes....vor lehrern und erwachsenen muss man ein gutes bild abgeben..In der öffentlichkeit nicht peinlich sein. Sogar auf Parties muss man ,,cool" sein, sich nichts anmerken lassen. Überhaupt gehen hier viele Leute so wenig aus sich raus. parties finde ich hier so ätzend.
Gut, mich stört das alles nicht so. Wie gesagt, ich habe mir meine Latinoart in so vielen dingen bewahrt. Bei vielen leuten gilt das als positiv, ich knüpfe sehr schnell neue kontakte. Aber ich falle immer auf, bin überall die verrückte und die laute. Das finde ich irgendwie krass.....
Hier bin ich oft wegen Kleinigkeiten deprimiert...
In venezuela habe ich parties geliebt: Es war nicht wichtig ob man jetzt top durchgestylt war oder nicht, es wurde entweder geredet oder getanzt, man hat zi leute kennen gelernt.
Die Abende haben sich richtig gelohnt.
Hier ist oft alles rausgeschmissenens geld, es ist alles so anonym, man bleibt viel mehr unter sich, tanzen geht wenn überhaupt in einer gruppe, aber da darf man auch nicht irgendwie ,,negativ auffallen". mit Kerlen kann man eh nicht tanzen, ohne dass irgendwas läuft bzw die meinen, es müsste etwas laufen. Ohne alkohol ist die stimmung meistens nicht gut...
Das ist natürlich nicht immer so, aber in venezuela kann ich mich an keinen so richtig langweiligen, versauten partyabend erinnern....
In deutschland wird immer alles ausdiskutiert, was ich an sich auch echt gut finde (dieses indirekte kann manchmal echt nerven), aber oft wird einfach übertrieben. Manchmal ist es besser man gießt nicht dauernd öl aufs feuer.
lässt etwas einfach mal so beruhen. Überhaupt wechseln die latinos schneller vom einen gefühlszustand in den anderen, was mir echt gut gefällt.
Die leute sind einfach nicht so nachtragend...


Soderle jetzt aber auch mal zu der anderen Seite. Was mich an Südamerika stört und ich an deutschland zu schätzen weiß:
In deutschland ist meiner Meinung nach viele beständiger. freundschaften sind oft tief gehender und ich kann viel besser zwischen wahren freunden und bekannten entscheiden. In südamerika kommt mir vieles da oft sehr oberflächlich vor.
Einmal hat mich eine gefragt wie viele Freunde ich in D habe und als ich 15 gesagt habe war die antwort ,,ayyy pobreziiiita...x q?"
Hallo? Das schätze ich an Deutschland: Wir sind sehr sagen wir mal vorsichtig mit unseren Beziehung, schließen vielleicht nicht so schnell Freundschaften, aber diese Freundschaften haben dann oft einen sehr hohen Stellenwert.
Dann finde ich, dass wenn ich in VZL schlecht drauf war, das viele dann genervt hat. Da war ich dann oft die spassbremse und alles war nicht so schlimm. Dann das Schulsystem, ich könnte mir nie vorstellen dort zu schule zu gehen oder zu studieren. Alles wir dnur so halb gemacht iwie, nichts ist wirklich ernst.
Da ist mir das hier lieber. Hier zählt meine Leistung was, hier erreiche ich was.....Seit meinem atj gehe ich so wahnsinnig gerne zur schule, lerne gerne etc.ich weiß es klingt verrückt.....
Dann läuft in deutschland vieles einfach besser, flotter...man muss leuten nicht ständig hinterherlaufen und wenn es heißt morgen nach der schule gehen wir da und da hin..ist verlass drauf.
Gerade plane ich meine reise nach vzl (hoffentlich hoffentlich klappt das) und ich muss sagen dass mich in der Hinsicht die Latino-Art nervt. Nie was konkretes, alles kann ja morgen wieder anders aus sehen.
Obwohl es auf der anderen seite auch wieder das ist, was ich sehr an Südamerika schätze.
Dass auch ich mich nicht immer an alles halten muss, alles lockerer ist, ich pläne kurzfristig ändern kann usw.
In deutschland sind wir als Jugendliche irgendwie erwachsener selbständiger, kriegen nicht so den Arsch nachgetragen...
Das finde ich gut so.....denn hier fühle ich mich eher als Erwachsene als in Venezuela.
Was finde ich hier noch besser? die leute denken mehr über ihr verhalten nach ,,wenn ich sie jetzt stehen lasse, ist sie sicher enttäuscht, das geht nicht"......In vielen Dingen fand ich die Venezolaner da sehr knallhart.....Gerade was Krankheiten betrifft....Hier bekommt man viel mehr Verständnis dafür wenn man mal krank ist oder so.
Aber das sind natürlich alles subjektive erfahrungen.

Ich denke, beide Kulturen haben ihre Vor- und Nachteile. Ich denke ich kann überall auf der Welt zuhause sein.. mir geht es viel besser seit ich nicht mehr dauernd das Gefühl habe, mich zwischen den zwei welten entscheiden zu müssen.
Auch wenn mein Herz immer höher schlägt, sobald iwo von südamerika die rede ist, sobald ich iwo spanisch höre....
wie gesagt in andalusien kams mir am ersten Tag so vor, wie wenn ich da zuhause wäre....^^
Nach venezuela ziehn. Nein definitv nicht. Immer mehr leute wandern aus weil es einfach alles den Bach runter geht dort.
Da haben es die Leute die in Argentinien oder Uruguay oder sagen wir mal ,,einfacherern" Ländern waren, sicher einfacher.
Da ist sowas eine Überlegung wert.
Zuletzt geändert von Laaus* am 26.01.2011, 15:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon Dutchess » 26.01.2011, 15:25

Lemony hat geschrieben:
Aber jenseits von "Partyspaß" habe ich dort den sagen wir mal intelektuellen Spaß vermisst. Ich habe es vermisst, richtig schöne Diskussionen und tiefgehende Gespräche zu führen.

Das klingt vielleicht alles furchtbar negativ, ein Großteil hatte sicher mit der Schicht zu tun, in der ich mich dort bewegt habe.

hm. also genau deswegen hatte ich neben meinen schulfreundinnen (besagte clique und so) immer auch aeltere freunde, in meiner 1. stadt durch meine cousine (18) und meinen freund (22), in meiner 2. durch meine gastschwester (19) und in der letzten war ich einfach mal 2 stufen ueber mir in der schule, zwar nur ne woche aber vom "geistigen niveau" her ging das voll in ordnung.
ja es gibt erstaunlich viele leute die erstaunlich wenig ahnung haben, aber das liegt ja auch wieder an den prioritaeten.
ich kann behaupten genug mexikaner (zwischen 18 und 26) zu kennen, mit denen ich eine "intelektuell hochwertige" unterhaltung fuehren kann :wink:

was die schicht betrifft hast du sicher recht, die (neu)reichen haben wahrscheinlich einfach angst irgentwie "herabgestuft" zu werden und grenzen sich deswegen von anderen so ab.
bei den weniger reichen war das problem aber weitaus geringer, also mit meinen freundinnnen in der 2. stadt ging das schon viel besser. man muss halt irgentwie seine "nische" finden. und unmoeglich ist das auch in mexiko nicht :)

im vergleich dazu seh ich immer brasilien, was fuer mich vorher der inbegriff lateinamerikas war... hab sehr viele kontakte dort und sind auch wirklich alle sehr nett, aber kulturell gesehen sind die deutschland um einiges naeher als mexiko. wobei da dann wieder dinge normal sind, die man hier in deutschland als extrem bezeichnen wuerde. aber na ja, ich geh gerne mal hin und guck mir das an, nur bin ich glaub ich irgentwie zu wenig "liberal" fuer brasilien :lol:
das meine ich halt, dass ich in mexiko mit meinen wertvorstellungen besser klarkomm als anderswo. ich bin zwar nicht so uebertrieben "konservativ" wie viele mexikaner, aber ich glaub ich komm damit noch eher klar als mit dem gegenteil. und das ganze wird sich natuerlich auch modernisieren sag ich mal, ich mein, gibt genug mexikaner die nicht viel anders denken als deutsche.

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Re: Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon Laaus* » 26.01.2011, 15:31

uhhh dutchess jetzt warst du schneller mit deiner antwort als ich mit meinem editierten beitrag XDDD

meine gastmum hat mir auch gesagt dass die meisten venezolaner erwachsener werden wenn sie in die uni kommen und ich glaube auch das das stimmt.
aber das mit dem intellektuellen spass stimmt trotzdem iwie...obwohl meine hostsis ist verdammt gebildet, mein bester kumpel (obwohl er vieeel jünger ist als ich) war/ist immer an kulturellen dingen interessier gewesen. wir waren zweimal im theater, einmal in ner ausstellung...also ich finde es kommt drauf an, mit wem man es zu tun hat. Das ist in D doch nicht anders

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Re: Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon Swille » 26.01.2011, 16:05

Jetzt wo ich wieder mehr mit Latinos zu tun habe, fällt mir erst auf, was ich vermisst habe.
Ich liebe es jemanden einfach mal spontan umarmen zu können und einn Kuss auf die Wange drücken zu können, ohne dass der jenige einen komisch anguckt. Dieses spontane, einfach vorbeikommen und einen netten Nachmittag haben und und sich amüsieren und das beste ist ja wohl, dass auch die Jungs tanzen. Mir geht es in Deutschland so auf den Keks, dass ich schon gar nicht mehr weggehe, wenn nur meine Jungs mitkommen. Ich brauche immer noch ein Mädchen (und dann ist mir auch egal, wenn ich sie da erst kennenlerne), sonst sitze ich die ganz Zeit nur an der Bar und langweile mich.
Außerdem sind die soviel offener gegenüber neuen Menschen und weniger materiell! Wenn ich mit den Latinos weggehe und jemand zu uns dazustößt wird der einmal allen vorgestellt und ist dann ein Teil der Gruppe. Wir werden immer mehr, weil die alle so gern mögen (meistens auch begründet). Silvester hat eine Freundin von mir noch ein paar Freunde mitgebracht, mit dennen ich mich super amüsiert habe, aber meine Freunde sind teilweise einfach in andere Zimmer gegangen, weil sie die nicht kannten oder so.

Bin aber trotzdem froh in Deutschland zu wohnen. Ich mag zwar diese herzliche Art und hätte sie zu gern in Deutschland, aber andererseits brauche ich auch klare Strukturen und sowsa wie Busse die pünktlich abfahren.
Ich genieße meine Zeit hier in Spanien gerade echt, aber ich freue mich auch schon wieder auf zu Hause. Ich glaube aber, dass ich gut woanders leben könnte, wenn nur meine Familie dabei wäre. Wenn meine Eltern also spontan beschließen würden nach Lateinamerika auszuwanders wäre ich bestimmt dabei!

Aber jetzt kann ich mich erstmal auf Argentinien freuen! Nach 4 Jahren sparen fliege ich endlich wieder in das Land meiner Träume. Ich habe nur etwas Angst davor, wenn ich zurück in meine Austauschstadt komme, weil mir einer meiner besten Freunde erzählt hat, dass die alle kaum noch was zusammen machen und ich will mich nicht zwischen meinen paar Freunden die mir da noch geblieben sind entscheiden müssen...

Was ich so traurig finde ist, wieviele mir versprochen haben, dass wir in Kontakt bleiben und so und wieviele es wirklich gemacht haben. Zu zwei Freunden (meinen beiden besten) habe ich noch regelmäßigen Kontakt (und das obwohl der eine Kein Facebook hat ;-)) Und zu ein paar anderen so sporadisch bei Facebook, aber ohne das wäre der Kontakt wohl auch nicht mehr da. Dafür weiß ich aber bei den beiden die mir geblieben sind, dass sie wirklich meine Freunde sind und nicht nur Leute die es toll fanden mit "der Deutschen".

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Re: Thread für verkannte Latin@s (Returnees)

Beitragvon Quiteña » 26.01.2011, 16:21

Laaus* hat geschrieben:ich finde auch, dass ich in venezuela immer mehr ein charakter war und kein stereotyp ( deutschunterricht lässt größen aber es passt einfach).
In venezuela war ich immer einfach wie ich bin und es war so in ordnung..Ich hatte meine Eigenarten...meine macken...war oft nicht perfekt gestylt, habe zu genommen, war manchmal schwierig, manchmal zu laut, habe manchmal zu viel und manchmal zu wenig gesagt...
Aber es war immer ok...Niemand hat dauernd von mir Perfektion erwartet..Ich war viel mehr etwas einzigartiges. Hier ist mir aufgefallen wie viele Menschen sich hier nur an passen, immer zur Norm gehören müssen, bloss nicht auffallen.
Das ist das wichtigste: bloss nichts machen was sonst niemand macht...wenn jungs da sind muss man immer gut aussehen. sonst denken die sich bestimmt gleich dieses oder jenes....vor lehrern und erwachsenen muss man ein gutes bild abgeben..In der öffentlichkeit nicht peinlich sein. Sogar auf Parties muss man ,,cool" sein, sich nichts anmerken lassen. Überhaupt gehen hier viele Leute so wenig aus sich raus. parties finde ich hier so ätzend.

Da schließe ich mich 100%ig an, in allen Punkten. ;) Ich finde die Partys hier mittlerweile auch sooo scheiße, mir machts vielleicht höchstens 2 Stunden Spaß, dann will ich wieder gehen. In Südamerika war ich da irgendwie anders drauf... außerdem wars auch immer am tollsten, einfach mit Freunden nachts durch die Stadt zu cruisen mit lauter Musik und dem Auto voller Latinos. Die Stimmung war einfach immer auf dem Höhepunkt. Oder man hat sich irgendwo an einem Platz getroffen und 'stand nur rum', aber trotzdem war die Stimmung meist besser als auf deutschen Partys. Ich vermisse diese reuniones... :cry:

Ich lebe hier irgendwie nur so 'halbherzig', habe auch kaum mehr Lust, mir hier wirklich was aufzubauen bzw. wieder aufzubauen, nachdem bei mir so viel zu Bruch gegangen ist (bzgl. Freundschaften...). Ich kapsel mich auch immer mehr ab, was vor allem daran liegt, dass ich mit den meisten meiner Freunde kaum noch gemeinsame Nenner habe. Und was hier als cool oder so angesehen wird, interessiert mich leider überhaupt nicht. Ich habe das Gefühl, geistlich um mehrere Jahre gealtert zu sein, auch wenns doof klingt. Um was die sich hier teilweise noch für Gedanken machen, was für die wichtig ist etc., das ist für mich eben nicht mehr wichtig. Ich will nicht jedes Wochenende feiern gehn, mir ist die Lust vergangen. Aber leider ist es hier ziemlich uncool, Freitag abends daheim zu sein. :roll:

Hmm... ja, ich würde liebendgerne auswandern!! Und ich glaube daran, dass ich es schaffen kann. Ich kann die Sprache, die Kultur ist nicht völlig fremd für mich und vor allem habe ich eine wahnsinns Motivation. ;) Es haut mich einfach um, zu sehen, wie glücklich ich dort bin. Hier in Deutschland fühle ich mich irgendwie leer... es fehlt einfach etwas.
Natürlich bin ich mit 18 Jahren noch zu jung, um 100%ig zu sagen: Ich ziehe für immer nach Südamerika. Es kann sich einfach noch sooo viel ändern in meinem Leben. Aber naja, wenn ich nach dem Uniabschluss noch genauso denke & fühle, dann versuche ich es wahrscheinlich. Wer nicht wagt, der kann auch nichts gewinnen. ;)

Natürlich ist in Südamerika nicht alles rosarot, natürlich haben die Leute dort auch schlechte Angewohnheiten, natürlich hat Deutschland auch viele Vorteile - aber wenn ich dort glücklicher bin als hier, dann kann ich auf pünktlich fahrende Busse verzichten. ;)
Und ein paar der Argumente, die z.B. Laaus* gebracht hat, würden bei einer Auswanderung auch keine soo große Rolle mehr spielen, z.B. die Bildung. Die beende ich auf alle Fälle in Europa. Und die Unselbstständigkeit... ich lebe dann ja in keiner Gastfamilie mehr und bin meine eigene Chefin. :D Jetzt SOFORT würde ich ganz bestimmt nicht auswandern.


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