Sicherstes Land in Lateinamerika?

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Dutchess
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Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon Dutchess » 30.12.2009, 20:06

hm ich kann auch da natuerlich nur von mexiko berichten, aber insgesamt muss ich sagen es ist ok.

eher traditionellere familien haben halt schonmal so nen "macho" vater, aber das heisst noch lange nicht dass ne frau nichts oder weniger wert ist, es ist einfach eine lebensart.

ok, man geht schon davon aus dass der mann mehr verdient, gentleman ist (das ist wirklich angenehm :wink: ) und alles, so typische "tugenden" sind da ganz normal, aber wenns (finanziell, meistens) moeglich ist, werden kinder beiderlei geschlechts gleich behandelt.

nur: das gibts hier zwar auch, ist aber dort noch "schlimmer", dass jungs die mit vielen (verschiedenen) maedels ausgehen angesehen sind, als maedchen waer man aber natuerlich ne schlampe (ok, uebertrieben, aber es ist nichts gutes), als junge muss man aber zb der freundin das essen bezahlen und sie abholen, dafuer ist halt die frau eher auf den mann angewiesen, aber das liegt wieder an der familie, reiche maedchen koennen schon fuer sich selber sorgen.
unter anderem deswegen sind "mischehen" (in denen der mann weniger als die frau hat) sehr selten, weil es eben diese "regeln" gibt.

von einer frau erwartet man, irgentwann zu heiraten, und das moeglichst frueh. wie frueh, liegt wieder an der familie (geld), kann bedeuten dass man mit 18, 19 von zu hause aus druck bekommt, kann sein dass man bis 25 zeit hat, alles andere ist eher unueblich, kommt aber (wenn man zb jemanden der familie pflegt) trotzdem vor.

maenner bleiben zwar oft auch bis zu hochzeit zu hause wohnen, sind aber meist unabhaengiger, obwohl auch da aermere familien schonmal verlangen er moege doch endlich selber geld verdienen oder zumindest ausziehen.

ah ja, das regeln betrifft fand ich hatte ich im vergleich zu deutschland mehr freiheiten, durfte laenger raus (es wurde teilweise sogar gewuenscht dass ich doch rausgehen wuerde) aber trotzdem duerfen jungs schonmal leicht mehr, sie haben oft mehr vertrauen vom vater und muetter wiedersprechen ihren maennern selten.

ok, das hoert sich jetzt alles iwie echt schlimm an... ist es aber garnicht. :oops:
stimmt zwar (aus meiner erfahrung her) alles, aber eigentlich sind frauen nur in aermeren familien benachteiligt, in denen es kein geld fuers studium gibt, und die dann eben keine koerperlich anstrengen arbeiten verrichten koennen, und dann heiraten und kinder bekommen...
aber auch arme maenner habens nicht leicht, ich mein, ne frau muss man sich erstmal leisten koennen :wink:
es unterscheiden sich einfach die anforderungen, solange geld vorhanden ist habe ich keine rechte benachteiligung gesehen, vielleicht kann ich dazu aber noch sagen dass es mich in deutschland total nervt dass man staendig darueber redet und iwie frauen mehr emanzipieren will, ich finds (hier) absolut nicht notwendig, mir haben in der hinsicht die verhaeltnisse in mexiko gut gefallen.

eine andere ATS die mit mir da war hat der machismo ihres gastvaters dagegen sehr gestoert, ich mein, es ist fuer deutsche ungewohnt wenn der mann sich setzt und wartet von allen bedient zu werden, nur um sich ueber alles zu beschweren und man darf nie auch nur auf die idee kommen zu wiedersprechen oder so... aber wie gesagt, so war nur meine letzte, relativ traditionelle familie "drauf" und ich fands nicht schlimm.

aaaalso... was das betrifft wuerd ich mir weniger sorgen machen. zumindest in mexiko.

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Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon cuyana » 31.12.2009, 21:15

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Zuletzt geändert von cuyana am 04.02.2013, 02:12, insgesamt 1-mal geändert.

Sophii.

Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon Sophii. » 21.02.2010, 20:48

Kann mir jemand sagen, welches von diesen Ländern das Land ist, in dem es die wenigste Armut gibt??

Ecuador
Chile
Argentinien
Uruguay

...und welches Land am wenigsten sehr ländliche/bäuerliche Gebiete oder Hochebenen und Gebirge hat????

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Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon tammyaway » 21.02.2010, 20:51

Sophii. hat geschrieben:Kann mir jemand sagen, welches von diesen Ländern das Land ist, in dem es die wenigste Armut gibt??

Ecuador
Chile
Argentinien
Uruguay

...und welches Land am wenigsten sehr ländliche/bäuerliche Gebiete oder Hochebenen und Gebirge hat????

Uruguay und Argentinien gehören zu den reichsten Ländern in Südamerika. Argentinien hat z.T. Andengebirge. Uruguay ist glaub ich mehr oder weniger flach.
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Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon Dutchess » 21.02.2010, 21:20

Sophii. hat geschrieben:Kann mir jemand sagen, welches von diesen Ländern das Land ist, in dem es die wenigste Armut gibt??

Ecuador
Chile
Argentinien
Uruguay

...und welches Land am wenigsten sehr ländliche/bäuerliche Gebiete oder Hochebenen und Gebirge hat????

lol :lol:

armut: ich glaub chile hat am wenigsten armut, dann wahrscheinlich uruguay obwohl argentinien wirtschaftlich staerker ist und es dort garantiert mehr reiche gibt.
ecuador ist arm. (obwohls auch da reiche gibt, also daran solls nicht scheitern)

laendliche/bäuerliche gebiete: chile denke ich ist am verstaedtertsden (=da ist die urbanisierung am groessten...).
wenns dir darum geht nicht im nirgentwo zu leben wuerde ich chile oder ecuador empfehlen, weil in ecuador die menschen auf dem land kaum eine ATS aufnehmen wuerden, sag ich jetzt mal so.

gebierge: hast du einen atlas? also laut meinem liegt ecuador mitten drin und argentinien und chile teilen sich die suedliche haelfte der anden. uruguay ist flach.

find ich aber ehrlichgesagt extrem schlechte kriterien wenn es dir darum geht dich fuer ein austauschland zu entscheiden. ich mein die landschaft kannst du dir auch selber angucken, das sagt dir aber nichts ueber das leben in dieser aus da es eher unwahrscheinlich ist wirklich mitten im niergentwo zu landen. glaub ich jedenfals. armut ist immer so ne sache, ecuador ist total arm aber wieviel man davon als ATS mitbekommt ist unterschiedlich. auch in deutschland gibts arme ecken stell dir vor du waerst als auslaender irgentwo in einer migrantenfamilie gelandet wo nur andere auslaender um dich herum waeren. solche gegenden gibt es, repreaesentieren aber nicht gleich ein ganzes land. wenn du in eine reiche familie willst stehen deine chancen bei ecuador sicher hoeher, da es dort eine kleinere mittelschicht gibt als in wohlhabenderen laendern.

egal, deine entscheidung.

Sophii.

Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon Sophii. » 22.02.2010, 13:25

Okee Danke.

Mir ist es bloß wichtig, nicht unbedingt ein ein Bergdorf in 3000 Metern Höhe zu kommen, weil ich die das gar nicht gur vertrage :-? (Ich war für 3 Tage auf der Zugspitze, auf einer Berghütte und dort hatte ich extrem Kopfweh und mir war übel...) Und naja, eigentlich gibt es ja in jedem Land eher ländliche Räume.

Das mit der Armut ist so ne Sache...Mir ist ja klar, dass mich die Organisation nicht in eine totaaal arme Gastfamilie schicken wird...Und dass es in jedem Land eine Unterschicht gibt...Trotzdem hab ich da irgendwie Schiss vor mit extremer Armut konfrontiert zu werden... Dann wär wahrscheinlich Chile und Uruguay am besten.

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Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon cuyana » 22.02.2010, 13:37

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Zuletzt geändert von cuyana am 04.02.2013, 02:49, insgesamt 1-mal geändert.

Laaus*

Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon Laaus* » 22.02.2010, 17:51

Du kannst prinzipiell in jedem Land mit armut konfrontiert werden, das war ein grund warum ich mich für lateinamerika entschieden habe, ich wollte mir selbst mal ein bild davon machen.
Du musst auch bedenken, dass vieles vll nicht deinem deutschen standard entsprechen wird, egal ob arm oder reich...
und ich habe währedn meinem atj sowohl arme als auch reiche kennengelernt..die liebsten tollsten und nettesten menschen waren dabei meist die am wenigsten hatten......also alles relativ....das war für mich eine ganz tolle und entscheidende erfahrnugn...
meine gastfamilie war wohl auch eher mittelstand aber so ziemlich die ärmste aller austauschfamilien, gleichzeitig meiner subjektiven meinung nach aber auch die allertollste und ich hatte nie probleme mit ihnen...

edit: ich finde, wer nicht mit armut konfrontiert werden will, sollte nicht nach südamerika gehen bzw meiner meinung nach kein atj machen...
Das ist nunmal die knallharte realität, und ich finde es immer wieder hart wie manche davor so die augen verschließen...so nach dem motto was geht mich als wohlhabenden deutschen ats die armut an...ich will ja nur ein tolles jahr haben....
wie gesagt ich bin heute froh darüber denn dadurch sehe ich viele dinge heute eben anders...
ich will dir nicht zu nahe treten, aber was sind denn die gründe warum du ein atj machen willst??????

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Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon Eiskaffee » 23.02.2010, 14:21

Da würde ich Laura allerdings Recht geben... Wenn du keine Armut sehen möchtest, solltest du vielleicht eher in ein Industrieland gehen als nach Südamerika. Ecuador würde ich dir bei deinen Vorstellungen jedenfalls ganz ehrlich nicht empfehlen. Außer, das wichtigste von deinen Kriterien ist, in die Stadt zu kommen :lol: Ecuador ist aber sehr arm (Straßenkinder, Kinderarbeit, streunende Hunde überall und sowas sieht man überall) und teilweise auch sehr traditionell. Die Kulturen unterscheiden sich eben nicht nur dadurch, dass drüben mehr getanzt und Karneval gefeiert wird, es gibt auch weniger schöne Seiten. Nein, ich werfe dir nicht vor, dass du nur Party machen willst- aber du solltest dir schon im Klaren darüber sein, dass es ziemlich anders ist.

Achja: AUf 3000m konnte ich nach 2 Wochen ganz normal Sport machen :mrgreen:

Laaus*

Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon Laaus* » 24.02.2010, 12:29

Eiskaffee hat geschrieben:Da würde ich Laura allerdings Recht geben... Wenn du keine Armut sehen möchtest, solltest du vielleicht eher in ein Industrieland gehen als nach Südamerika. Ecuador würde ich dir bei deinen Vorstellungen jedenfalls ganz ehrlich nicht empfehlen. Außer, das wichtigste von deinen Kriterien ist, in die Stadt zu kommen :lol: Ecuador ist aber sehr arm (Straßenkinder, Kinderarbeit, streunende Hunde überall und sowas sieht man überall) und teilweise auch sehr traditionell. Die Kulturen unterscheiden sich eben nicht nur dadurch, dass drüben mehr getanzt und Karneval gefeiert wird, es gibt auch weniger schöne Seiten. Nein, ich werfe dir nicht vor, dass du nur Party machen willst- aber du solltest dir schon im Klaren darüber sein, dass es ziemlich anders ist.

Achja: AUf 3000m konnte ich nach 2 Wochen ganz normal Sport machen :mrgreen:


ganz richtig und wie gesgat ich würde mir mal überlegen wieso du wirklich ein atj machen willst.....ich habe dadurch erstmal alles richtig schätzen gelernt..
ok wenn ich in ein anderes lateinamerikanisches land gegangen wär, wäre vieles wie z.b. besuchen vll einfacher da es mit vzl echt richtig bergab geht....aber ich bereue es trotzdem keineswegs.....
ich kenne leider viel zu viele ats die in super reichen familien waren und das alles kaum mitbekommen haben, dafür dann aber üerfallen wurden...
ich bin so froh diese erfahrungen gemacht zu haben und ich weiß dass das etwas einmaliges war und es hat mich zu dem gemacht was ich heute bin und was ich vll nicht geworden wär wenn ich in die uas oder sonst wo hingegangen wäre.......
ich denke mir aber auch oft, ob ich nicht viel zu viel gesehen habe für mein alter...denn ich bin dadurch so realistisch geworden und alles weil ich eben durch mein atj viel armut und leid gesehen habe und mich das mein leben lang begleiten wird...aber ich bin fro darüber, denn es hat meinen horizont erweitert....und ich versuche selber die welt ein klein wenig besser zu machen =)))
hier heute, im kleinen und hoffentlich bald auch im großen ^^
aber es muss eben jeder wissen, ob derartige erfahrungen das sind, was er gerade in seinem leben braucht und verkraften kann..
Ich kann mich noch genau an den tag erinnern an dem ich meine beste freundin zuhause besucht habe....ein richtig klassisches barrio schrecklioch sah es da aus...ewig zwischen heruntergekommenen backsteinhäußern durch undendliche treppen rauf etc....
aber die waren sooo lieb haben für mich gekocht, mir was zum anziehen gegeben mich öfters wohin mitgenommen...mich zum essen eingeladen...ich glaube ich habe noch nie soo liebe menschen gesehen.....
mir war da teilweise echt zum heulen zu mute weil das alles so traurig war.....

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Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon cuyana » 24.02.2010, 16:36

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Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon Eiskaffee » 24.02.2010, 17:23

cuyana hat geschrieben:Entwickelt man aber eigentlich nicht automatisch ein Fell gegen die Armut, wenn man in Suedamerika ist oder war? Ich meine, klar, ich sehe das Elend, aber emotional beruehren tut es mich nicht. Sonst faend ich Suedamerika bestimmt nicht so schoen.

Echt? Also, mich hat es auch nach 10 Monaten noch traurig gemacht, wenn ich gesehen habe, wie ein vielleicht vierjähriges Straßenkind auf Pappe in einem Türrahmen schläft... Ich war zwar nicht so geschockt wie beim ersten Mal, aber total an mir vorbeigehen würde sowas nie. Das hilft zwar niemandem, aber wenn man von vornherein planen würde, schulterzuckend an allen Zeichen von Armut vorbeizugehen, sollte man doch besser in ein anderes Land gehen, das nicht so sehr unter dem deutschen Standart liegt. In meiner Schule gabs auch viele, die keine richtigen Klamotten hatten außer der Schuluniform, und die deshalb den ganzen Tag damit rumgelaufen sind. Also, in Ecuador ist Armut halt nicht einfach was, was einen nicht betrifft, auch, wenn die Gastfamilie ganz bestimmt nicht zur untersten Unterschicht gehört. War es für mich zumindest nicht. Aber, wie gesagt, das gilt nur für Ecuador. Die anderen Länder kenne ich nicht, ich würde nur eben bei den Vorstellungen eher ein anderes Land nehmen.

...aber schön finde ich Ecuador trotzdem. Sehr sogar :mrgreen:

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Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon cuyana » 24.02.2010, 17:59

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Zuletzt geändert von cuyana am 04.02.2013, 02:51, insgesamt 1-mal geändert.

Sophii.

Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon Sophii. » 28.02.2010, 21:58

Whatever -.-
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Re: Sicherstes Land in Lateinamerika?

Beitragvon cuyana » 28.02.2010, 22:13

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