Japan

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Sylphe
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Re: Japan

Beitragvon Sylphe » 30.05.2018, 19:42

Ich mische mich nach langem auch mal in euer Gespräch ein in der Hoffnung, dass in diesem Forum noch mehr Leute wieder zum Leben erwachen.

Von diesen Vorbereitungstreffen würde ich bei allen Organisationen, außer vielleicht bei YFU, gar nichts erwarten. Sie sind, wie Higanbana schon gesagt hat, sehr stark auf die USA, Kanada, Neuseeland und Australien bezogen. Damals auf meiner eigenen Orientierung im Jahr 2015 war ich mit einem anderen Mädchen zusammen die einzige, die nach Japan gegangen ist und natürlich wurden wir beide nicht speziell auf Japan vorbereitet. Nachdem dann noch so doofe Fragen gestellt wurden, die für jemanden, der nach Japan fliegt, einfach nur bescheuert klingen, hatte ich genug von dem Ganzen. Bei meiner Organisation durfte ich für diesen Spaß namens Orientierung und Vorbereitungstreffen auch noch extra zahlen. Eine der Fragen war "Darf mein Kind wirklich gar keinen Alkohol konsumieren?", die mich einfach nur wütend gemacht hat, da sowohl in den Staaten als auch in Japan das gegen das Gesetz wäre und es selbstverständlich ist, dass man damit aus dem Programm fliegt, da man sich strafbar gemacht hat.
Auch bezweifle ich stark, dass ihr bei AYUSA viel früher als bei GLS und anderen Organisationen die Informationen zur Schule und Gastfamilie erhalten werdet. Ich kenne jemanden persönlich, der nächste Woche für einen Monat mit AYUSA nach Japan geht und auch sie hat nur ungefähr 3 Wochen vorher alle Informationen erhalten. Dass manche schon Monate vor der Abreise die Informationen zur Schule und Gastfamilie haben, passiert wirklich sehr selten und wenn überhaupt nur bei YFU und AFS, habe ich im Gefühl. Ich persönlich habe alle Informationen etwas mehr als einen Monat vor Abreise erhalten und das ist denke ich auch normal. Natürlich gibt es noch Extremfälle, die nur wenige Tage vor der Abreise (unter anderem eine ehemalige Austauschschülerin mit AYUSA in Japan) die Informationen zur Gastfamilie erhalten. Die Organisationen können die Gastfamilien ja nicht einfach so herzaubern.
Wie Higanbana schon sagte, sind Platzierungen im Großraum Tokyo wirklich sehr häufig. Die Wahrscheinlichkeit, dass man in Yamaguchi oder Okayama landet, ist sehr gering. Ich kenne nur ganz wenige Leute, die in solchen Präfekturen waren, aber dafür eine sehr große Menge an Leuten, die im Großraum Tokyo gelandet sind.
Ich hoffe jedenfalls, dass deine Tochter ein tolles Jahr haben wird. Dass sie schon Japanisch kann, ist super. Ich habe schon vor meiner Abreise den JLPT N3 bestanden und deshalb nicht wirklich Probleme mit der Kommunikation in Japan gehabt. Trotzdem wird verlangt, dass man lernt, selbst wenn man schon so einiges kann. Normalerweise hilft so ein Austauschjahr ja extrem, seine Kenntnisse im Japanischen stark zu verbessern, so auch bei mir.
Kann man deine Tochter vielleicht auch persönlich erreichen?

Liebe Grüße :D

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dosanko
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Re: Japan

Beitragvon dosanko » 31.05.2018, 16:15

Sylphe hat geschrieben:Bei meiner Organisation durfte ich für diesen Spaß namens Orientierung und Vorbereitungstreffen auch noch extra zahlen.


Naajaaaa, das stimmt so aber nicht ganz. :wink: Das Orientierungstreffen, das an einem Nachmittag stattfindet ist im Preis enthalten, aber leider wie beschrieben nur auf die englischsprachigen Länder bezogen, für alle anderen wirklich unnütz.
Das andere Orientierungstreffen, der Get-Ready-Workshop, kostet zwar extra (wobei er bei mir damals für Japan-ATS sogar noch kostenlos war), ist aber komplett freiwillig. Dafür wird dort aber tatsächlich länderbezogene Vorbereitung geboten und zumindest unser Workshop war damals wirklich toll, wir waren aber auch eine Gruppe von 11 Japan-ATS und eine witzige Truppe. 8)
Außerdem kommt ja in Japan noch die dreitätige Orientierung von WYS dazu, die natürlich inklusive ist, auch wenn manche Punkte etwas merkwürdig waren. Wir haben zum Beispiel nach unserer ca. 15-stündigen Anreise, als alle bloß schlafen wollten, erst mal einen Japanisch-Test geschrieben und einen Film geguckt, den keiner verstanden hat, dank mangelnder Sprachkenntnisse und jeden morgen haben wir Radio Taisou gemacht. :lol: Und die Cafeteria-Lady hat mich gezwungen, morgens eine Schale Reis auf mein Tablett zu nehmen, obwohl ich keinen wollte. :wink:


@Higanbana: Das mit der Schule eurer Tochter klingt ja wirklich super interessant, von so kleinen Schulen hört man ja wirklich nicht oft. :D Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen?
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Higanbana
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Re: Japan

Beitragvon Higanbana » 01.06.2018, 15:49

Hallo Dosanko,

ist ja toll, wieder mal was von dir zu hoeren. Wir geht es dir so?

Hallo alle,

Naajaaaa, das stimmt so aber nicht ganz. Das Orientierungstreffen, das an einem Nachmittag stattfindet ist im Preis enthalten, aber leider wie beschrieben nur auf die englischsprachigen Länder bezogen, für alle anderen wirklich unnütz.
Das andere Orientierungstreffen, der Get-Ready-Workshop, kostet zwar extra (wobei er bei mir damals für Japan-ATS sogar noch kostenlos war), ist aber komplett freiwillig. Dafür wird dort aber tatsächlich länderbezogene Vorbereitung geboten und zumindest unser Workshop war damals wirklich toll, wir waren aber auch eine Gruppe von 11 Japan-ATS und eine witzige Truppe.

Seid ihr euch sicher, dass ihr beide ueber die gleiche Org. sprecht? Und sicherlich kann es von Jahr zu Jahr auch anders ein.

Außerdem kommt ja in Japan noch die dreitätige Orientierung von WYS dazu, die natürlich inklusive ist, auch wenn manche Punkte etwas merkwürdig waren. Wir haben zum Beispiel nach unserer ca. 15-stündigen Anreise, als alle bloß schlafen wollten, erst mal einen Japanisch-Test geschrieben und einen Film geguckt, den keiner verstanden hat, dank mangelnder Sprachkenntnisse und jeden morgen haben wir Radio Taisou gemacht. Und die Cafeteria-Lady hat mich gezwungen, morgens eine Schale Reis auf mein Tablett zu nehmen, obwohl ich keinen wollte.


Klingt ungefaehr wie das, was ich von YFU Japan und AYUSA auch gehoert hatte. AYUSA hatte nur 2 Naechte-3 Tage Vorbereitungen, und da wurde dann ein Uebungs-JLPT geschrieben und sich gemeinsam dafuer angemeldet. Dann ging man gemeinsam einkaufen. Und je 3 Maedchen (und wahrscheinlich dann auch Jungen) sollten zusammen ins Ofuro, wo sich dann viele der Maedchen weigerten, sich vor anderen Maedchen auszuziehen und dann noch mit ihnen ins gleiche Becken zu steigen. Und am 3. Tag wurden dann die Leute zum Flughafen oder Bahnhof geschafft.

Und ich weiss noch, wie sich unser Gastkind No. 0 ueber die Vorbereitung von YFU Japan aufregte, weil die im Grossen und Ganzen die gleichen Inhalte hatte wie die von WYS. Nur anstelle des Einstufungstests gab es wohl eine Einfuehrung ins Japanische.

@Higanbana: Das mit der Schule eurer Tochter klingt ja wirklich super interessant, von so kleinen Schulen hört man ja wirklich nicht oft. Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen?

Naja, als Oberschueler ist man nur auf die riesigen Oberschulen, die ja keine Pflichtausbildung sind. Grund- und Mittelschule sind Pflichtausbildung, und egal, wie wenig Leute in einer Region leben, so muss dort auch die Ausbildung geliefert werden. In Inakagegenden, wovon du auch viele in Hokkaido haben solltest, hast du sehr oft Minischulen. Hier gibt es relativ wenige Zusammenlegungen von Schulen, auch wenn es zukuenftig sicherlich auch mehr werden sollten. Daher sind da nicht wenige Schulen, die unter 100 Kinder in den 6 Jahren Grundschule haben. Und schnell mal sogar noch weniger. Meine L. und ich haben vor 10 Jahren im Maerz mal eine Minischule mit nur 26 Schuelern in Usuki, Praefektur Oita, besucht, die dann aber zum 1. April hin aufgeloest wurde. Die Schueler sollten dann die 6 km bis nach Usuki Innenstadt reinfahren, was schon fuer alle ein grosser Schock darstellte. Schulbusfahren ist hier ja nicht normal, es sei denn, es geht um Kindergaerten (uebrigens auch eine Schule in Japan).

Naja, und Japan hat ja auch jede Menge Inseln, wo oft nur ne Handvoll Menschen wohnen. Aber sobald da ein Kind ist, muss der Besuch einer oertliche Grundschule sichergestellt werden. Wenn die Inseln dicht genug am Festland sind, kann man noch einen Besuch dort organisieren, aber viele Inseln sind 2 oder mehr Stunden vom Festland entfernt. Und von dort muss man dann ja auch erst einmal zu einer Schule kommen. Daher bleibt nichts anderes uebrig, als fuer diese Inseln Minischulen einzurichten.

Naja, da durch Abwanderung in die Staedte oder gar die grossen Ballungszentren Tokyo oder Osaka Kinder in diesen Regionen immer kleiner werden, haben relativ viele Schulen ihre Tueren fuer Externe geoeffnet. Teilweise nur so, dass man wahlweise auf die zustaendige oder die Minischule gehen kann, wenn man als Eltern die Anfahrt sicherstellen kann. Und ein Teil der Schulen geht da noch weiter, dass sich richtige Homestay- oder Wohnheimprogramme anbieten, wo Stadtkinder mal ein Jahr aus dem Beton rauskoennen und die Vorzuege der Natur kennenlernen koennen.

Bei uns war es so, dass meine Tochter gerne mal fuer ein Jahr an die Minischule im Heimatort meines Mannes wollte, aber ich dachte mir schon, dass meine Schwiegereltern da nicht fuer ein Jahr mitspielen. Dann sah ich zufaellig mal ein Drama "Shima no Sensei", wo es genau um so ein Inselprogramm ging. Toechterle fand es sehr interessant, und so schaute ich mal, wo es solche Programme gibt. Von Nagasaki und Shimane wusste ich zumindest, dass es so etwas fuer Oberschueler gibt. Und zu meiner Ueberraschung fand ich, dass Kagoshima da sehr viele Programme *)anbietet. Leider liess sich Toechterle nicht von den Vorzuegen von Yakushima ueberzeugen. Tanegashima war da eher ihr Ding, aber da mehrte sie so lange rum, bis die Frist abgelaufen war. Und beim 2. Programm dort waren lange schon vorm Ablauf der Frist 11 Bewerber auf gerade einmal 5 Plaetze. Ich fragte Toechterle also, ob sie auf Risiko spielen oder sich auch noch wo anders bewerben moechte. Sie waehlte das Letztere, und so bewarben wir uns fuer das Programm in Mishima und ueberliessen dem Verantwortlichen die Zuteilung der Insel. Und so landete sie im wahrsten Sinne des Wortes auf Takeshima. Die pdf ueber das Programm ist etwas aelter und stimmt nicht mehr ganz.

*)Das sind aber bei weitem nicht alle Programme. Wie gesagt, in Bergdoerfern gibt es so etwas auch sehr oft, entweder fuer ein Jahr oder fuer die Dauer der Sommerferien. Oder auch Okinawa oder die Tokara Inselgruppe bietet so etwas auch an. Wenn man nur ein wenig sucht, kommt da im Internet ziemlich viel zusammen.

Ich hatte mal kurz geguckt, hier ist ein Programm in Hokkaido: https://www.shikaoi-study.jp/

Uebrigens hat die tolle Privatschule von vor 2 Jahren oder auch die Schule hier um die Ecke eine Aufnahme abgelehnt. Die Schule der ATS von diesem Jahr will ich nicht unbedingt fragen, weil das so eine Paukschule ist (die second best-brained people's school hier in der Praefektur), dass alles, selbst die teure Schulreise, auf die Vorbereitung auf das Studieren an Unis in Tokyo ausgelegt ist. Und so fun events, einfach so, weil man jung ist und nette Erlebnisse haben will, gibt es dort auch nicht. Ich habe jetzt mal WYS gefragt, ob sie eine oeffentliche Schule fragen koennte, wo sie schon mal eine Schwedin hatten und die auch gerne ATS von AFS aufnimmt. Leider ist die Schule nicht gerade nebenan. Aber im Vergleich, was man in Tokyo so im Berufsverkehr erlebt, ist das hier ja alles immer noch im Rahmen.

Liebe Gruesse

Higanbana

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Re: Japan

Beitragvon Fredy » 01.07.2018, 00:36

Higanbana hat geschrieben:Die Schule der ATS von diesem Jahr will ich nicht unbedingt fragen, weil das so eine Paukschule ist (die second best-brained people's school hier in der Praefektur), dass alles, selbst die teure Schulreise, auf die Vorbereitung auf das Studieren an Unis in Tokyo ausgelegt ist. Und so fun events, einfach so, weil man jung ist und nette Erlebnisse haben will, gibt es dort auch nicht. Ich habe jetzt mal WYS gefragt, ob sie eine oeffentliche Schule fragen koennte, wo sie schon mal eine Schwedin hatten und die auch gerne ATS von AFS aufnimmt. Leider ist die Schule nicht gerade nebenan. Aber im Vergleich, was man in Tokyo so im Berufsverkehr erlebt, ist das hier ja alles immer noch im Rahmen.


Ich glaube Japan ist nicht so frei und das kommt auf dem Land eben noch mehr zur Geltung.
Dafür ist Japan wesentlich sicherer.

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Re: Japan

Beitragvon Higanbana » 10.07.2018, 15:14

Ich glaube Japan ist nicht so frei und das kommt auf dem Land eben noch mehr zur Geltung.
Dafür ist Japan wesentlich sicherer.



Danke fuer deinen Beitrag. Sei mir bitte nicht boese, aber ich verstehe echt nicht, was du damit sagen willst. Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?

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Re: Japan

Beitragvon Severina » 01.08.2018, 20:37

Nach längerer Zeit melde ich mich auch noch Mal - sorry für die Funkstille, ich war beruflich sehr eingespannt und es gab auch nix neues was die Tochter und ihr Japanjahr betrifft.

Beim Vorbereitungstreffen waren immerhin 4 Mädchen, die nach Japan gehen - zwei davon mit japanischen Müttern. Die dritte neben Tochterkind geht allerdings nur für drei Monate und fliegt erst später.

Seit gestern kennen wir schon Mal die Schule: Es geht nach Numazu - und schon ist das Aufregungslevel um einiges höher.

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Re: Japan

Beitragvon Higanbana » 02.08.2018, 12:33

Numazu in Shizuoka? Wenn ja, dann ist das wirklich eine landschaftlich schoene Praefektur. Eine Freundin von mir wohnt in Atami, das ist gleich auf der anderen Seite der Halbinsel. Sie hat mich auch eingeladen, aber mal sehen, wenn ich es je mal in die Region schaffe.


Wieviele fahren den dieses Jahr mit AYUSA nach Japan? Vor 11 Jahren waren es 16 oder 17, aber dann ist ein Maedchen noch kurz vorher abgesprungen. Wenn es nicht wesentlich mehr als die 4 vom Vorbereitungstreffen sind, dann haben sie ja die Zahlen ganz schoen weit runter gefahren.

Wie auch immer, ich hoffe, ihr hoert schnell von eurer GF-Platzierung.

Liebe Gruesse

Higanbana

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Re: Japan

Beitragvon Severina » 02.08.2018, 13:42

Es sind insgesamt 16-18, soviel ich weiß. Die vier sind nur die, die sich bei einem VBT kennengelernt haben, die anderen stehen z.T. per Social Media in Kontakt. Sie fliegen am 29.08. von München aus (nach diversen Zubringerflügen).

Japan scheint 'in' zu sein, fast immer, wenn das Thema aufkommt, steht einer in der Runde der einen kennt, der auch dort war oder dorthin geht.

Ja, Shizuoka ist richtig - wir haben uns Fotos angesehen, das sieht wirklich schön aus. Einer der Jungs wird in Shizuoka City sein, der ist vermutlich am nächsten dran.

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Re: Japan

Beitragvon Severina » 02.08.2018, 19:54

Tochter hat eine Bitte - könnte jemand die Website der Schule überfliegen und ein paar Informationen herauslesen, falls die da stehen? Insbesondere würde sie gern wissen, wie groß die Schule ist und welche Clubs es gibt. Sie bemüht sich mit den Texten, aber es fehlt noch der Überblick, wo eigentlich was steht, und bei etlichen Sachen handelt es sich um Bilder, die Google nicht mit übersetzt.. Die haben einen Imagefilm, aus dem einiges hervorgeht- Judo, Turnen, Theater, Nähen(?), Kalligraphie, eine Brassband, Schwimmen - letzteres würde sie gern machen, sie war hier jahrelang beim DLRG und schwimmt gut - aber halt Richtung Rettungs-, nicht Wettkampfschwimmen.

Wenn jemand Zeit hat, wäre das sehr nett .

http://www.numazu-szo.ed.jp/itinuma-h/index.html

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Re: Japan

Beitragvon TheVillageGirl » 04.08.2018, 19:20

Hallo ihr Lieben :)

Aktuell warte ich auf die Antwort von Rotary, bei denen ich mich beworben habe und hoffe natürlich auf eine positive Rückmeldung! Japan ist mein favorisiertes Land, wo ich unfassbar gerne hin möchte. Das hat viele verschiedene Gründe, die alle zusammen dazu geführt haben, dass ich nun 2019/2020 mein Auslandsjahr dort machen möchte.

Mit dem Japanischlernen fange ich aktuell an, wobei ich momentan die Hiragana lerne. Wer sich damit auskennt, weiß, dass ich also noch ganz weit am Anfang bin :,D

Dieses Forum, besonders das Thema, finde ich unfassbar interessant, weshalb ich mich in den vergangenen Tagen praktisch quer durchgelesen habe. Und was soll ich sagen? Natürlich habe ich manchmal Zweifel und mache mir einige Sorgen, aber das liegt einfach in meiner Natur (Kopfmensch :wink: ) Andererseits finde ich auch immer wieder Dinge, auf die ich mich wahnsinnig freue, wodurch die blöden Gedanken manchmal fast vergessen sind. Im Moment ist meine Stimmung relativ wechselhaft, was das Auslandsjahr angeht. Allerdings habe ich mich hier sagen lassen, dass es nicht nur mir so geht. Hattet ihr das auch?

So oder so freue ich mich auf den Austausch mit euch!

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Re: Japan

Beitragvon Higanbana » 05.08.2018, 13:21

Hallo,
Severina hat geschrieben:Tochter hat eine Bitte - könnte jemand die Website der Schule überfliegen und ein paar Informationen herauslesen, falls die da stehen? Insbesondere würde sie gern wissen, wie groß die Schule ist ...

Also wenn ich mich nicht verrechnet habe, dann hat die Schule mit ihrem Mittelschul- und Oberschulteil zusammen zwischen 900 und 1000 Schueler. Das waere auch so die untere Standardgroesse einer japanischen Oberschule. Pro Jahr in der Oberschule muesste es mathematisch 6 Klassen mit ca. 40 Schuelern geben, relativ wenige fuer japanische Oberschulen. Die meisten Oberschulen hier haben zwischen 8 bis 9 Klassen. Meine ehemalige Schule hatte sogar 13 Klassen pro Jahr, auch wenn nicht jede 40 Schueler hatte und mal somit trotzdem "nur" auf ungefaehr 1100 Schueler kam.

und welche Clubs es gibt.

Baseball (Hartball, und ich nehme mal seeeeeehr stark an nur fuer Jungen), Bergsteigen (meistens Krafttraining und Jogging, einmal im Monat innerhalb oder ausserhalb der Praefektur Bergsteigen), Kalligraphie, Computer (und das ist i.d.R. mit Word, Excel oder aehnlichem ueben), Fussball (bei oeffentlichen Schulen ist das i.d.R. nur ein Jungenteam), Judo, Kendo, Schwimmen *), Tischtennis, Leichtathletik, Jungentennis, Maedchentennis, Jungenbasketball, Maedchenbasketball, Maedchenvolleyball, Kyudo (jap. Bogenschiessen), Geraeteturnen (bei Maedchen), Batonklub (das ist so mit einen Stab rumwedeln und in die Luft werfen), Blasorchester, Theater, Kunst, Teezeremonie und Ikebana (Blumensteckkunst), Haushalt (Naehen und Kochen), Englisch

*) Schwimmen ist wie aller Sport (vielleicht vom Bergsteigen mal abgesehen, auch wenn es dafuer auch eine Olympiade gibt) voellig auf Wettkampf ausgelegt. Im praefekturalen Wettkampf siegen und an den Interhigh (den nationalen Wettkaempfen) teilzunehmen ist der Traum eines jeden japanischen Schuelers, der an Sportklubs in Japan teilnimmt. Halbe Sachen oder nur aus Spass an der Freude gibt's hier nicht. Der Schwimmklub trainiert, solange wie der Pool der Schule freigegeben ist, Wettkampfschwimmen im Pool. Und die restliche Zeit wird Krafttraining und aehnliches gemacht.

Und uebrigens bedeutet taegliches Training vor dem Unterricht und gerne bis 19-20 Uhr oder noch spaeter nicht, dass der Klub wirklich gut ist. Der Volleyballklub, wo die Thailaenderin vor 9 Jahren "Manager" (=Maedchen fuer alles) machte, hoerte keinen Tag vor 20 Uhr mit dem Training auf. Trotzdem waren sie so schlecht, dass sie auf praefekturaler Ebene schon beim 2. Wettkampf rausflogen. Und das war nicht wirklich ein extrem starker Gegner gewesen. Trainings sind hier einfach in die Laenge gezogen, ohne das oft gerne was dabei herauskommt. Viele japanische Eltern haben uebrigens damit ueberhaupt kein Problem, weil 1) sie es nicht anders kennen (zu ihrer Zeit war der Beitritt in einen Klub sogar vorgeschrieben) und 2) Schulklubs die Kinderhorte fuer Mittel- und Oberschueler sind. Sie erwarten, dass Schulen die Kids beschaeftigt halten. KINDER, die unter der Aufsicht eines Lehrers sind, koennen nicht irgendwo was anstellen und Aerger bekommen.

Ich moechte daher deiner Tochter wirklich ans Herz legen, sich gut zu ueberlegen, ob es denn wirklich ein bestimmter Sportklub sein muss. Wenn die Gastfamilie damit kein Problem hat, ist es gut. Wenn deine Tochter allerdings auch Zeit mit ihr verbringen will, sollte sie sich einen Beitritt gut ueberlegen. Und wenn schon unbedingt ein Sportklub, ob es denn einer sein muss, wo doch oft in Mannschaften gekaempft wird. Eine ATS von uns war z.B. im Leichtathletikklub, und da konnte sie dann doch 3 Tage fehlen, die sie dann mit uns verbrachte. An Sportklubtagen kam sie dann nach 8 Uhr nach Hause, und das bedeutete alleine essen. Und niemand hatte mehr Zeit fuer sie. Und die Thai war von 6.30 Uhr bis 21.00 Uhr aus dem Haus. Und sonnabends kam sie zwar "schon" um 16 Uhr nach Hause, war dann aber so muede, dass sie bis zum Abendessen schlief. Und am Sonntag waren dann i.d.R. Wettkaempfe, wo sie auch kaum vor dem Abendessen wieder zuhause war. Und bei unserer letzten ATS war es auch nicht viel anders.

Was moechte denn deine Tochter noch wissen?

Und weiss du, in welches Jahr deine Tochter kommt. Wenn es die 2. Klasse ist, dann kann sie zwischen japanischer Geschichte, Weltgeschichte und Geographie waehlen. Ich wuerde ihr sehr ans Herz legen, Weltgeschichte und/oder Geographie zu waehlen (das Wahlangebot variiert von Kurs zu Kurs). Geographie hat sehr viele Katakananamen, so dass sie leicht raten kann, um welches Land es geht. Bei Weltgeschichte wird auch oft ueber Themen gesprochen (franz. Revolution, Bismarck, USA- oder UK-Geschichte), von der sie schon mal gehoert hat, so dass sie nur zu Bekanntem die japanischen Woerter lernen muss. Japanische Geschichte ist nicht nur voll mit unbekannten und sehr oft schwierigen Schriftzeichen, sondern auch die Hintergruende werden deiner Tochter ueberhaupt nichts sagen. Selbst wenn sie lernt, dass 織田信長 Oda Nobunaga gelesen wird, wird das bei ihr keine Glocke zum Laeuten bringen. Wir hatten nur eine ATS, die das gewaehlt hatte. Und sie hatte nur das O.k. dazu bekommen, weil die japanische Geschichte Klasse relativ klein war und die Lehrerin Zeit fuer sie hatte. Und sie war auch so engagiert, dass sie dazu immer auch englisches Material fuer die ATS mitbrachte. Und last, but not least, diese ATS war superintelligent und sprach schon mehrere Sprachen fliessend bis sehr gut, so dass sich ihr Japanisch auch in einem unglaublichen Tempo verbesserte. Ich nehme mal ganz frech an, dass deine Tochter normal begabt ist, daher rate ich ihr wirklich von japanischer Geschichte ab. In Weltgeschichte kann sie immer noch ein paar Sachen ueber unbekannte Laender lernen (Indien, Korea, China, Suedamerika), so dass sie trotzdem neues Wissen mit nach Hause nehmen kann.

Hallo TheVillageGirl,

Aktuell warte ich auf die Antwort von Rotary, bei denen ich mich beworben habe und hoffe natürlich auf eine positive Rückmeldung! Japan ist mein favorisiertes Land, wo ich unfassbar gerne hin möchte. Das hat viele verschiedene Gründe, die alle zusammen dazu geführt haben, dass ich nun 2019/2020 mein Auslandsjahr dort machen möchte.

Ich druecke dir die Daumen, dass es klappt.

Mit dem Japanischlernen fange ich aktuell an, wobei ich momentan die Hiragana lerne. Wer sich damit auskennt, weiß, dass ich also noch ganz weit am Anfang bin :,D

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das mit den Hiragana wird schon. Suche mal "Kana can be easy" im Internet, das Buch bietet gute Merkhilfen, so dass du Kana in wenigen Tagen lernen kannst.

Dieses Forum, besonders das Thema, finde ich unfassbar interessant, weshalb ich mich in den vergangenen Tagen praktisch quer durchgelesen habe.


Wow, ehrlich? :o Die ganzen 409 oder so Seiten? :o :o

Und was soll ich sagen? Natürlich habe ich manchmal Zweifel und mache mir einige Sorgen, aber das liegt einfach in meiner Natur (Kopfmensch ) Andererseits finde ich auch immer wieder Dinge, auf die ich mich wahnsinnig freue, wodurch die blöden Gedanken manchmal fast vergessen sind. Im Moment ist meine Stimmung relativ wechselhaft, was das Auslandsjahr angeht. Allerdings habe ich mich hier sagen lassen, dass es nicht nur mir so geht. Hattet ihr das auch?

Ja, es gibt wohl kaum Menschen, die nicht irgendwann mal Zweifel vor oder waehrend grossen Aktionen haben.

Viel ueber Japan zu lesen ist sicherlich gut, aber ich wuerde dir sehr stark ans Herz legen, deine Erwartungen so gering wie moeglich zu halten. Japan ist groesser als Deutschland und umfasst die Strecke Oslo - Rom. Und du weisst, wie unterschiedlich Norweger und Italiener sind. Weiterhin unterscheiden sich selbst benachbarte Praefekturen sehr oft, weil sie sich lange durch geographische oder geschichtliche Besonderheiten in andere Richtungen entwickelt haben. Wenn sich Leute ueber Japan aufregen, meinen sie sehr oft Grossraum Tokyo. Und vieles davon kann ich, die im Sueden von Japan wohnt, nicht wirklich nachvollziehen, weil ich diese Probleme nicht habe. (Dafuer habe ich andere.)

Ich wuerde mich freuen, mal wieder was von dir zu hoeren.

Liebe Gruesse

Higanbana


So oder so freue ich mich auf den Austausch mit euch!

Shiruki
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Re: Japan

Beitragvon Shiruki » 05.08.2018, 14:47

Hallo,
ich bin die Tochter der Fragenstellerin (Severina), fahre also bald nach Japan :D
Ich wollte mich zunächst einmal herzlich für die schnellen Antworten hier bedanken, dass hilft mir wirklich sehr weiter.
Ich habe schon gelesen, dass die Sportklubs in Japan sehr lange Trainingszeiten haben, das hat mich schon etwas abgeschreckt, aber ich bin halt recht aktiv deswegen habe ich mir Sorgen gemacht, dass ich den Sport etwas missen werden ^^;
Ich wollte vor Ort dann mal fragen, ob ich wirklich jeden Tag teilnehmen muss, weil es einer Schülerin hier im Forum ja gelungen war ihre Trainingszeiten zu reduzieren. Das Angebot der Schule ist wirklich überwältigend verglichen mit meiner Schule hier in Deutschland, deswegen fällt es mir schwer mich zu entscheiden.
Ich hoffe, dass ich nächste Woche dann auch noch meine Gastfamilie erhalte, weil es nicht mehr weit ist bis ich nach Japan fahre.
LG Shiruki

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Re: Japan

Beitragvon TheVillageGirl » 05.08.2018, 15:20

Hallo!

Higanbana hat geschrieben: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das mit den Hiragana wird schon. Suche mal "Kana can be easy" im Internet, das Buch bietet gute Merkhilfen, so dass du Kana in wenigen Tagen lernen kannst.


Vielen Dank für den Tipp! Das schaue ich mir direkt mal an :D

Higanbana hat geschrieben: Wow, ehrlich? :o Die ganzen 409 oder so Seiten? :o :o


Jap, ich habe nahezu jeden Post gelesen! Da Sommerferien sind habe ich momentan definitiv zu wenig zu tun :lol: Aber auch deinen Blog habe ich gelesen, den ich übrigens sehr interessant finde!

Higanbana hat geschrieben: Ja, es gibt wohl kaum Menschen, die nicht irgendwann mal Zweifel vor oder waehrend grossen Aktionen haben.


Das denke ich auch. Aktuell rückt das ganze Vorhaben halt deutlich näher, weil ich mich ja nun beworben habe. Ich schätze, dass das bei mir so einen Tiefpunkt ausgelöst hat, wobei ich den hoffentlich bald überwinden werde :-?

Higanbana hat geschrieben: Viel ueber Japan zu lesen ist sicherlich gut, aber ich wuerde dir sehr stark ans Herz legen, deine Erwartungen so gering wie moeglich zu halten.


Ich tausche mich vor allem mit ehemaligen Austauschschülern aus, um mich auf diesen "Status" als Austauschschüler vorzubereiten. Das hilft mir persönlich sehr, weil es schließlich etwas komplett anderes ist als ein normaler Urlaub.

Higanbana hat geschrieben: Ich wuerde mich freuen, mal wieder was von dir zu hoeren.


Natürlich würde ich mich auch freuen, von dir wieder zu hören! Du kannst ja sozusagen live berichten :wink: Wenn es etwas Neues zu meiner Bewerbung gibt, melde ich mich sehr gerne und berichte darüber!


Liebe Grüße!

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Re: Japan

Beitragvon Higanbana » 05.08.2018, 16:34

Wow, so viele neue Beitraege an einem Tag.

Schoen, Shiruki, von dir mal direkt was zu hoeren.

Shiruki hat geschrieben:Ich habe schon gelesen, dass die Sportklubs in Japan sehr lange Trainingszeiten haben, das hat mich schon etwas abgeschreckt, aber ich bin halt recht aktiv deswegen habe ich mir Sorgen gemacht, dass ich den Sport etwas missen werden ^^;
Ich wollte vor Ort dann mal fragen, ob ich wirklich jeden Tag teilnehmen muss, weil es einer Schülerin hier im Forum ja gelungen war ihre Trainingszeiten zu reduzieren. Das Angebot der Schule ist wirklich überwältigend verglichen mit meiner Schule hier in Deutschland, deswegen fällt es mir schwer mich zu entscheiden.


Warte doch erst einmal ab und schaue dir alles an. Ich kann mich noch gut an ein Maedchen erinnern, die unbedingt Kendo machen wollte. Das wusste sie schon ein halbes Jahr vor ihrer Abreise. Und dann sah sie es im Original und war so schockiert, dass sie sich was anderes suchte.

Ein Austauschjahr bedeutet auch, Opfer zu bringen. Ich liebte mein Moped, aber musste darauf dann doch verzichten. Und 10 Monate gehen so schnell vorueber, dass du bald wieder in Deutschland trainieren kannst. Ehrlich gesagt, warum versuchst nicht mal etwas, was du in Deutschland definitiv machen kannst. Ein Teil unserer ATS hat z.B. Teezeremonie oder Shodo (Kalligraphie) gemacht, weil an dadurch viel ueber japanische Kultur lernen kann. Und es bleibt viel Zeit, um auch zu reden, so dass man auch an seinem Japanisch arbeiten kann. Zwei ATS waren auch im Kochklub und haben dann dort japanische Gerichte zu kochen und Kuchen zu backen gelernt. Und solche Klubs sind in der Regel nur 2-3 Mal die Woche und nicht so extrem auf Wettbewerb ausgelegt. Oder wenn du etwas mehr von deiner Region sehen willst, ist vielleicht auch Bergsteigen eine gute Idee. Gut, vielleicht sollte man eher Wandern sagen, ihr werdet da keine Haken in Felsen schlagen und euch abseilen.

Wenn du unbedingt Schwimmen moechtest, warum gehst du dann nicht einfach ins Schwimmbad. http://www.city.numazu.shizuoka.jp/kurashi/shisetsu/onsuipool.htm Ich weiss natuerlich nicht, wo du genau in Numazu wohnen wirst, aber bei nur knapp unter 200.000 Einwohnern ist die Stadt nicht so gross, als dass es eine Tagesreise bis zum Pool werden koennte. Und vielleicht gibt es ja sogar noch mehr als nur das eine, was ich auf Anhieb gefunden hatte. Echtes Schwimmen in der Schule geht so wieso nur zwischen Juni und September. Auch wenn das Wetter immer noch warm genug waere, in japanischen Koepfen hoert die Schwimmsaison bei Aussenpools i.d.R. am 31. August auf. Mit viel Glueck kannst du noch im September baden. Aber dann ist definitiv Schluss.

Der Eintritt in den Pool kostet fuer Oberschueler nur mal gerade 100 Yen. Eventuell mit Busgeld zusammen koenntest du fuer 300-400 Yen deine Runden schwimmen. (6 Bahnen a 25 m)

Ich hoffe, dass ich nächste Woche dann auch noch meine Gastfamilie erhalte, weil es nicht mehr weit ist bis ich nach Japan fahre.
LG Shiruki

Oh ja, wenn ich ueberlege, dass die WYS Schueler schon am 23. in Japan ankommen, ist AYUSA echt spaet dran. :troest:

Aber auch deinen Blog habe ich gelesen, den ich übrigens sehr interessant finde!


Oh, danke. Ich habe heute wieder mal etwas geschrieben. 5. August und 23. Juni. Letzteren wolle ich schon so lange mal schreiben, aber hatte nie die Zeit dafuer.

Ueber die letzte ATS wollte ich nicht so viel schreiben, ich hielt es da mal Amerikanisch: "Wenn du nichts Gutes zu sagen hast, dann schweige!"

Wenn ihr beide Fragen habt, dann meldet euch. Diese Woche habe ich noch Zeit, in der naechsten Woche wird das etwas schwieriger. Und dann ist ja schon bald der 26., und ich will mich dann lieber um unsere Daenin kuemmern, als im Netz rumzuhaengen.

Gute Nacht

Higanbana

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Re: Japan

Beitragvon relch » 05.08.2018, 16:39

@Higanbana: Wenn es sogar Austausch für Kinder(!) auf nationaler Ebene gibt, warum ist es so schwer, internationale, ältere ATS zu platzieren?
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