Gastfamilie wechseln - Australien

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Baerbel
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Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon Baerbel » 13.07.2010, 20:37

Hallo,
ich möchte mich mit folgendem Problem an dieses Forum wenden.

Meine Tochter ist seit dem 4.7.2010 mit Stepin in Australien. In den ersten Tagen hatte sie ein Vorbereitungsseminar in Sydney und traf am 9.7. auf ihre Gastfamilie.

Wir Familien konnten uns schon einige Zeit vorher per email und Skype kennenlernen, hörte sich alles ganz gut an. Dann schickte die Gastfamilie ein paar Fotos von ihrem Haus und dem Zimmer welches meine Tochter bekommen sollte. Es war gruselig, total verschmutzt und überall lag Müll. Die Organisation erklärte uns, dass es normal wäre und die Australier es mit der Sauberkeit nicht so genau nehmen würden. Ok, dachten wir und haben es ersteinmal so hingenommen.

Als dann meine Tochter dort eintraf, war sie geschockt. Das Zimmer in einem noch schlimmeren Zustand und das Bad mit WC war ekelig (sie hat mir Fotos geschickt). Daraufhin wurde das Heimweh natürlich noch schlimmer.

Außerdem verhielt sich die Familie nicht besonders nett, meine Tochter wurde wegen ihrer Aussprache und Gestik ausgelacht. Nach einem Tag ging es ihr immer schlechter, sie war nur am Weinen. Die Gastmutter wollte daraufhin unbedingt wissen was los sei. Ich habe per Skype mit meiner Tochter und der Gastmutter telefoniert und haben versucht es so schonend wie möglich zu formulieren. ging voll schief, die Gastmutter ist in Tränen ausgebrochen und rief sofort den Coordinator an. Es machte die situation für meine Tochter nicht besser. Sie wurde gemieden und weiterhin ausgelacht. Die Gastfamilie ist total sauer auf uns. Die ganze Familie war immer nur am Heulen... und haben meiner Tochter die ganze Schuld gegeben. ich finde dieses Verhalten nicht besonders klug.

Heute ist sie dann von ihrer Gastmutter zur Local-Coodinator in Melbourne gebracht worden, bei der sie höchstens bis Samstag bleiben kann. Es wird versucht eine neue Gastfamilie zu finden, welches sehr schwer sein soll, da sie für 10 monate gebucht hatte. Falls es keine neue Familie gibt, wird sie zurückkommen.

Frage ist dann wer übernimmt die ganzen Gebühren und die Kosten die wir hatten?

Meine Tochter hat schon nach einer Woche dermaßen die Nase voll, dass sie am liebsten sofort nach Hause kommen möchte. Das finde ich aber nicht so gut, sie sollte wenigstens eine gewisse Zeit dort bleiben können und nicht sofort aufgeben, aber dass erscheint ihr als einzige Lösung. Sie ist sehr verzweifelt.

hinzu kommt, dass wir fast täglich mit ihr telefonierten, da immer unklar war, wann und wo sie hinkommt, ob sie aus der "horrorfamilie" rauskommt . Die Telefonrechnung will ich noch gar nicht sehen. :(

Wer hat ähnliches erlebt oder kann mir raten, was von unserer Seite her getan werden kann.

Vielen Dank.

Els
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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon Els » 13.07.2010, 21:52

das mit dem "nur kurz beim LC bleiben können" kann ich mir so nicht so richtig vorstellen, in der regel kann ne organisation einen schüler nicht zurückschicken "nur" weil keine neue familie gefunden wird.

Was ist zu tun? Auf jeden Fall mal die deutsche Organisation hier kontaktieren und fragen, was da los ist, sich das Verhalten erklären lassen, Lösungsvorschläge anhören und einfordern und zur Not ärgerlich werden....

Viel Glück euch!

Rana
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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon Rana » 13.07.2010, 22:12

Liebe Baerbel,
ohje, da ist ja in so kurzer Zeit schon so viel Porzellan zerschlagen worden. Dass du nun in Sorge bist, kann ich gut verstehen.
Und einen schlauen Rat kann dir da wohl auch kaum jemand geben .... nur vielleicht den, bei einer möglichen nächsten Gastfamilie (die ich euch sehr wünsche) mit etwas mehr Geduld und Ruhe die Sache anzugehen. Fast kommt es mir vor als hätte eure Organisation es versäumt, eure Tochter ausreichend auf die möglichen Überraschungen eines Austauschjahres vorzubereiten.
Sonst hätte sie vielleicht darauf verzichtet, gleich am 1.Tag euch mit Fotos vom unhygienischen Bad zu beunruhigen. Ja, in kaum einem Land leben die Menschen in solch perfekten hygienischen Bedingungen wie wir.
Du schreibst, ihr hattet im Vorfeld einen positiven Kontakt mit der Gastfamilie, da könnte es doch auch einfach sein, dass eure übermüdete Tochter das Lachen der Gastfamilie missinterpretiert hat und als Auslachen empfunden hat. Sie ist gerade in einer neuen Kultur angekommen und kann deren verbale und nonverbale Ausdrucksformen noch gar nicht richtig deuten, nicht einmal annähernd!
Sicherlich ist es schwer, wenn man am anderen Ende der Welt sitzt, und ein unglückliches Kind am Telefon oder Skype hat, aber man darf nie vergessen, dass man die Situation von hier aus einfach niemals richtig einschätzen kann. Hab Vertrauen in dein Kind, sie kann sowas zuerst mal selbst regeln! Lass sie mit den Gasteltern reden! Es ist ihr Austauschjahr! War es ihr nicht vielleicht sogar unangenehm, dass ihr euch gleich eingemischt habt? Vielleicht hätte sie noch ein wenig abgewartet? Man gewöhnt sich an vieles! Alle ATS müssen sich an so einiges gewöhnen ... mit mehr oder weniger großen Schwierigkeiten!
Ich meine damit nicht, dass man alles hinnehmen muss, aber dass es nicht wie daheim sein wird, das wusste man doch vorher. Und wie es sein wird, das sollte man sich schon mal in Ruhe ein paar Tage anschauen, bevor man ein Urteil fällt und Veränderungswünsche an den Mann, bzw. an die Familie bringt. Es bestand ja keinerlei Gefahr für Leben und Gesundheit.

Am Verhalten der Gastfamilie lässt sich auch erkennen, dass auch sie sich offensichtlich auf eure Tochter gefreut hat, und nun furchtbar enttäuscht ist, dass alles von Anfang an so schief läuft. Mit Heulen machen sie zwar nichts besser, aber es wirft auch ein Licht auf die Hilflosigkeit der Familie in dieser unglücklichen Situation.
Es ist schade für beide Seiten und wieder mal ein Beispiel wie unselig diese schnellen modernen Kommunikationstechniken sein können(es gab Generationen von Austauschschülern, zu denen auch ich zähle, die nur über Briefe und selten zustande kommende teure Ferngespräche mit ihren Eltern kommunizieren konnten, und die notgedrungen ihre Probleme selbst lösen mussten ...und meist auch konnten ...so wie übrigens die meisten ATS auch heute!)
Ich drücke euch die Daumen, dass sich eine gute Lösung findet
Rana

Returnee
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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon Returnee » 14.07.2010, 07:35

Aus langjähriger Erfahrung in Betreuung von Familien und Schülern:

Es gibt für alle Seiten nichts nervigeres, als leibliche Eltern, die sich als allererstes und sofort massiv einschalten müssen. Ich kann die Reaktion der Gastfamilie auf deine Schlichtungsversuche durchaus verstehen und würde mir einfach wünschen, dass Eltern, die ihre Kinder ein Jahr ins Ausland gehen lassen auch mal zutrauen, ihre Probleme alleine zu lösen.
Ich kenne kaum einen Fall, in der die Einmischung der Eltern nach so kurzer Zeit und so massiv irgendeinen positiven Effekt hatte.
Sprich ihr zu, unterstütz sie darin, ihre eigenen Probleme zu lösen, aber bitte, bitte misch dich zum Wohl deiner Tochter nicht so sehr ein.

Ansonsten kann ich mich Rana bezüglich der Vorbereitung durch die Organisation wohl nur anschließen. Und auch ihre sonstigen Ausführungen nur unterschreiben.

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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon ATS*Mama » 14.07.2010, 18:23

Hallo Baerbel,

deine Tochter ist doch in Australien an einer Schule angemeldet.
Wende dich doch an die Schule und die dortigen Homestay Coordinatoren, weil die haben mehr mit der Gastfamiliensuche zu tun als die Orga.
Vielleicht hilfts

Grüße und viel Glück

Larry
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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon Larry » 14.07.2010, 19:34

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Zuletzt geändert von Larry am 22.12.2013, 20:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon Teatime » 14.07.2010, 19:45

Achtung Schülerbeitrag:

Dass Australier Sauberkeit nicht so ernst nehmen ist nicht nur ein Gerücht sondern völliger Schwachsinn.
Dass sie sich gerne über alles und jeden lustig machen hingegen stimmt - über meinen Akzent haben auch ständig alle gelacht, aber keiner meint das wirklich ernst.

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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon Baerbel » 15.07.2010, 16:06

Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten. Einige waren hilfreich, besonders mit den Gerüchten über Sauberkeit und Auslachen. Erklärt mir dann vieles.

Ok, die Situation für meine Tochter hat sich noch nicht wirklich gebessert. Dass ich mich eingemischt habe, hatte nur den einen Grund, dass ich sehr wohl Angst um ihre Gesundheit hatte. Es war dort gesundheitsgefährdend. Es ist mir absolut klar, dass es ihr Ding ist und ich sowieso nicht viel von hieraus ausrichten kann.

Bis jetzt hat sich noch keine neue Familie gefunden. Leider. Und sie will immer noch sofort nach Hause. Ist echt blöd. ich finde die ganze Sache insgesamt schon sehr anstregend für mich.

Sie wohnt immer noch bei ihrer LC und findet sie auch sehr nett, hat aber angst vor einer zu engen Bindung, lebt immer noch aus ihrem Koffer und ist immer noch deprimiert, verweigert das Essen, weil ihr dauernd übel ist und kann immer noch nicht richtig schlafen...

Angeblich wird mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. Ich bin gespannt was dabei noch herauskommt...

Eine Frage beschäftigt uns natürlich auch: Was würde von der Orga erstattet werden, wenn sie keine Familie findet und nach Hause kommt? Darauf habe ich von Stepin noch keine Auskunft bekommen. Ist dann das ganze Geld weg?

Vielleicht kann mich ja einer verstehen.

Viele Grüße
Bärbel

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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon rucksacktouri » 15.07.2010, 17:19

Hallo Returnee,

als mehrfache Gastmutter von ATS verschiedener Nationalitäten kann ich die Reaktion der Gasteltern eben nicht verstehen. Wenn bei meinen Gastkind irgendwo der Schuh drückt und es kann sich - aus welchen Gründen auch immer - mir nicht anvertrauen, bin ich HEILFROH, wenn ich mit den leiblichen Eltern reden kann. Als Gastfamilie muss ich damit rechnen, dass mein Gast nicht mit allen meinen Gewohnheiten, Regeln, Umgangsformen etc. von Anfang an klar kommt. Nur redenden Menschen kann geholfen kann - und sei es mit den leiblichen Eltern. Gastfamilien übernehmen eine besondere Veranwortung, der sollten sie Rechnung tragen.

Als Mutter einer ehemaligen ATS kann ich Baerbels Sorgen nachvollziehen. Vielleicht hätte Baerbels Tochter das Problem alleine lösen können. Vielleicht aber auch nicht. Ich schätze, dass hier in diesem Forum eine Menge Eltern sind, die gleich oder ähnlich reagiert hätten.

@Baerbel:
Ob StepIn einen Teil des Geldes zurückerstattet oder erstatten muss, kann ich nicht sagen. Allerdings scheint bei StepIn die Vorbereitung der Schüler, Eltern und Gasteltern insgesamt eher mau zu sein. Dass falsche Auskünfte von den hiesigen Mitarbeitern gegeben wird, habe ich auch schon erlebt. Du solltest jetzt aber erst einmal davon ausgehen, dass für deine Tochter eine neue Gastfamilie gefunden wird. Meistens nimmt man auch aus schlechten Erfahrungen etwas Positives mit. Ich drücke euch die Daumen!

Liebe Grüße, rucksacktouri
Zuletzt geändert von rucksacktouri am 15.07.2010, 20:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon Lilo » 15.07.2010, 19:52

Das klingt ganz nach meinen ersten Wochen in Neuseeland. Ich war in keiner Gastfamilie, sondern in einem Internat. Es war ähnlich dreckig, die Zimmer waren so klein, dass man wirklich nicht drin leben konnte, die Leute sehr unhöflich, die Mädchen nie da. Ich habs ne Woche tapfer durchgehalte, dann wollte ich nur raus.
Ich kann sie ein wenig beruhigen. In dieser Zeit habe ich auch mehrmals am Tag mit meinen Eltern telefoniert ( von meinem Handy aus. Das Internatstelefon ging nicht und ich durfte kein Internet benutzen!!!) und ich hab viel geweint. Bei mir hieß es auch man könne keine Familie auftreiben und ich müsste bis Dezember da bleiben, sonst müssten wir dem Internat die Kosten erstatten. Ich habe der Frau an meiner Schule, die für uns ATS zuständig war, einiges vorgeheult ud geschrien, zugleich habe ich meiner Orga, als ich durch Bestechung (!!!) an Inet kam, eine lange mail geschrieben. Meine Eltern haben sehr energisch mit der Orga in Deutschland geredet. Das war wichtig, weil ich in NZ irgendwie niemand erreichen konnte und ich meiner Schule total egal war. Und schwupps- plötzlich kam ich in eine welcome family für ein Monat und danach auch in meine richtige Gastfamilie. Mit ein bisschen Druck kann man viel erreichen, meiner Meinung nach. Und wenn ihre Tochter erst mal sieht, dass es voran geht ( z.B. nächste Woche hab ich eine Familie, solang halt ich es aus), gehts ihr sicher wieder besser. Ich wollte damals trotzdem nicht heim, ich wollte durchhalten, und das hat sich gelohnt. Ich hätte sonst ein tolles Jahr verpasst! Viel Glück!
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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon Rana » 16.07.2010, 08:10

an rucksacktouri,
du schreibst, dass du die Reaktion der Gastfamilie verstehen kannst und selbst froh bist, wenn Probleme über leibliche Eltern geklärt werden. Da habe ich als ebenfalls mehrfach hostende Gastmutter und Mutter zweier Austauschschüler eine andere Meinung dazu. Abgesehen davon, dass bei meinen Gastkindern (Spanien, Brasilien, Russland) die Eltern mit mir gar nicht kommunizieren konnten.
ATS haben in ihrem ATJ die Gelegenheit, sich mal anderes zu präsentieren als daheim. Mal eine andere Rolle auszuprobieren
und durch den Informationsaustausch der beiden Mütter werden sie wieder in ihre alte Rolle gedrängt. Damit nimmt man ihnen auch viel. Sicher, bei Problemen kann es auch hilfreich sein, das will ich ja gar nicht abstreiten.

Aber hätte eines meiner Gastkinder gleich am 1.Tag heimlich bei mir Fotos gemacht und diese in negativer Absicht heimgemailt, dann hätte auch ich das nicht besonders positiv aufgefasst. Für mich geht es hier um den Zeitpunkt! Um das " der Gastfamilie gar keine Chance geben". Klar, zur einem späteren Zeitpunkt könnte es durchaus hilfreich sein, mal Kontakt mit den leiblichen Eltern zu haben, um dadurch vielleicht das eine oder andere besser zu verstehen. Allerdings haben sich meine eigenen Kinder jeglichen pädagogischen Austausch oder Intervention zwischen ihren Gastmüttern und mir absolut verboten.
Und im Fall meiner Tochter, die in Mexico City war, ist mir das wahrlich nicht leicht gefallen. Aber es hat sich gelohnt, ihr zu vertrauen! Auch wenn es für mich die eine oder andere schlaflose Nacht bedeutet hat.

Verstehen kann ich Bärbel sehr gut und ihre Gefühle nachfühlen, fällt mir keineswegs schwer, nur ........
Rana

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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon rucksacktouri » 16.07.2010, 08:27

Rana,

warum unterstellst du bei dem ATS negative Absichten? Vielleicht war sie ja einfach auch nur verzweifelt. Vielleicht ging es der Mutter ja auch nicht um Anklage oder Schuldzuweisung, sondern einfach nur um Vermittlung?

LG, rucksacktouri

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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon Rana » 16.07.2010, 08:45

Wow, das war aber eine schnelle Antwort ;-)
Guten Morgen! Das denke ich auch, dass es der Mutter um Vermittlung ging. Sicherlich nicht um Schuldzuweisung.
Aber wenn ich einen Mangel fotografiere, dann tue ich das doch nicht in positiver Absicht, oder? Aber das ist ja auch Wortklauberei, die nichts zur Sache tut.
Warum verzweifelt das Mädel denn gleich? Okay, eklig, dreckig ...... aber sie ist jung .....wie sehen denn die Zimmer unserer Jugendlichen aus? Hygienisch rein? Kenne nur ich die Zimmer mit dem Teller mit dem eingetrockneten Ketchup, quer drüber die Jeans, das Englischbuch, der Schlüpfer, die leere Chipstüte ......und irgendwo das halbleere Colaglas?
Dass die Mutter das beunruhigt, okay! .....aber die Tochter verzweifelt am 1.Tag???? Da ist doch der Hund wo anders begraben.
LG Rana

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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon rucksacktouri » 16.07.2010, 16:30

Ich dachte, du freust dich vielleicht über eine schnelle Antwort... :lol:

Liebe Grüße, rucksacktouri

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Re: Gastfamilie wechseln - Australien

Beitragvon Lilo » 16.07.2010, 19:34

Rana hat geschrieben:Wow, das war aber eine schnelle Antwort ;-)
Guten Morgen! Das denke ich auch, dass es der Mutter um Vermittlung ging. Sicherlich nicht um Schuldzuweisung.
Aber wenn ich einen Mangel fotografiere, dann tue ich das doch nicht in positiver Absicht, oder? Aber das ist ja auch Wortklauberei, die nichts zur Sache tut.
Warum verzweifelt das Mädel denn gleich? Okay, eklig, dreckig ...... aber sie ist jung .....wie sehen denn die Zimmer unserer Jugendlichen aus? Hygienisch rein? Kenne nur ich die Zimmer mit dem Teller mit dem eingetrockneten Ketchup, quer drüber die Jeans, das Englischbuch, der Schlüpfer, die leere Chipstüte ......und irgendwo das halbleere Colaglas?
Dass die Mutter das beunruhigt, okay! .....aber die Tochter verzweifelt am 1.Tag???? Da ist doch der Hund wo anders begraben.
LG Rana

Lol, mein Zimmer ist zwar unaufgeräumt, aber niiiiiiie dreckig. Und Essensreste liegen da nie rum :o Bei meinen Freunden ist es nicht anders, die legen auf Hygiene genauso viel Wert wie ich. Und wenn der Dreck von anderen leuten kommt und nicht von der eigenen Familie, ist es doppelt ekelig, find ich.
Solche Fotos sind wichtig, damit die Orga die Wichtigeit erkennt und nicht denkt, die ATS würde übertreiben.
Ich bin auch ein sehr empfindlicher Mensch im Bezug auf Hygiene ( in hostels weine ich öfter) und ich kann verstehen, dass man da gerade am 1. Tag, wo man müde ist, sich alleine fühlt, vllt Angst und Heimweh hat, verzweifelt. Und da sist doch wirklich nicht zumutbar!
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