Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

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Flohry82
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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Flohry82 » 12.10.2017, 14:44

Wow vielen Dank ihr zwei! Das sind ja wirklich viele tolle Ideen! :loveyou:
Ich weiß nicht genau, ob sie sich im Wohnzimmer aufhalten muss aber ich glaube, dass sie zumindest gesagt bekommen haben sie "sollten" sich wenn möglich dort aufhalten, wo die Familie ist. Ist ja grundsätzlich auch ein ganz guter Plan aber bei mir, wo ich der einzige, nicht vierbeinige Teil der Familie bin, dauert es schon ein bisschen bis ich mich umgestellt habe von "allein leben" zu quasi 15 Stunden am Tag zusammen.
Aber eure Ideen sind super! Einige haben wir schon angestoßen. Morgen fährt sie ein anderes Mädchen aus Thailand in Bremen besuchen. Shopping mit dem Auftrag nach Winterschuhen zu gucken. Vorher Bahn fahren. Also mal was Neues machen. Heute muss sie natürlich erstmal das Märchen von den Bremerstadtmusikanten lesen. :)
Außerdem haben wir ihr ein Fahrrad besorgt und damit ist sie nun im Park um die Ecke um Fahrpraxis zu bekommen. Sie kann es schon aber ist lange nicht gefahren. Zum Glück ist das Wetter ja nun wieder besser, so dass das möglich ist.
Aber auch alles andere werden wir ausprobieren! Danke nochmals und liebe Grüße!

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Higanbana
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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Higanbana » 21.03.2018, 01:43

Hallo,

heute moechte ich auch mal um Rat fragen. Wir haben dieses Jahr ein Maedchen (17) aus Deutschland mit Realschulhintergrund und russlanddeutschen Eltern. Das Maedchen ist aber in Deutschland geboren und dort aufgewachsen. Ihr Deutsch ist entweder ein furchtbarer Dialekt, oder aber sie macht uebelste Fehler im Deutschen wie z.B. Helf mir mal! oder "Lest du das mal?" Teilweise sind ihre Saetze so konfus, dass ich die geschriebenen Saetze bei aller Liebe nicht verstanden hatte und nachfragen musste, was sie damit meinte. Ihr Russisch scheint bis auf ein paar Brocken passive Woerter nicht existent zu sein. Und auch wenn sie gesagt hat, dass sie das beste Englisch ihrer Klasse sprach, so ist ihr gesprochenes Englisch so schlecht, dass selbst ihre Betreuerin nicht wirklich mit ihr kommunizieren kann. Ihr Japanisch ist nach 7 Monaten auf dem Niveau, das andere ATS nach einem oder zwei Monaten haben. In der Regel redet sie kaum auf Japanisch, und wenn, dann sind es nur ein paar auswendig gelernte Phrasen wie Matte (warte). Sprachlich gesehen das Niveau, was meine Kinder mit 2 Jahren hatten.

Gut, wir hatten ATS, die mit mir unbedingt auf Deutsch reden wollten, weil sie gerne eine Person brauchten, mit der sie voellig frei ueber alles reden koennen. Aber ihr Japanisch wurde trotzdem von Tag zu Tag besser. Und eine unserer ATS brauchte 3-4 Monate, bis es mit ihrem Japanisch richtig los ging, aber dann hatte auch sie zum Schluss ein brauchbares Japanisch. Deshalb hatten wir uns in Geduld geuebt, wahrscheinlich viel zu lange.

Das Maedchen dieses Jahr ist kein -bloeder Ausdruck- boeses Maedchen oder so materialistisch oder egozentrisch wie die Thai vor 9 Jahren, aber Maennle und ich kommen immer mehr zu dem Schluss, dass sie ein Intelligenzproblem haben koennte. Man kann ihr Sachen 5 Mal erklaeren, und du kannst Geld darauf wetten, dass sie es beim 6. Mal wieder falsch macht. Sie hat null Gefuehl dafuer, was jetzt wichtig ist. Alle fangen an zu arbeiten, sie nimmt die Ratten aus dem Kaefig und faengt an, damit zu spielen. Der Grund, warum sie sich schnell wieder in ihr Zimmer zurueckzieht, ist wohl nicht Ungluecklichsein, sondern die Tatsache, dass das Japanisch ihr dann Kopfschmerzen bereitet. Nur wenn sie diese Phase nicht ueberwindet, wird sie nie nicht einmal normales Alltagsjapanisch nicht verstehen. Was sie nach 7 Monaten definitiv nicht versteht. Ich hatte sie gebeten, 3 Handtuecher aufzuhaengen. Sie hatte das nicht verstanden, auch nicht aus dem Zusammenhang, als ich auf die leeren Handtuchhalter wies, dachte, sie solle sie nur halten und packte sie dann in die Schublade zurueck. :o

Sie fragt nichts, sie versteht ungeschriebene japanische Regeln nicht, selbst wenn man sie erklaert, sie traegt nichts zum Familienleben bei, an manchen Tagen habe ich sie nicht einmal getroffen, weil ich frueh los musste und sie dann abends schon in ihrem Zimmer war. Sie scheint wohl eher ein Nachtmensch zu sein, was dann dazu fuehrt, dass sie die Haelfte von Nichtschultagen im Bett liegt und schlaeft. Sie lernt wohl auch Japanisch, aber sie kann sich einfach nicht die Vokabeln merken. Und wenn sie uns mal japanische Nachrichten schickt, dann sind es definitiv wortwoertliche Uebersetzungen aus dem Deutschen.

Was macht man mit so einem Maedchen? Ihre Betreuerin will ihr jetzt mal ne Email schreiben, damit sie in Ruhe lesen und dann schriftlich antworten kann. Ich sehe ehrlich gesagt auch nicht, dass ein Familienwechsel irgendwie gross bei ihr was aendern wuerde. Ausser das sie dann noch weniger kommuniziert und noch mehr an ihrem Telefon haengt und deutsche oder englische Youtubefilmchen guckt. Und das wuerde sie dann bei einer Familie machen, die noch nie einen ATS aufgenommen hat und in ihr wahrscheinlich den ersten richtigen Auslaender trifft, mit dem sie mal ein Wort wechselt.

Ich habe echt angefangen, ueber eine Passwortaenderung beim WIFI nachzudenken, aber dann wuerde sie wohl das Ganze so uebers Telefon machen und fuer den Kram bezahlen. Und wahrscheinlich auch nicht verstehen, warum wir so etwas machen.

Habt ihr noch irgendwie welche Ideen? Mittlerweile gehen uns unsere aus, und irgendwie fangen wir an, uns emotionell von ihr zu distanzieren und doch irgendwie nur noch auf den 22. Juni zu warten.

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Mohnblume » 23.03.2018, 22:37

Hallo Higanbana,
der Zug ist wahrscheinlich bereits abgefahren und ihr könnt nur noch bis Juni abwarten.
Ist sie sehr unzufrieden mit der Situation? Hinterher wird sie sich evtl ärgern, dass sie so wenig aus dem Jahr gemacht hat. Oder im Nachgang das Jahr positiver sehen, als es Euch erscheint. Das hatten wir auch einmal.

Lieben Gruß
Mohnblume

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Higanbana » 08.07.2018, 06:17

Die ATS ist vor ueber 2 Wochen abgefahren, und nicht nur, dass ihre Abwesenheit keinen Verlust bedeutet, sie hat sogar die Lebensqualitaet verbessert. Aber die Sachen, die sie sich die letzten Tage noch geleistet hatte, lassen einen bloss die Haende vors Gesicht schlagen. Ich hatte ihr schon 10 Tage vorher gesagt, wie sie das mit ihrem Gepaeck machen muss und wann sie spaetestens was abschicken muss, damit sie es dann auch in Tokyo hat. Das wurde natuerlich voellig ignoriert oder alles nur auf die letzte Minute gemacht. 20.30 Uhr am letzten Abend sah ihr Zimmer immer noch aus wie ein Saustall. Nicht, dass sie mir geglaubt haette, dass man durchaus einen Tag braucht, Sachen zu packen und sich abreisefertig zu machen. Nein, sie musste doch noch mal zu ihrem Schulklub tigern und dort den letzten Tag verbringen. Dann fiel ihr ploetzlich ein, dass sie ja gar kein Geld fuer ein Reisbaellchen frueh im Bus haette und verlangte von meinem Mann, dass er sie doch zum naechstgelegenen offenen fahre. Der bei uns um die Ecke hatte ja nur bis 18 Uhr auf, und bis dahin ist ihr nicht aufgefallen, dass sie kein Geld hatte.

Am naechsten Morgen forderte sie dann von meinem Mann, ich bin ja so wieso nur boese und unterstuetze sie nicht, dass er ein Paket fuer sie abschicken solle. Das Geld dafuer solle er durch den Verkauf ihres Fahrrads bekommen und duerfe auch den Rest des Geldes behalten. Sie erwartete allen Ernstes, dass man dafuer 30.000 Yen bekommen wuerde, wo sie es nur fuer etwas ueber 20.000 Yen gekauft hatte und es mittlerweile 10 Monate alt war. Gluecklicherweise streikte das selbst mein viel zu gutmuetiger Mann, so dass sie ihm zaehneknirschend 5000 Yen (45 Euro) gab.

Mir war das hinterbliebene Chaos, sie hatte nicht einmal ihr Bett abgezogen, doch zu viel, um es gleich anzugehen, so dass ich es auf spaeter verschob. Dann bekam ich ploetzlich eine Nachricht von einem Maedchen, das zwar auf die gleiche Schule geht, aber weder Klassenkameradin noch irgendwie eine gute Freundin war. Die ATS hatte ihr wohl aufgetragen, die Geschenke, die sie fuer ihre Klasse angefertigt hatte, mit dem FAHRRAD mit zur Schule zu nehmen. Leider war sie auch zu gutmuetig, um das abzulehnen. (Nur fuer die Akten, wir bekamen nicht das geringste Dankeschoen fuer die 10 Monate, nicht einmal einen billigen Blumenstrauss fuer 500 Yen.)

Da Toechterle in etwas ueber 2 Wochen nach Hause kommen sollte, sie geht auf eine Inselschule in Japan und wohnt dort bei einer Gastfamilie, machte ich Bestands- oder besser Schadensaufnahme im ATS-Zimmer. Und da sah ich zu meiner grossen Ueberraschung einen riesigen Berg mit Zeugs liegen. Erst dachte ich, dass das nicht weggeworfener Muell ist, bis ich ihre geliebte HP-Tasche, fuer die sie toeten wuerde, sah und das Schlimmste vermutete. Und ja, anscheinend hatte sie es nicht einmal fuer notwendig gehalten, die Sachen einzupacken. Klar macht das irgend jemand fuer sie! Ganz zu schweigen davon, dass sie mal geistig durchgeht,ob so viel Zeugs ueberhaupt in eine Kiste geht und, kurz mal gemessen mindestens 16 kg Gepaeck, wirklich fuer 5000 Yen (45 Euro) nach Deutschland geschickt werden kann. Und das, obwohl sie erst 6 Tage vor ihrer Abreise eine grosse Kiste abgeschickt hatte, die meines Wissens auch nicht voll war, und wissen muesste, was sie dort bezahlt hatte.

Ich kontaktierte WYS, und sie waren echt entsetzt ueber so viel Ignoranz und Idiotie. Sie baten mich also, den Kram fuer sie zu packen und nach Tokyo zu schicken, wo sie sich dann um den Rest kuemmern wuerden. Die 2 grossen Kisten, die im Zimmer rumstanden, reichten nicht einmal fuer alles, so dass wir letzten Endes noch eine 3. Kiste nehmen mussten, um das Zeugs zu verpacken. (Das hatte uebrigens nur 15 min gedauert, also an Zeitmangel kann es nicht gelegen haben.) Selbst wenn sie das langsame Schiff (bis zu 8 Wochen) gewaehlt haette, wuerden die 3 Kisten an die 200 Euro kosten.

Danach raeumte ich das sogenannte aufgeraeumte Zimmer auf und putzte es durch, und es kostete mich trotzdem noch 4.5 h meines Lebens. Aber dieses Maedchen, das jetzt immerhin schon volljaehrig ist, hatte das Gefuehl, das es nichts falschgemacht hatte. Ich kann voll verstehen, dass sie von 4 Organisationen abgelehnt wurden, darunter auch 2 kommerziellen. Wenn dem so ist, wie tief muss da das Niveau der Org. sein, die sie fuer geeignet hielt. Leider wusste keiner davon, bis sie mal nach ihrer Ankunft in Japan ganz stolz davon erzaehlte, dass sie es dann nach so vielen Anlaeufen dann doch geschafft hatte.

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Mohnblume » 16.07.2018, 18:53

Hallo higanbana,
dann habt Ihr es also "ausgesessen". Habt Ihr noch einmal etwas von dem Mädchen gehört?

Mit den Hinterlassenschaften ist es so eine Sache. Da heißt es gerne mal: das könnt Ihr mir doch im Koffer mitbringen, wenn Ihr mich besucht...
(war bei uns innereuropäisch)

Habt Ihr nun ATS-Pause? Nach so einer Erfahrung muss man wahrscheinlich erstmal durchschnaufen. Und wechselt Ihr die Organisation, wenn sie so wenig gründlich auswählt?

WIr nehmen dieses Jahr nach 2 Jahren Pause über den Sommer einen chinesischen ATS für einen mehrwöchigen Sprachkurs auf, bevor es in die Jahresfamilie geht. Mal sehen, wie das ist.

Eine Aufnahme für ein Jahr ist bei uns zur Zeit nicht möglich, da zu Ferienzeiten über längere Zeiträume die Zimmer durch unsere Kinder belegt sind. Eine Woche nach Beginn des neuen Schuljahres werden wir für 2 1/2 Wochen in (Nord-)Japan sein. Das wäre zusätzlich schwierig für die Eingewöhnung eines ATS, gleich am Anfang während unserer Abwesenheit in eine Ersatzfamilie zu müssen.

Ein Jahr bzw. 10 Monate sind schon ein sehr langer Zeitraum. Vielleicht versuchen wir es irgendwann mal als Anfangsfamile, also für ca. 3 Monate. Dann können wir uns lange genug gegenseitig beschnuppern und - falls es passt - verlängern.

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Higanbana » 17.07.2018, 15:35

Mohnblume hat geschrieben:Hallo higanbana,
dann habt Ihr es also "ausgesessen". Habt Ihr noch einmal etwas von dem Mädchen gehört?

Nein, und ehrlich gesagt, kann ich darauf auch gut verzichten.

Auf eine komische Art und Weise kann einem das Maedchen auch leidtun. Es muss ja nun nicht jeder ueberdurchschnittlich begabt sein, aber das ist das erste Mal, dass ich einen ATS als dumm-doof bezeichnen wuerde. Und dazu leidet sie am Kruger-Dunning-Syndrom und sieht nicht einmal, wie sehr es bei ihr an vielem mangelt. Sie kann sich Dinge schlecht merken, versucht auch nicht einmal, andere effektivere Methoden zu uebernehmen, ist dazu noch superschlecht in Mathe und logischem Denken. Aber als Berufswunsch hat sie, nach dem Fachabi entweder Jura oder Physik auf der Universitaet zu studieren. :o Ich hatte manchmal ueberlegt, ob ich mir ihr nicht mal auch ein Gespraech darueber anfangen sollte, aber sie haette das so wieso nur fuer Luegen oder Fake Facts gehalten und dann trotzdem das gemacht, von dem sie denkt, dass sie es voellig richtig macht.

Gleiches gilt ueber ihre soziale Kompetenz. Teamfaehigkeit oder Empathie oder auch nur ein Gefuehl fuer das, was jetzt angemessen ist, kennt sie nicht. Daher befuerchte ich, dass das Maedchen in nicht allzu langer Zeit uebelst abstuerzen wird. Ein bisschen tut mir das leid, aber wahrscheinlich ist das das Einzige, was sie etwas zum Wachsen bringt.

Mit den Hinterlassenschaften ist es so eine Sache. Da heißt es gerne mal: das könnt Ihr mir doch im Koffer mitbringen, wenn Ihr mich besucht...
(war bei uns innereuropäisch)

Naja, wir haben auch schon mal ne Kiste fuer unsere M. fuer 9 Monate aufbewahrt, bis sich im Februar wieder zu Besuch kam und das Zeugs mit nach Hause nahm. Oder unsere Finnin stellte zu ihrem Entsetzen fest (da hatte auch mal einer nicht auf uns gehoert), dass sie nicht alles mitbekam. Aber sie machte ein Paket fertig, wog es aus und gab uns das Geld dazu, so dass wir es dann fuer sie mit zur Post nahmen. Aber die Deutsche schmiss ihre ganzen Sachen nur auf einen Haufen und verlangte dann, wir sollten ihr fuer nur 26.000 Yen oder noch weniger gekauftes, ein Jahr altes Fahrrad fuer 30.000 Yen verkaufen und damit nicht nur das Zeugs alles zuschicken, sondern auch noch die Pakete und alles fertigmachen. Wenn ich das Zeugs weggeschmissen haette, waeren das immerhin 2-3 30l Muelltueten geworden.

Ich glaube, sie wird sich von ihren Eltern auch riesen Aerger einfangen. (Das hatte sie schon mal im April gehabt, weil sie ihr Geld ohne Sinn und Verstand aus dem Fenster geschmissen hatte.) Die Sachen nach Tokyo zu schicken hat schon fast 80 Euro gekostet. Und wenn dann WYS das auch mit EMS schickt, wie das Japaner in der Regel machen, dann kann ihre Eltern die ganze Aktion bis zu 400 Euro kosten. Und meine Guete, da war vielleicht auch sinnloser Sch...ss mit drinnen. So a la Mickeymouse-Haarreifenohren von Disneyland. Sachen, von denen man sich zwar traurig, aber trotzdem trennen muss, weil das auch ein wichtiger Teil des ATJ ist.

Habt Ihr nun ATS-Pause? Nach so einer Erfahrung muss man wahrscheinlich erstmal durchschnaufen.


Ehrlich gesagt, fuehle ich mich weit weniger depremiert oder beruehrt, als ich gedacht haette. Das Kapitel mit ihr ist Vergangenheit! Irgendwann hat man sich doch ausgeklinkt und sich durch ihr Verhalten nicht mehr beeindrucken lassen. Schimpfen bringt bei ihr so wieso nichts, Trottel bleibt Trottel! Und nur sich ueber sie aufregen bringt einen nur dazu, sich selber elendig zu fuehlen. Also haben wir dann zu dritt das gemacht, was uns Spass macht.

Ehrlich gesagt, das Einzige, was mich aergert, ist, dass ihre Unfaehigkeit, sich Sprache und Kultur anzueignen Vorurteile verstaerkt, dass Japanisch viel zu schwer ist, als das Auslaender das je richtig lernen koennen.

***
Wie auch immer, wir bekommen dieses Jahr eine kleine Daenin. Soehnle ist durch Schwesterles Abwesenheit jetzt alleine und wollte wieder eine Schwester haben. Und das gibt auch uns etwas mehr Freiheit, weil man so doch mal jemanden hat, der (ausnahmsweise) auf Soehnle aufpasst. Babysitter gibt's hier naemlich in der Regel nicht. Und man muss nach Vorne schauen, sonst frisst man unangenehme Ereignisse in sich rein. Ausserdem bieten Aufnahmen einem Einblicke in die Oberschulen hier. Und man merkt doch schon mal vorher, was einem fuer 200-400 Euro im Monat geboten wird. Maennle ist naemlich auch nicht von hier und kennt die Schulen hier auch nicht.

Weiterhin moegen Besucherzahlen in Japan steigen, aber diese konzentrieren sich i.d.R. auf einige wenige Gebiete wie Kyoto oder Tokyo. Das Gros der japanischen Schueler auch hier in unserer Praefektur wird wahrscheinlich in seinem gesamten Leben nie irgendwie mal einen Auslaender im gleichen Alter, oder zumindest keinen, der nicht ein Englischassistenzlehrer ist und selten gutes Japanisch spricht, kennen lernen. Wenn durch die Aufnahme wenigstens nur eine Handvoll von Schuelern offener und vorurteilsfreier in ihrer Denkweise werden, dann war das Ganze schon ein Erfolg.

Und wechselt Ihr die Organisation, wenn sie so wenig gründlich auswählt?


Das ist leichter gesagt als getan. Erstens war es die neue 3. deutsche Organisation, ich meine, es war Global Youth Group, die die Deutsche fuer austauschgeeignet gefunden hat. (Der 3. deutsche Partner neu seit letztem Jahr. Und wenn WYS mit noch mehr Schuelern so einen Aerger hatten, dann kann ich mir vorstellen, dass sie den Vertrag wieder aufloesen.) Weder WYS noch wir wussten, dass sie vorher von 4 Orgs. abgelehnt wurde. Auf dem Papier sah das auch nicht so schlimm aus, und ich hatte zumindest keine Vorurteile, dass Realschueler keine ATS werden duerfen. WYS dachte, dass sie und eine Belgierin vom Charakter her in unsere Familie passen wuerden, wir waehlten dann die Deutsche. Also ein bisschen selbstgemachtes Elend. Und hatten sie sich auch uebelst entschuldigt, als sich der wahre Charakter dieses Maedchens herausstellte.

Weiterhin sind so ziemlich alle Orgs. hier in Japan voll mit ihren Problemen. AFS mag zwar in vielen Aspekten noch die professionellste Org. sein, aber durch die Voraufteilung von ATS auf die Komitees und relativ wenig Familien haben sie einen Friss-oder-Stirb-Ansatz: Es erfolgt ueberhaupt keine Zuteilung auf Interessen oder Charaktere. Entweder du nimmst das Maedchen oder du laesst es sein. Durch relativ viele Komiteeaktionen wird das bisschen an Familienzeit noch weiter gekuerzt. Und da die Qualitaet der Betreuung von den Leuten vor Ort abhaengt, kannst du ein tolles Komitee bekommen oder aber voellig die A...karte in Bezug auf die Betreuung ziehen.

Und auch wenn AFS Deutschland i.d.R. gut ist, so kann ich dir mindestens einen Deutschen nennen, fuer den man sich als Deutsche fremdschaemen moechte. Und viele Laender waehlen ueber Wissensteste und/oder Geld ihre Schueler aus, so dass dort auch nicht immer die besten Kandidaten eine Chance bekommen.

Bei YFU ist es kein Komitee, sondern eine Einzelperson, die ein riesiges Gebiet alleine betreut. Wir hatten offiziell eine Betreuung vor Ort, nur wohnte die 2 Autobahnstunden von uns weg. Und die Betreuung hier in unserer neuen Stadt war vor 6 Jahren auch uebelst schlecht. Weiterhin hat YFU nur Fruehlingsanreise. Sollte Maennle ploetzlich versetzt werden, wuerden sie schnell mal 2 Wochen vor Anreise der Schueler ohne GF dastehen. Bei Sommerschuelern waeren die ATS dann schon 7 Monate auf der Schule, so dass sich dann immer irgendeine Freundin oder ein Lehrer bereit erklaeren wuerde, die ATS fuer die restliche Zeit aufzunehmen. Und weder haben wir Zeit noch sind die Kinder zuhause, so dass die ATS in den Sommerferien schnell mal 5 Wochen Langeweile schieben. Nicht zu erwaehnen die bis zu 3 Wochen, bevor die Schule im April losgeht. So ging es unserer FruehlingsATS von WYS, die ihre Mitschueler 5 Wochen nicht zu Gesicht bekam, weil sie entweder "freiwillige" Nachhilfe in der Schule, Wettkaempfe oder Familienoutings ueber Obon hatten. Und ich war damals noch zu Hause.

Ueber AYUSA will ich gar nicht mehr reden, EF nimmt meines Wissens nicht mehr auf. Rotary scheint auf Kyushu nicht aktiv zu sein. Mit dem fast sektenhaften Hippoclub will ich nicht unbedingt was zu tun haben. Ausserdem scheinen die, mit denen ich zu tun hatte, nicht aufzunehmen. Und danach hoert es schon fast auf. Zumindest ist da nichts Besseres.

WIr nehmen dieses Jahr nach 2 Jahren Pause über den Sommer einen chinesischen ATS für einen mehrwöchigen Sprachkurs auf, bevor es in die Jahresfamilie geht. Mal sehen, wie das ist.
Ich hoffe, ihr bekommt eine gute ATS. Zu sehen, wie ATS auf voellig Unbekanntes reagieren ist auch eine Sache, auf die ich mich jedes Jahr freue. :mrgreen:

Uebrigens hatte leider die Chinesin, die meine Eltern mal hatten, null Interesse an Deutschland oder Deutsch. (Wenn uebrhaupt, dann wollte sie nur nach Paris.) Sie wusste nicht einmal, dass am 24. Dezember der groesste deutsche Feiertag ist. Dabei hatten wir uns auf sie gefreut.

Eine Aufnahme für ein Jahr ist bei uns zur Zeit nicht möglich, da zu Ferienzeiten über längere Zeiträume die Zimmer durch unsere Kinder belegt sind. Eine Woche nach Beginn des neuen Schuljahres werden wir für 2 1/2 Wochen in (Nord-)Japan sein.

Nordjapan? Wie kamt ihr den darauf? Und wo genau fahrt ihr den hin?

Wo sind denn eure Kinder, wenn sie nur in den Ferien nach Hause kommen?

Das wäre zusätzlich schwierig für die Eingewöhnung eines ATS, gleich am Anfang während unserer Abwesenheit in eine Ersatzfamilie zu müssen.
Naja, im schlimmsten Fall haette man den Schueler noch etwas bei der Sprachkursfamilie lassen koennen.

Aber ich verstehe euch auch. Ich hatte mir Sorgen gemacht, als wir 6 Wochen nach der Ankunft umziehen sollten. Aber es war ja nur innerhalb des Stadtteils und sogar naeher an ihre Schule.

Ein Jahr bzw. 10 Monate sind schon ein sehr langer Zeitraum. Vielleicht versuchen wir es irgendwann mal als Anfangsfamile, also für ca. 3 Monate. Dann können wir uns lange genug gegenseitig beschnuppern und - falls es passt - verlängern.

Findet ihr? Irgendwie vergeht die Zeit doch immer sehr schnell. Vielleicht ja, weil in Japan echt jeder so beschaeftigt ist. Von seinem ATS hat man hoechstens am Wochenende was, und das auch nur, wenn sie dann nicht staendig zu Schulklubs tigern oder Freunde in der Stadt treffen wollen. Wenn hier Schulklubs um 19 Uhr enden, dann ist das noch frueh. 20 Uhr, 21 Uhr oder gar noch spaeter ist auch keine Seltenheit. Und danach geht es in der Regel noch eine Stunde bis nach Hause. Die Thai vor 10 Jahren oder auch die letzte ATS sind zum Morgentraining ihres Klubs bzw. zur "freiwilligen" 0. Stunde gegangen, so dass sie das Haus schon um 6.30 Uhr verliessen. Und die Deutsche war an Klubtagen (4 von 5 Werktagen) erst gegen 20.15 Uhr zuhause. Die Thai erst um 21 Uhr. (Und da fand auch YFU nichts dabei.)
Liebe Gruesse

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon binemay » 22.07.2018, 08:16

Zu uns kommt ab September eine Japanerin;), fast 17Jahre alt.Ich freu mich sehr darauf.
Ausserdem hat sich unser Hongkonger Junge von vor 3Jahren hier in Deutschland zum Studium angemeldet. ;)
Das macht mich schon irgendwie stolz.

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Higanbana » 22.07.2018, 10:06

Hallo Binemay,

das ist ja schoen, wieder was von dir zu hoeren. Und schoen, dass ihr immernoch aufnehmt.

Woher kommt denn eure Japanerin? Und war ihr Zuhause waehrend des Kansai-erdbebens und der sindflutartigen Ueberschwemmungen im Juli sicher?

Das mit dem HK Jungen freut mich sehr. Ich kann euch gut verstehen. Die Franzoesin, die ich vor 4 Jahren an meine Freundin weitergegeben hatte, hat ihr Bachelorstudium fertig und kommt im September fuer ein Jahr nach Japan zum Working Holiday. Ich freue mich auch so, sie wieder zu sehen. Und unsere Deutsche von vor 5 Jahren hat jetzt auch gerade ihre Unipruefungen fertig und kommt im August fuer ein Praktikum nach Japan. Und bevor sie dann wieder nach Hause fliegt, kommt sie noch 10 Tage zu uns. :jumper:

Toechterle ist fuer die Sommerferien von ihrer Insel nach Hause gekommen und hat sich wieder toll zu aendern angefangen. Endlich wieder Laecheln auf ihrem Gesicht. Und ihr Selbstbewusstsein ist auch viel besser geworden.

Liebe Gruesse

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon binemay » 26.07.2018, 11:41

Sie kommt aus Tokio. Die Kommunikation läuft bisher leider sehr schleppend.
Und Higanbana, wenn ein Mädel nicht aufgibt und vier Organisationen anfragt, bis es klappt, dann scheint der Wunsch nach einem Austauschjahr doch sehr groß gewesen zu sein, und irgendwie ist es doch auch gut, dass solche Hartnäckigkeit belohnt wird. Gut, dass sie bei Euch war, wer möchte schon immer das perfekte Gastkind?

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Higanbana » 26.07.2018, 12:21

Hallo,

danke fuer deine Antwort.

Also, nee! Nicht wirklich! Wer es schafft, von GLS und Co. abgelehnt zu werden, der HAT ein Problem und sollte nicht fuer Hartnaeckigkeit belohnt werden. (Mein erster Gedanke war zwar auch in die Richtung von deinem, aber glaube mir, ich habe ihn leider sehr schnell redigieren muessen.)

Und meintest du das ironisch? Ich brauche nicht unbedingt den perfekten ATS, auch wenn das schoen ist, aber was haben wir getan, um mit so einem Maedchen bestraft zu werden? Letzten Endes suchte sie nur eine kostenlose Unterkunft und war an nichts anderem als ihrem Schulklub und ihren Freundinnen interessiert. Der einzige grosse Unterschied zu der Thai vor 9 Jahren war, dass sie naiv und ignorant war und nicht manipulativ wie die Thai. Wenn die Abreise einen gewaltigen Anstieg in der Lebensqualitaet bedeutet, dann ist da irgendwas nicht o.k. Und du findest jetzt die Verstaendigung schleppend, so stelle dir bitte vor, dass das am Ende des Jahre am Ende des Jahres auch nicht besser ist. Und vieles hat sie nicht einmal verstanden, wenn man es ihr auf Deutsch gesagt hatte. Dazu hat sie Ausdruecke in Bezug auf unsere Tochter verwendet, die mich echt aergerlich haben werden lassen. Und Soehnles Namen, einen japanischen, der aber auch in Deutschland bekannt ist und nicht sooo uebelst schwer ist, hat sie sich erst nach 6 Wochen merken koennen. Es kamen auch consequent Ausreden auf alles, auch wenn das in Japan ein absolutes No-No ist. Sie machte uns dafuer verantwortlich, dass sie ein halbes Jahr nach dem Volksfest eine Jacke immer noch nicht zurueckgegeben hatte und die in einer Tuete in ihrem Zimmer rumstand. :o Wir wussten beides nichts davon. Und Maennle war so nett, sie hinzufahren, als sie die anderen Sachen zurueckgab, die sie uebrigens auch erst nach mehrfacher Aufforderung wusch. Aber so war es immer! Immer waren andere daran schuld!

Liebe Gruesse und ich hoffe mal, dass bei eurer Japanerin bald der Durchbruch kommt.

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Zuletzt geändert von Higanbana am 31.07.2018, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Mohnblume » 30.07.2018, 20:08

Hallo!

@higanbana,
zur Deutschen: na, das klingt alles, als hättet Ihr euch bereits weit vor der Abreise "verabschiedet".
Jedoch könnte ich an Eurer Stelle nicht so nahtlos weitermachen, sondern würde eine Pause brauchen. Bewundenrswert!

Ich habe auch an Auswahlen teilgenommen. Wenn man jemanden ablehnt, hat man sich das gründlich überlegt.

Zum Thema Realschüler: ich kenne viele tolle Realschüler, die Austauschschüler waren. Denke, das war eine Ausnahme.

Japan: wir sind am Anfang drei Tage in Tokyo und holen einen gemieteten Campervan in Narita ab. Dann bleiben wir auf der Insel Honshu. Ist ja für uns alles neu und ich muss nicht unbedingt die Hauptsehenswürdigkeiten abklappern. Auf die Idee kamen wir, weil wir in einem Reiseblog darüber gelesen haben. Eine genaue Route haben wir nicht, denn durch das Auto sind wir flexibel.

Unsere Kinder studieren in anderen Städten und kommen in den Semesterferien heim bzw. im Urlaubssemester für Praktika. Dann benötigen sie ihre Zimmer wieder. In den Weihnachtsferien ist oft meine Schwiegermutter da, dann sind wir überbelegt und hätten für eine/n ATS keinen Platz.

ATS am Jahresanfang in einer Ersatzfamilie: wir haben nicht so gute Erfahrungen damit gemacht. Unsere letzte Schülerin hat der Zeit in der ersten Familie sehr hinterher getrauert. Mit diesem Umzug war sie eigentlich bereits überfordert.

Ich finde 10 Monate lang. In Deutschland haben die ATS viel Leerlauf, wenn sie keine Freunde finden. Die Schüler haben hier 2 x Nachmittagsunterricht bis 15.30. Das war im G8 so und im G9 werden sie wieder mittags aus haben.

Es freut mich, dass es Deiner Tochter auf ihrer Inselschule so gefällt. Und ich wünsche Euch viel Erfolg mit der Dänin.

@binemay: da wäre ich auch stolz, wenn ein ATS anschließend in Deutschland studieren würde! Unsere Italienerin möchte ein Erasmussemester in Wien oder Berlin absolvieren. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Hoffentlich taut die Japanerin noch auf.

Unsere Chinesin klingt ganz interessiert. Wir haben über Instagram relativ viel Kontakt. Wir freuen uns schon sehr und ich bin gespannt, wie diese Anfangsphase verläuft, in der jemand die Sprache noch wirklich gar nicht kann. Und die Anfangseuphorie zu erleben usw.

Liebe Grüße

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Higanbana » 31.07.2018, 16:09

Hallo,
Mohnblume hat geschrieben:@higanbana,
zur Deutschen: na, das klingt alles, als hättet Ihr euch bereits weit vor der Abreise "verabschiedet".
Jedoch könnte ich an Eurer Stelle nicht so nahtlos weitermachen, sondern würde eine Pause brauchen. Bewundenrswert!


Naja, bewundernswert wuerde ich das nicht beschreiben. Eher pragmatisch! Wenn ich eine Sache in Japan gelernt habe, dann ist es nicht zu lange in der Vergangenheit zu leben, sondern nach Vorne zu schauen. Besonders nach 2 richtig ueblen Erdbeben und, so wie ich gehoert habe, um die 10.000 Nachbeben.

Da du das jetzt erwaehnst, ich denke, bei mir ist irgend etwas nach deiner Nachricht im Maerz gestorben. Bis dahin dachte ich immer noch, vielleicht ist ja da nur etwas, was wir falsch gemacht haben. Daher auch meine Nachfrage! Wenn jetzt da noch irgendwelche Ideen oder so gekommen werden, woran wir bis jetzt noch nicht gedacht hatten, dann haetten wir versucht, noch einmal einen Endspurt hinzulegen. Aber so?


Jetzt, nachdem sie 5 Wochen weg ist, muss ich echt nur noch den Kopf schuetteln ueber so viel gesammelte Idiotie und Ignoranz. Nein, ich fuehle mich nicht seelisch belastet. Sie ist weg! Am Donnerstag gebe ich der Leiterin von WYS noch die 5000 Yen (ca. 45 Euro), womit wir ihre 16 kg Gepaeck nach Europa schicken sollten (Selbst mit Seepost haette das nur fuer knapp 7 kg gereicht.) Und dann ist das Kapitel entgueltig abgeschlossen.

Ein winziger Teil in mir hatte sich immer gemeldet und vorsichtig angefragt, ob ich (oder wir) vielleicht doch zu streng mit ihr waren oder zu viel von ihr erwarteten. Aber ich habe am Sonntag unserer ATS von vor 5 Jahren von einigen mehr Aktionen als denen, die ich hier erwaehnte, erzaehlt, und sie schlug sich echt nur die Haende vors Gesicht :o und schuettelte entsetzt mit dem Kopf :roll: . Nun gut, wenn das selbst auf Unbeteiligte so extrem idiotisch wirkt, dann kann das nicht an uns gelegen haben.

Ich habe auch an Auswahlen teilgenommen. Wenn man jemanden ablehnt, hat man sich das gründlich überlegt.

Also bei YFU (und ich nehme mal an auch bei AFS) kann man durchaus auch abgelehnt werden, wenn man zwar gut fuer ein ATJ geeignet ist, aber die Plaetze an Leute verteilt werden, die fuer besser als einer eingeschaetzt wurden. Du haettest mal sehen sollen, wie viele von meiner Schule abgelehnt wurden. Daher dachte ich eigentlich nicht, dass ich ueberhaupt eine Chance haette, weil ich viele fuer viel besser geeignet hielt als mich. Und dann war ich meines Wissens die Einzige, die damals dann ins Ausland gefahren ist.

GLS und Co. brauchen Leute, um zu (ueber)leben. Und da wird erst einmal angenommen, bis das Land voll ist. Die dann nicht genommen werden, bei denen ist schon irgend was richtig im Argen.

Zum Thema Realschüler: ich kenne viele tolle Realschüler, die Austauschschüler waren. Denke, das war eine Ausnahme.

Ich hoffe mal, du hast recht. Sonst wuerde ich echt am deutschen Ausbildungssystem zweifeln.

Japan: wir sind am Anfang drei Tage in Tokyo und holen einen gemieteten Campervan in Narita ab. Dann bleiben wir auf der Insel Honshu. Ist ja für uns alles neu und ich muss nicht unbedingt die Hauptsehenswürdigkeiten abklappern. Auf die Idee kamen wir, weil wir in einem Reiseblog darüber gelesen haben. Eine genaue Route haben wir nicht, denn durch das Auto sind wir flexibel.

Das wird bestimmt ein tolles Ereignis. Ein Freund unserer Familie hatte sein Jahr in Nasu in der Praefektur Tochigi verbracht, fast an der Grenze nach Fukushima, und war von der Gegend voellig begeistert. Und ein ATS, dem ich vor 6 Jahren mal mit der Bewerbung und indirekt auch mit der Platzierung geholfen hatte, war im Norden von Akita, unweit von Aomori. Und er schwaermte auch davon.

Ich bin doch eher ein Suedlaender geworden und liebe mein Kyushu. Das, was ich von Shikoku gesehen habe, gefiel mir auch sehr. Und die Kii-Halbinsel, besonders der Sueden davon, ist meine 2. Heimat geworden.

Unsere Kinder studieren in anderen Städten und kommen in den Semesterferien heim bzw. im Urlaubssemester für Praktika. Dann benötigen sie ihre Zimmer wieder. In den Weihnachtsferien ist oft meine Schwiegermutter da, dann sind wir überbelegt und hätten für eine/n ATS keinen Platz.
Oh, eure Kinder sind schon so gross?! Unsere sind ja noch Grundschueler, auch wenn Toechterle jetzt im letzten Jahr ist.

Und Soehnle, besonders weil jetzt auch seine Schwester nicht mehr da ist, wollte wieder eine ONEE-CHAN haben.

ATS am Jahresanfang in einer Ersatzfamilie: wir haben nicht so gute Erfahrungen damit gemacht. Unsere letzte Schülerin hat der Zeit in der ersten Familie sehr hinterher getrauert. Mit diesem Umzug war sie eigentlich bereits überfordert.

Das kann aber genau so gut mit der Sprachkursfamilie passieren. Ich hatte den ersten Finnenkurs organisiert, und die 7 Finninnen hatten von vorne herein Jahresfamilien. Man konnte also nicht wie bei den Amis einfach verlaengern. Und da ist dann eine der Finninnen 6 Wochen spaeter wieder zu ihrer Sprachkursfamilie zurueckgekehrt.

Ich finde 10 Monate lang. In Deutschland haben die ATS viel Leerlauf, wenn sie keine Freunde finden. Die Schüler haben hier 2 x Nachmittagsunterricht bis 15.30. Das war im G8 so und im G9 werden sie wieder mittags aus haben.

Das klingt so furchtbar lange, aber wenn ich daran denke, dann muss ich auch sagen, dass bei uns die Schulen viel frueher begannen. Meine Schule hatte 8 Jahre lange 7 Uhr angefangen. Und danach dann um 7.30 Uhr. Allerdings hatten wir dann auch laengere Anreisewege.

Aber trotzdem hatten wir auf unserer Spezialschule i.d.R. bis 2 Uhr Unterricht, mittwochs sogar bis 3 Uhr. Aber jetzt irgendwie so grossartig nervig oder zu viel oder so fand ich es trotzdem nicht.

Es freut mich, dass es Deiner Tochter auf ihrer Inselschule so gefällt.
Ich bin auch so erleichtert. Das einzige "Schlimme", was vielleicht passieren koennte, ist, dass sie verlaengert und auch dort auf die Mittelschule geht. Aber der Apfel faellt nicht weit vom Stamm. Ich hatte auch allen Ernstes im gleichen Alter darueber nachgedacht, auch eine bestimmte Internatsschule zu gehen. Ich wartete dann aber trotzdem noch 2 Jahre und verliess meine Heimatstadt dann.

Und ich wünsche Euch viel Erfolg mit der Dänin.
Ich freue mich auch schon.
Auch wenn wir meistens auf Englisch miteinander reden, so hat irgendwie nur das ganze Reden ueber Daenemark dazu gefuehrt, irgendwelche mentalen Barrieren runterzureissen. Und zu unserer aller Erstaunen stellte ich fest, dass ich doch noch mehr Daenisch kann, als ich es fuer moeglich gehalten haette. Bis ich sie kennenlernte, dachte ich immer, ich haette es in den 18 Jahren mit nur einer Woche Daenisch zwischendrin voellig vergessen.

@binemay: da wäre ich auch stolz, wenn ein ATS anschließend in Deutschland studieren würde! Unsere Italienerin möchte ein Erasmussemester in Wien oder Berlin absolvieren. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Hoffentlich taut die Japanerin noch auf.
Unserer M. fliegt am Donnerstag nach Tokyo, um danach ein 6-woechiges Praktikum in Wakayama, suedlich von Osaka, zu absolvieren. Sie sprach nach dem Jahr ein tolles Japanisch, sogar etwas dialektisch beeinflusst, und hat trotz anderer Studienschwerpunkte weiter an ihrem Japanisch gearbeitet. Ich bin wirklich stolz auf unsere M.

Unsere Chinesin klingt ganz interessiert. Wir haben über Instagram relativ viel Kontakt. Wir freuen uns schon sehr und ich bin gespannt, wie diese Anfangsphase verläuft, in der jemand die Sprache noch wirklich gar nicht kann. Und die Anfangseuphorie zu erleben usw.

Also wenn sie sich interessiert zeigt, dann ist das doch erst einmal ein guter Start. Das Problem bei unserer war, dass ihre Eltern sie nach Deutschland zum Studium geschickt hatten und sie weder Lust an der Sprache noch an der Kultur hatte. Sie hing waehrend des Studienkollegs auch nur mit anderen Chinesen zusammen und hatte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die Deutschpruefung 3 Monate spaeter bestanden. (Und bei den Chinesen an meiner japanischen Uni war es auch oft nicht viel anders. Aber es gab auch einen Teil, der ein Ziel hatte und sehr dafuer arbeitete. Ich hoffe mal, eure gehoert zu den letzteren.)

Wenn ATS fuer ein Semester oder ein Jahr nach Japan kommen wuerden, wuerde ich mich auch freuen. Aber i.d.R. sind japanische Universitaeten noch viel zu schlecht darauf eingestellt, so dass so ein Jahr nur ein weiches mit etwas Japanischlernen und Kulturaspekte ausprobieren ist. Um durchgehend fachliche Sachen auf Englisch zu unterrichten, dafuer sprechen die meisten Lektoren / Professoren und, noch viel mehr, die Studenten ein viel zu schlechtes Englisch. Es gibt zwar mittlerweile auch in Japan eine Handvoll Kurse auf Englisch, aber das ist bei weitem die Ausnahme.

Und ein Studium ganz in Japan machen? Das wuerde ich mich seeeehr gut ueberlegen. Nicht nur, weil die Studiengebuehren hier bei 4-10.000 Euro im Jahr liegen. Dazu kommen dann noch die Lebenhaltungskosten mit sauteuren Mieten und, im Vergleich zu Deutschland, seeeeehr wenig Unterstuetzung der Studenten. Semestertickets? Was isn' das ueberhaupt? Halbe Bahnpreise? 10% fuer um Welten teurere Fahrkarten als in Deutschland. Und kein Prozent Rabatt mehr. Und, last, but noch least, ist die Frage, ob Deutschland das Studium ueberhaupt akzeptieren wuerde. Selbst ich habe die beiden japanischen Unis als 4 Jahre Saurauslassen erlebt. Selbst an der sogenannten besseren staatlichen. Wer's in die Uni schafft, der muss nur genuegend anwesend sein und zumindest A...sch ueber Stange die Nachpruefung bestehen, dann bekommt man auch seinen Abschluss. Sicherlich mag das an der Tokyo Universitaet leicht anders sein, aber wenn man so einige Projekte von Studenten von dort sieht, dann scheinen diese auch nicht 24/7 ueber Buechern oder Experimenten zu hocken. Kein Wunder, dass sich Deutschland skeptisch zeigt bei der Anerkennung von japanischen Abschluessen.

Insofern reichen mir Besuche. Oder ich freue mich ueber die Entscheidung der Franzoesin meiner Freundin, Working Holiday zu machen.

Liebe Gruesse

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Mohnblume » 07.08.2018, 21:28

Guten Abend,

Ein Freund unserer Familie hatte sein Jahr in Nasu in der Praefektur Tochigi verbracht, fast an der Grenze nach Fukushima, und war von der Gegend voellig begeistert. Und ein ATS, dem ich vor 6 Jahren mal mit der Bewerbung und indirekt auch mit der Platzierung geholfen hatte, war im Norden von Akita, unweit von Aomori.


Danke für die Japantipps :jumper: .

Das kann aber genau so gut mit der Sprachkursfamilie passieren.

Da hast Du natürlich recht. Die beiden ATS, die wir bisher hatten, hatten allerdings keine Sprachkursfamilie, da sie bereits Deutschkenntnisse hatten und daher nur an einem einwöchigen Eingewöhnungskurs teilgenommen haben. Dabei haben sie mit anderen ATS in einer Jugendherberge gewohnt.

Das klingt so furchtbar lange, aber wenn ich daran denke, dann muss ich auch sagen, dass bei uns die Schulen viel frueher begannen. Meine Schule hatte 8 Jahre lange 7 Uhr angefangen. Und danach dann um 7.30 Uhr. Allerdings hatten wir dann auch laengere Anreisewege.

Aber trotzdem hatten wir auf unserer Spezialschule i.d.R. bis 2 Uhr Unterricht, mittwochs sogar bis 3 Uhr. Aber jetzt irgendwie so grossartig nervig oder zu viel oder so fand ich es trotzdem nicht.


Vielleicht reden wir aneinander vorbei. Oder ich verstehe es nicht. Was ich meine, ist: hier in D ist der Unterricht, vor allem nach der Rückkehr zum G9, relativ früh zu Ende. Wenn man dann einen ATS hat, der wenig Freunde und/ oder kaum Hobbies hat, können einem 10 Monate sehr lang werden, da es eben nicht so ist, dass die Schüler von morgens früh bis abends spät beschäftigt sind, sondern sie sitzen bereits mittags zuhause und öden sich an.

(Und bei den Chinesen an meiner japanischen Uni war es auch oft nicht viel anders. Aber es gab auch einen Teil, der ein Ziel hatte und sehr dafuer arbeitete. Ich hoffe mal, eure gehoert zu den letzteren.)


Das hoffen wir auch! In zehn Tagen geht's los :jumper:

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Higanbana » 08.08.2018, 16:23

Hallo,
Mohnblume hat geschrieben:Dabei haben sie mit anderen ATS in einer Jugendherberge gewohnt.

Auch wenn ich das theoretisch weiss, klingt es komisch. Ich bin noch aus der Nienwohld-Generation.

Das klingt so furchtbar lange, aber wenn ich daran denke, dann muss ich auch sagen, dass bei uns die Schulen viel frueher begannen. Meine Schule hatte 8 Jahre lange 7 Uhr angefangen. Und danach dann um 7.30 Uhr. Allerdings hatten wir dann auch laengere Anreisewege.

Aber trotzdem hatten wir auf unserer Spezialschule i.d.R. bis 2 Uhr Unterricht, mittwochs sogar bis 3 Uhr. Aber jetzt irgendwie so grossartig nervig oder zu viel oder so fand ich es trotzdem nicht.


Vielleicht reden wir aneinander vorbei. Oder ich verstehe es nicht. Was ich meine, ist: hier in D ist der Unterricht, vor allem nach der Rückkehr zum G9, relativ früh zu Ende. Wenn man dann einen ATS hat, der wenig Freunde und/ oder kaum Hobbies hat, können einem 10 Monate sehr lang werden, da es eben nicht so ist, dass die Schüler von morgens früh bis abends spät beschäftigt sind, sondern sie sitzen bereits mittags zuhause und öden sich an.

Nein, ich meinte, bei dir endet doch die Schule richtig spaet. Bei uns war i.d.R. die Schule um 13 Uhr zuende, bei 7 Stunden schon 14 Uhr. Wenn du dich ueber die sogenannte fruehe Zeit um 15.30 Uhr aufregst, was sollen dann ATS in Regionen wie meiner Heimatstadt sagen? Und trotzdem hatten sie ihren Spass.

Und bis auf jeden 2. Mittwoch war ich in Daenemark auch vor 2 Uhr aus der Schule, manchmal sogar schon um 1 Uhr. Aber trotzdem war mich nicht wirklich langweilig. Ich habe dann halt viel fuer die Schule getan, gelesen, viele Briefe geschrieben, mit meiner Gastmutter geredet und war ab und zu in der Stadt oder hatte Schulchor.

Das hoffen wir auch! In zehn Tagen geht's los :jumper:

Viel Spass dabei.

Liebe Gruesse

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Re: Gasteltern in Deutschland Erfahrungsaustausch

Beitragvon Mohnblume » 24.09.2018, 14:49

So, unsere Chinesin ist jetzt in ihrer Jahresfamilie. Ich muss sagen, ein tolles Mädel. Sie wollte selber ins Austauschjahr. Ihre Eltern waren eher dagegen. Es waren schöne drei Wochen.
@higanbana: Seit Donnerstag sind wir in Japan und es ist super. Tokyo war toll. Nun sind wir im Camper unterwegs und waren heute in Nikko. Übernachten in Michi no ekis. Morgen kommen wir vielleicht durch Nasu.
Hab schon viele Higanbanas gesehen.


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