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joa, selbstdarstellung. nichts besonderes, sogar wohl eher schlecht aber ich kriege einfach keine bessere hin und bin froh, dass ich es überhaupt geschafft habe. und nicht lachen :p
Lange, um ehrlich zu sein sogar sehr lange, habe ich überlegt wie ich diese Selbstdarstellung anfangen soll, doch mir ist bis heute nichts Gescheites eingefallen. Meiner Meinung nach, sollte eine Selbstdarstellung von jemandem verfasst werden, der auch etwas zu erzählen hat, z.B. einem Filmstar oder einem Musiker. Jedoch nicht von einem 15-jährigen Mädchen aus Hannover, welches den Namen Olga Golub trägt, pummelig ist und die Musik der 70er Jahre vergöttert.
Trotzdem werde ich, das pummelige Mädchen mit dem Fabel für die Beatles, Janis Joplin und Procol Harum, nun versuchen auf den nächsten Seiten etwas über mich auf Papier zu bringen, was sie interessieren könnte.
Wie schon erwähnt heiße ich Olga Golub, bin 15 Jahre alt und wie man vielleicht an meinem Namen erkennen kann, bin ich keine Deutsche. Geboren wurde ich in Russland, Sankt Petersburg, wo ich die ersten vier Jahre meines Lebens verbrachte, bis meine Familie beschloss nach Deutschland umzuziehen. Da meine Eltern zu diesem Zeitpunkt jedoch kein Deutsch sprachen, bin ich zweisprachig aufgewachsen und beherrsche nun sowohl die russische, als auch die deutsche Sprache fließend. Zur Zeit lebe ich gemeinsam mit meiner Mutter Albina und unseren zwei Katzen, Kitti und Bagira, in einer 3-Zimmer-Wohnung in Hannover/Vahrenheide. Nach den diesjährigen Sommerferien werde ich die 10. Klasse des Luthergymnasiums, welches im nördlichen Teil von Hannover liegt, besuchen. Für mich ist es kaum vorstellbar, dass es schon ganze 9 Jahre her sein soll, dass ich eingeschult wurde, denn ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten Schultag erinnern. Doch in letzter Zeit, vor allem seit dem plötzlichen Tod meines Vaters im Juni 2004, kommt es mir immer häufiger so vor, als sei das Leben eigentlich viel zu kurz.
Von meinem Vater habe ich zu seinen Lebzeiten viel gelernt und auch viele seiner Eigenschaften geerbt. So zum Beispiel sein Interesse an fremden Kulturen, anderen Sprachen und Religionen. Zwar bin ich weder getauft, noch religiös erzogen worden, doch habe ich trotzdem freiwillig den katholischen Unterricht an meiner Schule gewählt. Das Fach Religion zählt unter anderen zu meinen Lieblingsfächern, die anderen sind Englisch, Politik und Deutsch. Fächer mit denen ich nicht so gut zurecht komme sind Mathematik, Chemie und Französisch.
Bereits mit 9 Jahren fing ich an, mich durch Lieder für die englische Sprache zu begeistern. Mein älterer Bruder Oleg, der zur Zeit als Deutsch-Russisch und Englisch-Russisch Übersetzer in Sankt Petersburg tätig ist, förderte dies indem er mich in dieser Sprache unterrichtete. So hatte ich später, in der 5. Klasse, einen klaren Vorteil gegenüber meinen Mitschülern, da diese bisher noch keinen Englischunterricht hatten.
Neben anderen Kulturen und Sprachen zählen auch der Balletttanz, welchen ich seit etwa 8 Jahren ausübe, das Internet und das Fotografieren zu meinen Interessen. Außerdem gehe ich gerne ins Kino, auf Konzerte und auch mal ins Theater. Vor allem aber liebe ich Musicalvorstellungen. Zu meinen Lieblingsmusicals zählen Klassiker wie "Cats" und
der "Tanz der Vampire" aber auch ausgefallenere Stücke wie die "Rocky Horror Picture Show". Außerdem höre ich sehr gerne Musik. Wie ich bereits geschrieben habe, liebe ich vor allem die
der 70er Jahre. Bands wie die Beatles und Procol Harum zählen eindeutig zu meinen Favoriten. Ebenfalls gerne höre ich Frank und Nancy Sinatra, Elton John, Kate Bush und sogar
Beethoven, seit ich die "Mondschein Sonate" kenne. Doch auch moderne Musiker höre ich äußerst gerne, so z.B.: The Counting Crows, The Cranberries, Mando Diao, Jack Johnson und viele, viele andere. Jedoch gebe ich nichts auf "Sänger" wie Eminem und andere dieser Stilrichtung. Ich kann getrost sagen, dass die Musik ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist und ich denke, dass ohne Musik das Leben auf unserer Erde nur noch halb so schön wäre.
Als ich dieses Jahr für zwei Wochen in Spanien war, lernte ich einen Jungen kennen, der mir sagte "Du kennst dich wirklich gut mit Musik aus!". Ich empfand dies als nettes Kompliment, doch gleichzeitig überlegte ich mir auch, wo meine anderen Stärken liegen, denn nur mit Musikwissen kommt man im Leben sicher nicht weit. Ich denke, dass ich eine starke Persönlichkeit habe und mich nicht leicht unterkriegen lasse. Ich kann mir gut Ziele setzten und verfolge diese auch bis zum Schluss, denn eines weiß ich ganz sicher von mir: ich weiß was ich will - und was ich nicht will. Auf der anderen Seite habe ich natürlich auch Schwächen, denn, wie heißt es so schön? Nobody's perfect! Eine meine größten Schwächen ist wohl, dass ich oft viel zu ehrlich bin und nicht immer weiß, wann es besser wäre einfach mal still zu sein. Außerdem bin ich manchmal nicht kritikfähig, obwohl ich selbst gerne an anderen herumkritisiere - jedoch arbeite ich daran und bemühe mich, aufnahmefähiger für so etwas zu werden.
Wie weiter oben bereits genannt, habe ich mit etwa 9 Jahren angefangen mich für die englische Sprache zu interessieren. Etwa ein Jahr später begann auch mein Interesse für die USA zu steigen. Als Kind liebte ich es, mir stundenlang unseren Bildband von New York anzusehen. Als ich älter wurde schaute ich mir dutzende Reportagen über das Land und die Leute an und es faszinierte mich immer mehr. Ich kann nicht genau sagen, wann mir die Idee für ein Auslandsjahr kam, jedoch dürfte dies auch schon länger zurück liegen. Als ich das erste mal mit meiner Mutter darüber sprach lächelte sie milde und sagte mir, ich wäre zu jung. Natürlich war ich enttäuscht, jedoch begriff ich mit der Zeit dass es nicht an meinem Alter lag - zumindest nicht nur. Wie bei so vielen anderen Familien auch, scheitert die "Operation: Ein Jahr im Ausland" auch bei uns am nötigen Kleingeld. Trotzdem hörte ich nie auf, von einem Jahr in den USA zu träumen. Anfang dieses Jahres erzählte mir meine Freundin Janine, die sich letztes Jahr ebenfalls auf ein Stipendium beworben hat, dann vom PPP und ich bekam wieder leichte Hoffnung. Natürlich wollen sehr viele andere ebenfalls ein Stipendium kriegen und am Ende werden nur wenige Glückliche in die USA reisen, jedoch lebe ich bei solchen Dingen immer nach dem Motto: "Irgendwer muss es schließlich werden, wieso also nicht ich?". Ich habe mir in meinem noch jungen Leben bereits viele Ziele für die Zukunft gesetzt und die meisten - eigentlich alle - meiner Freunde und Mitschüler erklären mich jedes mal für verrückt, wenn ich ihnen davon erzähle. Jedoch glaube ich, dass wenn man sich nicht früh genug seine Ziele setzt, es irgendwann zu spät ist. In jedem Fall möchte ich mein Abitur machen und studieren, denn mein Wunschberuf wäre Journalistin mit der Fachrichtung Musik und Film. Ich bin mir darüber bewusst, dass viele diesen Beruf ausüben wollen, jedoch gilt für mich auch hier: irgendwer muss es schließlich werden.
Ich denke, dass ein Jahresaufenthalt in den USA für mich in vielerlei Hinsicht sinnvoll wäre. Zum einen, prägt ein solches Ereignis das ganze Leben - es ist bestimmt unvergesslich und für jeden, der es erlebt hat, unersetzbar. Zum anderen, interessiere ich mich stark für den Schulalltag in den USA, der so anders sein soll als hier in Deutschland. Die Schulveranstaltungen, das Gemeinschaftsgefühl, die Schulbälle und natürlich auch der „gewöhnliche Unterrichtsalltag“ - das alles würde ich nur allzu gerne kennen lernen, da einem hier so etwas nichteinmal ansatzweise geboten wird. Mein Englisch würde zu 100 % ein gewaltiges Stück besser werden, was mir vor allem später in meinem Wunschberuf, wenn ich es denn schaffen sollte, so weit zu kommen, weiterhelfen würde. Des Weiteren erlernt man durch einen Jahresaufenthalt im Ausland mehr Selbstständigkeit, man wird reifer und auch verantwortungsbewusster. Außerdem würde ich zu gerne das typische, amerikanische Familienleben kennen lernen.
Wenn man mich im Falle eines Falles vor die Wahl stellen würde, ob ich lieber in eine Großstadt wie New York - die übrigens zu meinen Lieblingsstädten zählt, auch wenn ich noch nie dort war - oder in ein kleineres Dorf kommen möchte, würde ich mich eher für das Dorf entscheiden. Zwar bin ich selbst ein echtes Großstadtkind und liebe den Trubel und das Großstadtflair, jedoch glaube ich, dass es sinnvoller wäre, in eine kleinere Stadt zu kommen. Aber im Prinzip wäre es mir natürlich egal!
Ich hoffe sehr, dass meine Selbstdarstellung ihnen wenigstens ein kleines Bisschen gefallen und geholfen hat, sich einen Eindruck über mich zu verschaffen. Über eine Einladung zum Auswahlgespräch würde ich mich sehr freuen. Und auch, wenn dies wahrscheinlich alle Teilnehmer des diesjährigen PPP's schreiben: es ist wirklich ein sehr, sehr großer Traum von mir, einen Jahr in den USA zu verbringe und ich hoffe, dass sie ihn mir vielleicht erfüllen.
Denn, denken sie daran: irgendwen müssen sie schließlich aussuchen... und wieso denn nicht ausgerechnet mich?
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