Live-Bericht Australien: Kais Gedankenhaus

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sky
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Beitragvon sky » 08.08.2006, 15:39

echt coole berichte list sich weg wie nichts und dein humor ist auch super :clap: .will mehr hören :wink:
WE'VE GOT SPIRIT YES WE DO ;WE'VE GOT SPIRIT HOW'BOUT YOU??!!



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barfuß in Bochum !!! | fastfoodflash in Köln ^^ | verfressen in Münster*lol*| blitzdings in Aachen*g*| Rausgeschmissen und aufgefressen unter'm Schwanz in Hannover*rofl*| Crêperia Lüdenscheid*yummy*|chillig in Düsseldorf*schwärm*|Schwein gehabt in Bremen *olo*

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Kai
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Beitragvon Kai » 19.08.2006, 03:31

10. August 2006

Meine Nase tut weh. Ich weiß nicht warum und ob das vielleicht in Zusammenhang mit meinen inneren Fühleinheiten wie Herz und Seele steht, ich weis nur, dass ich will, dass es bald aufhört. Denn gerade die Gewissheit, dass es wehtut, wenn man besagtes Organ berührt, macht es doch um einiges attraktiver es zu betatschen. Sollte aber wirklich ein Kontakt zu meinen Gefühlen bestehen, so verstände ich das nervige Schmerzen, da doch momentan einige Prozesse im Gange sind, die ich selber nicht so recht zu deuten vermag.



15. August 2006

Fakt: Nase und Gefühle stehen nicht im engeren Zusammenhang. Das gute Stück hat nämlich aufgehört wehzutun, während sich Gedanken und Gefühle immer noch auf einer Achterbahnfahrt befinden.
Wie auch immer, heute auf den Tag genau lebe ich einen Monat in Australien (was bedeutet, dass ich in exakt zwei Monaten damit anfangen kann, einen extrem günstigen Führerschein hier im nördlichen Territorium zu machen) und ich entdecke täglich sowohl positive, als auch negative Seiten an Australien, Darwin, meiner Gastfamilie, meiner Schule und meinen neuen Freunden. So viele neue Eindrücke prasseln auf mich ein und ich weiß bei manchen wirklich nicht, wo ich sie einordnen soll. Es werden also nur Bruchstücke meiner Erlebnisse und Gedanken niedergeschrieben werden.
Ein besonders lustiges fand an meinem 17. Geburtstag statt. Ganz nach meinem Geschmack wird der 7. August nur mit Kuchen und Familie gefeiert. Keine großen Geschenke und überschwängliche Glückwünsche. Wozu brauch man auch Geschenke an einem Geburtstag ?! Ich freue mich, wenn man mir sagt, dass man mich mag, und an einen gedacht wird. Ich bin doch nicht auf der Welt, um meine Zuneigung in Geldscheinen auszudrücken oder jeden Einkaufstrip zu einer Horrortour werden zu lassen, weil man einfach nicht weiß, was man betreffender Person schenken könnte. So bin ich mit dem Kinogutschein meiner Gastfamilie, der CD meiner Eltern und dem “Besoffene Freunde gratulieren Kai”-Video von Lucy mehr als glücklich. Aber das eigentlich Amüsante folgt erst am Abend, als meine Gasteltern sich von Nat von der Pferderennbahn zwecks alkoholbedingter Fahrunfähigkeit abholen lassen müssen. Es kommt auch nicht oft vor, dass ich meine Eltern angeheitert erlebe, aber gleich in meiner dritten Woche Bekanntschaft mit der Trunkenheit meiner Gasteltern zu machen, ist schon eine Sache für sich. Ebenjene äußerte sich in etwa folgenden Kommentaren meiner Gastmutter Debbie: “Nein, ich geh nicht ins Bett, ich schlaf hier auf der Couch.”, “Wo ist mein Hut ?” (lag neben ihr) und mindestens vier Mal “ Wie war der Film ?”. Jedenfalls endete der Abend damit, dass Nat und ich zu Hungry Jacks (überall auf der Welt sonst Burger King) fuhren und etwas zu Essen holten, während wir uns wunderbar über Kentucky Fried Chickens KKK-Verbindungen und rassistische Schlümpfe unterhielten.
Ein anderes, nennen wir es mal interessantes Erlebnis war die Einführung in australische Ess- und Trinkkultur, wobei dem Begriff “Kultur” hier nicht zu viel Bedeutung beigemessen werden darf, auch ein Joghurt hat Kulturen. Wir machen uns also an Leah’s Geburtstag auf, so richtig schön Burger zu essen und landen im wohl amerikanischsten Laden in ganz Darwin. Das Essen dagegen ist typisch Down Under: Fleisch, Fleisch, Bier, Fleisch und sowieso alles, was man auf ein BBQ packen kann. Im Gegensatz zum Bier schmeckt australischer Cheese Burger ausgezeichnet. Aber nein, die Truppe will mich ja nicht in dem Glauben lassen, dass das Essen hier gut sei. Gleich ist wieder die Rede von Vegemite (in etwa streichbarer Maggi-Brühwürfel) und Salty Plums (abartig salzige Kaudinger, von Australiern sicher nur zu dem Zweck erfunden, Europäer zu foltern) und, dass ich das alles noch probieren müsse demnächst. Dass sich die Lust sich seines Mageninhaltes zu entledigen antiproportional zur verweilenden Dauer beschriebener essbarer Albträume im Mund verhält, haben Leah, Ricky, Carla, Wil, Deanna, Josh und Stacey dabei leider nicht bedacht. Nunja, ich war schnell genug. Aber weiter geht die Odyssee durch unentdeckte Geschmacksrichtungen. Man mixe eine große Kugel Vanilleeis in ein Glas kalte Cola und siehe da, man hat einen Spider vor sich. Ich mag Eiskrem, keine Frage, und auch Cola trink ich sehr gern, aber beides zusammen ?! Nee danke, liebe Aussies, da nehm ich lieber etwas mehr Fleisch. Nichtsdestotrotz attestiere ich meiner Gastfamilie gute Kochkünste und kalorienbewusste und gesunde Ernährung.
Um all die Kalorienbomben abzutrainieren (Fast Food ist hier im übrigen auch sehr toll), beschlossen Nat und ich auf das Konzert einer als Celtic-Ska-Punk-Band angekündigten Truppe im Rahmen des Darwin Festivals (mehrwöchiges Kulturhoch am Top End) zu gehen. Die Genrebeschreibung ist den Veranstaltern jedenfalls ordentlich misslungen oder man versteht am anderen Ende der Welt etwas anderes unter den mir bekannten Stilrichtungen. Das “Celtic” lässt sich vielleicht durch die Violine erklären, das “Ska” soll wohl die Off-Beat-Gitarrenanschläge repräsentieren, doch was das “Punk” dort zu suchen hat, ist mir schleierhaft. Vielleicht die Tatsache, dass E-Gitarren benutzt wurden ?! Wie auch immer, ich hatte für 5 Bucks gut anderthalb Stunden Spaß mit einer Country-Folk-Rock-Band. Der kleine Pit bestand nebenbei nur aus Backpackern, die meinen Erfahrungen nach die Hälfte Darwins eingenommen haben müssen, exklusive mir natürlich.
Noch ein paar Worte zur Schule: Es gibt keinerlei mündliche Noten. Sowas wie Klassenarbeiten sind hier nur sehr selten, normal ist sein Assessment mit nach Hause zu bekommen und das dann zwei Wochen später wieder abzugeben, das macht nicht selten 30% der Note aus. Trotz des beginnenden Drucks seitens der Lehrer entspannt sich alles ein wenig. Die Klassen werden kleiner beziehungsweise die Gruppen, mit denen sich der Lehrkörper beschäftigt, die Lehrer freundlicher, weil sie dich kennenlernen, und die Arbeit nicht mehr, man hat also einen guten Überblick. Ich bin jetzt in meiner Busines Management-Klasse, mit der wir ein “Dripstone High School Memory Book” gestalten und verkaufen wollen, der Editor und bin für das Logo, Pagedesign und ähnliches zuständig. In Drama habe ich 50% des Jobs für den Sound-Tech bekommen. Ich darf mich also in drei Fächern meinen Vorlieben widmen, in Business visuelle Ästhetik erzeugen, in Drama durch Musik Gefühle hervorrufen und verstärken und in English wirres Geschreibsel fabrizieren. Schade, dass es keinen Politik-Kurs gibt. Mein Kochkurs hat durch erzeugte Vol-au-vants, Schokoladenverzierungen, Mousse au chocolate und Frittata auch schon einiges gebracht. Als nächstes steht unser selbst ausgesuchtes Rezept an. Ich habe mich für kreativ panierte Krabbenfleisch-Appetizer entschieden.
Was mir noch aufgefallen ist, jetzt, nach einem Monat weg von zu Hause: Der Alltag macht sich breit. Das anfängliche Austauschjahrhoch ist verflogen und das Leben fängt an. Wahrscheinlich realisiere ich langsam, dass das kein Urlaub ist, sondern wirklich der Alltag. Auf der anderen Seite fühle ich mich hier aber auch schon sehr zu Hause und habe entgegen meiner Vermutungen keinerlei Anflüge von Heimweh, eher Unternehmungslust und Aktionsdrang, was momentan nicht voll befriedigt wird. Nach kleiner Tradition ist hier noch ein Zitat der norwegischen Band “Green Carnation” aus dem Lied “Sweet Leaf”, welches wohl wunderbar meine Situation beschreibt:
Can’t you see ? I am not running away, I am just searching for the real me.
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Beitragvon Schäfchen » 19.08.2006, 06:46

Wow dein Bericht ist mal wieder echt gut. ich freu mich schon riesig auf den nächsten. Viel Spaß weiterhin da unten! :jumper:

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Lars
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Beitragvon Lars » 19.08.2006, 08:02

Schöner Bericht.
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Beitragvon Kai » 19.08.2006, 08:47

Schäfchen hat geschrieben:Wow dein Bericht ist mal wieder echt gut. ich freu mich schon riesig auf den nächsten. Viel Spaß weiterhin da unten! :jumper:


Wieso "da unten"? Wenn du in QLD bist, muesste ich eigentlich ein gutes Stuck noerdlicher sein ...

Anyway, Dankeschoen euch beiden.
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Beitragvon Kai » 30.09.2006, 15:24

30. September 2006

Zweieinhalb Monate, oder auch 78 Tage. Das ist die Zeit, die ich nun schon am anderen Ende der Welt, in Australien, verbringen durfte. Meine Voraussagen waren treffend, da ich nun mehr als anderthalb Monate keine Gedankensammlung mehr niedergeschrieben habe. Ich hoffe inständig, dass ich trotz nicht stattfindener Niederschrift einiger Ereignisse diese nicht vergessen werde.
In diesen 78 Tagen habe ich 10 Wochen Schule und somit Term 3 des Schuljahres 2006 abgeschlossen. Vor mir liegt eine Woche Ferien mit einer gehörigen Menge Arbeit, da sich trotz lässigem Unterricht die Lehrer dazu hinreißen lassen, den Schülern über die Ferien extrem umfangreiche Arbeiten aufzugeben. Da der (ansonsten stinkfaule und gern rebellierende) deutsche Austauschschüler aber eines in seinem Heimatland gelernt hat, so ist dies Organisation. Nicht, dass ich nicht pünktlich und ordentlich wäre, aber das ist hier eher weniger von Nutzen. Jedenfalls hat es schon einen gewissen Schwierigkeitsgrad, vier Arbeiten auf fünf Tage einzuteilen, weil zwei Tage zwecks Drama-Rehearsals (schulexternes get-together zum Vorbereiten des Theaterstückes) flöten gehen. Ich schaff das! Und wenn nicht, auch nicht weiter schlimm, da ich mir bei den Noten meines ersten Zeugnisses eigentlich recht viel erlauben kann. Bis auf meinen Kochkurs habe ich in jedem Fach 16/20 Punkte, was einer soliden 2 in Deutschland entspricht, bekommen. In Creative Cuisine habe ich dank meiner fabulösen Kochkünste 18/20 Punkte erreicht, sprich eine 1. Ganz getreu dem Schulslogan “A Community of Achievers”. Ganz besonders hervorheben in diesem Slogan ist “Community”. Sowohl auf dem Schulfest bei der Talentshow, als auch gestern bei Relay For Life (ein Rennen, um Geld für Krebserkrankte zu sammeln), an dem je ein Team aus den Jahrgängen 9, 10 und 11 von Dripstone High School teilnahmen, habe ich eine Art School-Spirit festgestellt. Man ist Teil der Gemeinschaft, man ist die Schule, man repräsentiert die Schule, man kämpft für die Schule und man ist stolz auf das, was man als Gruppe erreicht hat und dass man ein Teil davon ist. Eben genanntes Relay For Life war wirlich ein tolles Erlebnis. Mr Cilento (von allen nur Mr C genannt) ist mit 30 pubertierenden Schülern, die nur eines im Sinn haben, nämlich Spaß, auf dieses Event gefahren, hat uns zu einem Team geformt und wir konnten stolz auf uns sein, denn wir haben sowohl im Vorfeld mehr als 4000 Dollar gesammelt, als auch ordentlich unsere Runden auf dem Parcour gedreht, ohne uns von den oberkörperfreien Army-Jungs oder der aufreizend gekleideten Tanzgruppe ablenken zu lassen . Ok, manchmal, aber im Prinzip war immer jemand auf der Strecke, der alles am Leben gehalten hat – 18 Stunden. Zwischendrin haben wir Fußball und Cricket, was eine komplizierte Baseball-Version für Weicheier ist, gespielt, uns mit den Jüngeren eine Wasserschlacht geliefert, Livebands gelauscht und Tanzauftritten beigewohnt, beim Limbo-Contest mitgemacht, der nicht ohne Spuren an mir vorbeigegangen ist wie ich gerade schmerzhaft auf dem Stuhl sitzend feststellen muss, und als großer Mob Pizza gegessen. Ein wunderschöne Zeit, und nicht nur, weil ich Ashleigh kennengelernt habe, die mich mit ihren wundervollen Augen zu verzaubern vermochte. Das ist die Art von Spirit, die den Deutschen defintiv fehlt!
Auch eine andere wichtige Sache habe ich zur Kenntniss genommen nach einigen Gesprächen mit Australiern verschiedenster Altersklassen und Migrationshintergründen: Aussies denken simpler! Das mag jetzt hart klingen, ist es aber ganz und gar nicht. Dieses Basisdenken hilft einem oft viel mehr weiter, als das wissenschaftlich-hochgepushte Deutschdenken. Das eine mir genannte Beispiel erklärt das wohl am besten: Warum soll ich auf die Toilette gehen und Wasser und Energie verbrauchen, wenn ich doch in den Garten pissen kann und somit noch dünge ?!
In den meisten Fällen liegt die Antwort auf Fragen direct vor einem, man muss sie nur aufzusammeln wissen. Das ist ein Sache, die ich versuche mir hier anzueignen.
Generell tue ich eine Menge Sachen, die ich vorher noch nie oder nicht in dem Ausmaß getan habe und lerne täglich dazu. Dazu gehört auch, dass durch mein Anti-Langeweile-Programm die familieneigene Gitarre neu besaitet habe und nun regelmäßig übe. Auch meinen australischen Führerschein werde ich hier machen, meine erste Theoriestunde findet im November statt, zählen wird bis auf die 66 Dollar für die Anmeldung alles die Regierung, will heißen, dass ich 12 kostenlose Fahrstunden und eine kostenlose Fahrprüfung bekomme. Und selbst, wenn ich diesen Führerschein in Deutschland nicht benutzen oder umschreiben kann, so habe ich Erfahrung gesammelt und neue Leute kennengelernt. Es ist also in jedem Fall ein Gewinn für mich.
Beenden werde ich diesen etwas ernsteren und seriöseren fünften Teil meiner Gedankensammlung mit einem Zitat vom allseits bekannten Mahatma Ghandi:
Be the change you wish to see in the world!
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Beitragvon *claire* » 01.10.2006, 00:06

schön mal wieder was aus australien zu hören! :lol:
wieder mal ein schöner beitrag nur um ehrlich zu sein...nich ganz so lustig wie die andern :wink: :mrgreen:
viel spaß noch....lg claire
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Beitragvon TOBI-J-S » 01.10.2006, 05:08

ich hab nur die ersten 10 zeilen gelesen, is gut geschrieben, aber echt zu viel fuer mich, einen nich wirklich begeisterten leser. naja ich bevorzug da eher taegliche 7-zeiler anstatt monatliche x-zeiler
is aber nur ein kleiner ratschlag


tobi... http://www.tobistreller.de.vu
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Beitragvon Gast » 03.10.2006, 16:26

TOBI-J-S hat geschrieben:ich hab nur die ersten 10 zeilen gelesen, is gut geschrieben, aber echt zu viel fuer mich, einen nich wirklich begeisterten leser. naja ich bevorzug da eher taegliche 7-zeiler anstatt monatliche x-zeiler
is aber nur ein kleiner ratschlag


tobi... http://www.tobistreller.de.vu


Naja, wenn er ca. einmal im Monat schreibt gibt es doch natürlich viel zu erzählen und da es nicht so "schwer" geschrieben ist, fällt es zumindest mir leicht, den Text zu lesen. Und ich denke er hat einfach nicht die Zeit oder Lust jeden Tag was zu schreiben, vorallem wenn nicht jeden Tag was erwähnenswertes passiert. Ich finde es interessant und mir gefällt auch der Schreibstil, womit ich das auch gerne lese.
Wenn du nicht so gerne viel ließt, bist du hier vll. ein wenig falsch, weil soweit ich das beurteilen kann (hab jetzt natürlich nicht jedem Thread hier gelesen) schreiben die meisten bei so einem Live-Bericht viel. Würde er nur so 7 Zeilen schreiben, fänd ich das arg wenig, d.h. ab und zu mal, klar okay, aber mit mehr Zeilen kann man sich besser ausdrücken und ich finde das man dann einfach "intensiver" was vom Leben in Australien mitbekommt :wink:

@9kb: Mir gefallen deine Berichte, weiter so :wink:

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Beitragvon Gast » 03.10.2006, 16:58

9 kb hat geschrieben:Wieso "da unten"? Wenn du in QLD bist, muesste ich eigentlich ein gutes Stuck noerdlicher sein ...

Anyway, Dankeschoen euch beiden.


Im Profil steht, dass sie von Januar 07 - April 07 weg ist, d.h. sie ist noch in Deutschland und deswegen "da unten" :wink:

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Beitragvon Schäfchen » 03.10.2006, 19:53

Genau so ist es :) Übrigens wieder toller Bericht, hat mich gefreut mal wieder was von dir zu lesen!

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Beitragvon Kai » 04.10.2006, 02:02

@ Claire
Ist mir bewusst. Weiss auch nicht, war nicht in der Stimmung, das im Stil der anderen Beitraege zu machen.
@ Tobi, Gast
Ja, so in etwa siehts aus. Ich schreib ehrlich gesagt auch viel zu gerne, um mich auf Siebenzeiler zu beschraenken, ausserdem koennt ich mich darin gar nicht ausdruecken, schaetze ich. An Sachen, ueber die ich schreiben koennte, mangelt es mir sicher nicht, aber ich bin normalerweise recht faul ;)
@ Gast2, Schaefchen
Ich bin mir sicher, dass das zu dem Zeitpunkt, als ich den Kommentar geschrieben hatte, noch nicht dort stand :P :D

Dankeschoen euch dreien jedenfalls :)
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Beitragvon Schäfchen » 04.10.2006, 06:21

@9 kb: Das kann sein :wink:

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Beitragvon Kai » 01.11.2006, 10:04

01. November 2006


Gigantische Wolkentürme bauen sich auf, es riecht nach Regen und der gemeine Darwinian, so werden die ungefähr 100.000 Ureinwohner des kleinen Fleckchens Erde im Norden Australiens nämlich genannt (von den Bezeichnungen Yobbo und Bogan mal abgesehen), werden immer aufgeregter in weiser Voraussicht auf die anstehende Cyclone-Zeit. Cyclones sind in etwa die Art von Wirbelstürmen, bei denen sich jeder Europäer postwendend sein Beinkleid durchnässt. Wer bitteschön macht sich denn keine Sorgen, wenn seine erfahrenen Mitmenschen davon reden, sich im sichersten Teil des Hauses zu verbarrikadieren und sich hoffnungslos zu betrinken, wenn solch eine windige Killermaschine kurz davor ist, den eigenen Landstrich in Schutt und Asche zu legen? Klar kann die bloße Vorstellung von einem umherfliegenden BBQ ganz lustig sein, aber wirklich erleben will das im Grunde doch keiner. Jedenfalls wird mir Angsthase von allen Mut gemacht und auf die wunderbaren, kinoreifen Wetterzustände verwiesen, die wohl sehr sehenswert sind. Zu diesen Personen gehört und anderem auch Ashleigh, mit der ich am Montag zum ersten Mal ein richtiges und vor allem langes Gespräch geführt habe, welches unkonventionell nicht am Ende des Gesprächs, sondern direkt als erstes die Frage zum Inhalt hatte, ob sie mit mir zum Year 12 Formal, was dem deutschen Abiball entspricht, von meiner jetzigen Schule (Dripstone High School) gehen möchte. Ihre positive Antwort und auch die folgenden zwei Stunden, die wir redend, lachend und planend in der Eatery in Cas verbracht haben, haben mich einfach nur glücklich gemacht. Ob ich hoffen sollte, dass sich da noch etwas anbahnt? Was ich defintiv noch machen muss, ist lernen, richtig zu tanzen, ist ja schließlich eine Tanzveranstaltung. Mal sehen, wen ich auftreiben kann, der einem Tanzbarbaren wie mir, der sonst von Moshpits und einem ordentlichen Pogo befriedigt war, innerhalb von einem Monat ein paar Standarttanzschritte beibringen kann, damit ich nicht nur als bloßer Gesprächspartner herhalten muss am 1. Dezember. Dummerweise fällt eine Praxis-Woche weg, denn Ende November wird die gesamte Familie Kernich aus Darwin, was mindestens 12 Leute ausmacht, für eine Woche nach Down South, genauer nach Melbourne, fliegen, um einen Nachmittag den Feierlichkeiten zum 60. Hochzeitstag meiner Gastgroßeltern (welch ein schönes Wort) beizuwohnen. Wenn ich den Erzählungen von Nat traue, dann sieht dieser Nachmittag wunderbar aus: Freialk unter lauter Halbleichen. Naja, was erwartet man auch anderes von den Aussies, wobei Melbourne ja eigentlich die europäischste Stadt Australiens sein soll. Auf dem Programm stehen dann noch das Austesten des Sportwagens meines ältesten Gastbruders Zac in Verbindung mit der Besichtigung der Zwölf Apostel. Also Nat will, Zac weniger, da er den Fahrkünsten des kleinen Bruders nicht so ganz vertraut oder er einfach nur selbst die kurvigen Küstenstraßen entlangdüsen will, wenn er schon einmal die Gelegenheit hat und ein paar Auswärtige quer durch Victoria fährt, in diesem Falle mich. Ansonsten hat mich der Drang nach Zügellosigkeit und unkontrollierter Gewalt dazu getrieben, sofort nach dem Erfahren, dass wir nach Melbourne fahren, die Internetseiten der Konzerthallen Melbournes zu durchsuchen, ob ich irgendwo einen schönen Moshpit bekommen kann – und ja, ich wurde fündig. Am 26.11. gehts zum Konzert von den amerikanischen EmoCore’lern “From Autumn To Ashes”, das wird ein Prügelfest. Einziges Manko, meine Stiefel sind daheim in Deutschland und ich muss auf loses Schuhwerk zurückgreifen und gegebenenfalls ein paar bös-zertrümmerte Füße in Kauf nehmen. Aber das mach ich, muss ich doch ebenjene wieder zurück in Darwin nicht mehr in Schuhe zwängen. Da werden nämlich nur noch Thongs (Flip-Flops) getragen, da es an meiner neuen Schule, dem Casuarina Senior College, keinen Dresscode gibt. Genau, keine lästigen Beschränkungen mehr und die Mädels können endlich so viel zeigen wie sie wollen (bevorzugt wird Bein) und auch der damit zusammenhängende Sabberlatz für die männliche Fraktion stellt damit kein Problem im Schulalltag mehr dar.
Ein anderes großes Ereignis, welches seine Schatten in Form von wild masturbierenden Musikfreaks in ganz Ozeanien angesichts des Line-Ups vorauswirft, ist das Big Day Out-Festival. Es wird mehrere Shows in Australien und eine in Neuseeland geben, bei denen neben internationalen Größen wie den chaotisch-perfekten Tool (alles andere wäre Blasphemie), My Chemical Romance, Muse und The Killers auch noch eine Menge lokaler Acts auftreten werden, worunter sich auch Hochkaräter wie Jet und Eskimo Joe befinden. Ich werde mich mit Nat, Lala und Renee auf einen zweitägigen Roadtrip, der sich nach dem Sehen der australischen Horrorproduktion “Wolfcreek”, bei der es um einen touristentötenden Verrückten im Outback geht, nicht mehr ganz so romantisch anhört, quer durch die rote Wüste Australiens machen, um dann hoffentlich wohlbehalten an der Gold Coast nahe Brisbane unsere Bleibe für eine Woche beziehen zu können. Dieser einwöchige Urlaub ein paar Tage bevor Term 1 des Schuljahres 2007 für mich beginnt wird eine bunte Überraschungstüte voller Spaß. Geplant sind bisher nur der eintägige Festival-Aufenthalt und der Besuch vom wohl beliebtesten Freizeitpark Australiens: Dreamworld. 100% fix ist bis auf das Festival-Ticket zwar noch nichts, aber wenn man etwas erreichen will, dann schafft man das auch. Das habe ich hier zumindestens gelernt, wenn ich einmal einen Rückbezug auf Ashleigh nehme und an den Kampf, ihre Telefonnummer zu bekommen, die Kommentare und Gedanken anderer Leute zu ignorieren und letztendlich ohne Rücksicht auf Verluste sein eigenes Ding zu machen, denke.
Beenden werde ich dieses Mal mit der Tagline des beeindruckenden Films “The Motorcycle Diaries”, welches sich mit den frühen Jahren des Che Guevaras befasst:
Let the world change you and you can change the world!
Zuletzt geändert von Kai am 01.11.2006, 13:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon sky » 01.11.2006, 12:51

Ein anderes großes Ereignis, welches seine Schatten in Form von wild masturbierenden Musikfreaks in ganz Ozeanien angesichts des Line-Ups vorauswirft, ist das Big Day Out-Festival

muss ichmir dsa so vorstellen wie es da steht oder ist das nur sowas iw ene metapher??

ansonsten : mal wiede in echt cooler bericht :jumper: ein ehct einzigartigeer stil ,hat was von patrick süßkind , da es sich so einfach lesen lässt . oh verfalle schon wieder in meine deustchhas. :oops:

ich denke mal das ich hie rim namen von allen spreche :WIR WOLLEN MEHR!!!!!!!^^
WE'VE GOT SPIRIT YES WE DO ;WE'VE GOT SPIRIT HOW'BOUT YOU??!!







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