Live-Bericht Australien: Kais Gedankenhaus

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Kai
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Live-Bericht Australien: Kais Gedankenhaus

Beitragvon Kai » 21.07.2006, 12:11

18. Juli 2006

Heute, ein Ferien-Dienstag, ist mein vierter Tag in Australien und damit der Beginn eines unregelmäßigen Tagebuches. Vielleicht ist Tagebuch gar nicht der richtige Ausdruck, es ist eher eine Gedankensammlung. Ob ich sie öffentlich mache, nur bestimmten Personen gebe oder ganz für mich behalte weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Das wird wahrscheinlich davon abhängen, wieviel ich diesen Zeilen anvertraue. Genug der Einleitung, fangen wir mit dem Flug an.
Nach der Must-Have-Konfusität auf dem Frankfurter Flughafen stechen wir, ungefähr 30 Austauschschüler (ATS), von denen allerdings bestimmt 20 nach Neuseeland gehen, an unserem Gate, fertig zum Boarding. Dreist wie ich bin versuche ich schon vorher die anderen ATS davon zu überzeugen, dass sie ihren Gangplatz, so sie einen haben sollten, besser an mich abträten. Aber das Schicksal meint es gut mit mir und ich verscherze es mir mit niemandem, der vielleicht nach der Hälfte des 18stündigen Fluges gemerkt hätte, dass ein Gangplatz doch das einzig Wahre sei. So sitzt neben mir also nur ein nicht weiter erwähnenswerter Pfälzer, der sein Jahr auf der neuseeländischen Südinsel verbringen will. Ein paar mehr Worte dagegen möchte ich über die beiden äußerst netten und hübschen Mädels verlieren, die next to me auf der anderen Gangseite sitzen: Janina aus Berlin und Kathrin aus Dortmund.
Mit Janina unterhalte ich mich lebhaft über Musik, insbesondere Ska, da sie durch mein knallrotes Mutabor-"Liebe"-Tourshirt, welches mir übrigens mein Kindergartenfreund Felix kurz vor dem Abflug überreicht hatte, angestachelt wurde. Ich bekomme auch raus, dass sie den gleichen Inlandsflug nach Mackay nimmt wie Carmen, die ich über das Austauschschueler.de-Forum kennengelernt habe. Und dann war da noch Kathrin. Mit ihr unterhalte ich mich erst auf dem Sydney-Flughafen richtig. Ich schätze sie ist verdammt froh, dass noch jemand da ist, da sie doch ein wenig verplant ist, was sich durch ihre Erzählungen von früheren Reisen nur bestätigt. Jedenfalls ziehen wir zwei Stunden über Lehrer und allerlei andere Dinge her bis ich, 20 Minuten vor ihr, meinen Flug nach Darwin nehmen muss. Nach einem kurzen, schmerzlosen Abschied, wie ich ihn auch schon mit Sarah kurz vor dem Zoll zelebreirte, wobei ich so gerne noch jemanden gedrückt hätte, sitze ich nun in einem kleinen Flugzeug mit einem Haufen extrem fröhlicher Aussies und einem komischen Verein von Jugendlichen in blauen Uniformen. Die nächsten paar Stunden waren so ziemlich das Schlimmste an meinem Austauschjahr (ATJ) bisher, obwohl es doch noch nicht einmal begonnen hatte. Ich bin übermüdet, meine Gedanken schwanken irgendwo zwischen der süßen Stupsnase von Janina, den putzigen Sommersprossen von Kathrin und dem Konflikt in Isreal und Libanon, von dem ich neue Hiobsbotschaften auf dem Flughafen erhalten habe. Aber auch der Flug war einmal geschafft.
Meine Gedanken nun zwischen "Ich muss mich umziehen, bevor mein Gastbruder mich sieht, ich hab mich bekleckert." und "Ob Kathrin wohl gut in Alice Springs angekommen ist ?". Nix da mit Umziehen, der Flughafen in Darwin ist so klein, dass man aus der Maschine raus mehr oder weniger direkt vor der Meute an Wartenden steht. Nun gut, dann regst du dich halt in lustiger Weise über Flugzeuge auf und dass man darin nicht essen könne, mein Gastbruder findet es jedenfalls witzig. Nat ist sowieso eine Person, die eine Menge lacht, genau das Richtige am Anfang für einen aufgeschmissenen ATS. Mit seinen fabulösen Fahrkünsten ("Oh, da war wohl gerade eine rote Ampel!") werde ich innerhalb von fünf Minuten zu Lakeside Drive 2, wo nicht im entferntesten ein See zu sehen ist, kutschiert. Muss ganz schön laut sein wegen der Flugzeuge, aber ich bin ja in Berlin 15 Minuten vom Flughafen entfernt wohnend so einiges gewohnt. Nach der ersten Nacht weiß ich, dass es laut ist. Aber nicht wegen der Flugzeuge, sondern wegen der Hauptstraße nach Darwin nebenan und des Getiers, welches hier überall in den Bäumen hängt. Aber die extrem laute Fauna ist nicht das einzige, was mich verwundert, auch der wundersam schnelle Sonnenuntergang und die sehr milden Temperaturen des Nächtens im sonst wohl heißesten Teil des bevölkerten Australiens.
Kennengelernt habe ich neben meinem äußerst netten Gastbruder Nat, der einem von mir unbeabsichtigt gelesenem Dokument nach scheinbar bi ist, auch noch seine Schwester Beckz, die mich sogleich auf meine Triskel-Kette angesprochen hat, unsere offizielle Aufsicht Cathy, welche während der Abwesenheit von Debbie und Ken, meinen Gasteltern (sie befinden sich gerade auf einem zweiwöchigen Borneo-Urlaub), ein Auge auf uns werfen soll, zwei mir namentlich unbekannte Freunde der Familie und Joan. Joan ist eine alte, nette Dame, welche sich einige Zeit für die Familie Kernich zu nehmen scheint. Morgen zum Beispiel will sie mit mir auf eine Krokodilfarm gehen, da Nat ja die ganze Zeit arbeitet und ich die ganze Zeit zu Hause rumsitzen würde. Rumsitzen würde ich garantiert nicht, aber versuch das mal einer Person klarzumachen, die etwa 60 Jahre älter ist und deren Sprache du nur gebrochen sprichst.
Jedenfalls hielten mich meine noch andauernden Sprachbarrieren, die mir versagten alles so zu sagen wie ich es will, da mir schlicht und einfach die Vokabeln fehlen, nicht davon ab, am Montag nach einem dem Jetlag zuzurechnendem verschlafenen Sonntag das riesige Einkaufszentrum im benachbarten Stadtteil (merke, ich wohne in Alawa) zu stürmen. Auf zum Casuarina Square! Jetzt erkläre mir aber bitte jemand, warum ich ohne Probleme den viertelstündigen Hinweggeschafft habe, aber völlig verwirrt an den Kreuzungen im Center drin stehe und nicht weiß, wo ich bin. Mehrere hundert Geschäfte schlängeln sich mit der Absicht den potentiellen Konsumenten nie wieder freizulassen um einen großen Food Court. Nach einem Aufenthalt, der sowohl zwei als auch vier Stunden angedauert haben kann, und allen erledigten Einkäufen mache ich mich wieder auf den Heimweg, um erstmals ein richtig ausführliches Gespräch unter Teenagern mit Nat zu führen. Wir haben bestimmt um die zwei Stunden geredet über Alkoholexzesse, komische Leute in Australien, Naturgewalten und Subkulturen. Das gibt mir eine Menge Auftrieb.
Der heutige Tag bestand aus dem selbstständigen Busfahren nach Darwin-City, Stadtangucken, dem Finden der Bushaltestelle und der Rückfahrt. Dann noch schnell viel zu viele Spaghetti für uns zwei gekocht und eine Reportage über schwedische Nazis gesehen im TV.
Leichte Anflüge von Heimweh kommen nur auf, wenn ich allein im Bett liege oder nichts zu tun habe. Aber bald (in einer Woche) fängt die Schule an und der Alltag beginnt.
Das war jetzt zum Teil Bericht, zum Teil Gedanken. Ich denke, dass hier der Beginn einer kleinen (verdammt, das ist die sechste Seite, auf der ich gerade schreibe) aber feinen Gedankenstütze wie mein Austauschjahr war. Abschließen möchte ich den ersten Eintrag mit einem Zitat aus dem Lied "Makana" von Mutabor: "Uns trennen Welten, uns verbindet das Sein, Freude kann so einfach sein."


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Zuletzt geändert von Kai am 22.07.2006, 14:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Live-Bericht Australien: Kais Gedankenhaus

Beitragvon Lars » 21.07.2006, 17:33

Here you are. (So, jetzt erstmal lesen...)
down under - Lars bei den Aussies | Fotospecials Australien
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Beitragvon TOBI-J-S » 22.07.2006, 00:15

hi man, ich hab alles gelesen.
du hast ja ne witzige fam, die eltern sind im urlaub?? LOL das find ich ja cool, dass ihr jez sozusagen sturmfrei habt^^
naja viel spass noch^^
tobi--- http://www.tobistreller.de.vu
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Beitragvon Kai » 22.07.2006, 10:52

@Lars
Danke!
@Tobi
Jau, ist ganz entspannt hier ;)
Aber Dienstag faengt ja die Schule an ... ich freue mich schon sehr.

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Beitragvon B4sS! » 22.07.2006, 11:59

Sehr netter Bericht! Toll zu lesen, mach weiter :wink:
www.the-year-abroad.de

Der Austauschblog!

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Beitragvon Kai » 31.07.2006, 09:42

26. Juli 2006


Und schon wieder ein paar Gedanken, die konserviert werden wollen. In dieser einen Woche ist aber eine Menge passiert und damit meine Eindrücke im Alltagswust, der nun endlich aber auch leider zu beginnen scheint, nicht untergehen, werde ich diese nun schildern. Ich vermute, dass die Abstände zwischen den einzelnen weiteren Berichten meinerseits mit der Zeit immer größer werden, aber das werde ich ja dann sehen.
Ich brauche für einige Sachen im Leben viel Zeit, dementsprechend ist eine Uhr ein wahrlich wichtiges Instrument für mich. Dumm nur, wenn sich die eigene nicht um sieben Stunden und dreißig Minuten verstellen lassen will und somit weiterhin brav die deutsche Uhrzeit anzeigt. Lässt sich nichts mache, gehe ich halt eine neue Uhr im bereits beschriebenen, exorbitant großen Shopping-Komplex in Casuarina kaufen. Preise und Aussehen der Zeitanzeiger lassen mich zweifeln, ob ich wirklich eine neue Uhr brauche. Letztendlich gehe ich unverrichteter Dinge nach Hause. Leider war das Aussuchen einer Uhr eine dieser Sachen im Leben, für die ich viel Zeit benötige, ergo Zeit verplempert. Aber ich hatte immerhin etwas zu tun und musste mich nicht dem Monster namens Langeweile zum Fraß vorwerfen, welches ich in meiner Ferienwoche schon mehrmals getroffen hatte. Doch dann die Spitzenidee meines Gastbruders Nat: “Kauf dir doch ein Mobiltelefon.” Man hat immer die Uhrzeit, man ist immer erreichbar (was im Hinblick auf neue Freunde aus der Schule sicherlich nicht ganz unklug ist) und für doch einmal einsetzende Langeweileattacken hat man noch schön was zum Spielen. Also flux ein Telefon ausgesucht (das Wort “Handy” möchte ich weitesgehend vermeiden, das ist mir irgendwie suspect geworden) und entschieden, dies zu kaufen. “Leider nicht auf Lager, kommen Sie in einer Woche wieder!”, ist die Antwort des freundlichen Mitarbeiters im Vodafone-Shop. Nun war ich heute im besagten Laden, um endlich die Idee, immer erreichbar zu sein, wo ich doch vorher immer unkommunikativ (natürlich nur im digitalen Sinne, ich rede ja gerne) durch die Gegend gestiefelt bin, zu verwirklichen, als da mir eine andere Grinsebacke eröffnet, dass mein Wunschgerät erst in zwei Wochen lieferbar ist. Ja aber warum bin ich denn dann hier, verdammt nochmal ? Und da rede nochmal einer von Servicewüste Deutschland.
Aber ich weiß, warum ich da war: Um meinem Glück mal wieder zu begegnen (das hatte ich zwar bisher noch nicht erwähnt, aber ich denke, dass ich es schon so einige Male getroffen habe).
Durch einen wunderbaren Zufall (ich starte hier jetzt keinen Monolog, ob es sowas wie Zufälle überhaupt gibt) treffe ich im Center Kathrin, die ja eigentlich bei ihrer Gastfamilie in Alice Springs lebt und mir voller Freude erzählt, dass sie sich gerade auf einer schulorganisierten Abenteuer-Camping-Reise befände und diesen Zufall (!) auch genial fände. Also erstmal hinsetzen, ein Eis essen und redden. Bei uns beiden machen sich erste Schwundarscheinungen der deutschen Sprache breit, während wir uns wunderbar über unsere ersten Eindrücke und Erfahrungen aus dem Land der Kängurus, Biertrinker und warmen Temperaturen austauschen. Da Alice Springs offensichtlich ein nicht so breitgefächertes Angebot an Kleidung hat, durchkämmen wir beide noch einige Geschäfte und beraten uns gegenseitig in Modefragen. Nach zwei lustigen, informativen, schönen, deutschen und entspannenden Stunden muss Kathrin zurück zum Bus und zu ihrer Klasse, welche übrigens extrem häßliche Schuluniformen hat. Eine Umarmung und das Versprechen, dass ich am Wochenende eine Mail von ihr bekomme, später und ich befinde mich auf dem Heimweg. Aber da waren ja auch noch andere Dinge, die vorher passiert sind: Mein erster Schultag und das erste Treffen meiner Gasteltern. Chronologisch korrekt beginne ich mit meiner ersten Begegnung mit der Lernanstalt, auf die ich mich ja so gefreut hatte, um neue Leute kennenzulernen. Meine Freude war berechtigt. Gleich nachdem Ms Stevens, stellvertretende Schulleiterin und Ansprechpartnerin für die drei ATS, mir meinen Stundenplan, der vorsieht, dass ich jeden Tag von 8 bis 14:30 Schule habe, überreichte, werde ich in meiner Support Group, was soviel wie eine Organisationsschulstunde ist, in der z.B. wichtige Formulare ausgeteilt werden, herzlich von Amber und Will (beide weiblich) empfangen. Auch mein Lehrer, wobei Aufsicht wohl das passendere Wort wäre, ist ganz angetan von mir. Ich merke schnell, mit wem ich etwas zu tun haben möchte und wen ich eher meide. Zur ersten Gruppe gehören überwiegend Mädchen. Ich rechne das jetzt einfach mal deren sozialer Ader zu, da es ja nicht selbstverständlich ist, einem kleinen, dummen ATS alles zu zeigen, zu erklären und ihn auch noch fein in Gespräche zu verwickeln. So lerne ich auch Heather, mit der ich Mathe zusammen habe, und Mitchell kennen. Ein paar Worte zu den einzelnen Fächern und deren Lehrern:
English: Meine erste und extremste Erfahrung mit einem australischen Lehrer – Ms Glasby redet schnell und viel, ganz besonders viel dummes Zeug. Sie macht die ganze Zeit Witze und lässt die Schüler auch viel Scheiße bauen. Der Unterricht an sich ist ziemlich einfach. Dass ich scheinbar ein theoretisch besseres Englisch habe als ein Aussie, verwundert mich doch aber sehr.
Maths: Mr Rigby ist schätzungsweise Anfang 30 und ein echter Kumpeltyp. Er ist locker, erklärt dir aber auch gerne alles persönlich. Glücklicherweise kommen in diesem, nämlich dem schwersten, Mathekurs genau die Themen ran, die ich in Deutschland auch machen würde. Ich Matheniete scheine aber trotzdem zu den besseren Schülern zu gehören, nur den Dreh mit den grafischen High-End-Taschenrechnern hab ich noch nicht raus.
Physical Education: Zwei Stunden Theorie und drei Stunden Praxis in der Woche, so sieht der Plan aus. Wir Schüler konnten Sportarten wählen und das ist das Ergebnise: Indoor Hockey, Squash und Sof-crosse oder Indoor Cricket (das ist noch nicht ganz raus, da Mr Peterson, ein ziemlich relaxter Lehrer übrigens, schauen muss, ob und wie viele Gerätschaften vorhanden sind). Dieses Fach verspricht sehr spaßig zu werden, unsere erste Praxis-Hockey-Stunde war es jedenfalls.
Drama: Lehrerin ist OK, vorgesehenes Arbeitspensum ist riesig und die Bedingungen für einen Englischlernenden wie mich sind suboptimal. Dieses Fach wird mit meinen bisherigen Sprachkenntnissen eine echte Herausforderung für mich.
Creative Cuisine: Ms Chilcott ist ein Wrack und ich würde mich nicht wundern, wenn sie in nächster Zeit einen Nervenzusammenbruch erleidet. An ebenjenem wird mein Kurs dann garantiert nicht unschuldig sein, denn sowohl die Tatsache, dass 26 Schüler teilnehmen, als auch die Arbeitsbereitschaft der Genannten lassen wahrlich nichts Gutes hoffen.
Business Management: Was habe ich mir da nur aufgehalst ? So wie ich das verstanden habe wird das Fach Arbeit, viel Arbeit. Dazu kommt die vergleichsweise strenge Lehrerin (die uns allerdings gleich angeboten hat, sie mit ihrem Vornamen anzureden) und meine vor Enthusiasmus nur so sprühende Klasse (die Ironie läuft da hinten).
Insgesamt gesehen dürfte Schule hier aber dennoch recht angenehm werden.
Das andere große Ereignnis war das Kennenlernen von Debbie und Ken, meinen Gasteltern. Um die beiden also vom Flughafen abzuholen, wird mal wieder der Jeep (eines von insgesamt vier Autos der Familie) genommen. Erste Begrüßung, fester Händedruck – schön, höfliche und korrekte Menschen. Viele Witze im Auto und viel Gelächter – noch schöner, lustige Menschen. Ein T-Shirt als Mitbringsel aus dem Urlaub (ok, es ist nicht ganz mein Klamottenstil, a ber die Geste zählt) – wunderbar, nette und zuvorkommende Menschen. Keine großen zu beachtenden Regeln für mich – wie, ich bleib nur ein Jahr hier ? Und spontan sind die beiden auch noch, wie ich gestern erfahren habe. Direkt nach ihrer Ankunft und kurzem Zwischenstop zu Hause wurden nämlich Bier und Campingstühle eingepackt, um such mal schnell den Sonnenuntergang am Meer anzugucken und sich über den Urlaub, Weltpolitik und Preiserhöhungen zu unterhalten.
Momentan empfinde ich alles als super und schaue erwartungsvoll nach vorne. Beenden möchte ich Teil 2 meiner kleinen Austauschjahrzusammenfassung mit einem Zitat, welches ich von meinem besten Kumpel Felix habe:
Fallen ist keine Schande, aber Liegenbleiben.



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Beitragvon blanca nieves » 01.08.2006, 14:21

hey echt schöne berichte da werd ich auf jeden fall weiterlesen :wink:
La vida es como pintar sin borrador...

Amor es tener el cielo y querer solo a una estrella, es tener el mar y solo querer a una gota, es tener el mundo y solo querer a una persona!!!!

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Beitragvon Kai » 02.08.2006, 08:22

Vielen Dank :)

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Beitragvon rote_Kirsche » 03.08.2006, 19:54

ich mag deinen Humor :wink: will mehr lesen!!!!
When griping grief the heart doth wound,
and doleful dumps the mind opresses,
then music, with her silver sound,
with speedy help doth lend redress.
William Shakespeare

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Beitragvon *claire* » 05.08.2006, 21:04

da kann ich nur zustimmen! :D

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Beitragvon Kai » 06.08.2006, 08:59

Freut mich zu hoeren, Danke!

Um das Ganze ein wenig aufzulockern, hier mal ein paar Bilder:

Friends @ Cas Beach
Von links nach rechts, oben: Ich, Deanna, Carla, Stacey, ka, Leah, Bradley, Mitchell
Unten: Wil, Heather

Wil, me & Heather
Wil, ich und Heather (v.l.n.r.) immernoch nahe Cas Beach.

Darwin Nightlife
Mitchell Street bei Nacht, das Herz von Darwin.

eMDee @ Mindil Beach
Ethno Rock Band auf dem Hippie-Markt schlechthin.

Sunset @ Mindil Beach
Sonnenuntergang am Strand.

Nat & Me @ Kitchen
Mein Gastbruder Nat und ich (ich links) vor der Kueche sitzend.

Garden
Ein kleiner (!) Teil des zum Haus gehoerendem Garten in der Trockenzeit.

House, Pic 1
Ein Teil des Hauses, fotografiert vom Garten aus.

House, Pic 2
Ein Teil des Hauses, fotografiert von der Einfahrt aus.

My Room
Mein Zimmer, klein aber fein!

Driveway @ Alawa
Fotografiert vom Grundstueck, sprich andere Strassenseite.

River @ Alawa
Ein Fluss, 15 Gehminuten entfernt vom trauten Heim.


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Zuletzt geändert von Kai am 19.08.2006, 03:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Gilly » 06.08.2006, 10:16

Echt super und witzig zu lesen!!!
Die Pics sind spitze, sieht dort voll schön aus!
Freu mich schon auf den nächsten Teil!!! :mrgreen:
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Beitragvon tonii » 07.08.2006, 10:39

das ist echt cool, die pics, wie du schreibst etc. scheinst dich ja wohl zufühlen... deine freunde sehen echt nett aus vorallendingen die will :)

wünsch dir nen schönes atj

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Beitragvon Kai » 07.08.2006, 10:43

Flogging Molly ??? Wooohooooooo :mrgreen:
Werde naechste Woche hier ne Band sehen, die sich selber als Celtic-Ska-Punk bezeichnen, mal sehen wie das wird ;)

Aber vielen Dank :)
Ja, ich fuehle mich hier recht wohl :D

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Beitragvon tonii » 07.08.2006, 11:33

flogging molly? oÔ (sehr sehr geile band, hab sie leider verpasst :cry: )Viel spaß bei der celtic-ska band... hört sich sehr interessant an ^^


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