Hin und wieder zurück: 5 Monate USA(MO) und zurück bitte!

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Dustin94
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Hin und wieder zurück: 5 Monate USA(MO) und zurück bitte!

Beitragvon Dustin94 » 26.06.2011, 17:37

Hallo,
ich fliege am 03.08.2011 für fünf Monate in die USA und möchte doch jetzt allmählich meinen (bisherigen) Erfahrungsbericht für andere zukünftige Austauschschüler bereit stellen.
Möge bitte jemand den Thread in "Live-Bericht" reinschieben? Da ist sowieso nie was los.
Ich möchte den Bericht möglichst das ganze Jahr weiter führen (wenn es die Zeit denn zulässt).

Los geht´s:

Hin und wieder zurück –
Die Geschichte eines Austauschschülers


Man schreibt den 10.11.2010. Als ich heute nach der Schule nach Hause kam, erblickte mich ein DINA 4 großer Brief. Von AYUSA. Wem auch sonst.

Ca. 3,5 Monate vorher:
Schon seit einigen Wochen denke ich über meine Zukunft nach. Mein Name ist Dustin. Ich bin Realschüler im vorletztem Jahr. Automatisch denkt man in der Situation nach. Was macht man nach der Schule? Ausbildung? Abi? Fachabi? Da ich ganz gute Noten habe (Letztes Zeugnis 2,2) möchte ich eigentlich schon weiter zur Schule gehen. Aber noch drei Jahre Schule? Wenn ich etwas nicht mag, dann ist das die jahrelange Schulroutine. Man weiß eigentlich jeden Tag was auf einen zukommt. Was mir wirklich Spaß gemacht hat, war mein 3-wöchiges Schulpraktikum als Fachinformatiker. Gerne würde ich nach dem Abi eine Ausbildung im IT-Wesen machen. Vernünftige Englischkenntnisse wären da auch nur von Vorteil. Wie kann ich diese nervige Routine und die Verbesserung meiner Englischkenntnisse mit einem Schnipp schlagen? Eines abends hatte ich die Erkenntnis: Schüleraustausch!

Meinen Eltern und Freunden sagten ich erst mal gar nichts. Außerdem kannte ich meine Eltern. Sie wären garantiert dagegen. Es begann die ca. 2-wöchige Zeit des Überlegens. Ich überlegte im Bus auf dem Weg zur Schule, abends im Bett und immer wenn ich mal Zeit hatte. Meine erste Anlaufstelle, das wusste ich, wäre wohl das gute, alte Internet. Meinen Wunsch hatte ich bisher noch nicht laut ausgesprochen. Ich wusste, sollte ich mich näher mit meinem Wunsch auseinandersetzen, könnte ich entweder sehr glücklich oder sehr unglücklich werden. Möglichkeit 2 war in meinem Fall wahrscheinlicher. Trotzdem tat ich es. Ich gab bei Google einfach mal “Schüleraustausch“ ein. Erst jetzt verstand ich, dass ich wirklich absolut keine Ahnung hatte. So viele verschiedene Organisationen, die Schüleraustausche anboten. Auch die Kosten überstiegen meine Erwartungen. Ein Schuljahr im Ausland für knapp 8000 € war nicht gerade wenig. Aber wen ich etwas wusste, dann war es mein Zielland: Die USA.
Dazu aber später mehr. Nachdem ich etwa eine Stunde surfte, kam meine Mutter in mein Zimmer. Meiner Meinung nach war jetzt ein guter Zeitpunkt um sie darauf anzusprechen.
Doch hatte ich Chancen? Naja, ein Versuch war es wert. Was genau ich gesagt habe weiß ich zwar nicht mehr, aber sehr überzeugend war es wohl nicht. Ich zeigte ihr einige Orgas, die ich gefunden hatte. Sie war alles andere als begeistert, wollte sich aber auch nicht auf das Thema einlassen. Als mein Vater auch von meiner Idee erfuhr, wusste ich, dass ich es mir abschminken könnte. Auch er war dagegen. Nichtsdestotrotz ließ ich mir einige Kataloge zuschicken. Als aller erstes von der Orga “Travel Works – Schüleraustausch International“.
Der Katalog gefiel mir zwar ganz gut, aber ich hörte auch eine Menge schlechter Dinge über Travel Works. Ich guckte erst mal weiter. Die nächste Orga war “Camps“. Auch ihr Katalog war ganz nett zu lesen und ich hörte auch ganz gute Dinge. Nummer 3 im Bunde war schließlich AYUSA. Genauso wie bei Camps, guter Katalog, gute Orga.

Es begannen die Sommerferien. Viel Zeit zum nachdenken. Vielleicht zuviel?
Fast jede Nacht lag ich nachts noch wach im Bett. Aber ich hatte meinen Entschluss gefasst.
Täglich versuchte ich mit meinen Eltern ins Gespräch zu kommen. Schließlich hat ein Schüleraustausch unendlich viele Vorteile. In der Zwischenzeit hatte ich mir auch definitiv überlegt, welche Orga ich in Fall der Fälle nehmen würde: AYUSA!
Diese Entscheidung hatte ich nicht zuletzt mit der Website http://www.austauschschueler.de gefällt.
Die Seite hat ein tolles Forum und neben Google habe ich auch dort viele Meinungen zu AYUSA gelesen. Vielleicht war ich etwas voreilig, schließlich waren meine Eltern noch immer dagegen. Sie hatten die typischen Elternbefürchtungen:

- Was ist wenn du in eine „schlechte“ Familie kommst?
- Was ist wen du verloren gehst?
- Was ist wen es dir nicht gefällt?


Ich schaffte es immerhin meine Eltern zu überreden zu einem Bewerbungsgespräch von AYUSA zu gehen. Also habe ich die Kurzbewerbung ausgefüllt und morgens weg gefaxt.
Schon am Nachmittag des selben Tages meldete sich eine sehr nette Mitarbeiterin von AYUSA bei mir. Sie fragte mich, weshalb ich einen Austausch machen möchte und warum mein Ziel ausgerechnet die USA sei. Die USA habe ich ausgewählt, weil ich ja ein englischsprachiges Land suchte. Zudem möchte ich gerne auch vorher etwas über mein Zielland wissen. Viele in meinem Alter interessieren sich ein wenig für die USA (ist ja auch ein interessantes Land). Also hatte ich auch vor meiner Austausch-Idee ein wenig Ahnung welche Unterschiede es im großen und ganzen zwischen Deutschland und den USA gibt.
Die werte AYUSA-Mitarbeiterin wollte mir auch schon die Bewerbungsunterlagen zuschicken. So lange es noch nichts kostet, kann man die ja auch schon mal bekommen.

Bereits am nächsten Tag rief mich schon die nächste AYUSA´sche Mitarbeiterin an und wollte sich mit mir zum Gespräch treffen. Schnell hatten wir einen Termin ausgemacht, der jedoch erst in zwei Wochen sein sollte.
Also wartete ich mehr oder weniger geduldig und redete auch wieder mit meinen Eltern.
Da ich wusste, dass auch ein englisches Gespräch und ein Test stattfinden sollten, übte ich einige Vokabeln, welche eventuell vorkommen könnten. Im Internet, unter meiner als Lesezeichen gesetzten Seite http://www.austauschschueler.de, informierte ich mich auch, was sonst so drankommen könnte.
Dann kam der Tag X. Ein wenig nervös war ich ja schon...

Das Gespräch fand in der Wohnung meiner Interviewerin statt. Meine Eltern waren mit bei der Partie. Sie begrüßte uns sehr herzlich an der Tür und sie war mir sofort sympathisch.
Als erstes machten wir eine kleine Fragerunde. Meine Ernährer hatten zu Beispiel Fragen über die Versicherung. Da ich sie nun schon so weit gebracht habe mitzuziehen hatte ich ein gutes Gefühl, dass das alles vielleicht ja doch klappen könnte. Leider hatten meine Eltern grade an diesem Tag nicht viel Zeit und so ließen sie mich schon nach kurzer Zeit bei dieser Wildfremden Frau allein.
Sie begann nun Fragen auf Englisch zu stellen und ich durfte darauf antworten. Ich hatte vorher ein wenig Sorge sie würde mein Englisch überstrapazieren. Da war aber nicht der Fall. Mein „Realschul-Englisch“ reichte vollkommen aus.
Die Fragen (unter anderem auch ziemlich persönliche, wie zum Beispiel:
- Hast du eine Freundin?
- Was war eine schlimme Situation in deinem Leben und wie bist du damit umgegangen?)

schienen gar nicht mehr aufzuhören. Letztendlich wurde ich 1 ½ Stunden ausgefragt.
Anschließend gab sie mir den schriftlichen Englischtest: Der SLEP-Test.
Er bestand aus einem Hörverstehen- und aus einem schriftlichen Teil. Die ersten Aufgaben waren seeehr einfach. Doch nach jeder Aufgabe wurde es schwieriger. Zum Schluss bin ich sogar etwas ins schwitzen geraten. Zuvor hatte ich gelesen, dass der Test sehr einfach sei.
Nun, nach dem das alles fertig war, gab ich den Test ab und alles wurde nach Berlin gesandt (AYUSA hat dort seinen Hauptsitz).
In den nächsten Tagen passierten zwei wichtige Dinge:
1. Die 20-seitigen Bewerbungsunterlagen erreichten mich. Ausfüllen tat ich sie natürlich noch nicht, schließlich waren meine Eltern zwar etwas offener zum Austausch geworden, aber sie waren noch lange nicht einverstanden. Einen Haken gab es. Auf dem Deckblatt der Bewerbung stand, dass ich nur ca. drei Wochen Zeit hatte um sie auszufüllen und wieder weg zuschicken. Nichtsdestotrotz blätterte ich sie mal durch. Das sah nach sehr viel Arbeit aus... Dazu später mehr.

2. Eine E-Mail von AYUSA erreichte mich. Ich hatte das Gespräch und den Test “mit einem guten Ergebnis“ bestanden. Das hieß also, alles hing von meinen Eltern ab.

Diese teilten AYUSA erst mal mit, dass sie mindestens zwei Monate Bedenkzeit brauchen.
Die Schule begann wieder. Ich als frisch versetzter Zehner erzählte meinen Freunden und Mitschülern erst mal gar nichts. Die Enttäuschung wäre wahrscheinlich zu groß, wenn die ganze Schule denkt ich mache ein Austauschjahr und nachher klappt es doch nicht. Bei Gymnasiasten passiert es öfters, dass mal einer aus der Reihe tanzt und so etwas machen möchte. Laut Wikipedia heißt es sogar: “ Rund 95% der deutschen Austauschschüler besuchen ein Gymnasium, Real- oder Hauptschüler sind kaum vertreten.“ Wahrscheinlich wäre ich der erste auf meiner Schule, der es mal ausprobiert^^.
Eines Nachmittags kam ich nach Hause. Beim Essen sprach ich wie immer mit meiner Mutter. Wie so oft in letzter Zeit fragte ich: „Und was machen wir nun mit Amerika?“
Eine unerwartete Antwort erreichte mich: „Ja wenn du da wirklich machen willst...“.
Dies war die offizielle Entscheidung wie ich fand. Ich war überglücklich und durfte endlich anfangen meine Bewerbung auszufüllen. Als aller erstes musste ich etwas über mich schreiben. Kleine Fragen beantworten und sogar einen einseitigen Brief an meine zukünftige Gastfamilie schreiben. Der macht mir besonders viel Arbeit. Ein wenig half mir auch der Google-Übersetzer und einige Vorlagen aus dem Internet. Weiter ging es mit Informationen über meine Familie. Meine Eltern mussten auch einen Brief schreiben. Alles auf Englisch versteht sich. Da meine Mutter (welche den Brief schreiben wollte) kein Englisch kann, schrieb sie ihn erst mal auf deutsch und ich übersetzte ihn anschließend. Der 3. Teil war für meine Englischlehrerin an meiner Schule gerichtet. Sie musste einige Essays über mich schreiben und ob ich schon sitzen geblieben wäre und so weiter. Dann sollte ich noch zum Arzt. Allerdings bekam ich erst einen Termin in einigen Wochen. Meine nächste Aufgabe war es auf einem Blatt all meine Noten der letzten Jahre aufzuschreiben. Nr.6 war die Fotocollage an meine spätere Gastfamilie. Obwohl ich künstlerisch nicht sonderlich begabt bin, brachte ich auch da etwas ansehnliches zu Werke. Nun brauchte ich noch einen Reisepass. Der wurde schnell beim Amt beantragt. Ich sollte ihn in zwei bis drei Wochen erhalten. Schnell kopierte ich meinen Impfpass, welchen AYUSA auch wollte. Dann kam alles zusammen, bis auf den Arztteil und meinen Reisepass. Außerdem hatte ich mich mit meinen Eltern auf ein halbes Jahr festgelegt. Da ich als Realschüler, der nach der 10 aufs Gymnasium wechseln will, noch mal die 10 auf dem Gymnasium wiederholen muss, entschieden wir, das es besser wäre, wenn ich nach einem halben Jahr wieder einsteigen könnte. Sonst müsste ich theoretisch zwei Jahre wiederholen. Sollte es mir aber in Amerika besonders gut gefallen, ließen wir die Option offen zu verlängern.
Am ersten Montag nach den Herbstferien lief ich vor der Schule noch eben zum Briefkasten. Angekommen wartete ich erst noch. Ich wusste ganz genau, das der Einwurf dieses Briefes mein ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Trotzdem warf ich den Brief durch den Schlitz. Puhhh...

Wieder wenige Tage später erreichte mich ein Brief von AYUSA. Sie hätten den Brief erhalten und warten nun auf den Rest der Bewerbung. Den erst wenn AYUSA alle Unterlagen hat, können sie anfangen in den USA eine Schule und eine Familie für mich zu finden.
Dann musste ich zum Arzt. Ich war seit Jahren nicht mehr beim Arzt gewesen und so wurde ich zum Arzt geschleppt, wo auch meine Eltern und teilweise meine Geschwister (oja, ich habe einen älteren Bruder und eine ältere Schwester) hingingen. Der Arzt war sehr nett und unterschrieb auch alles nach meinem wohlwollen. Wir schickten auch den Arztteil weg.



Man schreibt den 10.11.2010. Als ich heute nach der Schule nach Hause komme, erblickt mich ein DINA 4 großer Brief. Von AYUSA. Wem auch sonst. Da ich den Reisepass auch erst später haben muss, bekomme ich bereits heute die definitive Teilnahmebestätigung.
Ich werde für ein halbes Jahr in die USA gehen (oder fliegen, wie ich seit neuestem alle korrigiere). Ich werde in einer echten amerikanischen Gastfamilie leben. Ich werde in eine echte amerikanischen Highschool zur Schule gehen. Jippijajea Schweinebacke.
Sollte es keine weiteren Probleme geben, werde ich die nächsten Wochen erst mal nichts von AYUSA hören. Von wegen.
Bereits einige Tage nach der Teilnahmebestätigung ruft AYUSA bei mir zu Hause an.
Bei dem durchgucken der Unterlagen sei ihnen noch aufgefallen, dass der Arzt, bei dem ich war, mich erst seit einem Monat kannte. Ich bekomme die ganzen Arztunterlagen zurück.
Nun darf ich mir einen Arzt suchen, der mich schon mindestens ein Jahr kennt. Da ich seit Jahren bei keinem Arzt mehr war, wird das etwas schwierig. Dann finden wir doch einen. Doch der hat grade Urlaub. Wir warten. Nach dem Urlaub ist er ein paar Tage krank. Wir warten. Die Arztunterlagen fülle ich selber schon mal aus, er muss dann nur noch unterschreiben. Meine liebe Schwester erklärt sich bereit, morgens die Unterlagen zu ihm zu bringen. Natürlich mit denen von ersten Arzt, damit er mich nicht noch mal untersuchen muss. Er unterschreibt endlich. Zusammen mit den Arztunterlagen und dem frisch erhaltenen Reisepass macht sich wieder ein Brief auf in Richtung Berlin. Diesmal hoffentlich zum letzten Mal.


23.12.2010
Heute bekomme ich den nächsten Brief von AYUSA. Es ist zwar klar, dass es sich um Weihnachtspost handelt, aber es freut einen ja doch.



28.01.2011
Wieder ein Monat geschafft. Gestern habe ich von AYUSA eine E-Mail bekommen mit den Terminen für die Vorbereitungsseminare. Meines in Köln wird am 04.06.2011 – 05.06.2011
Sein. Daraufhin habe ich mir von einem Mädchen, welches sich zur Zeit in Amerika befindet, ein Video vom letzten Vorbereitungsseminar angeschaut. Erst dann habe ich herausgefunden, dass das Seminar in einer Jugendherberge stattfindet. Das heißt mit sechs wildfremden in einem Zimmer übernachten. Nicht, dass ich nicht offen dafür wäre, aber das ist doch ein komisches Gefühl. Darum habe ich mich entschlossen, in meinem Austauschforum etwas aktiver zu werden und auch ein paar Kontakte zu knüpfen (Mann möchte ja auch welche kennen).
Die sieben Abflugtermine für die NY-Paket Bucher habe ich schon schon bekommen.
Hier sind sie:

· Gruppe 1: 20.07. - 23.07.2011
· Gruppe 2: 27.07. - 30.07.2011
· Gruppe 3: 03.08. - 06.08.2011
· Gruppe 4: 10.08. - 13.08.2011
· Gruppe 5: 17.08. - 20.08.2011
· Gruppe 6: 24.08. - 27.08.2011
· Gruppe 7: 31.08. - 03.09.2011

Ich hoffe, ich werde in Gruppe 3- 5 sein. Schließlich hätte ich doch ganz gern noch ein paar Wochen Vorbereitung (aber auch nicht zu viele^^). Achja, Weihnachten ist ja auch noch nicht sooo lange her. Unter anderem habe ich von meiner Tante sechs 1$ Scheine bekommen. Dann kann ich mir in New York schon mal einen Burger kaufen^^. Außerdem habe ich von meiner Schwester ein Tagebuch gekriegt. Aber ein besonderes....
So, nebenbei habe ich mir eben bei Amazon eine US-Amerikanische Flagge bestellt (Maße 90cm x 150cm). So eine sollte doch jeder zukünftige Austauschschüler besitzen, nicht wahr?

01.02.2011

Noch genau sechs Monate bis zu meinem berechnetem Abflug. Zudem kam eben meine USA-Flagge. Sie hängt bereits über meinem Bett. Dafür musste ich leider meine Oblivion-Karte abhängen. Macht sich aber trotzdem gut.

23.02.2011

Soeben habe ich per Mail den Anmeldungsbogen für die Vorbereitungstreffen bekommen.
Jetzt aber schnell für Köln anmelden. First come first serve.

04.03.2011

Die Zeit verstreicht und ich kann nichts dagegen machen. Noch ca. fünf Monate dann geht´s los^^

31.03.2011

Nun kann ich es einfach nicht mehr hören. Dauernd höre ich als Realschüler die Frage: Und, was machst du nach der Schule? Ich mache einen Schüleraustausch nach Amerika. Und wo dahin? In die USA. Ja wo denn in die USA? Weiß ich noch nicht. Kommt drauf an, wo meine Hostfamilie wohnt, die ich ja noch nicht habe.
Ich kann die Leute zwar verstehen die mich fragen aber nervt entzwischen nur noch. Dauernd die gleiche Frage! Anfangs sprach ich noch gerne über den Austausch und das tue ich auch bestimmt wieder, wenn ich endlichendlich weiß WO ich wohnen werde. Entzwischen gucke ich ja doch regelmäßig in den Briefkasten.

01.05.2011

Wieder ein Monat später, noch immer keine Hostfamily.
Mittlerweile schaue ich täglich in unseren Briefkasten. Aber es ist ja noch viel Zeit...

18.05.2011

Und ich dachte erst, der Brief wäre nur für das VBS in Köln. Aber falsch gedacht:
Ich komme nach Kansas in die Kleinstadt Andover!!! Ich habe einen Gastvater, zwei Brüder (16 und 9) und eine Schwester (9). Ihre Namen sind Gregory, Stephen, Seth und Gabrielle. Von einer Mutter ist nirgends die Rede. Möchte sie aber auch nicht bei der ersten E-Mail drauf ansprechen, die ich übrigens schon rausgeschickt habe. Hach, jetzt simma erst ma richtisch glücklich.

03.06.2011

Nur ein halber Monat ist vergangen und doch ist soviel passiert. Bis zum Mittwoch, den 18.05.2011 war noch alles in Ordnung. Doch dann passierte es: Ich saß mit meiner Mutter beim Abendessen. Wie jeden Mittwochabend war mein Bruder beim Sport. Das Telefon klingelte und meine Mutter ging dran. Auf der anderen Seite hörte ich die Stimme meines Vaters. Ich verstand nur die Worte Nadine Steffenhagen (Meine AYUSA-Betreuerin) und Platzierung. Meine Mutter legte auf und wurde ganz komisch. Sie erzählte mir, dass mein Vater grade eine E-Mail von AYUSA bekommen hat. Dort drin stand, dass meine Schule in den USA keine Semesterschüler aufnehmen will. Damit sei meine Platzierung also einfach hinfällig geworden. Einfach so teilte mir AYUSA mit, dass ich nicht zu den Hamms kommen werde, dass ich vielleicht in einen ganz anderen Staat gesteckt würde. Mein Vater versicherte mir, dass er am nächsten Tag bei AYUSA anrufen würde und die ganze Sache klären würde. An diesem Abend war doch sichtlich geschockt über diese plumpe Absage. War es in den USA nicht möglich, die Schule vorher zu Fragen, ob sie Semesterschüler aufnimmt? War es nicht möglich, mir das persönlich zu Sagen und nicht nur eine kurze E-Mail dahinzuschludeln? Oder war AYUSA einfach zu feige? Noch vor einer Woche habe ich jeder erdenklichen Person erzählt, wohin meine Reise gehen sollte. Ich hatte und habe keine Lust nun jedem auf die Nase zu binden, dass wohl doch nicht nach Kansas geht. Ich habe es bis jetzt noch immer nicht vielen erzählt. Sie erfahren es schon noch früh genug.
Wie auch immer, mein Vater hat dann also bei AYUSA angerufen und denen etwas Feuer unterm Hintern gemacht. Es tut ihnen natürlich furchtbar leid und sie versuchten jetzt so schnell wie möglich eine neue Gastfamilie und Schule zu finden. Außerdem hatten meine Eltern kurz nachdem ich meinen Abflugtermin bekommen habe auch ihren Urlaub gebucht. AYUSA versicherte uns, dass sie das berücksichtigen würden.

So, dann habe ich noch bevor die Absage kam einen Anruf von AYUSA bekommen, dass ich noch zwei Impfungen bräuchte. Gesagt, getan. Das Opfer bin ich bereit zu bringen.

Und DANN kamen auch noch meine Visumsunterlagen. Das hieß schnell das Onlinedingens ausfüllen und einen Termin bei der Botschaft vereinbaren. Dazu kommen noch Gebühren in Höhe von 98,- €. Ein Passfoto für das Visum habe ich schon machen lassen (5x5 cm = 12€).
Nach einigen Schwierigkeiten haben wir es auch geschafft, das Foto zu Scannen und Hochzuladen. Letztendlich hat mein Bruder es noch mit Photoshop bearbeiten müssen, damit es auch ja angenommen wird. Dann gemeinsam mit meinem Vater das Online-Formular ausgefüllt. Scheiß Arbeit! Und NEIN Herr Obama, ich will nicht in die USA um Prostitution nach zu gehen, ich gehöre keine Terroristischen Organisation an und ich gehöre auch zu keiner Paramilitärischen Einheit.

So und dann ist Morgen dass Vorbereitungsseminar. Zwar gehe ich jetzt ohne Gastfamilie mit einem anderem Gefühl dahin, aber ich freue mich mal mit Gleichgesinnten zu reden.



06.06.2011

So das Vorbereitungsseminar (04.06.2011-05.06.2011) ist vorüber. Hatte leider während der 2 Tage einen leichten Schnupfen, weshalb ich es nicht so genießen konnte wie ich es gewollt hätte. Auch ein Grund warum ich heute zu Hause geblieben bin. Schließlich muss ich für morgen absolut fit sein, denn morgen schreibe ich meine erste ZAP (Zentrale AbschlussPrüfung) in Deutsch. Also, das VBS war ganz interrissant, es war wirklich mal total erfüllend mit so vielen gleichgesinnten zusammen zu sein. Ich als Kölner hatte es ja sowieso ziemlich gut, schließlich musste ich nur etwa eine dreiviertel Stunde mit Fahrrad und Straßenbahn fahren. Einer kam sogar extra aus dem Schwarzwald angereist, was etwa fünf!! Stunden gedauert hat. Kurz nach der Ankunft hat dann jeder sein AYUSA T-Shirt bekommen. Gefällt mir ziemlich gut (Hinten steht drauf "Wegflieger"). Und nein AYUSA, ich bin kein Halb-Amerikaner nur weil ich Dustin heiße So um 11.00 Uhr ging das Programm los mit einer kleinen Einführung. Die AYUSA-Mitarbeiterinnen und die Returnees haben sich vorgestellt. Später habe ich mich auch mit einigen Returnees unterhalten. Eine meinte, dass sie gerne bei den Cheerleadern mitgemacht hätte, aber in ihrer Schule waren da wohl nur die “Bitches“ drin. So, weiter in der Reihenfolge. Es wurde gesagt, dass bis auf Brasilien und Taiwan in jedes der 20 Länder die AYUSA anbietet mindestens ein Schüler hinfliegt. Japan sei aber dieses Jahr nicht so gut besetzt, was eventuell und nur eventuell mit den Kernschmelzen in Fukushima zu tun haben könnte. Die USA ist nach wie vor absolut erstplatzierter, wenn es um Austauschländer geht. Außerdem fragte die AYUSA-Mitarbeiterin (es waren bestimmt 7 oder 8 AYUSA-Mädels da) wer denn schon alles eine Gastfamilie hat. Also etwa 50% hat schon eine. Dabei waren auch Sonderfälle. Zum Beispiel hatte ein Mädchen 8 Geschwister oder ein anderes hatte zwei schwule Väter. Bin ja mal gespannt, wie meine ZWEITE Gastfamilie aussehen wird. Dann wurde auch noch viel geredet, dass mehr oder minder wichtig ist. Dann gab es Mittagessen. Ich hatte zwar gehört, dass die Herberge ziemlich modern und das Essen gut sein soll aber die Essensauswahl war ziemlich bescheiden und alle Getränke haben nach Wasser geschmeckt. Nach dem Essen wurden wir alle knapp 100 Austauschschüler in länderspezifische Gruppen eingeteilt. Dort haben wir dann Collagen zu Gastfamilie, Schule und kulturelle Unterschiede angefertigt und vorgestellt. Anschließend hatten wir ein wenig Freizeit, in der ich mit den anderen 20 Jungs (Ja ja, die Jungs-Mädchen Rate war etwa 20 zu 80) Fußball gespielt hab. Ich hab das erste Tor gemacht:) Dann haben wir die Zimmerschlüssel und die Zimmeraufteilung erhalten. Ich hatte ziemliches Glück, denn ich kam unter anderem mit besagtem Henri und mit Joshua, mit dem ich schon die Collage angefertigt, in ein Zimmer. Dann gab’s wieder Freizeit und wir haben wieder Fußball gespielt. Das Abendessen ließ auch nicht lange auf sich warten. Besser als das Mittagessen war es leider nicht. Es folgte das Abendprogramm. Wir hatten drei Möglichkeiten: Karaoke singen, am Rheinufer spazieren gehen oder Gesellschaftsspiele spielen. Ich entschied mich für den Rundgang. Nach einer Stunde waren wir zurück. Der restliche Abend war total langweilig. Die Mädchen sangen Karaoke und letztendlich saßen die Jungs zusammen in der Ecke und mussten sich noch zwei weitere Stunden das gesinge anhören und konnten sich aufgrund der Lautstärke nicht vernünftig unterhalten. Aber um 23.00 Uhr gingen wir dann in unser Zimmer. Der Tag war sehr heiß und es folgte ein starkes Gewitter. Zudem feierten genau unter unserem Zimmerfenster (das wir wegen der Schwüle die ganze Nacht auf hatten) eine Spanische Gruppe offenbar Geburtstag. Die Mischung aus Erkältung, lautem Gerede (Angeblich war um 22.00 Uhr Nachtruhe) unter dem Fenster, Schwüle, der dicken Decke, dem später prasselndem Regen und Donnerschläge mit der ungewohnten Situation mit drei wildfremden Jungs in einem Zimmer zu Schlafen war nicht das richtige für einen guten und erholsamen Schlaf.


07.06.2011

So gestern Abend wurde es dann doch zu spät. Vor meiner ZAP schreibe ich also noch den zweiten Tag nieder. Erst mal gegen halb sechs aufgewacht, dann um kurz vor acht aufgestanden. Den "Koffer" gepackt und dann zum Frühstück gegangen. Wäh!! Trockenes Toast, Multivitaminsaft, der nach Wasser schmeckt und undefinierbaren Obstsalat. Da hab ich auch noch ein ganz nettes Mädel kennen gelernt (Mann! Ich habs mit Namen einfach nicht) Sie fliegt jedenfalls nach Italien. Wäre nicht so mein Fall. Die Sprache erinnert mich zu stark an Französisch. So, nach diesem tollen Mahl haben wir unsere Bettwäsche und unsere Zimmerschlüssel abgegeben. Dann ging das Programm weiter. Die AYUSA-Frau teilte uns mit, dass zwei Gastfamilienbriefe auf uns warten würden. Ein Junge kam nach Pennsylvania und ein Mädel in die nähe von Helsinki (Nicht USA, sondern Finnland:). Mir war klar, dass ich keine bekommen würde, denn innerhalb von zwei Wochen findet sich mit Sicherheit keine. Dann kam der spannendste Programmpunkt: Die Programmregeln. Eine Stunden lang wurde der Vertrag durchgekaut, obwohl man den ja eigentlich kennen sollte. Anschließend wurden wir wieder in Gruppen eingeteilt. Dort wurde dann über die Grenzen der Anpassung geredet. Was man sich gefallen lassen darf und was nicht. Ist ja eigentlich ziemlich klar, dass mich niemand sexuell Belästigen darf. Danach ging es raus zum Gruppenfoto. Auch mit meiner Kamera wurde ein Foto gemacht.

Super Erinnerung! Dann gab es wieder ein, meiner Meinung nach sinnloses Spiel, bei dem ein paar Mädels ein paar Taschen mit AYUSA-Logo gewonnen haben. (Wie ich später erfahren habe, waren das welche von http://www.austauschschueler.de). Nun ging das Spiel mit dem Rollenspiel los, worauf ich ja eigentlich überhaupt keine Lust hatte. Ich musste mit meiner Gruppe die Szene nachspielen, wenn man den Platzierungsbrief erhält.
Erwies sich dann doch als ganz lustig. Schließlich spielte ich einen Teil eines schwulen Ehepaares. Die Tochter kommt grade nach Hause und öffnet den Gastfamilienbrief. Dort erfährt sie dann, dass sie ebenfalls in eine schwule Gastfamilie kommt. (Nun, wir hatten leider nur ein Mädchen in der Gruppe :). Wir sprachen uns schon einmal ein wenig ab, wie alles im großen und groben funktionieren sollte. Dann gab es erst mal das letzte Essen unseres Aufenthaltes. Das gleiche wie am Tag davor. Tolle Jugendherberge. Zum Glück hatte AYUSA dafür gesorgt, dass neben dem Seminarraum immer ausreichend richtige Getränke vorhanden waren. So mussten wir nicht immer den wässrigen Tee trinken. Nach dem Essen mussten wir unser Rollenspiel vorführen. Wir gingen in einen anderen Raum, da um 13.00 Uhr unsere Eltern kamen um das Thema Schüleraustausch auch noch mal drei Stunden auf sich wirken zu lassen. Ja, die Rollenspiele der anderen Gruppen waren ziemlich gut und auch ganz lustig. Da wir dann doch nicht sooo gut vorbereitet waren, kamen wir als letztes dran.
Aber auch wir haben unsere Aufgabe ganz souverän bewältigt. Auch wenn das Wetter allmählich unerträglich wurde, gab es nur eine gaaanz kurze Pause bevor es weiterging.
Es ging Richtung Ende und ich war ganz froh darüber, denn ich hatte null Bock noch länger zuzuhören. Ich versuchte es trotzdem. Nun kamen noch hilfreiche Tipps. Taschengeld, Visum, Gastfamiliengeschenk (Ich wusste gar nicht, dass in den USA diese Schokoladen Überraschungseier verboten sind). Zu allem etwas halt. Die letzte Stunde ging rum. Auch die AYUSA-Mitarbeiterin hatten glaub ich allmählich genug von dem vielem Gerede ihrerseits und den vielen Fragen der zukünftigen Austauschschüler. Ließ sie sich aber nicht großartig anmerken. Es war etwa 15.30 Uhr. Nun durften wir noch alle eine wunderschöne AYUSA-Tasche mitnehmen und ein 50-seitiges Handbuch zum Schüleraustausch. Die Eltern brauchten natürlich 20 Minuten länger als vorgesehen (ja, die besorgten Eltern hatten natürlich noch viel, viel mehr Fragen als wir).
Aber auch diese Tür öffnete sich und mein Vater erblickte mich. Ihm hatte das Infotreffen nicht sonderlich gut gefallen. Das allermeiste hat er schon gewusst und es wurden wohl auch sehr viele sinnlose und doppelte Fragen gestellt. Ich verabschiedete mich von allen neuen Bekanntschaften, die ich während des Wochenendes getroffen hatte und gemeinsam fuhren wir dann gen Sonnenunterga...., nein Moment, es regnete ja ziemlich stark und es war erst 16.20J

Joa, VBS überstanden. Rückblickend kann ich nur sagen, dass AYUSA seinen Job sehr gut gemacht hat, auf jeden Fall noch ein paar offene Fragen geklärt wurden und es wirklich toll war mit so vielen ehemaligen und zukünftigen ATS zusammen zu sein. Die Vorträge wiesen doch ein paar Längen auf aber ich stelle es mir auch unheimlich schwer vor, so etwas in der richtigen Länge zu präsentieren.
Nun, die Spiele, insbesondere das Rollenspiel, waren ja an sich ganz lustig, aber ob sie uns bei der schwersten Zeit unseres Lebens (wie ein anderer Kölner bei dem VBS es mal nannte) wirklich helfen werden, das ist meiner Meinung nach mehr als fraglich. Ich denke aber nun auch eher, dass das Wochenende uns helfen sollte mehr Kontakte mit Gleichgesinnten zu schließen. Denn wenn man sich während des Austauschs mit Problemen und eventuell sogar Lösungen austauschen kann, dann ist das viel mehr Wert als jeder Vortrag.

So, jetzt geht es wieder in die Gegenwart. Gestern hat mein Vater die 98€ für das Visum überwiesen. Muss ich jetzt wieder ein schlechtes Gewissen haben? Ich versuchs mir zu verkneifen, immerhin muss ich später noch einen Koffer, den Tuberkulosetest, Gastfamiliengeschenke und bestimmt vieles mehr bezahlen (lassen). Jetzt warte ich erst noch auf die Bestätigung, dass die Botschaft das Geld erhalten hat. Auch das AYUSA-Handbuch (ich habe zuerst Handtuch verstanden. Ich dachte schon, jetzt hätte ich ein tolles Handtuch mit USA Flagge aber na ja) hab ich schon komplett durchgelesen. Unter anderem interessante Dinge drin, wie die Umrechnungsformel von Celsius zu Fahrenheit und anders herum. Auch die amerikanischen Einheiten wie feed und mile wurden genau beschrieben. Also noch mehr Dinge, die man sich merken muss.


19.06.2011

Sooo viel wieder passiert. Aber chronologisch bitte:
Vor genau einer Woche haben mein Vater und ich nun einen Termin im Amerikanischen Konsulat festgelegt, und zwar für den 06.08.2011 um 11:00 Uhr. Genau zwei Tage vor meiner Abschlussfeier. Aber das ist ja eigentlich alles uninteressant, schließlich habe ich meine (hoffentlich) endgültige Gastfamilie bekommen!!! Der 13.06.2011: Es war ein ganz normaler Schultag. Ich gehe nach Hause. Ich klingle. Mein Vater geht an die Sprechanlage und sagt etwas andeutendes (Hach, was war das denn noch.Ich sollte in Zukunft öfters hier rein schreiben). Sekunden später öffnet meine Mutter die Tür. Ich reiße sie auf, stürme ins Haus und sehe mal wieder Einen AYUSA-Brief. Meine Mutter war auch wieder ganz aufgeregt. Ausgerechnet an diesem Tag ist wieder ein Bus ausgefallen. Ich schnappe mir den Brief, laufe damit ins Wohnzimmer und fange an, diesen wie ein Wahnsinniger aufzureißen. Da ich genau wusste, wo ich zu suchen hatte, sah ich sehr schnell den Schriftzug MISSOURI. Da ich die Nachbarstaaten von Kansas kannte, wusste ich das Missouri im Westen angrenzt. Schnell zur Familie weiterblättern. Vater Joseph, diesmal auch Mutter (Sarah) und eine 15-Jährige Gastschwester. Ich lass schleunigst weiter. Sie leben in einem 2500 Einwohner Dorf. Sie haben einen Hund und eine Katze (eigentlich zwei Katzen wie ich später erfahren habe). Natürlich waren auch Bilder beigelegt. Das war der erste Moment, wo ich wusste, dass diese Platzierung ganz klar anders ist als die erste. Sie wohnen nicht in einer Stadt, wie Familie eins. Nein, sie wohnten im Dorf und selbst das war noch fast übertrieben. Ich lass auch schnell ihren zweiseitigen Brief. Ich stellte fest, dass sie sehr katholisch sind und mich zu mehreren katholischen Veranstaltungen mitnehmen möchten. Schnell zum PC gerannt und Google Maps gestartet. Flugs das Haus gefunden, das wirklich im Nirgendwo stand. Umgeben von viieel Wald und direkt vor der Haustür einen ziemlich riesigen See. Natürlich schrieb ich der Familie Schomaker sofort eine E-Mail. Auf diesen Antworteten sie auch sehr schnell mit mehreren E-Mails. Sie erzählten von sich und auch die Tochter schrieb mir eine Mail. Sie schrieb von ihrer Schule, die nur 240 Schüler beherbergt.
Am Abend lag ich noch eine ganze weile wach im Bett. Ich war mir nicht sicher, ob ich super zufrieden sein sollte oder nicht. Schließlich sah diese Platzierung doch anders aus als die erste. Damit möchte ich nicht sagen, dass diese schlechter aussieht aber eben anders. Bei der ersten hatte meine Hostfamilie ein Haus in einer typischen amerikanischen Nachbarschaft mit einer großen Schule in der nähe. Die andere hatte eine Haus mitten im Wald und einer kleinen Schule über zehn Kilometer entfernt. Doch ich wollte natürlich ohne Vorurteile an die Sache herangehen. Nun, ich schrieb mir weiterhin Mails mit ihnen, und ich schlug vor uns doch mal über skype zu unterhalten. Sie luden sich das Programm runter und wir verabredeten uns für Sonntag 20:00 Uhr bei mir, 13:00 Uhr bei ihnen. Wir der Zufall es wollte, traf ich den Herrn Schomaker bereits einen Tag früher bei skype. Ich fragte ihn, ob er etwas zeit hätte. Er beyeste und schon drückte ich auf anrufen. Mein erster Anruf in die weit entfernte Welt der USA. Das piepsen verstummte und ein Mann sagte mit tiefer Stimme: „Hi Dustin, how are you?“ Ich antwortete professionell auf diese wohlbekannte Frage. Er begann über das Leben in Missouri zu reden und ich versuchte zu zuhören. Oft hab ich auf http://www.austauschschueler.de gelesen, dass man zwar fürchterlich nervös wäre beim ersten Anruf, aber, dass man sich eigentlich gut versteht. Von wegen! Der Amerikaner plauderte munter drauf los und ich verstand nur Bruchstücke. Oft musste ich nachfragen und ihn bitten, den letzten Satz noch einmal zu wiederholen. Später kam auch Catherine (die Tochter) dazu. Sie verstand ich noch schlechter (Junge Amerikanische Mädchen haben echt eine unnatürlich hohe Stimme). Am nächsten Abend rief ich sie dann wieder an, diesmal auch mit Webcam. Auch sie hatten eine und die Verbindung war ausgezeichnet. Ich sah alle drei Schomakers. Es war diesmal ein bisschen besser mit dem verstehen. Aber nicht viel. Lags jetzt an ihrem starken Akzent oder an meinen fehlenden Englischkenntnissen? (Ist schon ein scheiß Gefühl, wen einer von ihnen etwas fragt und sie alle drei einen ganz erwartungsvoll angucken und man selbst weiß nicht was sie denn eigentlich gefragt haben. Na ja, nächste Woche selbe Zeit. Dann mit meiner Mutter, die kein Englisch spricht.

26.06.2011

Nächste Woche, selbe Zeit. Da bin ich. Gestern wieder geskypt. Mit meiner Mutter, meinem Vater und meinen Gasteltern und deren Tochter. Alle zusammen also. War gestern schon ziemlich lustig. Meine Eltern haben versucht, was sie konnten, haben sich aber auch ganz gut geschlagen. Die Amerikaner haben mir ihr ganzes Haus gezeigt. Mein Zimmer wird im Keller sein (aber keine Sorge, ich hab ein Fenster). Direkt neben meinem Zimmer wohnt Cati und daneben ist ein Badezimmer. Dann haben sie mir noch den Blick aus ihrem Fenster auf den See gezeigt (Für mich ist das ja eher ein Fluss). Gigantisch. Da kam sogar Urlaub-Feeling auf. Man kann mehr als 50 Meilen weit sehen. Und vor fünf Minuten haben sie mir Bilder geschickt von dem Sonnenuntergang. Wowwwww!!!!! Auch wenn es vielleicht nicht die typisch-amerikanische Wohnsiedlung ist, kann ich doch sehr zufrieden sein. Die drei sind einfach total nett und freundlich. Bisher habe ich den Eindruck, dass sie mir den Hintern hinterher tragen wollen. In den Winterferien wollen sie mit mir in den Urlaub fahren (Rocky Mountains oder Florida). Und Eintrittskarten für ein Baseball- und Footballspiel haben sie auch schon. Meinen Stundenplan haben wir auch schon festgelegt:

1st Hour: CP English (aber erst mal in Grade 10)
2nd Hour: US History
3rd Hour: Physical Education (P.E.)
4th Hour: Biology I
5th Hour: Psychology (damit ich auch etwas verwegenes habe^^)
6th Hour: Algebra II CP
7th Hour: Desktop Publishing (Bilderbearbeitung mit Photoshop und so)

Laut meiner Schulhomepage dauern die Stunden folgendermaßen:

First Hour: 8:15-9:06
Second Hor: 9:10-10:01
Third Hour: 10:05-10:56
Fourth Hour: 11:00-11:51
Lunch Period: 11:51-12:16
Fifth Hour: 12:20-1:11
Sixth Hour: 1:15-2:06
Seventh Hour 2:10-3:01

Hach, sind doch herrlich verrückt diese komischen Zeiten. Eine Schulstunde dauert also 51 Minuten. Muss ich mal in der Schule vorschlagen. Na ja, in zwei Wochen ist sowieso Abschluss.
Nächste Woche wird um 10.50pm geskypt. Dann sind die gerade mit anderen zusammen, die sie mir gerne vorstellen möchten.

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Re: Hin und wieder zurück: 5 Monate USA(MO) und zurück bitte

Beitragvon Dustin94 » 09.07.2011, 12:20

Noch 25 Tage! Gestern war Abschlussfeier und damit der letzte Tag in einer deutschen Schule für über 6 Monate. So der Koffer ist auch schon angekommen. Hoffentlich hält der auch alles aus. Wäre ziemlich dämlich in New York zu stehen und plötzlich kommt mir der ganze mist entgegen^^ . Ach ja, und heut morgen noch gedacht: „Wann wohl das Visum kommt?“ Und eine Minute später kommt meine Mutter rein und drückt mir den Brief in die Hand. Die Amis haben alles schön in meinen Reisepass reingetackert.

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Re: Hin und wieder zurück: 5 Monate USA(MO) und zurück bitte

Beitragvon Dustin94 » 27.07.2011, 12:38

27.07.2011

Ja, was soll ich sagen? Dann geht es nun echt bald los. Noch genau 1 Woche oder 7 Tage oder 168 Stunden oder 10080 Minuten oder 604800 Sekunden... Damit die Zeit etwas schneller vorbei geht, gucke ich mir nun auch jede Nacht ein paar Folgen meines Lieblings Let´s Players Gronkh an. (Gronkh, du bist klasse!)
Ich bin ehrlich: Ich hab allmählich die ganzen Vorbereitungen echt satt. Ich will endlich im Flieger sitzen. Gleich noch schnell das letzte Gastgeschenk kaufen gehen (Mein Gastvater hat nach meiner T-Shirt Größe gefragt, vielleicht kriege ich ja auch etwas J), anfangen die Packliste zu schreiben, alle Telefonnummern für meine achsoängstlichen Eltern aufschreiben, meiner Mutter die Geschichte mit der Notlandung im Hudson River erzählen und mein Zimmer abflugbereit machen (sprich sauber machen).

Apropos Abflugbereit: Meine Vater hat gestern mal nachgeguckt, mit welchem Flieger es seinen Anfang nimmt. Ich werde mit einer Boeing B747-400 fliegen. Und wo sitze ich? Hinten, aber wirklich gaaanz hinten links, aber immerhin am Fenster. Übrigens werde ich wohl vom Kölner Hauptbahnhof aus alleine den ICE Richtung Frankfurt nehmen. Wir hatten uns die Option offen gelassen, ob ich mit dem Zug fahre oder ob wir gemeinsam mit dem Auto nach Frankfurt düsen. Am Hauptbahnhof gibt’s aber schon einen Lufthansaschalter und es ist auch für meine Eltern und meinen Bruder leichter mich am Bahnhof zu verabschieden und nicht anschließend noch zwei Stunden nach Hause fahren zu müssen. Vor einem Jahr dachte ich noch, das wird ein Bilderbuchabschied. Soll heißen, wir stehen alle am Flughafen, verabschieden uns und ich gehe dann langsam in den dunklen Tunnel, bis dieser eine Biegung nimmt und ich von ihm verschlungen werde (Mann, ist das poetisch J).

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Re: Hin und wieder zurück: 5 Monate USA(MO) und zurück bitte

Beitragvon Dustin94 » 31.07.2011, 23:13

So, erster Eintrag von meinem Laptop. Generalprobe sozusagen. Überübermorgen (Also in drei Tagen) geht es dann nun endlich los. Gerade eben noch mal mit meiner Hostfamily geskypt (zum letzten Mal) und ich habe echt den Eindruck, als wenn ich sie bereits viel besser verstehen würde. Wahrscheinlich sprechen sie aber einfach nur sehr langsam um mir zu helfen. War aber auf jeden Fall wieder seht lustig. Wenn man einen Witz auf Englisch versteht, ist er gleich doppelt so gut. Außerdem ist die Hitze welle die die USA zurzeit in Atem hält noch nicht vorüber. Nur in New York sinds zurzeit angenehme 30 Grad. In Missouri ist einer der härtesten Sommer aller Zeiten zugange, der fast täglich die 40 Grad erreicht. Bin ich ja von Deutschland nicht gewohnt, aber hier haben wir auch keine Klimaanlage im Haus.
Hab mir vor ein paar Tagen auch mal eine Liste gemacht. Enthalten sind die wichtigsten Maßeinheiten der USA (z.B. Fahrenheit). Und ich hab auch eine Liste gefunden, in der die wichtigsten Mathematischen Begriffe auf Englisch übersetzt sind. Man möchte in der Schule doch zumindest ein bisschen verstehen. Morgen wird dann der Koffer gepackt und auch noch ein paar vernünftige Kaugummis gekauft, wie mir der Herr S. geraten hat (Für den Flug, wegen des starken Druckunterschiedes). Ich versuche jetzt täglich bis zu meinem Abflug in meinen Blog zu schreiben. Ist ja schließlich die wichtigste Zeit eines Austauschschülers 

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Re: Hin und wieder zurück: 5 Monate USA(MO) und zurück bitte

Beitragvon Dustin94 » 01.08.2011, 23:49

01.08.2011

Der Monat meines Abfluges ist soeben eingetroffen. Die Tage werden kürzer und somit auch stressiger. Heut morgen noch schnell die letzten Sachen gekauft (Gute deutsche Schokolade) und die Kaugummis. Und dann heute Nachmittag meinen Koffer gepackt. Seit Tagen schon hab ich und auch meine überfürsorgliche Mutter alles was wohl gebraucht wird in das alte Zimmer meines Bruders gelegt. Da ist ja auch genug Platz und es stört keinen. Also alles was sich die letzten Tage dort angestaut hat kam kurzerhand in den Koffer. Nach der Endabnahme wog er 21,7 Kg. 23 sind erlaubt. Hoffe das reicht als Stauraum für die New York Souvenirs. So jetzt werde ich hier grad von 2 Flugkollegen und der Cati zugeposter via Facebook. Aber ich genieße es. Die letzten ungestörten Tag im alten Deutschland. Naja weiter geht’s. Morgen wir dann auch das Handgepäck gepackt () und mal gucken wie viel da reinpasst. Natürlich auch haufenweise Telefonnummern und Adressen in jedes Gepäckstück gelegt. Soll ja alles im Fall der Fälle an die richtige Adresse gehen. Ich darf nur nicht vergessen auch meine USA Flagge mitzunehmen. Hätte mich mein Bruder nicht erinnert, häng die noch immer über meinem Bett. Wusstet ihr übrigens, dass die 2. Person Singular von fechten du fichtst heißt? Ist ja echt komisch. Die spinnen die deutschen. In Amerika ist die Grammatik dann doch wesentlich einfacher 

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Re: Hin und wieder zurück: 5 Monate USA(MO) und zurück bitte

Beitragvon Dustin94 » 02.08.2011, 23:38

02.08.2011


Vor einigen Monaten hätte ich nicht gedacht, dass ich diesen Tag noch erleben darf. Damals waren meine Eltern schließlich auch absolut gegen den Austausch. Ich glaube, wenn ich jetzt meiner Mutter sagen würde, dass ich hierbleibe dann wäre sie heilfroh. Mein Vater bleibt natürlich ganz cool. Ich scherze lieber über einige Dinge, wie zum Beispiel über die Gefahr des Fliegens (dabei ist das Flugzeug statistisch gesehen das sicherste Fortbewegungsobjekt) als mit meiner Mutter alle möglichen Katastrophen durchzugehen. Allmählich kriege ich zwar auch einen etwas kribbeligen Magen aber das ist jawohl mehr als normal in meiner Situation.
Meiner Meinung nach kann man sich einen Tag vorher noch gar nicht vorstellen am nächsten Tag seine Familie, seine Freunde und seine gewohnte Umgebung für ein halbes Jahr zu verslassen. Denn genau das fühle ich gerade (Ja, ich spreche gerade über meine Gefühle). Ich kann mir im Moment nicht vorstellen morgen all das zu verlassen. Aber das ist auch ganz normal (zumindest wenn ehemalige ATS in ihren Blogs nicht lügen). So, genug über meine Gefühle. Wat ham ma denn heut alles jemacht? Ganz wichtig erst mal: Die bestellten Dollars von der Bank abgeholt (Wie viele? Na, über Geld spricht man nicht, man hat es nur ).
Auch ganz wichtig: Meinen Laptop fertig präpariert. Alles lebenswichtige sollte nun eigentlich drauf sein. Öhm,.. dann natürlich alles was in irgendeiner Weise technisch ist, wurde aufgeladen (sprich Handy (Für die Amerikaner unter uns mobile phone) und Kamera). Alle Dokumente mehrere Male durchgecheckt und natürlich das Handgepäck gepackt. In den Koffer mussten auch noch einige Dinge, weshalb er dann auch plötzlich 23,8 Kilo wog. Haben es dann aber doch noch geschafft, ihn auf genau 23 Kilo runter zu handeln.
Morgen früh muss ich dann irgendwie die Ladegeräte unterkriegen. Naja, mal schauen. Ansonsten hab ich mich noch von meiner Schwester + Freund und von meiner Oma verabschiedet. Allen anderen hatte ich bereits Lebe wohl gesagt. Gerade bevor ich den Blog weiterschreiben wollte, hat mich auch noch eine kleine Armee Facebook Nachrichten überrannt. Danke dafür. In 47 Minuten beginnt mein Abflugtag. Und in etwa 20 Stunden hocke ich schon in New York. Der nächste Eintrag erfolgt also entweder:

Möglichkeit 1 : Wenn mir langweilig ist vom Flugzeug

Möglichkeit 2 : Von New York wenn ich Zeit finde

Möglichkeit 3 : Von meiner Gastfamilie wo ich bestimmt Mal Zeit finden werde 

Machen wir es kurz: Macht’s gut, man sieht sich dann in 5 Monaten nochmal (oder auch bei Skype)

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Re: Hin und wieder zurück: 5 Monate USA(MO) und zurück bitte

Beitragvon Dustin94 » 09.08.2011, 06:32

03.08.2011

Möglichkeit 1 ist eingetroffen: Ich sitze im Flugzeug und neben mir sitzt eine Amerikanerin die schläft. Heute Morgen hat alles gut geklappt. Meine Mutter hat sich entschieden, nicht mit zum Bahnsteig zu fahren. Vielleicht besser so.
Als erstes wurde von meinem Vater und meinem Bruder zur Bahn gefahren. Unterwegs ist mir natürlich noch eingefallen, dass ich fast alle Aufladegeräte vergessen habe. Also nach 5 Minuten Fahrt ging es wieder zurück. Danach aber auf direktem Weg Richtung Kölner Hauptbahnhof. Dort erst mal den Lufthansa Schalter nicht gefunden. Nach etwas Sucherei hatten wir dann doch Glück. Wer konnte den auch wissen, dass der Lufthansaschalter umgezogen ist. Selbst die alten Wegweiser hingen noch überall.
Anschließend haben wir dann auf die Bahn gewartet. Das war der Moment, wo es heißt Auf Wiedersehen zu sagen. Der ICE kam pünktlich und wir haben uns auch nur kurz verabschiedet. Ich stieg ein und wusste, dass meine Zeit als Austauschschüler beginnen kann. Eine Stunde Zugfahrt Richtung Frankfurt. Absolut nichts Spannendes. Schließlich kam ich am Frankfurter Flughafen an. Erst mal null Orientierung. Wir mir der Lufthansamann in Köln sagte, müsste ich nur zwei Rolltreppen hoch und dann wäre ich auch schon da. Er sollte Recht behalten. Nach zwei Rolltreppen und nach der Erkenntnis, dass ein Vogel meinen Koffer beschmutzt hat (wie eigentlich? Vor der Zugfahrt war er noch sauber) sah ich das Schild, das Richtung Lufthansa Schalter zeigte. Ich ging hin und sah erst mal die lange Schlange. Ich stellte mich an und nach etwa 20 Minuten kam ich an die Reihe. Nervös wie ich war legte ich erst mal mein Flugticket und meinen Reisepass auf die Theke. Die Frau tippte alles in ihren Rechner ein und fragte mich anschließend wo ich denn in New York wohnen würde. Och ne!!
Die Adresse des Hotels war natürlich im Handgepäck. Ganz unten. Also Handgepäck geöffnet und durchwühlt. Hatte zum Glück schnell mein Portmonee in der Hand un legte ihr den Adresse meines Hotels vor die Nase. Alles prima, ich bekam mein echtes Flugticket und der Koffer wurde auch direkt eingecheckt (Genau 23 Kilo!!). Dann gings los mit der langen Suche nach dem richtigen Gate. Irgendwo bei Terminal 1. Ich fragte eine Mitarbeiterin, wo de das Gate sei. Sie erklärte mir den Weg. Ohne Problem ging ich in die Richtung und fand auch schnell die ersten AYUSA-T-Shirts. Ich folgte der Masse Richtung… Moment es gibt grad Essen.
Also, ich folge der Masse Richtung Zoll. Vorher sah ich natürlich auch eine Menge Tränen Nach kurzer Zeit in der Schlange kam ich zu den Beamten. Laptop raus und den ganze Mist durch den Scanner fahren lassen. 2 Verdächtige Gegenstände. Einmal die Flüssigkeit(Shampoo) allerdings unter 100ml und somit kein Problem. Der andere Gegenstand war schon ein ganz anderes Kaliber. Eine Schere!! Im Handgepäck!!! Die hatte ich vor einigen Tagen in mein Mäppchen gelegt und sie dort natürlich vergessen. Sie wurde vom Zoll konfisziert und ich musste ohne meine Schere weitergehen. Naja. Nachdem noch ein Mann meinen Reisepass gesehen hatte, ging es weiter. Zum Gate. Dort sah ich auch sofort Henri, den ich ja schon vom VBS kannte. Wir philosophierten noch ein wenig über den Austausch und dann ging es auch schon fast los. Ich holte mir noch bei der AYUSA Frau mein Dingens ab. Also das Ding, das dann an mein Schlüsselband befestigt wird und wo die Adresse und so vom New York Aufenthalt ist. Hätten die uns das Dingen früher gegeben, dann hätte ich nicht Beim Check-In solange nach meiner Telefonnummer suchen müssen.
Das Gate öffnete sich und wir alle stiegen ein. Let´s fly to America! Der eigene Sitzplatz war schnell gefunden und auch wieder getauscht, so dass ich letztendlich neben einer Amerikanern saß, die mich auch sofort gefragt hat, wo es denn hin geht. Übrigens, das war ein Fensterplatz und da der Platz so weit hinten ist, passen nur zwei Sitze nebeneinander und damit hatte ich links von mir noch eine Menge Platz. Das Riesige Flugzeug setzte sich langsam in Bewegung UND…. Fuhr erst mal zur Startbahn. Ganz gemütlich. Nach etwa zehn Minuten drehte es sich und blieb stehen. Man konnte förmlich hören, wie der Pilot um Starterlaubnis fragte. Dann ging es endlich los. Mit schweißnassen Händen (War nun doch mein erster richtiger Flug) beschleunigte das Flugzeug und nach kurzer Zeit hob es ab. Hätte ich mir ehrlich gesagt anders vorgestellt. Mit mehr In-den-Sitz-gepresst-werden. Die erste Stunde ging ziemlich langsam rum. Die Amerikanerin war ziemlich ruhig und las oder schlief. Ich genoss die Aussicht, bis wir dann in den Wolken waren. Ich nutzte die Zeit um meinen Blog weiter zu schreiben. Auch wenn es ziemlich eng war, dafür war Platz. Nach etwa 2,5 Stunden kam das Essen. Man hatte die Auswahl zwischen zwei verschieden Gerichten. Das eine war irgendetwas anderes und das andere war was mit Hähnchen, das ich dann auch genommen habe. Dazu gab es Shrimps(Hab ich noch nie gegessen und bei meinem nervösem Magen lies ich es lieber stehen), ein Brötchen, Kartoffeln und ein Stück Kuchen. Eher ein Stückchen. Nervös wie ich war, bekam ich nicht viel runter. Aber doch mehr als erwartet. Nachdem Essen bekamen wir unsere Einreisenachweis und die Zollerklärung. So ziemlich jeder hat einige Versuche gebraucht. Auch ich. Beim ersten Mal hab ich Doof alles auf Deutsch geschrieben, beim zweiten Mal meinte einer von der Crew ich müsste unbedingt Amerikanische 7 und 1 schreiben. So, (hoffentlich) richtig liegt nun alles neben mir.
So, nun, nachdem ich die Uhr umgestellt habe auf die New Yorker Zeitzone (-6) bin ich bereit für die Ankunft. Noch sitze ich irgendwo kurz vor der Westküste der USA in 12000 Metern Höhe und warte ungeduldig. Melde mich dann später nochmal!

So, da bin ich wieder. Diesmal aus dem Newark Airport Hotel. Eben ging der Flug dann munter weiter. Zwischendurch haben uns die Flugbegleiterinnen immer Getränke oder Feuchtigkeitstücher angeboten. Gegen Ende des Fluges gab es dann noch so eine Art Würstchenbrötchen. Hat gut geschmeckt. Nun steuerten wir genau auf Newark zu. Ich hatte mit Abstand den besten Sitzplatz, weil ich links mehr Platz hatte und außerdem genau auf der Seite am Fenster saß, wo später die New Yorker Skyline zu sehen sein sollte. Wegen den vielen Wolken machte ich mir ernsthaft Sorgen. Doch ich hatte Glück. Als ich zum ersten Mal das Empire State Building erblickte, musste ich mir beinahe ein Tränchen verkneifen. Die gesamt Skyline auf einem Blick. Awesome! Dann sah ich auch noch die Freiheitsstatue und nun wusste ich, ich bin in Amerika angekommen. Obwohl wir schon zum Landeanflug ansetzen, holte ich todesmutig meine Kamera aus dem Handgepäck. Obwohl es strengstens verboten war, setzte ich das Leben der gesamten Crew und der Passagiere aufs Spiel um einige Videos zu drehen. Machten die anderen ja auch. Nun kam der zweitbeste Part des Fliegens: Die Landung. Immer wieder kamen wir in Luftlöcher, was von allen Seiten mit einem Wuahh! Kommentiert wurde. Wir landeten schließlich. Durch die Einwanderungsschalter kamen wir ohne Probleme durch. Auch mein Koffer war auf dem Gepäckband. Alles reibungslos. Ich rief mal eben zu Hause an, dass alles super war. Nur das Wetter war nicht super. Es fing an zu regnen. Nach langen Warteorgien kam unser bestellter Bus. Ich betrat das erste Mal echten amerikanischen Boden. So jetzt wird’s doch allmählich spät. Wir kamen am Hotel an, das sehr luxuriös aussah. Auch innen war alles vom feinsten. Sogar mit Swimming-Pool. Auch die Zimmer waren super. Das erste Essen bestand aus Pizza, Cookies und Cola. Echt amerikanisch. Wir haben zwar erst 21.04 Uhr aber die 6- Stündige Zeitumstellung macht mir zwar nun doch zu schaffen, weshalb ich mich dann später nochmal melden werde.


04.08.2011

Todmüde und trotzdem versuche ich den Tag zusammen zufassen. Morgens aufgestanden, geduscht und gefrühstückt. Um 8:30 Uhr ging es dann Richtung New York City. Mit zwei voll besetzten Bussen. Unterwegs wurde wirklich alles fotografiert. Wir kamen näher und die Skyline war super zu sehen. Anschließend gings in einen Tunnel, nur um anschließend in der Innenstadt rauszukommen. Genial!! Zwischenzeitlich stieg noch unser Tourguide dazu. Er machte seinen Job ausgezeichnet und verstanden hat man ihn auch. Nun fuhren wir zum Central Park. Dort stiegen wir aus und gingen vorher noch zum Ort, wo John Dylan ermordet wurde. Nun ging es in den Central Park. Er war eigentlich das unspektakulärste des Tages, ABER es war der Central Park. Unterwegs hat uns noch ein Saxophonspieler die amerikanische Nationalhymne vorgespielt. Er bekam den ersten Dollar, den ich je ausgegeben habe. Wir gingen nun durch den Park. An dieser Stelle muss ich mal erwähnen, wie gut ich doch manche Stellen kenne, sei es nun aus Spielen (GTA IV) oder aus Filmen (The day after Tommorow). Unterwegs kauft ich mir noch ein bottled Water für gerade mal 2 Dollar. Nachdem wir durch waren, nahm uns unser Bus wieder auf. Wir fuhren rüber zur Fifth Avenue. Dort stiegen wir aus um bei Maseys (wird das so geschrieben?) shoppen zu gehen. Von wegen. Wir gingen natürlich auf direktem Wege zum Apple Computer Store. Dort drin konnte man so gut wie alle Apple Produkte ausprobieren und am besten natürlich auch kaufen. Aber das Beste war das man dort auch kostenlosen Internet Zugang hatte. Also zuerst einmal eine kurze Nachricht bei Facebook hinterlassen. Als wir merkten, dass wir eigentlich schon zu spät waren, gingen wir schnell wieder zum Bus. Wir fuhren an verschiedenen Sights vorbei, wie etwa der St. Patrick´s Cathedral und dem Empire State Building (!). Nahe der Brooklyn Bridge machten wir dann Mittagspause. Anschließend gingen wir zu Fuß über die Brücke drüber. Ein ordentliches Stück, wenn man bedenkt, dass es doch allmählich sehr warm wurde. Aber das war egal. Es wurde geknipst. Weiter hinten sahen wir auch die Freiheitsstatue. Wenn ich mich recht entsinne, sind wir dann auch noch direkt an den Hudson River gegangen um dort ein megageiles Gruppenfoto zu machen (mit Blick auf Manhattan). Dann wurden wir wieder eingesammelt und wir fuhren nach SoHo. Dort hatten wir dann zwei Stunden Zeit um unsere Dollars auszugeben. Das taten wir dann auch. Nach diversen Geschäften kauft ich mir für eigentlich viel zu viel Geld ein I love Ney York T-Shirt im Militärdesign. Anschließend gingen wir rüber nach Chinatown um da billig einzukaufen. 4 T-Shirts für 10 Dollar? Gekauft.
Danach ging es zurück zum Bus. Der fuhr uns zum Abendessen in ein Italienisches Restaurant. Danach gingen wir rüber zum Rockefeller Center. Das Gebäude wurde bestiegen und uns bot sich ein außergewöhnlicher Blick. Es dämmerte allmählich und der Blick war ein einfach unbeschreiblich. Zwar war es von Touristen nur so überfüllt aber was soll es. Es ging wieder runter in den Bus und damit auch wieder zum Hotel. New York bei Nacht sieht einfach mächtig prächtig aus. Todmüde sitze ich nun hier um 22:36 Uhr (04:36 Uhr in deutscher Zeit) und die Jungs wollen noch schwimmen gehen. Arghh!!!



05.08.2011

Und wieder bin ich hundsmüde. Aber es war ein toller Tag. Nach einer zu kurzen Nacht ging es Richtung Statue of Liberty. Wir fuhren zu einer Fähre, die immer im Kreis fährt. Nach wieder einmal übertriebenen Sicherheitskontrollen ging es auf die Fähre. Diese fuhr nach Ellis Island. Dort stiegen wir aber nicht aus sondern warteten bis die Fähre nach Liberty Island fuhr. Da war sie: Die Freiheitsstatue. War größer als ich gedacht hätte. Wir machten Unmengen an Fotos. Auch von der wundervoll anzusehenden Skyline. Anschließend fuhren wir mit der Fähre nach Manhattan. Dort gab es dann erst mal Mittagessen. Anschließend besichtigten wir den Ort rund um das ehemalige World Trade Center. Dann fuhren wir mit der U-Bahn nach Colly Island wo es einen relativ großen Freizeitpark gibt. Dort gingen wir auf den Cycon, eine alte Holzachterbahn die doch mehr zu bieten hatte als es aussah. Anschließend fuhren wir nach dem Time Square um dort zu Abend zu essen. Im Hard Rock Cafe. Uns wurde ein fantastisches Essen angeboten. Ich nahm natürlich nur einen Salat. War aber absolut lecker und eine der ersten Mahlzeiten, die ich komplett aufaß. Aber bisher hab ich noch nicht gesehen, dass alle Portionen größer sind. Bisher war alles in der Deutschlandgröße. Aber die Autos sind größer, und die Entfernungen auch. Von uns wurde noch ein Foto gemacht, dass ich für 5(!) Dollar kaufte. Dann hatten wir noch etwas Shopping Zeit. Wir gingen zum ToysRus, wo ein Riesenrad drinstand. Dort gab es wirklich alles. Danach haben wir Unmengen an Fotos gemacht, schließlich sieht der Time Square bei Nacht einfach klasse aus. Waren aber auch eine Menge komischer Typen unterwegs. Um 11:00pm ging es dann zurück zum Hotel. Unterwegs sah man das letzte Mal die Skyline der wunderbaren Stadt New York bei Nacht. Hab mich beim Shoppen übrigens ganz gut angestellt. Hab alles was ich haben wollte für knapp über 50$. Außer eine Empire State Building Statue. Aber dafür 15 $ hinzublättern seh ich dann auch nicht ein. So, morgen dann um 3:00am aufstehen. (Ironie On) Das wird bestimmt lustig (Ironie Off).

06.08.2011

So wir haben 8.00 Uhr (9:00 in New York und 15:00 Uhr in Deutschland). Diese Nacht um 03:00 Uhr aufgestanden und fast wieder eingeschlafen. Eins ist sicher: Jetzt ist mein Körper völlig durcheinander. Gerade erst den Jetlag überwunden (Hatte anfangs etwas Schwierigkeiten mit den andern Esszeiten und dem Müdigkeit am späten Nachmittag.
Also, dann ging es um 04:00am zum Bus, der natürlich 10 Minuten zu spät war. Der fuhr uns zum Newark Airport. Dort haben wir dann eingecheckt und uns Richtung Securety Area bewegt. Dort angekommen, sah man wieder, was der 11. September den Sicherheitskontrollen angetan hat. Jeder musste die Schuhe ausziehen und den Laptop auspacken. Komischerweise hat aber kein etwas zu meinen Flüssigkeiten im Handgepäck gesagt. Wir gingen gemütlich zum Gate. Unterwegs kaufte ich mir eine Flasche Wasser, da mein Mund absolut ausgetrocknet war. Wir kamen perfekt am Gate an. Wir gingen ins Flugzeug. Diesmal saß ich neben einer Asiatin, die auf Nachfrage auch die Jalousie vom Fenster entfernte. Der Flug war ziemlich ereignislos. Ich versuchte zwar zu schlafen, aber es klappte nicht. Um 6:00am losgeflogen, kamen wir um 8:20am New Yorker Zeit, 7:20am Illinoiser Zeit an. Nun sitze ich hier und warte, dass irgendwann um 12:50am mein nächster Flieger Richtung Springfield MO zur Gastfamilie geht.

So, da bin ich wieder. Plötzlich stand neben der Flugzeit meines Fliegers, dass er 1,5 Stunden verspätet angekommen soll. Also Gastvater angerufen und ihm alles berichtet. Außerdem habe ich etwas ganz interessantes erfahren. Mit mir und Ole (Mein Mitflieger nach Springfield) wartete noch einer anderen auf seinen Flug nach Wichita. Den Namen kannte ich, denn dahin sollte es ursprünglich zu meiner ersten Gasfamilie gehen. Nach etwas nachhacken kam tatsächlich heraus, dass er in meine erste Gastfamilie kommt. Für ein ganzes Jahr natürlich. Anschließend verschwand das Zeichen, dass auf Verspätung hinwies. Da Joe meinte, er würde das im Internet mal nachgucken, rief ich ihn nicht nochmal an. Kostet ja schließlich auch Geld. Nach stundenlanger Warterei ging dann endlich unser (Mini) Flieger nach Missouri. Vorher haben wir noch einen Holländer kennen gelernt, der auch nach Springfield kommt. Der Flug war super, denn es waren kaum Wolken am Himmel. Dann aufgeregt angekommen. Ole hat seine Gastfamilie sofort gesehen. Aber wo war meine? Nach einem kurzem Gespräch mit einer AYUSA Dame war es klar, dass die S. wegen der erwarteten Verspätung des Fliegers selbst später kommen. Aber nur wenige Minuten später kamen auch sie. Es wurde sich herzlich begrüßt. Zusammen gingen wir raus und ich war geschockt von der Hitze. Über 35 Grad. Muss mich jetzt kurz halten. Wir erwarten ein schweres Gewitter, dann muss ich das Internetkabel trennen. Wir sind also essen gegeangen und dann nach ihnen nach Hause gefahren. Dort wurden von beiden Seiten Geschenke verteilt 

07.08.2011


So, now I have some more time. Ich versuche nun etwas bilingualer zu schreiben. Schließlich verbessert sich meine Englisch nicht von alleine. Na gut, doch tut es, ich muss schließlich nur ab und zu etwas sagen and than all is fine. Das Gewitter hat gestern doch nicht mehr angefangen bevor ich schlafen gegangen bin. Aber anschließend hat es wohl ziemlich angefangen zu donnern und zu blitzen. Hat diese Nacht wohl some trees rausgerissen. Nach dem ich aufstand bin ich zum Kühlschrank gegangen. Zum Frühstück machte ich mir ein Toast mit Marmelade. Habe ich schon mal gesagt, that everything is much bigger in the USA? Der Kühlschrank ist dreimal so big wie der in Germany. Und er beherbergt viermal so viel Stuff. Ich schaute auf die Uhr und sah, dass es schon nach 10am war. Dann war ich doch glatt etwas spät zum ersten Skype-Meeting with my natural family. Alle redeten wild durcheinander, bis dann meine Hostfamily ankam. Then they were quiet. Es war auf jeden Fall ganz lustig als Translator zu arbeiten. Nach dem ich mich ausgeweint hatte… nein, hab ich natürlich nicht, schließlich geht’s mir soweit ganz gut. Also, anschließend haben wir uns gemütlich vor den Television gesetzt und mit einander geplaudert und nebenbei den Television on gehabt. Der läuft ja immer nebenher aber das ist ja völlig normal für America. Ist aber ganz lustig. Für den Fall, dass ich mal ernsthaft etwas gucken will, hab ich ja meinen Laptop. Irgendwann gab es dann ein meal gegen Mittag. Mein Kopf und mein Magen sind schon seit gut einer Woche (bevor es los ging) völlig durcheinander. Dann kam noch der Jetlag dazu, und das ich am Samstag auch noch um 3am aufgestanden hat ihnen den Rest gegeben. Kriege also kaum was runter zu den Essenzeiten aber mein Magen knurrt trotzdem. Hoffe, das vergeht mit der Zeit. Kurz nach dem Lunch ging es dann zum See. Das erste Mal. Da die S. die letzten Wochen viel zu tun hatten, waren sie seit einem Monat nicht mehr dort. Wir fuhren also gut eine Viertel Hour bis zum Boat. Wir gingen am Steg vorbei und ich fragte mich welches Boat ihnen gehört. Mr. S blieb natürlich an einem ziemlich großem stehen. Natürlich. They also have got three cars. Alle typisch amerikanisch. Sprich groß. Wir fuhren eine Weile über den See und ich hatte den Eindruck es wäre Urlaub. Ach, ich hab ja noch nichts über das Wether gesagt. Als ich heute Morgen mit Joe schnell mal was kaufen gefahren bin, dacht ich mich trifft der Schlag. Relativ früh am Morgen schon so eine Heat. Später am Tag sagt ich folgenden Satz. Air conditionings are the best thing in the world. Na gut. Manchmal nerven sie etwas. Neben meinem Zimmer (mit einem Doppelbett und einer awesome view) hab ich auch irgend so ein Air conditioning. Ist relativ laut, kann man aber aushalten. Im Wohnzimmer hängen übrigens zwei von diesen Ventilatoren (Fan), die einem ununterbrochen ins Gesicht pusten. Also meine Mutter könnte hier nicht leben. „Ohh… hier zieht es aber.“ Macht man die Dinger aus, dann würde sich sagen: „Ohh… hier wird es aber ziemlich heiß und stickig.“ Wo waren wir. Ah ja. Wir kamen mit dem Boot an einem Steg einer befreundeten Family an. Dort wurde ich auch herzlich begrüßt. Cati fuhr mit dem Jetski. Ich fragte ob ich mitfahren kann. Selber fahren darf ich aufgrund versicherungstechnischer Gründe nicht. Also dann als Beifahrer. It was great. Ich fuhr mit Cati mit ordentlich Speed den See rauf und runter. Nach einer Runde haben wir jedoch das Gleichgewicht verloren und wir sind beide ins Wasser geplumpst. Na ja, dann ging es zurück zum Steg und die nächste Höllenmaschine wurde ausprobiert. Den Namen hab ich leider vergessen aber man kennt doch diese runden, aufgeblasenen Ringe, die man mit einem Seil hinten am Boat gefestigt. Damit sind wir dann gefahren. Über die eigenen Wellen gesprungen. It was great, too. (It was great und It was awesome fungieren zurzeit als meine Lieblingssätze. Passen ja auch meist. Wir hatten an diesem Nachmittag muche de funnche, ähm… also much fun. Wir fuhren zurück. Bald schon gab es Dinner. Mann, ich mächte wieder richtig reinhauen können. Da hat man die Möglichkeit etwas zuzunehmen und nutzt sie nicht. Gegen 8:30pm fuhren wir noch zur Mall um mir (und auch Cati) some stuff for school zu kaufen. Letztendlich ließ ich dort über 50 Dollar, aber es war notwendig. Nächster Einkauf werden dann ein paar vernünftige Sportschuhe für außerhalb sein. Nach dem Shopping kamen wir gegen 10pm zurück und nun bin ich todmüde aber froh, dass ich noch meine Finger für so einen langen Text motivieren konnte.


08.08.2011

Jetzt bin ich doch schon glatt fünf Tage in Amerika. Obwohl New York ja eigentlich New York ist und nicht Amerika^^. Heute Morgen nach dem Aufstehen sind wir (Joe, Cati and me) zu meiner und Catis Highschool gefahren. Blue Eye High School. Für 245 Schüler doch größer then I have expected. Sieht innen drin auch genau so aus wie man sich eine Highschool vorstellt. Überall die Locker. Mit meinem Stundenplan gabs noch ein paar problems, die wir aber am Donnerstag noch klären werden. Zusammen mit Cati habe ich meinen echt amerikanischen Locker eingeräumt (Number 170). Anschließend lieferten wir Cati bei einer Freundin ab und Joe und ich fuhren zur Kirche. Heute Abend sollte nämlich ein alljährliches Essen von der Kirche auf einem boat stattfinden. Soweit ich verstanden habe, mit all jenen, die daran interessiert sind später in der Kirche zu arbeiten oder es schon tun. Ich bin froh, dass ich mich nicht um das Essen kümmern musste, weil das glaube ich, auch absolut nicht mein Fall ist. Wir haben dann noch schnell etwas eingekauft, zu Mittag gegessen und wieder zur Kirche gefahren. Dort dann alles in den Truck verstaut und ab zum boat. Das boat war schon fast ein kleines ship. Dann hab ich das getan, was jeder exchange student zu tun hat. Sich in die Masse gestürzt und sich erstmal ausgiebig vorgestellt. Hab einige nette Bekanntschaften gemacht. Darunter students from Springfield and St. Louis. War auf jeden Fall ein ganz netter Nachmittag, vor allem weil ich auch Mal gleichaltrige getroffen habe. Vor allem freue ich mich auf die Schule next week Wednesday (ja unglaublich, ich freue mich auf die Schule^^).
Der Tag ging schnell vorbei. Am Abend hab ich Cati noch ein paar Brocken Deutsch beigebracht. Sie kann nun sagen: Die Wand ist weiß, ja, nein und Kissen.

Ach und übrigens: Alle sagen immer sie würden meinen Blog so toll finden. Dann schreibt doch Mal einen Kommentar. Dann bin ich doch zufrieden.

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Re: Hin und wieder zurück: 5 Monate USA(MO) und zurück bitte

Beitragvon Dustin94 » 10.08.2011, 06:56

09.08.2011

Und wieder ein Tag vorbei. Gehen die Tage in Amerika schneller vorbei als in Germany? Nein, werter brother, ich werde das multilinguale so beibehalten. Sind hier ja nicht bei Wünsch dir was. Hab grad noch mal die ersten Seiten meines Blogs gelesen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Hoffentlich stört der Blog nicht mein Englischgelerne. Hab doch noch ziemlich Schwierigkeiten alle zu verstehen und vor allem selbst etwas rauszubringen. Hoffe, das fängt sich die nächsten weeks. Wenn mich jemand extra langsam anspricht, verstehe ich es zwar, aber wenn z.B. meine Hostfamily untereinander redet, verstehe ich kaum ein Wort. Ist schon komisch, was ein Unterschied das ist. Haben heute Abend ein Stück Lord oft he Rings geguckt, und die haben wirklich eine ausgezeichnete Aussprache. Verstehe sie awesome.

Wat ham ma denn wieder jemät? Heut Morgen sind wir zum Arzt gefahren, weil es mir gar nicht gut ging. Nein! Nur ein joke^^ Wir sind zum Arzt gefahren, weil ich ein sport physical brauche (so eine Art Sportattest). Möchte nämlich in der Highschool etwas mit Sport machen (Wahrscheinlich Cross Country, so etwas wie Geländelauf). Lacht ihr nur Familie! Auch ich kann mich sportlich betätigen. Das Attest hat mich mal wieder 25$ gekostet. Und dann brauch ich die Tage noch vernünftige Sportschuhe für außerhalb. Meine, die ich dabeihabe, sind eher für die hall gedacht. The doctor was in Arkansas. So I have visit five differnet states until now: New Jersey, New York, Illinois, Missouri and Arkansas. Have I ever said it is great to have some pets? Ist doch toll wenn man immer jemanden zum streicheln hat. Unsere Katzen heißen übrigens Fluffy and Nightmare. I like it. Später am Tag waren wir dann bei der bible study. Nun, ich wusste zwar, was auf mich zu kommt, aber es ist nicht so meins. Wir haben zu zehnt eine Fragerunde über die Bibel und alles drumherum veranstaltet. Es ist schon interessant, mit wie Elan and fun die kids an die Sache herangehen. In Germany teenagers would say they are crazy. Ich habe mich auf jeden Fall etwas zurück gehalten. Als exchange student bin ich natürlich für alles open-minded, aber man muss ja nicht alles mögen. Ich bin ja auch in einer katholischen Familie aufgewachsen, die für Germany einen relativ großen Wert darauf legte, aber jeder findet seinen eigenen Weg. With or without god.

Hatten anschließend noch einen schönen Abend mit The Lord oft he rings The Fellowship of the Ring and America´s god talent.

Übrigens danke für die comments. If you would like to know something about me and my exchange you can write your question into the comments. Thank you very much and have a nice day :)

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Re: Hin und wieder zurück: 5 Monate USA(MO) und zurück bitte

Beitragvon Dustin94 » 09.02.2012, 15:25

Nun....ich habs wohl verpennt regelmäßig hier reinzuschreiben. Bin entzwischen zurück und mein Abenteuer kann hier:
http://dustin-in-the-usa.auslandsblog.de/
nachgelesen werden.

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Re: Hin und wieder zurück: 5 Monate USA(MO) und zurück bitte

Beitragvon julika_98 » 15.03.2012, 11:28

Hahah bin vor ner halben Stunde auf deine Geschichte hier gestoßen und ich muss sagen das du die wirklich gut erzählt hast.Ich habe mir jeden Beitrag durchgelesen und das macht mir nur noch mehr Vorfreude auf mein ATJ :) Ich melde mich aber erst nächstes Jahr an und es geht nicht in die USA sondern nach Australien :) Ich habe so hin und her überlegt ob ich auch einen Blog schreibe,aber genau wie du habe ich bißchen Angst das ich dann null Englisch lerne, weil ich ja immer auf Deutsch schreibe.Naja ich hab ja aber noch etwas länger Zeit um mich zu entscheiden :D
Liebste Grüße
Julika
Meliponini:Don't dream it, bee it- 14/15 unschwirren wir die Welt!

Australien 2014, 4. Juli!


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