Mein Jahr mit AYUSA in den USA

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Nobert91
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Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Nobert91 » 29.08.2008, 08:49

hoffe der wird verschoben :P

der beginnt mit meinem von ayusa organisierten ny trip.

Tag 1

Goodbye Germany and Hello USA



Amerika ist einfach nur geil!!! Wir sind irgendwann nachmittags Ortszeit auf dem New Yorker Flughafen angekommen und nachdem wir unser Gepäck hatten und in dem Bus saßen, der uns zu unserm Hotel bringen sollte war das erste was wir sahen eine dicke schwarze Limousine, die neben unserm Bus parkte.

Dann kamen wir zu unserem Hotel. Und es war gigantisch!!! es sah alles total edel und luxuriös aus. Das begann mit dem gläsernen Aufzug und dem Pool+Whirlpol und hörte mit der ganzen Einrichtung auf, die im ganzen den Eindruck machte, nicht unbedingt billig zu sein. Die Zimmer waren dementsprechen auch sehr geschmackvoll eingerichtet und von unserm hatten wir einen super Blick auf die Skyline von New Jersey (das Hotel war ein Airport Hotel und da der Flughafen nicht in NY sondenr in NJ war sahen wir "nur" diese Skyline).


Nach dem Abendessen (es gab ganz originell Pizza Tongue out) gingen wir dann im Pool schwimmen. Und dabei passierte einem meiner Zimmerkameraden ein kleines Missgeschick. Er packte in seine eine Badehosentaschen ein Bündel Dollar-Scheine und in die andere sein schönes Quadband-Handy und sprang mit beidem in den Pool. Als er das merkte war es für das Handy jedoch schon zu spät. Das Geld konnte er mit Föhn und Bügelbrett retten, doch das Handy musste er sich am nächsten Tag in NY ersetzen...

Am Ende haben wir noch TV geguckt (MTV oder so nen Zeug) und nachdem wir den "Wake-Up-Call" geordert hatten (er sollte uns um 7.45 wecken) gingen wir pennen.


so, wenn der verschoben und gelesen wird kommen noch mehr dazu, also lest und postet mal fleißig :wink:
Zuletzt geändert von Stefan am 29.08.2008, 17:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel aussagekräftiger, kann gerne geändert werden

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Grey » 30.08.2008, 16:55

Warst du zufällig im "Newark"-Hotel?

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Nobert91 » 05.09.2008, 01:29

yeah, wieso? haste das auf durch mein shcreiben erkannt? und warst du auch mal da?

na egal, jetz gehts es erst mal weiter mit tag 2 und 3:



2. Tag 21.8

Den Wake-Up-Call hätten wir uns sparen können, da wir (dem Jetlag sei dank...) um 6.00 Uhr schon putzmunter waren. Und da wir noch zwei Stunden Zeit hatten ham wir erst mal wieder den Fernseher angeworfen und uns Olympia angeschaut. Deutschland holte zwei Mal Gold beim Rudern. YES!!!



Um 8.00 gabs dann Frühstück, also bei mir Bagels mit Marmelade und pünktlich um 9.15 standen wir am Bus und da unsere Gruppe von AYUSA mit einer andern von Oranjes zusammen Sighseeing machen sollte wurden wir n 2 Gruppen aufgeteilt und in die Busse bugsiert. Und es ging los in den "Big Apple", also Manhatten. Und man kann sagen, New York ist wirklich der Hammer!!! Tausende von Hochhäusern, Taxen, Polizeiwagen aller Art, sonstigen Autos, und und und. Es war wirklich gigantisch!

Aber am besten waren unsere beiden Guides. Es waren Brüder, der eine hieß Gidean und hatte ein grünes Lichtschwert und sein Bruder hieß glaube ich Matt und hatte ein blaues. Und mit Lichtschwert meine ich die Spielzeugteile von Starwars, die man in jeder Spielwarenhandlung erhalten kann. Und eben diese Schwerter nutzen sie als Zeigestock, Richtungsweiser und Erkennungsmerkmal Nummer 1.

Aber zurück zum Programm. Unsere erste Station hieß Central Park, wo wir ca 20 min durch diese grüne Oase gelaufen sind. Anschließend ging es mit kurzem Stop beim Applestor vorbei am Museum of National History weiter zum Pier 17. Dort konnten wir essen, shoppen und chillen. Ich hatte, typisch amerikanisch, Cheeseburger, Pommes und Cola. Es schmeckte großartig. Anschließend erstand ich noch eine New York Cap bei einem Straßenhändler und wir ham nen paar Fotos gemacht (siehe Album New York).

Danach führte uns unser Guide Gidean über die Brooklyn Bridge, was an sich nicht soo interessant war. Doch als dann plötzlich mit lautem Sirenengeheul 20 Polizeiwagen an uns vorbeischossen, war es doch noch lustig. Doch die fuhren nicht zum Einsatz sonder "trainierten" nur wie unser Guide uns erklärte. Einmal am Tag würden die Polizisten testen, wie lange sie brauchen um von einem Ort in der Stadt zum andern zu kommen und das im normalen Berufsverkehr.



Anschließend ging es zu einem Ort an dem man einerseits wunderbar die Skyline von NY bewundern konnte und andererseits in einer "Eiscremefabrik, die diesen Namen nicht verdient Eis kaufen konnte (das war jedoch ziemlich gut). Und von dort direkt weiter zum schlechtesten Part der des NY-Trips. Wir wurden zur "Wohnung" von 7 Künstlern gefahren, die ihr Geld damit verdienen Leuten zu erlauben ihre Behausung anzugucken. Und die war nich nur langweilig sondern einfach nicht wohnenswert und darum möchte ich da auch nicht weiter drüber schreiben.

Dann hatten wir zum ersten Mal an diesem wirklich anstrengenden Tag Freizeit um auf dem Broadway und Umgebung shoppen zu gehen. Wir entschieden uns für Chinatown wo wir natürlich alle zwei Meter im Stil von "Rolex, Rolex, Gucci Gucci" angesprochen wurden. Alles in allem auch nicht soo toll, aber ich bin auch nicht so der "Shoppingtyp" Tongue out.

Danach gab es Dinner in einem chinesischen Restaurant und im Vergleich zu der Pizza vom Vortag und dem Burger mit Pommes am Mittag war es der Horror. Ein vom äußeren her sehr gutes Restaurant, doch von den fünf oder sechs Speisen war meiner Meinung nach nur eine wirklich gut essbar. Naja, man kann es nicht ändern.

Es folgte aber doch noch ein Highlight an diesem Tag. Und das entschädigte auch für das Essen. Es ging zum Top of the Rock. Dem Rockefeller Center. 67 Stockwerke im Aufzug hinauf, der Schacht wid teilweise von blauem Licht erhellt und dann ist man auf der ersten Plattform dieses gigantischen Gebäudes mit Blick über die überall leuchtende Stadt und auf das in rot-grün angestrahlte Empire State Building. Den Anblich kann man nicht beschreiben, das muss man gesehen oder besser gesagt erlebt und gespürt haben. Die Bilder sind zwar nicht wirklich gut geworden aber ich glaube diesen Anblick werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen. Also wenn jemand von euch die Chance hat dorthinauf zu kommen: TU ES!!! Es ist wirklich ein großartiges Bild was sich dir bietet.



Aber auch so ein Anlick geht (leider) vorbei und somit waren wir um 21.30 Uhr wieder im Hotel, mit vielen EIndrücken und 12 Stunden Sighseeing im Gepäck.

Wir haben also noch Football geguckt. Wir hatten zum Glück einen auf unserm Zimmer, der selber spielt, sodass ich sogar einen Sinn in diesem ansonsten sinnlosen Gekloppe gesehen hab. Danke Tim Wink



Und dann ging es nach dem obligatorischen Anruf beim Zimmerservice wegen Wake-Up-Call auch wieder pennen.


3. Tag

Der dritte Tag. Auch diesmal waren wir vor dem Wake-Up-Call wach, jedoch nur wenige Minuten.

Zum Frühstück gabs wieder mal Bagels und dann saßen wir auch schon wieder im Bus.



Es ging zu erst zu Ellis Island, also der Insel auf die früher (sie wird heute nur für touristische Zwecke genutzt) die Immigranten hingehen mussten um entweder einreisen zu dürfen (98 %) oder eben nicht (2%). Das musste jedoch alles im Schnelldurchlauf gehen, da dort einmal an einem Tag mal mehr als 11.000 Menschen "durchgeschleust" wurden. Darum bekamen viele Menschen neue Namen, da die Beamten dort die Namen einfach nicht buchstabieren konnten. Neben dem Gebäude konnte man noch rumlaufen und dabei auf einer seeehr langen von zwei Seiten sehr klein beschriebenen Tafel (ich weiß kein besseres Wort) die Namen aller Menschen nachlesen die dort waren.


Anschließend ging es zu der Nachbarinsel wo die wohl berühmteste Frau der Welt steht. Die Statue of Liberty oder auch Freiheitsstatue. Über diese Dame erfuhren wir einige interessante Dinge. Z.B. dass der Künstler sich von seiner Frau und seiner Mutter inspirieren ließ. Somit hat die Statue das Gesicht der Mutter und den Körper der Ehefrau von Frédéric-Auguste Barthodi. Was ich außerdem nicht wusste war, dass die Statue gar nicht so grün ist sondern das von der langen Zeit an der salzhaltigen Seeluft kommt.


Wir haben dann noch ein paar Fotos gemacht und uns kleine Freiheitsstatuen oder anderes unnützes Zeug gekauft, bevor es weiterging zum entspannenderen Teil dieses Tages. Zuerst ging es Essen in einem Fastfoodrestaurant und danach hatten wir mal wieder die Möglichkeit in einem größeren Klamottenladen zu shoppen zu gehen. Danach ging es zum Ground Zero und zur St. Pauls Cathedral, welche als Andenken an die Helfer und Opfer unter diesen des 11.9.2001 genutzt wird. Ein sehr bewegendes Gefühl.



Und von da an gab es nur noch Shopping. Erst auf der 5th Avenue, wo wir unter anderem im riesigen NBA Store waren und danach auf dem Times Square wo wir im Planet Hollywood zu Abend gegessen hatten. Ein sehr cooler Ort, an dem auch abends keine Straßenlaternen leuchten, da überall riesige Reklametafeln prangen. Es ist unbeschreiblich, darum versuch ich es gar nicht erst Laughing



Und damit waren unsere drei aufregenden aber auch anstrengenden Tage fast vorbei. Im Bus gabs noch die Hiobsbotschaft mit den Aufstehzeiten um die Flüge zu bekommen. Das erste Mädchen musste im 3.00 aufstehen, der Großteil um 5.00 Uhr (ich auch) und eine glückliche sogar erst um 7.30.

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Grey » 05.09.2008, 01:39

Nobert91 hat geschrieben:yeah, wieso? haste das auf durch mein shcreiben erkannt? und warst du auch mal da?



Jaa Sheraton. Klingt halt so. War da auch zur Vorbereitung.

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Nobert91 » 06.09.2008, 08:41

krieg ich auch ne rückmeldung über den rest? :D

habibi 7777

Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon habibi 7777 » 06.09.2008, 11:32

Super toll!!!!

Schreib weiter, find ich klasse zu lesen!

Go on!

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon schokokeks » 07.09.2008, 07:51

aber warum hast du gehofft der wird verschoben?
das check ich grad nich...

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Nobert91 » 08.09.2008, 04:54

man kann hier keine threads aufmachen sondern muss iwo anders reinschreiben und darum hatte ich das geschrieben :P

Mein erster Tag in Oregon


So, ich bin jetzt seit 6 Tagen hier in Oregon und ich muss sagen, es gefällt mir sehr gut.



Ich überspringe jetzt einfach mal den Flug und erwähne nur die meiner Meinung nach übertriebenen Sicherheitskontrollen in New York. Wir mussten die Schuhe ausziehen, Laptops auspacken, was ja noch ok ist, doch das sie nach dem Zufallsprinzip Leute auswählen die sich einer penibleren Kontrolle unterziehen müssen konnte ich nicht verstehen. Wenn es wenigstens Leute wären, die z.B. aus dem Irak kommen oder so. Das fände ich auch nicht in Ordnung aber ich würde es verstehen. Aber wieso sollte ein Austauschschüler von AYUSA eine Bombe mit sich herumtragen? Naja, das ist halt auch Amerik...



Aber zu meiner Ankunft. Ich war natürlich total nervös und aufgeregt. Was kommt jetzt, wie wird meine "neue Familie" oder wie auch immer man sie bezeichnen möchte. Wir waren fünf Leute, die Nach Portland flogen und dort abgeholt wurden und wir waren noch am quatschen über dies und das, weil wir (oder zumindest ich) erwartet haben unsere Koffer zu holen und DANN zu unseren Gastfamilien zu kommen. Das war aber nicht der Fall und so stand ich plötzlich unverhofft vor den vier Personen mit denen ich die nächsten zehn Monate zusammenleben sollte.



Sie hatten ein Schild gebastelt mit: "Matteo Welcome to Oregon" drauf und haben mich dann auch ganz herzlich empfangen. Bist du hungrig? Bist du müde? Müssen wir irgendwas kaufen ohne das du die ersten Tage nicht überleben kannst? waren die ersten Fragen die auf mich einprasselten. Ich verneinte alles und so ging es zum Kofferband (meine kamen zum Glück ziemlich schnell) und danach gingen wir zum Auto. Noch schnell ein Foto gemacht (siehe oben) und los gehts. Sie wollten direkt ziemlich viel wissen, u.a. warum ich mich entschlossen habe ein Jahr in einem anderen Land zu leben und und und. Doch lassen wir das.



"Zuhause" angekommen bekam ich dann erst mal eine Führung durch mein neues Heim.
Ein Wohnzimmer mit TV Couch, Keyboard und Schlafplatz für Sasha, den weiblichen!!! Hund. Ja, Sasha ist in Amerika ein Mädchenname, siehe auch Obamas Tochter. Eine gigantische Küche mit "island" was einfach als Abstellfläche genutzt wird :D. EIn Esszimmer, halt ganz normal mit Tisch und Stühlen :mrgreen: Ein Arbeitszimmer das die Unordnung pur ist (so ungefähr wie mein Schreibtisch. Das wichtigste oben und der Rest wild durcheinander :wink: Mein Zimmer mit Bett, Schrank, Schreibtisch, so ner Art Fensterbank wo ich drauf sitzen kann und Stauraum hab (das ganze seit neustem mit Deutschlandflagge, USA Flagge und dem Begrüßungsschild dekoriert, mein Badezimmer mit Dusche WC und Waschbecken. Da mein Zimmer im Keller liegt (der aber auch nen EIngang hat da das Haus am Berg gebaut wurde habe ich auf meiner "Etage" noch ein eine Tischtennisplatte, ein Trainigsgerät, ein Airhockeyspiel und ein Schlagzeug. Im 2. Stock sind dann noch Das Elternzimmer und Zachs und Leas Zimmer sowie 2 Badezimmer für sie. Draußen gibt es dann eine große Garage die früher das Haus war (sie haben das egtl Haus erst später gebaut. Die 10.000 m² Weinberg :groggy: ein Pool :loveyou: ein Trampolin :loveyou: ein Garten mit Gemüse und ungenutzte Fläche.


Nach der Führung habe ich mich umgezogen und bin mit Celeste und Lea zu ihrem Pferd "Pippi" gefahren, welches in einem Stall 10 Minuten (mit dem Auto) von den Haus entfernt steht. Sie musste es füttern und den Stall ausmisten. Alles nicht sonderlich aufregend, aber das gehört halt auch zum Familienlben dazu :P .

Dann gab es auch schon Abendessen. Danach haben wir Tischtennis gespielt (oder besser Ping Pong, da es wirklich nichts anderes ist Cool), anschließend noch Gastgeschenke abgegeben, alle haben sich gefreut, ausgepackt und schlafen gegangen.



Und das war mein erster Tag hier in Oregon.

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Nobert91 » 08.09.2008, 04:55

man kann hier keine threads aufmachen sondern muss iwo anders reinschreiben und darum hatte ich das geschrieben :P

Mein erster Tag in Oregon


So, ich bin jetzt seit 6 Tagen hier in Oregon und ich muss sagen, es gefällt mir sehr gut.



Ich überspringe jetzt einfach mal den Flug und erwähne nur die meiner Meinung nach übertriebenen Sicherheitskontrollen in New York. Wir mussten die Schuhe ausziehen, Laptops auspacken, was ja noch ok ist, doch das sie nach dem Zufallsprinzip Leute auswählen die sich einer penibleren Kontrolle unterziehen müssen konnte ich nicht verstehen. Wenn es wenigstens Leute wären, die z.B. aus dem Irak kommen oder so. Das fände ich auch nicht in Ordnung aber ich würde es verstehen. Aber wieso sollte ein Austauschschüler von AYUSA eine Bombe mit sich herumtragen? Naja, das ist halt auch Amerik...



Aber zu meiner Ankunft. Ich war natürlich total nervös und aufgeregt. Was kommt jetzt, wie wird meine "neue Familie" oder wie auch immer man sie bezeichnen möchte. Wir waren fünf Leute, die Nach Portland flogen und dort abgeholt wurden und wir waren noch am quatschen über dies und das, weil wir (oder zumindest ich) erwartet haben unsere Koffer zu holen und DANN zu unseren Gastfamilien zu kommen. Das war aber nicht der Fall und so stand ich plötzlich unverhofft vor den vier Personen mit denen ich die nächsten zehn Monate zusammenleben sollte.



Sie hatten ein Schild gebastelt mit: "Matteo Welcome to Oregon" drauf und haben mich dann auch ganz herzlich empfangen. Bist du hungrig? Bist du müde? Müssen wir irgendwas kaufen ohne das du die ersten Tage nicht überleben kannst? waren die ersten Fragen die auf mich einprasselten. Ich verneinte alles und so ging es zum Kofferband (meine kamen zum Glück ziemlich schnell) und danach gingen wir zum Auto. Noch schnell ein Foto gemacht (siehe oben) und los gehts. Sie wollten direkt ziemlich viel wissen, u.a. warum ich mich entschlossen habe ein Jahr in einem anderen Land zu leben und und und. Doch lassen wir das.



"Zuhause" angekommen bekam ich dann erst mal eine Führung durch mein neues Heim.
Ein Wohnzimmer mit TV Couch, Keyboard und Schlafplatz für Sasha, den weiblichen!!! Hund. Ja, Sasha ist in Amerika ein Mädchenname, siehe auch Obamas Tochter. Eine gigantische Küche mit "island" was einfach als Abstellfläche genutzt wird :D. EIn Esszimmer, halt ganz normal mit Tisch und Stühlen :mrgreen: Ein Arbeitszimmer das die Unordnung pur ist (so ungefähr wie mein Schreibtisch. Das wichtigste oben und der Rest wild durcheinander :wink: Mein Zimmer mit Bett, Schrank, Schreibtisch, so ner Art Fensterbank wo ich drauf sitzen kann und Stauraum hab (das ganze seit neustem mit Deutschlandflagge, USA Flagge und dem Begrüßungsschild dekoriert, mein Badezimmer mit Dusche WC und Waschbecken. Da mein Zimmer im Keller liegt (der aber auch nen EIngang hat da das Haus am Berg gebaut wurde habe ich auf meiner "Etage" noch ein eine Tischtennisplatte, ein Trainigsgerät, ein Airhockeyspiel und ein Schlagzeug. Im 2. Stock sind dann noch Das Elternzimmer und Zachs und Leas Zimmer sowie 2 Badezimmer für sie. Draußen gibt es dann eine große Garage die früher das Haus war (sie haben das egtl Haus erst später gebaut. Die 10.000 m² Weinberg :groggy: ein Pool :loveyou: ein Trampolin :loveyou: ein Garten mit Gemüse und ungenutzte Fläche.


Nach der Führung habe ich mich umgezogen und bin mit Celeste und Lea zu ihrem Pferd "Pippi" gefahren, welches in einem Stall 10 Minuten (mit dem Auto) von den Haus entfernt steht. Sie musste es füttern und den Stall ausmisten. Alles nicht sonderlich aufregend, aber das gehört halt auch zum Familienlben dazu :P .

Dann gab es auch schon Abendessen. Danach haben wir Tischtennis gespielt (oder besser Ping Pong, da es wirklich nichts anderes ist Cool), anschließend noch Gastgeschenke abgegeben, alle haben sich gefreut, ausgepackt und schlafen gegangen.



Und das war mein erster Tag hier in Oregon.

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Els » 09.09.2008, 12:55

Nobert91 hat geschrieben:doch das sie nach dem Zufallsprinzip Leute auswählen die sich einer penibleren Kontrolle unterziehen müssen konnte ich nicht verstehen. Wenn es wenigstens Leute wären, die z.B. aus dem Irak kommen oder so. Das fände ich auch nicht in Ordnung aber ich würde es verstehen.


:roll:

Also kann man alle Iraker per se als Terrorist verurteilen. Wäre zwar nicht ganz in Ordnung, aber verstehen würde man es... Und alle, die woanders herkommen sind lieb. Auf jeden Fall. Jemand anderes ist nicht böse....

:roll:

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Nobert91 » 10.09.2008, 04:21

ok, entschuldigung das war nen bisschen schlecht geschrieben, ich meine damit nicht, dass alle menschen lieb sind die nicht aus dem irak kommen, ich verstehe nur nicht wieso die austauschschüler filzen. und ich bin der meinung, dass die USA nunmal übervorsichtig sind was terroristen angeht. und da nun mal osama bin laden aus dem irak agiert hat denke ich mal dass sie da besser auspassen. es tut mir leid wenn das falsch rüber kommt

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Nobert91 » 16.09.2008, 05:41

Die erste Nacht in Oregon war gut, doch dank Jetlag war ich auch schon um 6.00 Uhr wach. Craig hat dann Rührei mit Schinken und Pilzen gemacht und ich habe auf der Terrasse den Sonnenaufgang genossen, was ein wirklich sehr schönes Erlebnis war.

Und vormittags ging es dann auf zum Mount Hood, welcher ca. zwei Stunden Autofahrt von Amity entfernt liegt. Wir haben uns dort ein s.g. "condominium" angeguckt. Das ist so eine Art Wohnung in einem Block mit ca. zehn dieser Art. Meine Gasteltern wollen die vielleicht für ein paar Monate mieten um am Wochenende dahin fahren zu können zum Ski fahren. Danach ging es dann aber noch aufwärts und wir sind ca. 1 1/2 Stunden gewandert und ich habe Schnee gesehen. im AUGUST!!! so was kenn ich in dland auch nicht :D



Dann mussten wir auch schon wieder zurück weil wir noch einkaufen mussten und Lea Pippi füttern musste und ihren Stall säubern musste. Abends hab ich dann noch mit Zach und Lea Football auf der X-Box gezockt und dann ging es auch schon wieder pennen.

Insgesamt ein sehr schöner Tag.

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Nobert91 » 21.09.2008, 05:40

Hier ist nichts besonderes passiert. Zach, Lea und ich haben zusammen 14 Stunden in den Weinbergen gearbeitet, ich hab versucht ihnen Ping Pong beizubringen (hat nicht wirklich geklappt Tongue out), wir haben Air Hockey gespielt. So ein Spiel wo man versuchen muss eine Scheibe beim Gegner im Tor zu bugsieren. Man spielt das auf einem Tisch der so groß ist wie ein Billiardtisch und die Scheibe wird durch Luft die überall auf dem Spielfeld ausströmt in Bewegung gehalten. Ich habe mich wieder beim Football blamiert Cry, habe meine "Künste" am Schlagzeug erprobt (verbesserungswürdig) und ich war mit Lea laufen, wobei man die wirklich wunderschöne Landschaft bewundern kann.



Doch die zwei wichtigsten Dinge waren 1. der Besuch meiner Highschool, der Heimat der Amity Warriors (das Football-Team). Dort habe ich meinen Stundenplan eingetragen (hier kann man sich aussuchen welche Fächer man haben will und hat nur zwei Pflichtfächer, nämlich US History und English. Ich muss als Austauschschüler zudem noch Mathe wählen. Ich hatte also meinen Plan schön fertig gemacht und mir von meine Hostmum und meine Gastgeschwistern die Schule zeigen lassen und musste egtl. nur noch einige Kleinigkeiten klären. Doch das Leben ist ja kein Ponyhof und darum gab es "Probleme". Der Mathekurs war zu schwierig wie ich gemerkt habe als ich einen Tag später wieder an meiner Highschool war um mit meiner Mathelehrerin und mein Spanischlehrerin zu sprechen. Zudem sollte ich Spanisch 2 statt Spanisch 1 nehmen, da ich die Zeiten ja schon aus Latein und Französisch kenne(n sollte) und die Vokabeln auch ähnlich sind. Ich komme also jetzt in einen SPanischkurs in dem meine Mitschüler alle schon 1 Jahr die Sprache gelernt haben. Aber egal, ich werd das (hoffentlich) packen Laughing. Mein Stundenplan sieht jetzt aus wie folgt:

1. Stunde: Topics in US Government/Economics

2. Stunde Oceanography/Geology of Oregon

3. Stunde: Pre-Calculus

4. Stunde. Modern US History

Lunch

5. Stunde: English 3

6. Stunde: Recreational Sports

7. Stunde Spanish 2



Stunde 1 und 2 ändert sich im 2. Halbjahr, der Rest bleibt so. Das war nicht ganz das was ich mir erhofft habe aberich kann es ja eh nicht ändern.



Das 2. sehr coole war am Donnerstag. Zach, sein Freund Jacob, Lea, ihre Freundin Nathaly und icch waren in einer Indoor Paintball Arena. Und das war wirklich sehr geil. Ich habe von Zach so ne dicke Jacke bekommen, in der Arena ein Paintballgewehr, einen Helm und Farbpatronen und dann ging es los. Zach und Jacob in dem einen Team gegen Lea, Nathaly und mich. Und es war wirklich cool. Es gibt in dem Teil sehr viele Möglichkeiten sich zu verstecken und aus der Deckung zu schießen und es war bei mir (zumindest am Anfang) Adrenalin pur. Ich war zwar nicht so gut, aber wir hatten ziemlich viel Spaß daran uns gegenseitig abzuschießen. Doch auch dieses Erlebnis geht vorbei und so ging es dann um halb sieben total verschwitzt (durch die dicke Jacke halt) zurück. Doch das nächste Mal ist schon geplant. am 4 Oktober wollen wir wieder los, da dann ein Aktionspaintball ist. Das heiß, dass in dem Fall alles irgendwie auf den Film Black Hawk Down getrimmt ist. Wie genau das läuft werde ich berichten.

Zuhause haben wir dann geduscht, gegessen und angefangen zu packen. Denn morgen geht es auf Backpacking Tour. Wie genau das abläuft und einen ausführlichen Bericht mit hoffentlich vielen Fotos gibt es dann nächste Woche.



So far Matteo from Oregon

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Nobert91 » 28.09.2008, 08:13

Backpacking (30-31.8)

Der Freitag war nicht so interessant. Wir haben abends halt gepackt und die Rucksäcke gewogen (Lea: 11 kg, Zach und Ich: 14 kg, Celeste: 16 kg, Craig: 18 kg) und dann sind wir früh schlafen gegangen.

Am nächsten morgen habe ich dann Rührei mit Schinken für alle gemacht und nach dem Frühstück und nach dem ins Auto packen, nochmaligem durchgehen was alles gepackt werden musste, ging es dann so gegen 11.00 Uhr los.

Nach einer langen Autofahrt (3 Stunden) waren wir dann im Nationalpark beim Mount Jefferson

hier zwei Bilder, die ich während der Fahrt geschossen habe

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

den Großteil der Fahrt habe ich sonst mit Musik hören und dabei schlafen verbracht Laughing



Um 14.00 Uhr waren wir also da, haben unsere Rucksäcke gesattelt

Auch Sasha musste leiden...



und dann ging es los. Mit Snacks wie Müsliriegeln, getrockneten Mangos, Nüssen, Schokolade sowie Waser in Griffweite ging es los

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken



Wir sind gewandert, gewandert, gewandert und gewandert. Zwischendurch haben wir noch eine Pause eingelegt um Heidelbeeren zu sammeln (eine wirklich leckere Frucht), die wir egtl am Abend auf den Kuchen vom Dessert packen wollten.

Nach 2 1/2 Stunden wandern durch Wälder mit Ausblicken wie diesem

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

waren wir schließlich am Ziel unserer Reise. Einem wunderschönen, in den Bergen liegenden See

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

Nachdem wir dann auch einen Platz zum Zelten gefunden hatten (die ersten zwei Plätze waren schon belegt Undecided) ging es dann zum Zeltaufbau und danach zum Angeln (Lea und Zach), bzw. entspannen (Celeste, Craig und ich). Da wir alle hungrig waren und es auch langsam kühl wurde haben wir dann irgendwann gekocht. Das heißt Craig und Zach haben gekocht. Lea und ich mussten Feuerholz suchen und Celeste hat im Zelt gesessen und gelesen.

Kochen in der Wildness sieht übrigens so aus:

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

Es gab Spaghetti mit Tomatensauce und Wurststücken. Eine Delikatesse wenn man hungrig ist Wink Danach haben wir ein Feuer angezündet. Ich habe mit Lea Maumau gespielt, mit Craig die Sterne angeguckt und bin dann auch um 21.00 Uhr ins Bett gegangen. Bis dahin hat mir der Trip wirklich gefallen, doch dann fing es an richtig sch**** zu werden. Ich habe in der Nacht geschätzte 4 Stunden geschlafen. Den Rest der Zeit habe ich mich in meinem Schlafsack hin und her gewälzt, gehofft Zach nicht zu wecken und versucht irgendwie eine gemütliche Position zu finden. Es hat einfach nicht geklappt Cry

Irgendwann war dann morgen und es hat geschneit!!! Es war August und da kam Schnee vom Himmel.

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

Das war schon cool, doch leider waren meine Finger nach 5 min eiskalt und nicht mehr zu gebrauchen. Da wir nicht wussten was wir bei der Kälte groß anderes machen konnten als in den Zelten zu bleiben, beschlossen wir, uns stattdessen zurückzuziehen und evtl einen anderen Platz zu finden. Doch zuerst gab es Frühstück (ich würde es nicht so nennen). Sie nennen es Oldmeal und es ist ein Haferbreimasse mit irgendwelchen undefinierbaren Inhaltsstoffen Money mouth. Naja ist nicht zu ändern.

Wir zogen uns also zurück. Geschlagen von den widrigen Bedingungen und wir wanderten die 5 Meilen zurück. Diesmal brauchten wir auch nur 2 Stunden, da es bergab ging. Zurück am Auto beratschlagten wir dann was zu tun sei. Ich plädierte auf Rückfahrt nach Hause, da ich wirklich keine Lust auf eine weiter Nacht dieser Art hatte. Da Lea ihre Füße auch ziemlich weh taten wurde dieser Vorschlag auch angenommen. Wir fuhren also zurück , machten einen Stop im Camp Sherman (Ein Fluss an dem man zelten oder Häuser mieten kann), liefen dort zwei Meilen den Fluss entlang und fuhren dann Richtung Heimat (ich nenn das hier jetzt einfach so). Ich verbrachte die Fahrt mal wieder mit ...schlafen.

Irgendwann hielten wir an und gingen in "Mountin Pizza", wo es nach Lea und Zach die beste Pizza gibt. Naja, mir hat sie zwar geschmeckt, aber etwas besonderes war sie sicher nicht. Als wir dann zu Hause waren ging es auf direktem Weg ins Bett (nur ich entschied mich meine Tasche noch auszupacken) und damit endete mein erster Backpacking-Ausflug schneller als erwartet.



Reiten (1.9):



Der Montag begann wieder wenig spektakulär. Wir haben Bohnen und Erbsen gepflückt und dann entspannt.Am nachmittag hat mich Lea überredet mit ihr zu Pippi zu fahren um zu reiten. (HILFE!!! Ich kann doch gar nicht reiten Frown) Doch sie war zuversichtlich, dass es schwieriger ist runterzufallen, als oben zu bleiben. Wir striegelten (ist das das richtige Wort?) also das Pferd, dann führte Lea es hinaus auf die Koppel und ließ es ein bisschen im Kreis laufen. Danach war ich an der Reihe. Kurze Einweisung, was ich machen soll und was nicht, Helm aufgesetzt und los. Natürlich bin ich nicht geritten im eigentlichen Sinne, sondern Lea hat ihr Pferd durch die Koppel geführt, aber es war trotzdem lustig. Ich hab es geschafft mich in Gang und im Trab im Sattel zu halten. Pippi hat sich irgendwie geweigert Galopp zu reiten und so blieb es dabei. Am Ende habe ich noch ein bisschen versucht sie zu lenken (mit den Zügeln) und auch das hat einigermaßen geklappt. Dann hatte ich es auch schon überstanden und überließ meiner Gastschwester das Feld.

Nachdem auch sie fertig war mit Reiten haben wir noch die Ställe ausgemistet und neues Streu eingebracht, die Pferde gefüttert und das wars dann auch.

Alles in allem eine interessante Erfahrung, auch wenn ich sie nicht unbedingt wiederholen muss (beim Trab tut einem der Hintern doch schon ziemlich weh...)



Orientation (2.9):



Heute war Orientationday für die Freshmen. Das heißt, ein Tag an dem nur die neuen Highschoolschüler (= Freshmen) und die Austauschschüler kommen sollten um die Schule und die Lehrer kennen zu lernen sowie die ersten Regeln zu erhalten. Im Endeffekt war ich der einzige Austauschschüler und damit die Attraktion des Tages Tongue out Am Ende des Tages hatte ich beschlossen mir ein T-SHirt zu bestellen mit der Aufschrift:

Ich heiße Matteo

Ich bin Austauschschüler

aus Deutschland

Ich bin senior

und JA das ist alles die

WAHRHEIT!!!

Denn das war das meiste was die Leute wissen wollten Cool

Zu Beginn des Tages gab es eine Assembly (Versammlung), wo sich die wichtigsten Schüler der Schule vorgestellt haben (also Schulsprecher, Stufensprecher usw.). Dabei erhielten wir jeder einen Zettel der uns in eine Gruppe eingeteilt hat mit der wir den Vormittag verbringen sollten. Wir schauten noch ein Video wo die drei wichtigsten Freshmen Lehrer vorgestellt wurden und dann ging es in den Gruppen los. Alles nicht so interessant. Wir haben den Amity Fight Song gelernt, der bei den Fotball, Volleyball usw. Spielen gespielt wird und ein paar Sachen erfahren, wie Aktivitäten nach der Schule und und und...

Danach gab es Lunch (Pizza und Pommes) und anschließend sollte man seinem Stundenplan zufolge in die einzelnen Klassen gehen. Das war für mich natürlich Schwachsinn, da ich als Senior in keiner Freshmenklasse bin. Ich hab mich also drei Stunden lang gelangweilt und bin mit den Leadershipleuten (das ist eine Schulgruppe, die solche Tage organisiert) abgehangen. Ich hab also ein paar Leute kennen gelernt und gewartet dass es 15.00 Uhr wurde um nach Hause zu fahren.

Fazit des Tages: Vormittag informativ, nachmittag überflüssig



Erster Schultag (3.9)



Da war er also, mein erster Schultag an der Highschool. Mein Schloss für meinen Spind (Locker) hatte ich schon am Vortag angebracht, nachdem ich mich ausführlich mit der Bedienung dieses Schlosses auseinander gesetzt hatte. Ich habe mir also mein Lunch gemacht [Sandwich, Jogurt und Brownie (so eine Art Schokokeks)] und dann hat Celeste uns zur Schule gefahren.

Die erste Stunde beginnt egtl um 7.55 Uhr, doch heute war wieder Assembly, wo uns der Principal (keine Ahnung was das heißt, ich glaube aber so eine Art Schulleiter) Mr. Solem begrüßt, uns die Regeln und die Änderungen erklärt und uns die Lehrer vorgestellt hat. Danach ging es in den Unterricht (auch wenn man das am ersten Tag nicht so nennen kann). Abgesehen von Mathe hat kein einziger Lehrer Unterricht gemacht, sondern es wurden nur Regeln erläutert und die Lehrer haben uns erklärt was sie für dieses Schuljahr geplant haben und was wir alles brauchen werden.

Es gab an diesem Tag nur drei Dinge, die mir erwähnenswert erscheinen.

1. Der Unterricht ist hier viel lockerer als in Deutschland. Bei Mrs. Thompson (Government 1. Stunde) saßen schon am Orientationtag die Leadershipleute auf dem Sofa und ihrem Schreibtischstuhl, haben ihre Telefonate angenommen oder ihren PC benutzt. Das wäre in Deutschland unvorstellbar! Doch ich dachte, das wäre wegen Orientation so. Keiner hat was zu tun und so weiter. Doch das setzt sich fort. Sowohl heute als auch die nächsten beiden Tage werden das Sofa und ihr Schreibtisch als Schülerpult genutzt. Auch Umherlaufen im Klassenraum ist hier wohl ganz normal. Ein wenig irritierend für mich, aber lustig Tongue out.

2. In Oceanography kamen Tim (der mit der Mütze aus New York) und ich etwas später und da die Klasse ziemlich groß ist waren die meisten Tische schon besetzt. Nur in der letzten Reihe war noch ein Tisch, jedoch ohne Stühle Undecided WIr haben uns also auf die Tische gesetzt und das schien Mrs Alfsen nicht im geringsten zu stören. Naja, ist halt relaxed hier Laughing

Das dritte passierte in der dritten Stunde (Pre-Calculus = Mathe). Am Morgen wurde uns noch erklärt:

- Schellt das Handy zum ersten Mal, kassiert der Lehrer es ein und der Schüler holt es sich am Ende des Tages wieder.

- Beim zweiten Mal holt es ein Elternteil.

- Beim dritten Mal können die Eltern es nach längerer Zeit abholen.

Und Eli (oder so ähnlich, es ist ein Junge Laughing) schaffte es schon in der dritten Stunde sein Handy abgeben zu müssen.

Naja, das waren die interessanten Dinge an diesem Tag. In Mathe bin ich ganz gut mitgekommen, nur Spanisch wird wohl hart. Ist halt ihr zweites Jahr und mein erstes Embarassed. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich das schaffe.

Zudem habe ich mir heute noch die Unterlagen für Cross Country besorgt.



Schule und erstes Training (4-5.9)



4.9:

Heute zum ersten Mal wirklich Unterricht gehabt. Government müsste zu schaffen sein, wenn ich mich nicht zu doof anstelle. Mrs Thompson spricht nicht zu schnell, ich muss nur gucken wie schwer der Stoff ist. In dem heute geschriebenen Pre-Test (das ist ein Test der nicht zählt, der nur dazu dient zu erfahren wie weit die Klasse ist) habe ich 22 Punkte von ca 80 erhalten, aber das war ok. Die andere ATS (Austauschschülerin) aus meiner Klasse hatte nur 2 Laughing und der Kerl neben mir (ein Ami) hat es sogar geschafft nur 10 Punkte zu bekommen. Unser bester war Eli (ja, der mit dem Handy Tongue out) mit 47 Punkten. Ich war also verhältnismäßig zufrieden.

Oceanography war öde, wir haben einen Film zu Ende geguckt (Frau Hartfiels Schwester?!?!) und hatten Stühle!!!

Mathe war ok, habe alles verstanden und das macht Mut. Mit der Sprache klappt es hier sowieso besser als erwartet. Ich merke, dass ich mit jedem Tag mehr verstehe und es mir leichter fällt mich zu verständigen.

US History: Magill, der Lehrer zu mir: "Darf ich dich Boogieman nennen?" (so nennen die hier den Mann der unter dem Bett lauert). Ich: "Nein" Er: "Ok, ich nenn dich Boogiman, Boogieman." Toll, jetzt habe ich einen neuen Spitznamen Yell. Zu allem Überfluss auch hier einen Pre-Test geschrieben und den habe ich, glaube ich, voll verhauen. Ich wusste meistens voll nicht was er von mir wollte und darum musste ich raten Embarassed. Naja mal sehen.

English III mit Mr V(andehey) war ganz ok. Wir haben Ordner bekommen und sollten die gestalten (ich und Kunst, na dann gute Nacht. Ich hab mich an einer Deutschlandfahne versucht und meinen Namen draufgeschrieben Tongue out)

Recreational Sports: Locker für Sport gekriegt und das wars auch schon. Danach noch ein paar Körbe geworfen und weiter

Spanish II. Wir habe so ein "Lied" gesungen mit den Ländern von Mittelamerika und ihren Hauptstädten.

Noch kein Cross Country Practice, da heute ein Rennen ist. Und wenn wir gewinnen kriegen wir keine Hausaufgaben in Spanish auf, da sie CC Fan ist Laughing



Nachmittags war Jacob (Zachs Freund) da und wir haben ein bisschen Tischtennis gespielt (21:3 für mich Laughing), mein WLan ans laufen gekriegt und Assassins Creed gezockt. Zudem hab ich abends Crysis ausprobiert Smile Sehr geile Grafik und läuft ohne zu ruckeln.

Hab zudem erfahren, dass die Sportgebühr $ 75!!! beträgt. Naja ich kanns nicht ändern Frown



5.9:

Heute war Picture Day, das heißt es werden Bilder für den Schulausweis gemacht, weshalb kein richtiger Unterricht gemacht werden konnte, da nach dem Alphabet aufgerufen wurde und so jede Klasse immer ein paar Leute abstellen musste

Government: Test über die Lesehausaufgabe geschrieben. Hätte besser laufen können. Ich muss mich nächstes Mal besser konzentrieren beim Lesen.

Oceanography: erfahren, dass wir im Oktober zum Whalewatching an den Pazifik fahren.

Mathe: Nichts besonderes

US History: Test wiedergekriegt. 12!!! von 30 Punkten. Für die fröhliche Raterunde war das gut Smile Tim hatte nur 11 (YES!!!) und das beste Ergebnis waren 16 Punkte. Ich war also zufrieden.

English III: Mr V Hat mit uns unvorbereitete Reden besprochen, selbst eine gehalten und die von uns bewerten lassen. Danach mussten zwei von uns eine halten.

Rec Sports: Fitness Test. Also Sit Ups, Liegestütze, Sprint, Koordination, Springen und noch was. Ich hab keine Lust jetzt alles genau zu erklären. War auf alle Fälle anstrengend Cool Anschließend noch Volleyball gespielt.

Spanish II: Bingo gespielt. War natürlich doof, da ich die Zahlen nicht kann. Aber hinten im Klassenraum hing eine Liste wo ich gucken konnte. Zudem keine Hausaufgaben aufgekriegt da unser Team gewonnen hat im CC.

Heute erstes Practice gehabt. Ich war nicht der einzige neue im Team. Auch ein ATS aus Frankreich macht jetzt CC. Wir sind fünf Meilen gelaufen und danach hat Coach Ken Tibeaud (das ist der Frenchman) und mir erklärt, was wir alles wissen sollten. Um 6.00 Uhr zu Hause gewesen, mit dem Rest der Familie Indiana Jones II geguckt, ein bisschen Crysis gezockt und dann ins Bett gegangen.

Morgen gehts zum Pazifik zum Training mit dem Cross Country Team. Ich weiß bis jetzt nur, dass es seeehr anstrengend sein soll. Naja, mal schauen.

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Re: Mein Jahr mit AYUSA in den USA

Beitragvon Nobert91 » 29.09.2008, 07:54

Samstag 6.9

Der Tag der Düne



Ich musste heute schon um 8.00 Uhr aufstehen (und das nennt sich Wochenende Smile), da das CC Team zum Strand fahren wollte. Ich war also pünktlich eine Stunde später da und betrat das erste mal einen der berühmten gelben Busse. Und ich muss sagen, die sind genau so unbequem wie die aus Deutschland Laughing. Naja, egal. Nach einer guten Stunde Fahrt wurden zuerst die Jungs, die schon seit Anfang an trainieren und eine Meile später die Mädchen, zwei andere Jungen und ich (wir haben alle erst Freitag angefangen) rausgeworfen, um den Rest des Weges zu laufen (1 bzw 2 Meilen "Warm Up". In Deutschland wäre ich danach fertig Wink) Naja und dann sah ich sie.



Da sollten wir also hoch laufen. Naja, sieht ja nicht soo schlimm aus Tongue out. Wir gingen also zur Startlinie (Coach Ken wollte die Zeit messen und wir sollten es ja nicht wie einen Sonntagsspaziergang ansehen...) und LOS. Die ersten 20 Meter waren noch einfach, da es da geradeaus auf festem Sand ging. Doch dann ging es direkt in die Hölle.

Der Sand war so weich, dass man jedes Mal einige cm eingesackt ist, dazu die Hitze (die Sonne brannte vom Himmel) und dann noch diese üble Steigung. Das ganze Teil ist zwar "nur" 200 Meter hoch, aber du bist innerhalb von wenigen Minuten nass geschwitzt und denkst, dass du beim nächsten Schritt zusammenbrichst. Zum Glück musste ich da "nur" zwei Mal hoch. Doch ich weiß nicht welcher Teufel mich geritten hat, aber ich wollte den andern aus dem Team unbedingt zeigen, dass wir Deutschen auch was können und so habe ich mich fünf!!! Mal dort hoch gequält.


Das war das Höchstlimit für uns. Am Ende des letzten Aufstiegs konnten wir dann ein bisschen die Aussicht genießen, die wirklich grandios wäre. Doch leider hatten wir das Pech des Nebels und somit war unser toller Ausblick nicht so toll, da er halt nach 50 Metern im Nebel endete Undecided. Aber es war trotzdem ein tolles Gefühl da oben mit den anderen zu sitzen und einfach nur glücklich zu sein "es" überlebt zu haben. Beim letzten Abstieg hatten wir dann einfach nur unseren Spaß und unten angekommen (ich habe 35 min für die insgesamt 2 km, 5 mal rauf und runter, gebraucht, was ziemlich gut ist) ging es dann zur letzten Meile "Cool-Down".

Danach waren wir noch in einem Store um was zu essen zu kaufen und dann mussten wir warten bis die Mutter von Jacob (einer aus dem Team) kam um ihn und mich abzuholen (unsere Familien leben nahe beieinander und fahren auch morgens abwechselnd zur Schule und sie hatten mir angeboten noch mit ihnen zum Strand zu fahren).

Wir sind dann zusammen mit seiner kleinen Schwester und seinem kleinen Bruder zum Strand gefahren, dort spazieren gegangen und haben dann noch in einem Restaurant gegessen. Typisch amerikanisch hatte ich einen Cheeseburger mit Pommes und Cola Laughing. Auf der Heimfahrt haben wir dann noch "Eragon" und "I, Robot" geguckt, da sie einen DVD Player hinten im Auto haben und abends wollte ich egtl. nur noch duschen und ins Bett, aber nein.

Kaum war ich im Haus kam mein Gastvater und sagte ich müsse mich beeilen, da eine Freundin von Celeste Geburtstag hätte und wir dahin müssten Yell Dort habe ich noch ein Mädchen getroffen, das auch im CC Team ist. Ich hab mich mit Cola und Mountin Dew wach gehalten aber war natürlich nicht so toll.



Fazit: NIE wieder auf diese dämliche Düne...


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