Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Peach. » 21.02.2009, 19:30

ich finde das was du schreibst immer total interessant
ich hoffe da kommt auch noch was

hast du auch eine homepage oder einen blog?
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon KatzeXD » 22.02.2009, 16:02

Hey du schreibst echt toll :loveyou:
man versteht richtig wies dir geht und was du fühlst, toll

mach weiter!!:D
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Sissiilein

Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Sissiilein » 22.02.2009, 17:06

Es fällt mir wirklich nur "wow" ein. Toll geschrieben. Aber super bewegend.
Ich glaube ich hätte ganz anders reagiert als du. Hätte viel schneller aufgegeben, wäre zickig geworden und einfach nur gedacht:" Ach ihr könnt mich alle mal, wenn ihr nichts mit mir zu tun haben wollt, will ich das mit euch auch nicht"

Freut mich aber, dass es dir jetzt viel besser zu gehen scheint. Du musstest ja sowieso schon so kämpfen, dass du das ATJ machen kannst und dann das. Ist echt mies. Aber jetzt geht's dir ja besser.

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Jewel
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Jewel » 22.02.2009, 19:02

danke, danke, danke, danke :)

Ich schreib nochmal mehr! Hab nur nicht so viel Zeit im Moment...Alles etwas stressig!
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Anele
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Anele » 22.02.2009, 20:21

Kommt jetzt vielleicht blöd ... aber macht denn alles so stressig?
Mom at the airport when I had to fly back to Germany hat geschrieben:I will miss you.
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Jewel
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Jewel » 09.04.2009, 02:50

Another Turning Point, a Fork Stuck in the Road

Die naechsten Wochen, Monate vergingen. Ich hatte Freunde, endlich! Leute, die ich anrufen konnte, wenn mir langweilig war, Leute, die ihre Zeit mit mir verbringen wollten. Die Dinge wurden besser, ich fuehlte mich immer wohler, Weihnachten und Silvester standen vor der Tür, aber irgendwie, irgendwo, fehlte etwas. Ich wusste nicht, was dieses etwas war, aber ich wusste, dass ich nicht bedingungslos gluecklich war. Irgendwie waren die Freunde hier Freunde, aber die gleiche Art von Freunden wie meine Freunde in Deutschland? Ich war mir nicht so sicher. Ich liebte meine Gastfamilie, so wie sie waren, sind, auf ihre eigene Art und Weise. Das Maedchen und ihre loyale und glueckliche Art, der Junge mit seinen schlechten Witzen und der Art und Weise, die einen spueren lies, dass man zu Hause war. Die Mutter, die sich immer um mich kuemmerte und immer versuchte, eine wundervolle Mutter zu sein und...den Vater. Zugegebenermassen mochte ich ihn nicht wirklich, aber ich konnte mit ihm leben, immerhin war er ein Teil der Familie. Manchmal hatte ich das Gefuehl, dass sich meine Gastmutter mehr um mich kuemmerte als meine Mutter es in Deutschland immer tat, obwohl ich im Nachhinein merke, dass es schwachsinnig war, so zu denken. Sie ist ein wundervoller Mensch, aber sie ist nicht meine richtige Mutter und so viel sie auch falsch gemacht hat, meine Mutter in Deutschland hat aus mir das gemacht, was ich heute bin, hat mich zur Unabhaengigkeit und zum Selbstbewusstsein, zur Offenheit und zu Toleranz erzogen.
Langsam kam der Dezember. Wow, Dezember, dachte ich mir immer. Am Morgen des 1. wachte ich auf, realisierte erst, dass so viel Zeit vergangen war, als ich auf meinem Handy das Datum sah. 1. Dezember und zum ersten Mal in meinem Leben kein Adventskalender. Dezember, und ich wuerde zum ersten Mal in meinem Leben nicht jeden Morgen aufspringen und schauen, was diesmal in den kleinen Adventskalendersaeckchen zu finden ist.
Weihnachten war fast da. Erst Nikolaus, ein paar kleinere Geschenke in einer uebergrossen Socke die ueber dem Kamin hing, dann das Weihnachtsfest mit den Verwandten meines Gastvaters und schliesslich Heiligabend ohne Geschenke, dafuer ein Morgen am 25. voller Geschenke. Man hatte so viel fuer mich besorgt, so viel versucht um mich gluecklich zu machen. Aber waren Geschenke wirklich das, was mich gluecklich machte? Ich glaubte es kaum und auch die Kirche und die Bars am 24. Dezember machten mich nicht wirklich gluecklich. Weihnachten ohne die Eltern ist einfach nicht Weihnachten und genauso fuehlte es sich im Nachhinein an, als haette ich Weihnachten verpasst. Das Essen war nicht mal halb so gut wie zu Hause, aber was hatte ich auch erwartet? Manchmal frage ich mich, ob das Essen hier wirklich so schlimm ist, oder ob es einfach nur die Tatsache ist, dass ich fast 16 Jahre lang Zeit hatte deutsches Essen zu moegen und ein paar Monate einfach nicht genug sind um mich an amerikanisches Essen zu gewoehnen. Die Tage nach Weihnachten und vor Silvester verbrachte ich mit meiner Betreuerin, insgesamt hab ich also rund 4 bis 5 Weihnachtsfeste gehabt und trotzdem, obwohl sich alle so bemueht hatten, obwohl ich Spass hatte, fuer mich war es nicht Weihnachten und richtig gluecklich war ich auch nicht.
Als naechstes kam Silvester, den Mittag des 31. verbrachte ich mit meiner besten Freundin in der naechstgroesseren Stadt shoppen, abends sollte es eine Party bei mir zu Hause geben. Ich war sehr skeptisch, vor allem weil ich wusste, dass es keine Silvesterrakten, keine Boeller geben wurde. Alkohol durfte ich trinken, es gab sogar Partyhuete und Troeten mit Happy New Year Aufschrift, aber ein Silvester ohne Raketen?
Wie erwartet wurde es nicht wirklich besonders, es fuehlte sich mehr wie eine normale Party mit einer Runde Erwachsenen und meiner besten Freundin als alles andere an. Trotzdem hatte ich Spass. Und da war eine Sache, die ich mit Sicherheit wusste:
Das neue Jahr konnte beginnen. Und ich war mir sicher, dass die erste Haelfte vom neuen Jahr, die zweite Haelfte meines Austauschjahres, so viel besser werden wuerde als die zweite Haelfte des alten Jahres und somit die erste Haelfte meines Austauschjahres.
Ich wusste es, und ich hatte Recht.



ich hab einfach generell mehr zu tun etc...ich versuch nochmal ein paar Berichte zu schreiben, hab grad Spring Break, da duerfte sich doch ein bisschen zeit finden
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Anele » 09.04.2009, 10:21

Kein Problem, ich freu mich schon auf das was kommt :mrgreen:
Und dein Bericht ist toll, ich freu mich schon so, das auch erleben zu können; mal sehen, wie die Feiertage bei mir werden ...

Ich weiß nicht ob man das so einfach sagen kann, aber war Weihnachten der bisherige schwierigste Moment in deinem ATJ? Und wenn nicht, was dann?
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Jewel » 09.04.2009, 19:17

Anele hat geschrieben:Kein Problem, ich freu mich schon auf das was kommt :mrgreen:
Und dein Bericht ist toll, ich freu mich schon so, das auch erleben zu können; mal sehen, wie die Feiertage bei mir werden ...

Ich weiß nicht ob man das so einfach sagen kann, aber war Weihnachten der bisherige schwierigste Moment in deinem ATJ? Und wenn nicht, was dann?


es fuehlt sich nicht wie weihnachten an, ich war nicht so richtig gluecklich, aber zum ungluecklichsein hats sich einfach nicht genug wie weihnachten angefuehlt.

ich hatte eigentlich drei situationen, die fuer mich bisher echt nicht so einfach waren. zum ersten natuerlich der gastfamilienwechsel, man kann gar nicht glauben, wie belastend sowas ist, vorallem weil man dazu tendiert sich selber die schuld zu geben, immerhin hat die familie doch so viel fuer einen gemacht.
die zweite situation war etwas, worueber ich nicht reden will, ich war kaum in der lage es meinem besten freund zu sagen und ich will es einfach nicht in einem oeffentlichen forum schreiben.
die dritte situation wird wohl bald in einem bericht kommen.
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Anele » 09.04.2009, 20:13

Kein Problem, danke für die Offenheit.
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Wonderwanda » 10.04.2009, 00:09

Wie reagiert eig die Gf wenn man wechselt .. sind die dann nich voll beleidigt oder so ?
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Jewel » 10.04.2009, 03:03

Wonderwanda hat geschrieben:Wie reagiert eig die Gf wenn man wechselt .. sind die dann nich voll beleidigt oder so ?



In den meisten Faellen sind es beide Seiten, die den Wechsel wollen, und wahrscheinlich sind die Gastfamilien etwas verletzt, aber ich glaube nicht, dass sie unbedingt beleidigt sind. Normalerweise gehts einfach gut, wenn sich beide Seiten anstrengen. Und wenn sich eine Seite nicht ansrengt, gibts fuer die auch selten Grund beleidigt zu sein. ;)
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Gast

Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Gast » 10.04.2009, 16:14

"wie meine Freunde in Deutschland?"

mhm ... im schuelervz hast du aber fast keine freunde an deiner schule. o.O.

bist du ein adoptivkind?

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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Jewel » 10.04.2009, 19:35

Gast hat geschrieben:"wie meine Freunde in Deutschland?"

mhm ... im schuelervz hast du aber fast keine freunde an deiner schule. o.O.

bist du ein adoptivkind?



Ich benutze SchuelerVZ nicht. War seit Monaten nicht mehr online und war auch eigentlich nur aktiv weil ich mit einigen von meiner Organisation darueber Kontakt hatte. In meiner Region benutzen wir was anderes, aehnliches. :)
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon cupcake. » 14.04.2009, 01:26

Wuah, ich finde deine Berichte so toll!

Ich mein, ich fliege erst im August, aber so vor allem dieses Gefühlschaos vorm Austauschjahr, bzw. wenn das Jahr immer näher rückt, da kann ich mich so richtig reinfühlen!

Ich hab noch 4 Monate, aber trotzdem bin ich im einen Moment total voller Vorfreude und denke "Yeah, Amerika, idaho, ich komme! School spirit, riesenmall, gelber Bus, mach dich bereit für mich!"
Und dann in anderen Momenten denke ich an so schöne Sachen, die ich mit meiner besten Freundin und meinen Eltern und meinen Geschwistern hatte und dann denke ich mir: "äh.. Was hast du dir dabei gedacht? du KANNST nicht ohne die!"

Naja. Jedenfalls mag ich deine Berichte :D
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon *Finchen* » 14.04.2009, 16:43

deine Berichte sind total toll. Man kann sich so gut reinfühlen und ich finds einfach immer wieder toll etwas von den Leuten zu lesne, die zurzeit abroad sind! Echt aufregend.

Ich kann mir echt vorstellen, dass Weihnachten die härteste Zeit sein muss. Das sagen ja sozusagen fast alle.

Aber wie du schon gesagt hast, das zweite Halbjahr wird meistens besser. Und mich würde echt interessieren wie es im Moment so ist :wink:
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