Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

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Jewel
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Jewel » 28.08.2008, 22:21

„So long goodbye for now“

Aller Abschied ist schwer – vorallem wenn man weiß, dass es rund 10 Monate dauern wird, bis man die Menschen, die normalerweise fast jeden Tag um einen rum sind, wieder sieht. Allerdings sind solche Abschiede unvermeindlich, wenn man ein Austauschjahr macht und so musste auch ich mich verabschieden, was mir besonders bei meinen besten Freunden nicht unbedingt leicht viel. Am Tag vor meinem Abflug bekam ich noch Besuch von meiner besten Freundin und meinen beiden besten Freunden. Wahrscheinlich hat man es mir nicht angemerkt, aber ich war wirklich traurig, dass ich sie verlassen musste – weinen musste ich allerdings nicht. Ich bin kein Mensch, der sowas sofort realisiert, ich brauch da einfach meine Zeit und auch jetzt, da ich schon in Chicago sitze, habe ich es immer noch nicht wirklich realisiert, dass ich all diese Menschen zum letzten Mal für die nächsten 10 Monate gesehen habe.
Da ich aber weiß, dass die Menschen immer noch da sind und ich auch nicht glaube, dass unsere Freundschaft auf Dauer unter meinem Austauschjahr leidet, war es nicht ganz so schlimm für mich, aber das wird noch kommen, sobald es mir mal etwas schlechter geht.
Ich muss sagen, dass es mir einfach viel, mich von meinen Eltern zu verabschieden, aber ich glaube, das liegt auch daran, dass ich vorerst auch mal ganz froh bin, ein wenig Ruhe zu haben, auch wenn ich mir sicher bin, dass ich sie irgendwann vermisse, aber erstmal bin ich froh, dass ich mal eine Weile ohne sie leben kann.
Als ich am Dienstag Morgen am Frankfurter Flughafen nach dem Verabschieden zusammen mit Laura, die zusammen mit mir nach Dubuque fliegt, durch die Absperrung gegangen bin, war sie auf jeden Fall wesentlich trauriger als ich – bei mir überwiegte doch die Vorfreude.Wir mussten durch Sicherheitskontrollen, zum Gate und als wir im Flugzeug saßen, wurde es doch seltsam. Ich muss sagen, dass ich wirklich traurig wurde, als ich Bibbis Abschiedsbrief zum ersten Mal las – ich werde sie vermissen, da bin ich mir sicher, aber trotzdem weiß ich, dass ich mich immer bei ihr melden kann, wenn ich ein Problem hab und andersrum genauso. Der Flug nach London war eher ruhig und zugegebenermaßen etwas langweilig, aber trotzdem konnte ich wenigstens eine knappe halbe Stunde schlafen. Danach hatten wir 2,5-stündigen Aufenthalt dort, wo sich auch Julian, der ebenfalls mit uns nach Dubuque fliegt, zu uns gesellte. Später stiegen wir dann in das Flugzeug, das uns nach Chicago brachte. Erfreulicherweise hatten wir eine riesige Auswahl an Filmen und es gab sogar gute Musik, die man sich dank des Headsets und des Bildschirms am jeweiligen Vordersitz anschauen bzw. anhören konnte, so dass der knapp 8,5-stündige Flug sogar erträglich war. In Chicago passierte uns dann genau das, was ich schon geahnt hatte – dadurch, dass wir nur eine Stunde und vierzig Minuten Zeit hatten, unser Flugzeug aus London auch noch ein paar Minuten Verspätung hatte und es Probleme beim Ausfüllen der Unterlagen gab, verpassten wir unseren Flug nach Dubuque, was bedeutete, dass wir noch sechs weitere Stunden warten mussten, bis wir weiterfliegen konnten. Problematisch an der ganzen Sache war, dass ich meine Gastfamilie nicht erreichen konnte, weil sie schon auf dem Weg zum Flughafen war um mich abzuholen. Also rief ich bei meinem local rep an und die Frau versprach sich darum zu kümmern, dass meine Gastfamilie Bescheid weiß und ich abends am Flughafen abgeholt werde. Im Moment sitze ich noch am Flughafen, muss viel über Deutschland nachdenken, trinke einen Starbuckscoffee und weiß nicht, wie ich die drei Stunden, die ich noch warten muss, rumkriegen soll. Laura und Julian schlafen, ich bin trotz der maximal ein bis zwei Stunden Schlaf in den letzten 38 Stunden hellwach und warte sehnsüchtig darauf, dass die Zeit umgeht und ich endlich auf meine Gastfamilie treffe und ich vielleicht auch langsam mal realisieren kann, dass ich wirklich in den USA bin...
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon steffiwillweg=) » 02.09.2008, 22:53

Hallo Maike!!

Na wie gehts??

Ich liebe deine Berichte total!!! <3<3<3

Haste vl. ICQ, MSN, oder Yahoo Messenger??

wünsch dir ne hamma geile Zeit in den USA!!!

xoxo

<3<3

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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon -esperanza- » 12.09.2008, 20:56

Ich wuesche dir ein hammer ATJ, du schreibst wundervoll &wenn sich jemand ein hammer ATJ verdient hat, dann du. Ich glaube ich haette in deiner Situation aufgegeben auch wenn es mein groeßter wunsch ist.
Melde dich bald mal.
Liebe grüße <'33
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Jewel » 13.09.2008, 00:16

hey :) danke für die lieben kommentare. bin in letzter zeit nicht so richtig zum schreiben gekommen, aber ich meld mich bald wieder mit einem etwas längerem bericht. :)
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon -esperanza- » 16.09.2008, 11:52

wir freuen uns drauf, mach dir aber keinen streß.
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Chaos » 29.01.2009, 21:35

Hallo!

Gibt's vlt. mal was neues? Deine Berichte sind nämlich so berührend (mir sind doch tatsächlich beim lesen einiger Abschnitte die Tränen in die Augen gestiegen... :cry: ) und spannend zugleich... Du könntest glatt Schriftstellerin werden würde ich mal so sagen...

Ich frag nur, weil der letzte Post ja schon ziemlich lange her ist...
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon michellegoesusa » 29.01.2009, 23:10

Hey "Jewel",

deine Beiträge sind alle so wunderschön geschrieben :wink:

Ich möchte mehr von dir lesen! Vor allem auch, wie es dir JETZT geht, bei deiner GF, in deiner High School, mit deinen Knien usw. ... :)

Liebe Grüße aus dem eisig kalten Deutschland :goebel: ^^
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Grey » 30.01.2009, 05:39

Ich auch! Würd mich super freuen, wenn du das mit dem GF- und Schulwechsel aufschreiben würdest, hab dir echt immer (Facebook;) ) die Daumen gedrückt!! :)

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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Bluemchen » 30.01.2009, 12:34

Wow, Maike. Die Berichte sind so gut geschrieben! Ich find's total toll, dass
du nicht einfach aufgegeben hast. Wär' schön Neuigkeiten zu hören (:

Kannst du mir noch eine Frage beantworten?
Wählt die Orga ISKA ihre Stipendianten nur anhand den Unterlagen aus, also
ohne ein persönliches Gespräch?
Würde mich auf eine Antwort freuen (:

Liebe Grüße und noch ein paar schöne Monate in den USA.
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon michellegoesusa » 30.01.2009, 17:21

Grey hat geschrieben:Ich auch! Würd mich super freuen, wenn du das mit dem GF- und Schulwechsel aufschreiben würdest, hab dir echt immer (Facebook;) ) die Daumen gedrückt!! :)


Oh, sie hatte einen GF- und Schulwechsel?
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Jewel » 30.01.2009, 22:40

michellegoesusa hat geschrieben:
Grey hat geschrieben:Ich auch! Würd mich super freuen, wenn du das mit dem GF- und Schulwechsel aufschreiben würdest, hab dir echt immer (Facebook;) ) die Daumen gedrückt!! :)


Oh, sie hatte einen GF- und Schulwechsel?



Jepp, nach einem Zusammenbruch an meinem "Super Sweet 16". Ich meld mich wieder, hab im Moment aber viel zu tun. (haha, soll am Montag 3 Reden halten ;))


@ Bluemchen: Jepp, das gespräch gibts erst nach Annnahme/Zusage! Falls du es probierst - ich wünsch dir viel Glück und alles gute, dass du es schaffst!

Ich versuch mich einfach bald wieder zu melden, ging alles so drauf und drüber in den letzten 5 Monaten!
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Bluemchen » 31.01.2009, 21:48

Danke, Maike (Jewel ? :D)
Ich denk', dass ich mich auch noch bei ISKA bewerb',
da ich ohne ein Stip nicht in die USA kann.

Gibt ISKA jedes Jahr nur 3 Stips? Das Stip
ist doch notenabhängig oder zählt dazu noch
die finanzielle Lage und das soziale Engagement?

Liebe Grüße aus Deutschland.
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Jewel » 01.02.2009, 00:21

I'm sitting here in a boring room. It's just another boring afternoon. I'm wasting my time. I got nothing to do.

Da war ich also – in meinem neuen zu Hause, dem Haus, in dem ich die nächsten 10 Monate leben sollte. Es war klein, sehr klein für 8 Personen, aber als Austauschschülerin wusste ich, dass ich mich auf sowas einlassen muss. Nicht mal ein eigenes Zimmer gab es, aber ich wusste ebenfalls, dass ich mich darauf einlassen muss. Aufgeräumt war das Haus auch nicht, aber wie auch bei den anderen Dingen galt: Lass dich darauf ein, lass dich auf Neues ein und sei offen.
Meine Gastfamilie schien nett zu sein und die ersten Tage vergingen wie im Flug. Lagerfeuer, Trampoline, mein erstes Footballspiel – Es war aufregend und ich mochte es! Obwohl ich mit dem Essen kaum klar kam, gefiel mir meine erste Woche, ich war beschäftigt und ich hatte Spaß. Mit der Sprache kam ich zurecht, obwohl es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war. Die Dinge erschienen mir alle so groß – die Autos, die Geschäfte, die Straßen. Die Nächte waren dunkler, die Tage heller, das Gras grüner und das Leben freundlicher. Zumindest schienen die Dinge so in der ersten Zeit. Wie wir aber alle wissen, soll man den Tag nicht vor dem Abend loben und so veränderte sich einiges sehr schnell. Nach einer Woche fing die Schule an, ich hatte ein paar Leute schon kennen gelernt, wie alles andere schienen sie nett, aber auch hier kam das erwachen schnell. Schule fing an und damit auch der Unterricht. Ich merkte schnell, dass das Niveau in amerikanischen Schulen nicht dem in Deutschland entspricht und hatte dementsprechend keine ernsthaften Probleme in den meisten Fächern. Lediglich English Literature stellte eine Herausforderung da, aber auch die war zu meistern. Die Tage vergingen, ich versuchte Leute kennen zu lernen und ich lernte sie auch kennen, leider schienen sie nur oberflächlich nett zu sein. Kaum einer wollte viel mit mir reden, geschweige denn langsamer für mich reden, in der Lunchpause fühlte ich mich wie das fünfte Rad am Wagen, weil sich jeder immer nur wegdrehte und mit anderen redetet. Lediglich Sofia, das schwedische Mädchen, war immer nett zu mir, freute sich immer, wenn sie mit mir reden konnte und verbrachte ihre Lunchpause gerne mit mir. Die Tage und Wochen vergingen, ich fühlte mich einsam, ich wusste nichts mit meiner Zeit anzufangen und ich langweilte mich. Schule war okay, abgesehen von der Lunchpause, die mir ein Gefühl von Einsamkeit gab. Im Unterricht wurde ich meistens nur als das „Genie“ angesehen, weil ich das meiste problemlos konnte, größtenteils weil ich vieles durch die deutsche Schule kannte. Ich fühlte mich seltsam, ich war „the odd one out“. Zwar redeten Leute ab und an mit mir, aber trotzdem war es seltsam. Ich fühlte mich, als würde ich nicht dazu gehören. Einige Wochen nach meiner Ankunft kam Homecoming. Keiner wollte mit mir zum Dance gehen, alle, die ich fragte hatten ein Date oder sagten, sie würden nicht gehen. Schlussendlich verbrachte ich den Abend des Dances zu Hause auf der Wohnzimmercouch mit meinem Laptop auf dem Schoß. Das war es also? Das war mein Leben in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Ich wusste nicht, was ich machen sollte, meine Bemühungen, Freunde zu finden, scheiterten, ich hatte niemanden, den ich einfach so anrufen konnte, niemanden den ich fragen konnte, ob sie mit mir ins Kino gingen, und wenn ich meinen ganzen Mut zusammen nahm und jemanden fragte, ob er etwas mit mir machen wollte, wurde ich immer nur enttäuscht. In gewisser Weise mochte ich die Schule, zumindest den Unterricht, auch wenn ich mit den Leuten kaum klar kam. Lediglich meine Spanischklasse mit den Freshmen schien mich zu mögen und meine Anwesenheit freute sie. Dadurch, dass ich so weit Außerhalb wohnte, war es umso schwieriger, Freunde zu finden und letztendlich gab auch auf und verbrachte meine Zeit nach der Schule auf dem Trampolin, beim Duschen und im Internet. Ich wurde immer unglücklicher, ich fing an, dieses Land zu hassen und ich wusste nichts mehr mit meiner Zeit anzufangen. Nach einigen Wochen war ich sogar so weit, dass mir auf die Frage „What do you like about the US?“ Keine Antwort mehr einfiel.
War das also mein Leben hier? War das, was alle als die Zeit ihres Lebens beschrieben? Leute, die nicht mit mir reden wollen, Wochenenden, die ich zu Hause verbrachte und mein sozialer Kontakt beschrängte sich auf meine Gastfamilie und das Internet? War das mein Austauschjahr? Sollte es so weitergehen?
Ich wusste es nicht, aber ich wusste, dass ich so nicht mehr weiter wollte und irgendwann auch nicht mehr weiter konnte...




@ Chaos: Mein momentaner Wunschberuf wäre wissenschaftsjournalismus, sprich: über wissenschaftliche Themen schreiben :) Ich schreibe einfach total gerne!

@ BLuemchen: Maike oder Jewel - ist beides okay :) Als ich mich beworben hatte, hatten sie 3 Stips und es war notenabhängig und vorallem abhängig vom Aufsatz! Ich glaube, dass irgendwie noch dein Gastfamilienbrief bisschen mitgespielt hat und selbstverständlich das Lehrergutachten! Versuch einfach alles so gut wie möglich zu machen und dann klappts schon!



EDIT: GESTERN vor einem Jahr gabs die Zusage!
Zuletzt geändert von Jewel am 01.02.2009, 21:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon PinkySwear » 01.02.2009, 11:06

Du kannst wirklich schön schreiben, ganz im Ernst.
Sehr, sehr traurig und ergreifend. Sicherlich warst du darauf vorbereitet, dass nicht alles glatt laufen würde, aber dass es so ausgehen würde?

Hattest du denn auch Probleme mit der Gastfam? Oder hast du nur wegen dieser sehr sehr unglücklichen Umstände gewechselt?

Schreib weiter! Man kann sich richtig gut reinfinden! Schreibst du auch privat Geschichten o.ä.?
My life has no purpose, no direction, no aim, no meaning, and yet I'm happy. I can't figure it out. What am I doing right?
- Charles Schulz



my friend Taylor hat geschrieben:I miss you! [...] Wish you could have been around, even though it was rather a sad week. But you could have put a smile on my face, you always did! I love you


my friend sammy hat geschrieben:I miss you like crazy, don't you forget that!

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Re: Von Absagen, erfüllten Träumen und 10 Monaten in den USA

Beitragvon Chaos » 01.02.2009, 13:22

Also soviel Pech bei einem Menschen -.-
Irgendwie scheint es das Schicksal wirklich auch manche abgesehen zu haben :-?
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