¡Venezuela - Un país para querer!

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Minnesang
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Beitragvon Minnesang » 27.10.2006, 19:07

ja, das hört sich viel zu toll an! :cry:
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Beitragvon sky » 29.10.2006, 14:04

@minnesang: deinen beitrga verstehe ich nicht !

@nOne:déien berichte sidn ehct de rwahnsinn, da bekommt man richtig lsut auf die lateinamerikansichen länder :D :D :wink: :jumper:

ich warte shcona uf den nächsten! :jumper:
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Lumpi
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Beitragvon Lumpi » 29.10.2006, 14:10

Denke mal, Minnesang wollte lieber nach Venezuela als nach Uruguay;)
:headbang: !VENEZUELA ROCKS! :headbang:

sky
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Beitragvon sky » 29.10.2006, 14:20

aso ja das ist ne option .

@minnesang: wieos bewirbst du dich nicht noch woanders??
sry wegen OT
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Beitragvon Minnesang » 29.10.2006, 15:54

1. Da ich Rotary Venezuela von Anfang an ausgeschlossen hab, kam für mich nur noch afs in Frage und da hätte ich
2. noch mehr Pech mit nem land haben können da ich erst ins Programm aufgenommen werde (im Idealfall natürlich) und dann das Land erfahre oder gar nicht erst ins programm aufgenommen würde. Bis zum Auswahlwochenende musste ich mich bei yfu entscheiden und das Risiko, ein Auslandsjahr bei einer der besten Orgas zu verspielen war für mich zu groß.
3. muss man realistisch bleiben und sich natürlich auch fragen, warum man das Land überhaupt mit auf die Liste (wenn auch an letzter Stelle) angegeben hat, wenn man am Ende doch nicht damit klarkommt. Also ist es auch mit mein "Fehler" gewesen. Ich war mir zu sicher, dass es Venezuela oder Chile wird.

Aber ich freu mich inzwischen schon sehr auf Uruguay, obwohl ich mich denke ich erst richtig mit der Wahl von yfu abgefunden habe, wenn ich dort bin.
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Beitragvon nOne » 30.10.2006, 18:59

Meine suedamerikanischen Favoriten waren Venezuela, Panama und Costa Rica und ich gebe ehrlich zu, dass das eigentlich nur am Klang des Namens lag... Bevor ich herkam hatte ich eigentlich keine genaue Vorstellung von Suedamerika und auch jetzt sehe ich keine Unterschiede zwischen den einzelnen Laendern - natuerlich existieren sie irgendwo, aber das weiss man doch nicht bevor man hinfliegt...
Was ich behaupten moechte ist, dass es egal ist in welches suedamerikanische Land du gehst, weil du vorher die Unterschiede zwischen zum Beispiel Venezuela und Uruguay eh nicht kennst - ich meine jetzt nicht das geografische.
Aber natuerlich ist Venezuela das tollste, genialste, chevereste Land ;)
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Elo

Beitragvon Elo » 31.10.2006, 09:51

nOne hat geschrieben:Meine suedamerikanischen Favoriten waren Venezuela, Panama und Costa Rica und ich gebe ehrlich zu, dass das eigentlich nur am Klang des Namens lag... Bevor ich herkam hatte ich eigentlich keine genaue Vorstellung von Suedamerika und auch jetzt sehe ich keine Unterschiede zwischen den einzelnen Laendern - natuerlich existieren sie irgendwo, aber das weiss man doch nicht bevor man hinfliegt...
Was ich behaupten moechte ist, dass es egal ist in welches suedamerikanische Land du gehst, weil du vorher die Unterschiede zwischen zum Beispiel Venezuela und Uruguay eh nicht kennst - ich meine jetzt nicht das geografische.
Aber natuerlich ist Venezuela das tollste, genialste, chevereste Land ;)


ha, nochn seelenfreund. Genau dei Länder finde ich auch am tollsten von Südamerika... Würde da auch ziemlich gerne ATJ hinmachen, naja, nachm Abitur mache ich mich dann halt nach dort aufn Weg....

Ihr müsst aber schon sagen, vom Klang her ist Panamá am tollsten. Oh wie schön ist Panamá.... Meine Freundinnen sagen ich spinne weil ich in den Film will, ich finde den aber so knuddelig! :mrgreen:

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Beitragvon nOne » 15.11.2006, 20:31

09.11.06 20:17:38 Uhr

Zwei Monate ist es jetzt her, dass ich meinen Koffer gepackt habe und ins Flugzeug gestiegen bin. Zwei Monate, eine lange Zeit, die unheimlich schnell vergangen ist, oder eine kurze, die dahinschleicht?

Inzwischen ist das Leben hier Alltag geworden. Ich gehe jeden Morgen in die Schule, unterziehe mich der Prozedur der Uniformkontrolle, sitze anschliessend stundenlang in der Schule, mich anstrengend nicht einzuschlafen – ihr koennt euch nicht vorstellen, wie langweilig die Schule hier ist… -, bevor ich dann nach Hause gehe um zu Essen und am Nachmittag irgendetwas mit Freunden zu unternehmen. Das sieht dann meistens so aus, dass ich entweder ins Kino oder Sambil – ein riesiges Einkaufszentrum – gehe, oder mich einfach mit Freunden hier unterhalte. Inzwischen darf und kann ich auch schon alleine Metro fahren. Die Metro ist hier voll, das ist unglaublich. Die Leute stuermen in die Metro rein und fallen zu den anderen Tueren wieder raus… Am Wochenende sind haeufig Treffen von meiner Organisation oder ich mache irgendwas mit meiner Familie – zum Beispiel einkaufen. Letzten Sonntag – ja, die Geschaefte haben hier auch Sonntags auf – war ich mit meinem Vater in einem sehr grossen Supermarkt, wo wir dann am Ende geschlagene ein einhalb oder zwei Stunden an der Kasse anstanden. Die ganze Zeit hinter einem venezolanischen Fernsehstar, wie wir irgendwann heraus gefunden haben, nachdem ich mich schon gewundert habe, warum dauernd Maedels mit ihren Handys ankommen und Fotos machen… Solche Wartezeiten an der Kasse sind eigentlich nicht normal. Die Venezolaner hier haben, so mein Vater, Angst vor den Wahlen am dritten Dezember, weswegen sie vorher noch Unmengen einkaufen. Obwohl ich jetzt schon zwei Monate hier lebe, fuehle ich mich noch genauso wenig in der Lage die Situation zu beurteilen wie als ich angekommen bin. Was ich immer wieder hoere ist, das Chavez an allem Schuld ist. Ab dem 15. November duerfen wir – die Austauschschueler – nur noch zusammen mit der Familie verreisen, wegen der Wahlen, als ich das gestern auf dem nach Hause weg von meinem Salsakurs erwaehnt habe war Chavez Schuld. Aber es gibt auch die Chavistas, auch in meiner Familie und auf der Strasse sowieso. Wer die Wahl gewinnt steht noch in den Sternen, genauso wie es danach hier aussieht.

Inzwischen habe ich auch schon den traumhaften Strand hier kennen gelernt. Ich war ueber ein lances Wochenende zusammen mit meinen Eltern in ihrem Haus am Strand. Es ist unglaublich. Die Hitze ist kaum zu ertragen. Man liegt nichts tuend auf einer Liege und schwitzt wie sonst noch nie im Leben… Im Schatten waren es zwischen 33 und 36 Grad. Fuer dieses Wochenende war es aber natuerlich wunderbar, wenn man halt wirklich nichts tun muss. Dort habe ich dann auch mal ein venezolanisches Dorf kennen gelernt, ein grosses Dorf und ich bin wirklich froh, dass ich in Caracas lebe. Was will man auch machen, wenn man irgendwo in der hintersten Ecke eines Dorfes wohnt und es keinen Bus oder irgendwas in der Art gibt? In dem Haus meiner Familie sind mir dann auch zum ersten mal exotische Kaefer und anderes Getier begegnet – ich habe es aber ueberlebt, war also nicht wirklich schlimm. Das Wochenende danach war ich wieder in der Naehe des Strandes, zusammen mit meiner Organisation um mein “Orientation Camp” zu erleben. Die Hitze war die gleiche, allerdings hat es Recht viel geregnet – aber einige naechtliche Poolsessions waren natuerlich trotzdem drin. Ansonsten war es ein sehr schoenes Wochenende mit Pool, venezolanischem Essen, gar nichts tun und Haengematten – und einigen kleinen, suessen Tierchen.
http://img382.imageshack.us/img382/2509 ... 17fgw6.jpg

Mit meinem Spanisch klappt es hier sehr gut und die einfachste, spassigste und beste Methode um eine Sprache zu lernen ist eindeutig in ein Land zu fahren, wo diese Sprache gesprochen wird – die schlechteste Methode findet man hier im Englischunterricht… Ich bin im Abschlussjahr und meine Mitschueler lernen auch schon seit fuenf Jahren Englisch und es ist einfach nur schrecklich… Der Unterricht besteht daraus in einer Doppelstunde zehn Saetze in die indirekte Rede zu schreiben oder einen Text vom Englischen ins Spanische zu uebersetzen. Da werde ich dann Dinge wie “Was heisst ‘away’?” oder “He will gone, ist das richtig?” gefragt. Also sieht es im Moment so aus, dass ich die Texte uebersetze und meine Mitschueler die Dinge in richtigem Spanisch aufschreiben. In den letzten beiden Stunden wurde das erste mal was gelesen. Jeder musste den gleichen Text vorlesen… “If one day you feel like crying, call me, I don’t promise that I will make you laugh, but I can cry with you. If one day you feel like run away, call me, I don’t promise that I will ask you to stop, but I can run with you. If one day you don’t want to talk with anybody, call me, and I promise to be very quiet. But, if one day you call me and there is no answer, come fast to see me, perhaps I need you.” Wenn die Leute das dann wenigstens gekonnt haetten, waere ja alles schoen und gut… Aber man kriegt hier wirklich Kopfschmerzen… Hier wird alles gelesen, als wenn es Spanisch waere…

Was mir sonst noch aufgefallen ist, ist wie hier mit dem Fleisch oder sonstigen Essenssachen umgegangen wird. Man stelle sich einen nicht ganz neuen Lastwagen vor in dem sich einige frei haengende, recht grosse Fleischstuecke befinden. Dieser Lastwagen hat spontan entschieden am Strassenrand einen Parkplatz zu eroeffnen und nun wird dieses, in keinster Weise eingepackte, Fleisch aus dem Lastwagen in ein Geschaeft getragen. Das ganze spielt sich am Rande einer recht stark befahrenen Strasse ab, man stelle sich ausserdem noch die schwarzen Abgase einiger Busse vor. Was macht man da eigentlich in Deutschland fuer ein Aufstand wegen irgendwelchen Fleischskandalen. Ausserdem wird hier das Fleisch in den Strassenstaenden auch schoen in die Sonne gehaengt um verkauft zu werden (natuerlich uneingepackt neben stark befahrenen Strassen) - das gleiche mit Obst und allem was man noch so essen will.

Ein wichtiges Ereignis im Leben eine venezolanischen Maedchens ist der fuenfzehnte Geburtstag. Der wird richtig gross gefeiert, am Anfang bekommt das Maedchen von ihrem Vater neue Schuhe angezogen und anschliessend wird mit allen maennlichen Wesen Walzer getanzt bevor das Ganze dann in einer richtig venezolanischen Feier endet.

Mich faszinieren die Menschen hier, die Art wie sie reden, lachen, die Augen, die Art wie sie miteinander umgehen, wie man aufgenommen wird, wie einfach mitten auf der Strasse los getanzt wird. Es faellt mir unheimlich schwer in Worte zu fassen, was hier eigentlich anders ist als in Deutschland - abgesehen von diesen “offensichtlichen” Dingen - wie die Menschen hier sind und was es ist, was mich fasziniert…
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Beitragvon Larissa » 16.11.2006, 01:42

Wollte nur mal anmerken, dass ich deine Berichte und Emails sehr gern lese und dass es mich freut, dass es dir so gut geht :clown:

Wenn du eine kitschige amerikanische Weihnachtskarte willst musst du mir aber deine Adresse schicken :mrgreen:
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sky
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Beitragvon sky » 16.11.2006, 15:07

wwo ein echt super bericht, der liest sich genauso wei die anderen naämlich wie eine beschreibung im reiseführer. Aber ich glaueb bei den tierschen wäre ich gestorben, uich abe die totla spinnen udn was-sonst-noch-so-kreuscht-und-fläushct phobie^^
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Beitragvon Rommie » 14.01.2007, 00:46

Hey du, ja deine Berichte sind schon toll... Bin mittlerweile durch :mrgreen:
Ist auch sehr interessant zu sehen, wie sich das verändert und sowas, zumindest für mich... :wink:

Aber hast scho lange nicht mehr geschrieben, so ganz genau weiss ich ja auch noch nicht, wie Silvester und Navidad bei dir so war...
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Es un vacio que nadie nunca podrá llenar,
Es un recuerdo que nadie podrá sustituir y
Es una experiencia inolvidable...
Un honor poder haberte conocido.
Ni siquiera un dia, momento, segundo
dejaste que yo
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Beitragvon marvelous » 14.01.2007, 12:31

Hab deinen Bericht grad entdeckt und muss sagen: Tooooooooooooll :D :D
Schreib mal bald wieder... :wink:

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Beitragvon KathagoesCanada » 14.01.2007, 12:45

Kann mich nur anschließen, deine Berichte sind toll!! Freut mich, dass es dir so gut geht da drüben =)
Würd mich auch freuen, mal wieder was zu lesen!
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Beitragvon nOne » 14.01.2007, 17:09

Es ist wahrhaftig eine lange Zeit her, dass ich das letzte mal geschrieben habe. Dazu existiert auch ein Grund. Was ich hier eingestellt habe waren meine Rundmails und die Berichte fuer meine Schulhomepage. Letztere habe ich eigentlich nur geschrieben, wenn mich gerade die Langeweile fast getoetet hat und zu den Rundmails gab es an (fast) alle, die diese per Mail bekommen haben, eine Erklaerung wieso ich keine mehr verschicke.

Es ist natuerlich viel passiert in diesen zwei Monaten. Weihnachtszeit - Zeit der Hallaca und der Familienbesuche (die eigentlich alle unheimlich schoen waren), Zeit der Geschenke - die teilweise ziemlich ueberraschend aber auch erwartet ausfielen -, Zeit des Strandes und des neuen Jahres, Zeit des gluecklich seins aber auch der Verwirrung... Es faellt mir schwer jetzt Ereignisse rauszusuchen, die ich euch hier erzaehlen kann, die mein Leben, meine Erfahrungen hier, richtig darstellen. Ich merke langsam aber sicher, dass ich hier eine menge Dinge lerne, von denen ich eigentlich gedacht hatte, dass ich sie schon weiss. Und ich merke auch, wie unwichtig und irgendwie auch "falsch" es ist, hier zu erzaehlen, dass ich gestern mit meiner Schwester und meinem Cousin im Kino war und das ich naechsten Freitag fuer eine oder zwei Wochen an den Strand fahre - weil das nicht das ist, was mein Jahr hier aus macht. Ich muesste erzaehlen, wie mir mein Cousin gesagt hat, dass er froh ist, dass ich hier bin, weil ich "chevere" bin. Ich muesste von den Gespraechen mit einem Freund, wegen dem ich traurig war, weil er sich nicht gemeldet hat, erzaehlen. Und davon, dass er mir gesagt hat, das er "Angst" hat, weil ich in sieben Monaten weggehe und seine Gefuehle fuer mich so gross sind. Ich muesste von all den Menschen hier erzaehlen, die mir etwas bedeuten, die mir wehtun, die mich gluecklich machen, die ich nicht verstehe und die mich verwirren - und das tun die meisten. Sie sagen mir, dass ich ihnen was bedeute, dass sie mich sehen wollen und dann meldet sich niemand mehr. Es faellt mir so unheimlich schwer, etwas ueber dieses Jahr zu schreiben, das so anders ist als ich es mir vorgestellt habe, auch wenn ich mir eigentlich kaum etwas vorgestellt habe.
Jetzt gehe ich weg, mit meienr Familie, ich weiss nicht genau wohin, habe nur den Namen von einem Freund der Familie verstanden. Ich gehe mit, obwohl ich heute eigentlich drei Plaene fuer den Tag hatte. Wollte mich mit Freunden treffen, wollte mich mit anderen Freunden treffen und wollte mich mit eben diesem Freund treffen, der mich so verwirrt hat mit seiner Erklaerung, wieso er sich nicht meldet. Es fiel mir schwer mich zu entscheiden, was ich denn mache, mit wem ich mich treffe. Na ja, zustande gekommen ist nichts.
Ich bin gluecklich hier!
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Beitragvon marvelous » 15.01.2007, 12:34

Ich hab lange über deinen Text nachgedacht...und weißt du was?
Solange du glücklich bist, ist alles gut...denke ich mal :wink:


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