¡Venezuela - Un país para querer!

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Sneaky
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Re: ¡Venezuela - Un país para querer!

Beitragvon Sneaky » 08.02.2010, 14:45

Wow, wirklich wunderschöne Berichte! Ich kann garnicht mehr aufhören zu lesen. :D
So toll geschrieben und man kann deinen Weg von Anfang an bis Heute verfolgen, ich finde es toll das du auch jetzt 3-4 Jahre nach deinen ATJ nochmal postest. Ich muss zugeben, ich habe von hinten angefangen und mir gefiehl bis jetzt der letzte Beitrag am Besten. Gerade als Hopee macht es Spaß deinen Berichten zu folgen, da man sich immer wieder selbst drin erkennt. 06/07. Das waren die magischen Zahlen. Wie sehr habe ich darauf hingelebt. - Der Satz spricht mir so aus dem Herzen. Genau das gleiche durchlebe ich gerade, nur das "meine" magischen Zahlen die 10/11 sind. Und da frag ich mich, was ich ich 3-4 Jahren erzählen werde.
22.8.09 Beworben / 19.12.09 BT - Erfroren in Frankfurt / 06.2.10 BT - VIPs in Mainz (; / 08.09.10 Abflug <3

Vielleicht ist es wirklich nur ein Jahr
Aber ich will niemals fragen wo ich war
Wo war ich als das wahr war? WIR SIND HELDEN

Laaus*

Re: ¡Venezuela - Un país para querer!

Beitragvon Laaus* » 11.04.2010, 13:48

ich liebe es auch total super Bericht...da kommen immer erinnerungen hoch...wie ich das alles vermisse....... :cry: :cry:

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-esperanza-
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Re: ¡Venezuela - Un país para querer!

Beitragvon -esperanza- » 24.06.2010, 11:56

nOne hat geschrieben:2010. Die Zeit vergeht. Inzwischen kann man schon von Jahren reden, die vergangen ist, seit ich ein Austauschjahr gemacht habe. Und noch mehr Zeit, seit ich mich dafür entschieden habe, seit ich mich vorbereitet habe oder vorbereitet wurde, seit ich losgeflogen bin.
06/07. Das waren die magischen Zahlen. Wie sehr habe ich darauf hingelebt. Wie gut kann ich mich noch an den Jahreswechsel erinnern, als endlich „2006“ im Datum stand und ich wusste „Bald ist es soweit.“ und ich sagen konnte „Dieses Jahr geht es los.“. Ich gehörte zum aktuellen Jahrgang.
Aktuell. Wie lange ist es her. Ob drei oder vier Jahre, macht das noch einen Unterschied?
Schon im Jahr habe ich mich häufig nach dem letztlichen Sinn des Ganzen gefragt. Was hat es mir gebracht? Verwirrung, Fernweh, Einsamkeit, Unverständnis? Dazugehörigkeit, Liebe, Freundschaft, Erfahrungen? Was wiegt mehr?
Ich habe ein neues Zuhause gefunden, eine neue Familie, neue Freunde.
Austauschjahr. Ein großes Wort, ein großes Konzept. Riesige Erwartungen. Bis dann irgendwann das Ziel weg war, ausgelöscht, realisiert. Hoffnungen unerfüllbar. Ein gelebter Traum der Tag für Tag weh tut, das Herz zerbricht und am Sein zerrt. Obwohl es genau das war, was man sich ersehnt hatte. Die neuen Erfahrungen, die neue Kultur, die neuen Erlebnisse, neue Freunde im fernen, unbekannten Land. Welches so heimisch geworden ist, so sehr man selbst, wie es die eigentliche Heimat nie war, oder dessen man sich nicht bewusst gewesen ist und es jetzt nicht mehr werden kann. Die Sehnsucht wird stärker, Tag für Tag. Erinnerungen wiegen so viel mehr als die Realität, verschleiern die unschönen Momente, lassen die Realität in einem schlechteren Licht dastehen als sie eigentlich ist. Unfähigkeit zwischen vergangener Dinge und Erinnerungen zu unterscheiden. Unfähigkeit, das schlechte, traurige zu sehen, da es nun einmal ein perfekter Traum war.
Ein Traum, der geträumt und mit seiner Realisierung zerstört wurde. Trotz seiner wunderbaren Realisierung, die mir noch heute Kraft gibt, Lebenswille, neue Träume, neue Erfahrungen und ein ganz anderes Verständnis für die Welt, andere Menschen und das Leben.
So ist es doch Vergangenheit und ich sollte lernen, es als diese zu akzeptieren.
Noch immer, drei Jahre später, lebt ein Teil von mir, ein Teil meines Herzens, meines Denkens, meines ganzen Seins, fern von mir. In einem anderen Land, bei einer anderen Familie, anderen Freunden. Ein ganz anderes Leben. Es zerreißt mich. Tag für Tag.



Hey, du machst mir irgendwie nicht gerade mut. ich bin jetzt erst 2 wochen wieder hier & ich vermisse uruguay so schrecklich. ich würde sofort unterschreiben was du geschrieben hast! ich habe mich nie so deutsch gefühlt wie ich mich jetzt uruguayisch fühle...:S
Bist du nochmal zurück geflogen nach deinem austauschjahr?
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cuyana
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Re: ¡Venezuela - Un país para querer!

Beitragvon cuyana » 24.06.2010, 12:35

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Zuletzt geändert von cuyana am 04.02.2013, 11:03, insgesamt 1-mal geändert.

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-esperanza-
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Re: ¡Venezuela - Un país para querer!

Beitragvon -esperanza- » 24.06.2010, 12:42

cuyana hat geschrieben:Ich lese gerade nones letzten Beitrag... hab den wirklich nicht ich geschrieben? :o
Es passt wirklich so... Auch nach vier Jahren wieder zurueck (okay, eines davon wieder in Suedamerika, eines in NL) zerreisst es mich immer noch... nicht zu wissen, wo man hingehoert, sich irgendwie mit beiden Welten verbunden zu fuehlen... und doch versteht einen keiner... aber trotzdem fuehle ich mich zu Argentinien hingezogen, habe aber irgendwie auch Angst, dass mein Bild zu verklaert ist.
Ich moechte zurueck... mein Glueck in jenem so weit entfernten Land suchen, aber andererseits haelt mich etwas davon ab... eigentlich echt zum ausfuchsen :-?

@Salinchen: Es muss dir nicht so ergehen. Das haengt alles sehr von dir ab. Der eine verarbeitet das alles besser als der andere. Es kommt aber sicher auch darauf an, was man fuer Erfahrungen sowohl im Heimatland als auch im Austauschland gemacht hat und was diese einem bedeuten.
Aber irgendwie geht es mir auch und immernoch so wie dir: In gewisser Weise fuehle ich mich einfach so viel mehr argentinisch als ich mich je deutsch gefuehlt habe... erklaer das mal jemandem :lol:



Ja ich weiß es hängt viel von mir ab... und mir ging es in deutschland nie wirklich schlecht, und meine freunde bemühen sich gerade das ich mich schnell wieder einleben kann & alles. Aber ich war in Uruguay irgendwie anders. Mehr ich selbst. Mich konnten soviele kleinigkeiten glücklich machen & in den letzten monaten habe ich deutschland wirklich nicht vermisst. :/
hast du noch viel kontakt nach argentinien? :)
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Re: ¡Venezuela - Un país para querer!

Beitragvon nOne » 28.06.2010, 11:48

Ich war im letzten Sommer nochmal für fünf Wochen in Venezuela.

Das Empfinden bezüglich des Austauschjahres verändert sich natürlich - aber auch da geht es einfach jedem anders.
Bei mir war die erste Zeit zurück in Deutschland eigentlich ganz in Ordnung und ich habe das Gefühl, dass je länger ich wieder hier bin die Sehnsucht, das Heimweh und die Ruhelosigkeit immer mehr zunimmt. Und ich glaube, da geht es weniger um Venezuela als solches, um meine Familie und meine Freunde, das Essen und die Strände und das ganze Leben - weil ich einfach weiss, dass ich die Probleme und Schwierigkeiten in meinen Gedanken viel kleiner mache, als sie eigentlich sind. Häufig will ich auch ganz bewusst nicht wieder nach Venezuela - natürlich, hätte ich jetzt die Möglichkeit rüber zu fliegen würde ich niemals nein sagen, weil ich natürlich wieder zurück will - irgendwie.

Aber bei mir geht es eher um das Konzept des Weggehens. Darum, die gewohnte Umgebung zu verlassen, was anderes zu erleben und Wegzulaufen. Diese Ruhelosigkeit und die Unausgeglichenheit abzulegen, weil man mal wieder woanders ist und ein neues Leben hat. Wunschdenken - natürlich. Absolutes Fernweh.

Das alles aber nicht, weil das reale Leben so schlimm ist, sondern nur, weil Erinnerungen und Vorstellungen soviel schöner und hoffnungsvoller sind, als das eigentliche Leben. Weil jedes neue Leben irgendwie ein Traum ist, den man sich so sehr gewünscht hat, auf den man sosehr hingearbeitet hat, dass man ihn ganz anders wahrnimmt als das eigentliche Leben, das halt da ist, weils halt da ist, weils halt normal und immer so ist.
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Re: ¡Venezuela - Un país para querer!

Beitragvon Jilla » 13.12.2010, 15:39

Ich weiß nicht was ich zu deinen Beiträgen sagen soll.

Ich hab sie mir alle durchgelesen, jedes einzelne Wort und bin irgendwie nicht ganz daraus schlau geworden. Hat dir dein Jahr jetzt was gebracht, oder nicht? Hat es dich glücklich gemacht dort, oder nicht? Ich bin gerade ziemlich verwirrt, ganz ehrlich. Es war wunderschön sie zu lesen, weil du grandios geschrieben hast, aber ich weiß trotzdem nicht so genau was ich darüber denken soll.

Ich selbst will mein Jahr in Venezuela verbringen, auch wenn ich gerade verdammt verunsichert wegen allem bin. Ich dachte, wenn ich deine Berichte durchlese, will ich es wieder, aber irgendwie ist es nicht der Fall /:

Klingt jetzt wie ein Vorwurf, ist aber nicht so gemeint! Also versteh das nicht falsch! (:

Laaus*

Re: ¡Venezuela - Un país para querer!

Beitragvon Laaus* » 13.12.2010, 16:41

îst normal....das wird schon wieder.....
ich hoffe du hast meine pn gekriegt...wie gesagt kannst auch gerne meine berichte lesen....auch wenn du mich sicher für verrückt erklären wirst ^^
und wie gesagt kannst auch gerne meine tausend venezuela facebook bilder anschaun, wenn die dich nicht motiveren weiß ich auch nicht :mrgreen:

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Re: ¡Venezuela - Un país para querer!

Beitragvon nOne » 18.12.2010, 13:43

Jilla, ich hab auch im Venezuela Thread schon was geschrieben gerade.

Ob mir mein Jahr was gebracht hat?
Aufjedenfall. Ich wäre nicht die, die ich bin, wenn ich nicht in Venezuela gewesen wäre, ich würde nicht denken, fühlen, hoffen wie ich es heute tue.
Venezuela hat mir unheimlich viel gebracht. Aber ein Austauschjahr ist vielschichtig und beeinflusst einen daher auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise.
Ich bin mir sicher, dass es das wichtigste Jahr meines Lebens ist. Es ist 3 1/2 Jahre her, dass ich wieder zurück bin und noch immer denke ich jeden Tag an mein Leben dort. Los lassen fällt mir unheimlich schwer und manchmal wäre das Leben halt einfacher, wenn diese "Parrallelwelt" nicht da wäre.

Ich bin sehr froh und glücklich, dieses Jahr erlebt haben zu können und ich würde es jederzeit wieder tun.
All meine Zweifel und Gedanken und sonstige negative Dinge bezüglich des Jahres betreffen niemals wirklich das Jahr, sondern sind einfach irgendwelche Hirngespinste.

Also... Um das nochmal ganz ganz ganz klarzustellen:
Ich liebe Venezuela und das Jahr, dass ich da verbracht habe und ich bereue auf keinen Fall, dorthin gegangen zu sein und würde es jederzeit wieder tun.
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Laaus*

Re: ¡Venezuela - Un país para querer!

Beitragvon Laaus* » 19.12.2010, 20:26

@ none: wow so gut hat noch nie jemand in worte gefasst was ich so denke und fühle.....


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