"Probleme der Gesellschaft"

Der Offtopic-Treff des austauschschueler.de-Forums. Hier hinein gehört alles, was nichts mit einem Austauschjahr zu tun hat.
Gast

"Probleme der Gesellschaft"

Beitragvon Gast » 18.08.2015, 23:11

Hab heute irgendwie gerade die Mid-August Kriese. In verschiedenen Bereichen gehen mir einfach so Dinge durch den Kopf, die nicht okay sind und mann ej, Erwachsene sind so Meister im Verdrängen.

* Thema Ernährung. Alle wissen, das Fleisch tote Tiere sind, welche unter Hormonen und scheiss Bedingungen gezogen wurden. doch trotzdem essen so viele Fleisch. Ich würde ja auch Fleisch essen, da es viele wichtige Nährstoffe enthält aber unter diesen Konsumbedingungen kann ich echt nicht damit leben. Doch wenn man korrekt sein will, MUSS man quasi vegan leben, denn alles andere macht keinen Sinn, denn die Milchproduktion und Fleischproduktion sind ja quasi gekoppelt. Warum kann das nicht alles humaner geschehen, a la glückliches Rind und Mutterkuh, faire Bedingungen bei der Schlachtung. Vernünftiger Konsum, nicht tagtäglich Fleisch essen und mit gutem Gewissen sich gesund ernähren zu können ? Es gibt irgendwie keine Lösung.
* Import von ehemaliven Luxusgütern aus Ländern in Armut. Bananen, Kaffee und Kakao und vieles mehr sind bei uns die Norm. Mit welchem Recht überhaupt ?Die Äcker sollten lieber für eigene Produktion angebaut werden.
* Erdöl und ihre Firmen. Was Shell alles so macht und wieso sie damit durchkommen weiss keine Sau, wir brauchen das Öl, aber zu welchem Preis ?
* Abholzung für Palmöl-Plantagen. Kreisch
* Der Massentourismus. Alle Fliegen irgendwohin, Thailand, Ägypten etc. Reisen sind normal. Nichts mehr aussergewöhnliches
* Kinderarbeit. Neue Kleidung und dabei zu wissen, dass es eventuell von einem 1/2 Kind in China gemacht wurde, da wird mir schlecht.
* Plastik. Plastik überall. Wir haben das Geld, um es zu verbrennen oder recyclen. Anderswo liegt es überall rum und zerstört alles.
* Nestle und andere Firmen und Personen, die sooo viel Geld und Macht haben. Wasser abfüllen und teuer verkaufen und ganze Märkte beherrschen. Echt furchteinflössend.

Und mittendrin ich als Konsument, die liebend gerne kurz mal nach Italien reist, dort günstige und modische Kleider einkauft und leckere Gelati isst und eigentlich völlig glücklich ist.... Wenn ich nicht dann im Nachhinein darüber nachdenken würde.

Ich seh schon, ich werd noch eine Aussteigerin. Aber sagt mal, wie geht ihr mit all den Dingen um ? Es erdrückt mich manchmal schier und dann muss ich mich mit einem Buch o.ä. ablenken. Und mit den ganzen Flüchtlingsströmen fühle ich mich oftmals schlecht, so privilegiert zu sein.
ich weiss nicht mal mehr, ob ich mei ATL besuchen soll oder nicht, da es nur mit dem Flugzeug erreichbar ist.

Hoffentlich bin ich da nicht die einzige, die so crazy Gedanken hat.

tobie
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Re: Persönliches Anliegen

Beitragvon tobie » 20.08.2015, 21:42

@Gast, dieser Beitrag hätte Wort für Wort von mir sein können. Bei mir vergeht auch kein Tag, an dem ich nicht über die von dir angesprochenen Dinge nachdenke. Es tut echt gut, zu wissen, dass es Leute gibt, die genauso denken.
Ich finde es immer so frustrierend, wenn nicht mal meine eigene Familie oder meine Freunde bereit sind, einzusehen, dass in unserer Gesellschaft irgendetwas schief läuft. Am meisten fällt mir das beim Thema Fleisch auf. Für viele meiner Freunde ist eine vegetarische Mahlzeit kein richtiges Essen. Ohne Fleisch oder Wurst läuft nix. Ich kann verstehen, dass sie Fleisch mögen und nicht darauf verzichten möchten, aber mich kotzt dieses Weggucken einfach so an, von wegen "Ist mir doch egal, hauptsache mein Steak liegt auf dem Teller".

Auch die anderen Themen kann ich komplett unterschreiben. Ich versuche z.B. so wenig wie möglich Plastik und Produkte mit Palmöl zu kaufen und hab auch oft endlose Diskussionen mit meiner Mutter, wenn ich mal mit ihr einkaufen bin. Das Argument meiner Mutter lautet immer "Ich kann doch nichts dafür. Die anderen machen das doch auch so". Aber auf den Gedanken, daran etwas zu ändern, ist sie noch nie gekommen.

Besonders das Argument, dass wir doch auch nur Konsumenten sind, die gerne günstig einkaufen und in den Urlaub fahren/fliegen, bringt mich oft zum Nachdenken. Ich möchte doch nicht darauf verzichten, z.B. nach Fidschi zu fliegen, nur weil es die Menschen nicht hinkriegen, etwas an unserer Situation zu ändern. Aber bin ich ein besserer Mensch, wenn ich mich vegan/vegetarisch ernähre und auf meinen Plastikkonsum usw. achte? Habe ich deswegen ein größeres Recht darauf, andere Sachen falsch zu machen (Langstreckenflüge, Klamotten aus Kinderarbeit...)?

Ich merke auch, wie ich bei jeder Sache, darüber nachdenke, was für Auswirkungen das jetzt hat. Es ist total schwer, einen Mittelweg zu finden und auf Sachen zu verzichten, wenn die Menschen in meinem direkten Umfeld gar nicht daran denken, irgendetwas an ihrem Verhalten zu ändern.

Wirklich sagen, wie ich mit der ganzen Problematik umgehe, kann ich dir nicht. Ich versuche einfach so zu leben, wie ich es für richtig halte, und rede mit anderen darüber. Manchmal habe ich jedoch Angst, dass meine Freunde von mir genervt sein können, weil ich immer das gleiche Thema anspreche. Aber mit dieser Angst muss ich halt leben.

Oh Mann, dieses Thema ist einfach so komplex und irgendwie fühle ich mich nicht dazu in der Lage, meine Gedanken hier so wiederzugeben, wie sie in meinem Kopf herumgeistern. Ich freue mich jedenfalls, dass es auch hier im Forum Menschen gibt, die sich Gedanken über diese Themen machen :).
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Carööö
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Re: Persönliches Anliegen

Beitragvon Carööö » 21.08.2015, 11:17

Mir gehts auch oft so! Und ich muss zugeben, mich strengt das eigentlich zu sehr an, um da mit Leuten echte Diskussionen drüber zu führen. Es strengt mich ja schon genug an, so einzukaufen, dass ich das, was da auf meinem Teller liegt ohne allzu großes schlechtes Gewissen noch verzehren kann (was man genau so auf Kleidung, Kosmetik, Transportmittel etc. übertragen kann), also quasi die innere Diskussion mit mir selbst.

Hab mich neulich mit nem Kumpel drüber unterhalten, wie schön und einfach das Leben sein muss, wenn man nicht den Weitblick hat, um über sowas nachzudenken.
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patrick37

Re: Persönliches Anliegen

Beitragvon patrick37 » 21.08.2015, 21:33

Auch ich denke immer wieder an das und die einzige Lösung die es gibt ist leider auch nicht sehr erfreulich.

Das Problem ist dass viele es nur billig haben möchte und nicht einmal bereit sind 30% mehr zu bezahlen. Damit wären wohl faire Produktionen im Ausland möglich(er). Würden die Preise um 80 bis 175% steigen wäre auch eine Produktion im eigenen Land (bei den Kleidern zum Beispiel) oder der Einsatz von Öl aus dem eigenen Land möglich.
Aber ich kenne nicht viele die bereit wären dies zu bezahlen. Auch müsste ja die Bevölkerung mehrheitlich bzw. grundsätzlich diesen Weg gehen. Es bringt leider nichts wenn nur 20% dies fordern den das ist der Wirtschaft zu wenig.
Was aber viele Menschen davon abhält Zertifizierungen Glauben zu schenken die Versprechen dass die Produktionen fairer waren etc. ist, dass so viele Missbräuche aufgedeckt werden dass kein Vertrauen entstehen kann. Und kein Zertifizierungshersteller möchte daran in Bezug auf (Finanz-)Transparenz, Open-Source (Offenlegung von verwendeten Computer-Software) und Open-Data (Offenlegung sämtlicher Daten) etwas wirklich ändern.

Ich suchte vor einigen Monaten mal T-Shirts (egal wie sie aussehen) die in der Schweiz hergestellt werden (mein Wohnland). Auch nach intensiver Suche fand ich keinen einzigen Anbieter.
Das Einzige dass dann noch bleibt ist der Griff zu Luxus-Waren in der Hoffnung dass diese ihre Produktionen besser organisieren. Aber ob das dann eine Wende einleiten kann mag ich bezweifeln.

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relch
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Re: Persönliches Anliegen

Beitragvon relch » 21.08.2015, 23:24

Ich wage mal zu behaupten, dass es ökologisch keinen Unterschied macht, ob die Kleidung in der Schweiz oder in Kambodscha hergestellt wurde. Wenn du z.B. ein T-shirt kaufst kommt die Baumwolle aus der Türkei, in Bangladesch wird daraus ein Stoff gemacht und ob das T-Shirt in Der Schweiz, in Bulgarien oder in Kambodscha genäht wird spielt dann auch keine Rolle mehr. Die einzigen Textilrohstoffe, die natürlich in Europa herkommen, wären Wolle und Leinen (und noch ein paar andere), aber im Gegensatz zu australischer Wolle oder asiatischem Leinen haben die eine so schlechte Qualität, dass das niemand (Produzenten) kauft :wink: Ein paar Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber das sind dann ja meistens diese Luxuswaren für Frauen jenseits der 50.
Und ob der Näher einen fairen Lohn bekommt, hängt ja auch nicht damit zusammen, wo genäht wird. Ein schweizer näher kann auch für einen Dumpinglohn arbeiten. Selbst wenn in der Scheiz zu einem fairen Lohn gearbeitet wird, heisst das ja noch lange nicht, dass der Bauer, der Pflücker, die Schiffsbesatzung und die Fabrikarbeiter im Ausland auch fair entlohnt werden.
Also selbst wenn du dein schweizer T-Shirt bekommen könntest, würde das nicht heissen, dass es moralisch rein wäre.
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patrick37

Re: "Probleme der Gesellschaft"

Beitragvon patrick37 » 22.08.2015, 14:31

Natürlich will ich nicht sagen dass ein Made in Switerland (oder Germany) alle Probleme löst, aber ich sehe nicht wo ein grösserer Schritt gemacht werden könnte. Also wo mehr für die Umwelt getan werden kann.

Bio-Baumwolle aus Irgendwo dass dann hier genäht wird. Denke nicht dass wir auf mittlere Sicht was besseres erhalten würden.

Gast

Re: "Probleme der Gesellschaft"

Beitragvon Gast » 22.08.2015, 14:38

Wow... :O hätte nicht gedacht, dass gleich ein neuer Thread draus entsteht.

Jedenfalls war ich die Verfasserin des ursprünglichen anonymen Textes. Es tut gut zu wissen, dass man nicht die einzige mit solchen Problemen ist.

Bezüglich des Themas T-shirt. Eigentlich sollte man ja neue Kleidungsstücke grundsätzlich nicht kaufen, solange man es nicht wirklich absolut dringend braucht, wenn man denn ökologisch handeln will, da sehr viel Wasser benötigt wird (graue/blaue ?! Energie) für die Bewässerung der Pflanzen und auch die Färbung der Stoffe etc.
Bei mir ist shoppen eher ein Alptraum als der Genuss, den es für viele andere darstellt. Klar habe ich Freude an neuen Sachen, aber das schlechte Gewissen ist einfach immer da und das ist so anstrengend. Und second Hand habe ich bis jetzt noch nichts gefunden, was mich aus den Socken haut und generell bin ich nicht der Typ für Flohmärkte und Co., aber es ist irgendwie das einzige "Vernünftige" was man tun kann... Andererseits sind die Menschen dort auf diese Arbeit und den Wirtschaftszweig angewiesen.... Kinder sind froh, arbeiten zu dürfen, weil sie ansonsten hungern. :/ wieso muss es so schwer sein...
Mein grösstes Problem ist dann das Frust/Binge essen. Manchmal ist es mir einfach zu viel und ich denke: "Scheissegal, es ändert sich eh nichts, niemand tut was, du bist ein niemand im Vergleich mit den anderen und dann bieg ich mir Essen rein, was auch nicht vegan ist und ungesund und totaler Mist.... Am besten noch verpackt in 2 Schichten Plastik.

Ich werde noch langsam paranoid. Sogar meine Zahnpasta überlege ich mir jetzt selber herzustellen und die Plastikzahnbürste muss auch weg. Es ist alles so teuer anzuschaffen, aber ich kann mich ansonsten nicht selber ernstnehmen. Wie kann man all die Dinge immer verleugnen und einfach ignorieren ? Nicht wissen ist ja eines, aber darüber Bescheid zu wissen und zu realisieren, dass keine Lösung existiert, die Klarheit, unnützt zu sein weil wir einfach viel zu viele sind.... Das macht mir zu schaffen. Ich fuehle mich "doomed" =/

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Re: "Probleme der Gesellschaft"

Beitragvon Orava » 22.08.2015, 23:02

Ich habe ziemlich viele Gedanken zu dem Thema, und ich werde jetzt nur wenige davon ansprechen, sonst wird das zu lang und zu wirr... Aber ich verstehe das auch total. Mich macht gerade ganz aktuell diese krasse Negativität, Aggression und der ganze Egoismus und Rassismus und überhaupt alles auch echt fertig. Die ganzen negativen Nachrichten, natürlich, weil einen das ja immer psychologisch mehr anspricht, die Einzelschicksale... ich hätte heulen können über diese Unternehmertochter aus Sachsen (dabei bin ich normalerweise bei Nachrichtien immer eher distanziert), und dachte mir aber gleichzeitig, klar ist das super-super schrecklich, aber im Mittelmeer sterben hunderte Menschen, und ganz Deutschland weint und und trauert um *einen*. Generell, Einzelschicksale. Ich habe eine Zeit lang nicht fefe gelesen, weil ich keine Lust hatte auf so ne Gender-Diskussion, in die er sich mal reingeschmissen hat, habe aber letztens wieder angefangen... Vor ein paar Tagen hatte er eine Meldung darüber, wie Chelsea Manning im Gefängnis gegängelt wird. Zum Kotzen. Für sowas bin ich irgendwie auch gerade empfänglicher als sonst. Keine Ahnung, was los ist.

Letztes Wochenende war ich im Fußballstadion. Mein Vater und meine Schwester haben Dauerkarten, und meine Schwester hatte keine Zeit. Ich war schon seit ein paar Jahren nicht mehr da, aber früher durchaus ein paar Mal. Also so 10 Mal war ich sicher schon da, Siege sowie Niederlagen "unserer" Mannschaft. Letztes Wochenende war es eine Niederlage, aber ich glaube nicht dass es daran lag... auf jeden Fall fand ich es to-tal schwer auszuhalten. Ich weiß nicht, obs früher nicht so war, oder ob ich zu alt dafür werde... dieses Gepöbel, wie die Spieler verbal fertig gemacht werden, wie sie von fetten Mittvierzigern, die gerade ihr drittes Bier kippen als faule Säcke beschimpft werden... klar, reiche Fußballprofis sind jetzt nicht gerade eine Minderheit, um die ich mich jetzt sorgen oder sie schützen müsste, aber sowas hat kein Mensch verdient. Diese hasserfüllte Atmosphäre, und diese Leute, die anscheinend meinen, dieses Fußballspiel wäre jetzt das wichtigste, ernsthafteste Problem, das es gibt.

Und mein dritter rant in diesem Post, wieder mehr oder weniger unzusammenhängend: Wenn man Vegetarier ist, ist es relativ leicht, Leuten zu sagen, dass sie das doch auch ganz leicht werden können. Wer daran gewöhnt ist, etwas zu machen, zum Beispiel, Second Hand zu kaufen, kann leicht auf Leute herabschauen, die an Shoppen bei H&M gewöhnt sind... daher weiß ich nicht, ob es für andere wirklich so schwer wäre, aber: Warum zur verdammten Hölle bestellen immernoch Leute bei amazon? Ich kaufe halt eh fast nichts online, ich kaufe generell relativ wenig (habe auch wenig Geld), aber ich bestelle online nur, was ich wirklich nicht in der Umgebung im Laden bekomme, oder nur merklich teurer. Abgesehen davon gibt es auch online kleine Läden, bei denen es mir kein schlechtes Gewissen macht (habe erst neulich ein altes Buch, das ich unbedingt lesen wollte, und das seit Jahrzehnten nicht mehr gedruckt wird, aus einem berliner Antiquariat über das ZVAB bestellt, oder halt DaWanda und so). Aber vielleicht kann mir ja jemand erklären, warum man bei amazon bestellt, und dann anscheinend auch noch regelmäßig, und nicht nur ausnahmsweise, weils das wirklich mal nur da gibt?
Das hier ist schließlich schon länger bekannt. Das ist doch auch absolut zum Kotzen, und ich verstehe nicht, was daran so schwer sein soll, da als Konsument wenigstens bei dieser speziellen Sache mal auszusteigen.

To be continued.


Edit: Okay, eigentlich ging es hier eher um ökologische Probleme und ich bin davon abgekommen, weil das hier was war, worüber ich mich eh mal auskotzen musste... Also zur Not könnt ihr mich einfach übergehen ;) (Eigentlich habe ich da ja schon den Thread falsch betitelt; wenn euch was besseres einfällt, sagt Bescheid.)
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Re: "Probleme der Gesellschaft"

Beitragvon relch » 23.08.2015, 00:21

Ich habe grade gelesen: Zur Not könnt ich mich einfach übergeben :lol: Zeit für's Bett!

Ich habe früher viel bei Amazon bestellt, weil es einfach verdammt praktisch ist. Alles an einem Ort, keine hunderttausen Passwörter, grosse Auswahl. Und dazu kommen alle Bücher ohne Porto ins Haus. Auch super praktisch, wenn man an einem Infrastruktur-armen Ort wohnt (Ja, die gibt es in Deutschland, auch ausserhalb von Meck-Pom!). Im lokalen Buchladen (naja, soo lokal war der auch nicht, da war ich mit dem Fahrrad auch ne halbe Stunde unterwegs) hatten die keine Comics, im Comicladen im Stadtzentrum konnten die nichts Englischsprachiges bestellen. Ich verkaufe da auch ab und an mal seltene Bücher, weil Amazon einfach DIE Plattform für Bücher ist und man dort -im Gegensatz zu z.B. ebay- dann auch das richtige Publikum findet. Zudem gibt es da ja auch die Bewertungen zu jedem Artikel. Im Buchladen hab ich schon oft teure Bücher gekauft, die sich dann als todlangweilig entpuppt haben. Ich glaube, für viele ist es auch schön, ein Päckchen in der Post zu bekommen. Ist ja jedes mal so ein Bisschen wie Weihnachten :D
Ausser Büchern kaufe ich da aber nichts. Kleidung, Schmuck und Essen im Internet zu kaufen finde ich irgendwie bescheuert. Elektrogeräte schaue ich mir auch lieber im Laden an. Eine Ausnahme sind da Handys- gescheite Handys mit Dual-Sim sind einfach nicht im Laden zu bekommen, sogar im grössten Mediamarkt der Welt war die Auswahl mehr als beschissen, von norwegischen Online-Shops ganz zu schweigen :-?
Solche Sachen summieren sich dann, und plötzlich liegt jeden Monat ein Päckchen von Amazon im Briefkasten...

Ganz ehrlich, nennt mich gefühllos, aber ich verstehe nicht, wie man um Leute trauern kann, die man gar nicht kennt? Zum Trauern gehört ja auch ein Vermissen, aber wie soll man jemanden vermissen, von dem man vorher noch nie etwas gehört hat? Klar kann man Mitleid haben oder betroffen sein, aber gleich "trauern"?
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patrick37

Re: "Probleme der Gesellschaft"

Beitragvon patrick37 » 23.08.2015, 12:16

Es ist, wie oben beschrieben, vor allem der Mangel an richtigen Alternativen die auch mich ab und zu zu Amazon bringen.

Für ich ist es wichtig Online einzukaufen, davon möchte ich nich abhanden kommen. Leider gibt es aber keine Online-Shops die ihre Mitarbeiter fair bezahlen und ein so grosses Angebot halten wie Amazon oder auch nu annähernd. Daher bin ich gezwungen dort einzukaufen. Das gleiche gilt auch für Zalando.

Sport ist halt eine gute Möglichkeit um das Volk von den Alltagsproblemen für einige Stunden zu erlösen und so Ihnen ein bisschen Spass zu gönnen. Wurde auch schon zur Zeiten der Römer mit den Gladiatoren-Kämpfen so gemacht.

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Re: "Probleme der Gesellschaft"

Beitragvon Orava » 23.08.2015, 14:35

Ja, bei der Sache mit dem Sport hast du wohl recht. Der Vergleich mit dem alten Rom ist wohl tatsächlich gar nicht so falsch.

Was kaufst du denn bei Zalando? Da gibt es doch Klamotten und Schuhe, oder? Ich kenne zwar die Fernsehwerbung mit den schreienden Leuten, war aber glaube ich noch nie auf der Website :o
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Re: "Probleme der Gesellschaft"

Beitragvon milky » 23.08.2015, 17:35

patrick37 hat geschrieben: ...Angebot halten wie Amazon oder auch nu annähernd. Daher bin ich gezwungen dort einzukaufen. Das gleiche gilt auch für Zalando.


Wer zwingt dich denn :mrgreen:
Ich muss persönlich anfangen, auf Dinge zu verzichten, denn ich kaufe viel zu viele Sachen die nach 1-2x nicht mehr benütze. :nosmile:
Verzicht ist etwas, was den meisten schwer fällt. Wir haben das Geld dazu, also haben wir auch nie wirklich ein finanzielles Hindernis.


Zalando ist ein grosser Onlinemarket fuer Kleiderversand zuständig. Es ist riesig !
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Re: "Probleme der Gesellschaft"

Beitragvon Orava » 23.08.2015, 19:20

Ah, okay. Bis auf ein paar sehr spezielle Wünsche hatte ich noch nie das Bedürfnis, Klamotten online zu bestellen. Aber ich bin auch in der Nähe eines großen Einkaufszentrums aufgewachsen, wo es alle Klamottenketten auf einem Haufen gibt. Plus ein Outlet-Center, wenn man eine kleine Ecke mit dem Auto fährt.

Aber ich kaufe eh kaum Klamotten. Wenn ich mir angucke, wie alt einige meiner Teile schon sind... ich schätze, wenn ich anfange zu arbeiten (so "richtig") muss ich mir mal einen Schwung mehr schicke Sachen kaufen, aber sonst... es gibt ja laut Internet Leute, die jede Saison den Inhalts ihres Kleiderschrankes komplett tauschen... und angeblich kauft jeder Deutsche 25kg neue Textilien im Jahr. 25kg, wtf. Was kaufen denn andere Leute, wenn es mehr Leute wie mich gibt, die nur, keine Ahnung, sicher nicht mehr als 5 (mal großzügig geschätzt) kaufen.

@milky: Hast du schonmal ein ganz detailiertes Haushaltsbuch versucht? Ich schreibe seit etwas mehr als einem Jahr jeden Cent, den ich ausgebe auf. Das ist gar nicht so schwer, wie es klingt, man gewöhnt sich sehr schnell dran (immer Bons mitnehmen und zuhause abtippen). Ich habe das auch nicht in erster Linie angefangen, weil ich dadurch Geld sparen wollte, sondern weil ich wissen wollte, was ich eigentlich so kaufe. Klingt jetzt doof (als würde man im Schlaf einkaufen), aber man kennt das ja. Und es hilft echt auch ein bisschen, schon vorm Regal zu denken "nee, das nehm ich jetzt nicht mit, da werd ich schon ein schlechtes Gewissen haben wenn ich das zuhause eintrage."
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Re: "Probleme der Gesellschaft"

Beitragvon patrick37 » 23.08.2015, 20:53

@milky: Eigentlich niemand natürlich :) Bis auf das fehlende Angebote im Netz.

Ich kaufe nur Socken, Schuhe etc. bei Zalando. "Richtige" Klamotten hingegen versuche ich immer über den Hersteller direkt zu beziehen um nicht eine Billig-Industrie unterstützen zu müssen. Mein Wunsch nach Marken-Kleider (der aus der Not geboren wurde da es ja eigentlich nur Günstig-Billig-Geiler oder halt eben teure Marken-Sachen gibt) kann ich in meiner Umgebung trotz Nähe zur Großstadt nicht stillen da es von Lacoste etc. nur kleine Boutiquen gibt und nicht eine solch grosse Auswahl wie sonst.

Ich führe das Buch ebenfalls, aber nur auf Kreditkaren-Käufe. Da diese aber 99% meiner Einkäufe ausmachen decke ich damit eigentlich alles ab. (ja auch 65 cent^^)

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Re: "Probleme der Gesellschaft"

Beitragvon Orava » 23.08.2015, 22:06

Wow, du lebst irgendwie in einer anderen Welt als ich.
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