essstörung

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MiezeKotze
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Re: magersucht/ essstoerung

Beitragvon MiezeKotze » 12.12.2011, 16:21

miss.random hat geschrieben:Gast über mir: Schaff dir ein Leben an? Du wiegst bestimmt keine 100kg, also was genau wäre so schlimm daran jetzt z.B. 5kg zu zunehmen? Was genau ist daran so schlimm? Was ist das schlimmste was passieren könnte? Nichts.


Nun, ohne naeher darauf einzugehen: Die Gruende Magersuechtiger sind fuer gesunde Menschen sehr irrational und unverstaendlich. Das Schlimmste, was passieren kann, ist die Zunahme an sich und der gesteigerte Ekel vor dem eigenen Koerper.

So viel dazu, wobei ich in den Worten des angesprochenen Gastes jetzt nichts krankhaftes erkenne.

Gast

Re: magersucht/ essstoerung

Beitragvon Gast » 12.12.2011, 16:34

MiezeKotze hat geschrieben:
miss.random hat geschrieben:Gast über mir: Schaff dir ein Leben an? Du wiegst bestimmt keine 100kg, also was genau wäre so schlimm daran jetzt z.B. 5kg zu zunehmen? Was genau ist daran so schlimm? Was ist das schlimmste was passieren könnte? Nichts.


Nun, ohne naeher darauf einzugehen: Die Gruende Magersuechtiger sind fuer gesunde Menschen sehr irrational und unverstaendlich. Das Schlimmste, was passieren kann, ist die Zunahme an sich und der gesteigerte Ekel vor dem eigenen Koerper.

So viel dazu, wobei ich in den Worten des angesprochenen Gastes jetzt nichts krankhaftes erkenne.


ja ich bin auch nicht magersüchtig, ich hab nur angst dass es vielleicht soweit kommen könnte weil ich schon ne zeit lang weniger gegessen hatte und ich mir das vorher auch nie zugetraut hätte...
und nein ich wieg nicht 100kg sondern 63, vor 4 monaten 68

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Re: essstörung

Beitragvon Orava » 12.12.2011, 17:17

Ich habe die Beiträge mir einem schon existenten Thema gleichen Titels zusammengeführt.
Es wäre schön gewesen, wenn du die Suche benutzt hättest.
Teic, Ziemeļu vējš:
No kurienes manī tāds spīts?
Pēc negaisa vienmēr būs saule,
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Bulimie im und vor Austauschsemester!

Beitragvon Gast » 16.03.2012, 03:12

Hallo, bräuchte mal bitte eure Hilfe.. Bin 16 und seit ende Januar in Kanada und habe seit fast einem Jahr Bulimie..
hatte zuhause sogar manchmal 3 Wochen "ohne Bulimie", aber ganz aufhören kann ich nicht..
- geht jetzt schon fast 1 Jahr so!
nun befinde ich mich in Kanada, auf austauschsemester, die ersten 3 Wochen haben gut geklappt mit dem essen,
dann immer ca 1 mal die Woche oder so..
ich weiß es klingt komisch, aber das kotzen an sich stört mich eigentlich garnicht soo sehr, viel mehr das ewige weinen und Depressionen und Unzufriedenheiten..
ich weiß echt nicht was ich tun soll, ich finds hier eigentlich voll schön aber ich kann nicht mehr mit der Bulimie leben.
wär ich zu hause, wär ich glaub ich an dem Punkt angekommen wo ich mit meinen Eltern darüber reden würde, aber wenn ich ihnen das jetzt erzähle, bricht ihnen es dass wahrscheinlich das herz oder? sie können es ja nicht ändern, ausser ich fahre nach hause..
ich bin in so einer Zwickmühle! ich könnte aber auch einfach noch bis Juli mit der Bulimie leben, und dann einfach aufhören.
In irgendeinem forum hab ich gelesen, dass man nach hause fahren sollte, aber ich weiß nicht, dann müsste ich ja alles mit meinen Eltern besprechen und so.
ich seh ja auch nicht abgemagert aus ! eher das Gegenteil. und wenn ich mit meiner gastmutter reden würde, müsste ich bestimmt sofort nach hause fahren, denn wer will schon eine gestörte 'gasttochter'?
ich weiß echt nicht was ich tun soll...

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Elva
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Re: Bulimie im und vor Austauschsemester!

Beitragvon Elva » 16.03.2012, 03:50

Versuch es mal mit einer Vertrauensperson/Psychologin an deiner Schule? Wäre vielleicht der beste erste Schritt etwas dagegen zu machen und so eine Person gibt es bei dir sicher :wink:
Aber alles in allem wird das wohl im Endeffekt trotzdem auf Heimfahren auslaufen, es sei denn du schaffst es das "abzustellen", was ja nicht leicht ist... Aber rede zuerst einmal mit einem Lehrer oder so an deiner Schule, ich glaube Vorort kann man dir besser helfen...
Und selbst wenn du nicht abgemagert bist - das ewige Erbrechen der Mahlzeiten schadet deinem Körper, da die Magensäure sehr ätzend ist, also das ist glaub ich keine "Entschuldigung"..


Aber ich glaube das hättest du auch hier: viewtopic.php?f=1&t=2999&hilit=essst%C3%B6rung posten können, ohne ein neues Thema aufzumachen... :wink:

Ich wünsch dir jedenfalls noch viel Glück !!!
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pimboli
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Re: Bulimie im und vor Austauschsemester!

Beitragvon pimboli » 16.03.2012, 03:57

Elva hat geschrieben:Versuch es mal mit einer Vertrauensperson/Psychologin an deiner Schule? Wäre vielleicht der beste erste Schritt etwas dagegen zu machen und so eine Person gibt es bei dir sicher :wink:
Aber alles in allem wird das wohl im Endeffekt trotzdem auf Heimfahren auslaufen, es sei denn du schaffst es das "abzustellen", was ja nicht leicht ist... Aber rede zuerst einmal mit einem Lehrer oder so an deiner Schule, ich glaube Vorort kann man dir besser helfen...
Und selbst wenn du nicht abgemagert bist - das ewige Erbrechen der Mahlzeiten schadet deinem Körper, da die Magensäure sehr ätzend ist, also das ist glaub ich keine "Entschuldigung"..


Aber ich glaube das hättest du auch hier: viewtopic.php?f=1&t=2999&hilit=essst%C3%B6rung posten können, ohne ein neues Thema aufzumachen... :wink:


erstmals vielen dank für die Antwort.. :schuechtern:
aber wie soll ich denn zu der 'Vertrauensperson' gehen, ohne dass es jemand merkt?
und tut mir leid, ich hab nur nix in der art gefunden, hab wirklich lang nach diesem Thema gesucht!

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Re: Bulimie im und vor Austauschsemester!

Beitragvon pimboli » 16.03.2012, 03:58

upps, jetzt bin ich nicht mehr anonym. naja egal :wink:

cuyana
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Re: Bulimie im und vor Austauschsemester!

Beitragvon cuyana » 16.03.2012, 07:21

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Zuletzt geändert von cuyana am 04.02.2013, 16:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bulimie im und vor Austauschsemester!

Beitragvon miss.random » 16.03.2012, 08:34

Was ich allen magersüchtigen/depressiven/selbstzerstörerischen ATS sagen: Ab nach Hause und SOFORT. Mit psychischen Krankheiten ist wirklich nicht zu Spassen und ein ATJ kann es ev. sogar noch verschlimmern. Lieber nach Hause, richtig behandelt werden, gesund werden und dann wieder ins Ausland, wenn man gesund ist. Dann kann man es auch mehr geniessen. Du scheinst deine Zeit ja auch nicht wirklich in Kanada zu geniessen, wenn du stehts weinst und depressiv bist (wegen deiner Krankheit). Wäre es nicht besser nach Hause zu gehen und zurück zu kommen, wenn du gesund bist und es dann in vollen Zügen geniessen?
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Re: Bulimie im und vor Austauschsemester!

Beitragvon pimboli » 16.03.2012, 15:01

cuyana hat geschrieben:Also naja... es hört sich ja so an, wie als wärst du noch nicht richtig da drin gefangen, also dass sich gegen die Bulimie noch was machen lässt. Hilft es dir nicht, wenn du dir sagst, wie wichtig dir das ATJ ist? Dass du vielleicht nach Hause musst, wenn du nicht endlich damit aufhörst? Und dass du die Chance auf ein ATJ NIE WIEDER bekommst?

Ich hatte nie eine Essstörung, habe bzw hatte aber auch so meine Probleme. Und irgendwie habe ich die zu 95% damit besiegt, dass mir das ATJ so unendlich wichtig war und ich es auf keinen Fall aufs Spiel setzen wollte. Und ich das auch nicht meiner Gastfamilie antun wollte, die ja nichts dafür kann...
Nein, das war auch absolut nicht einfach, aber ich bin so stolz, dass ich das geschafft habe. Meiner Meinung nach ist gerade ein ATJ eine super Möglichkeit, um sich von solchem Psychoscheiß zu befreien, wenn man denn will.

Also ich denke schon, dass man da mit Willenskraft sehr viel erreichen kann. Wenn dir allerdings die Bulimie wichtiger ist... Aber auf Dauer gibt ein gemeistertes ATJ mehr Glücksgefühle als eine Bulimie, glaub mir :wink:

Wenn du anonym posten willst, musst du ein Häkchen anklicken. Kannst du auch nachträglich editieren, aber ich weiß nicht, ob dann angezeigt wird, dass du den Beitrag editiert hast :wink:


ich weiß das klingt alles rcht einfach, aber das ist es nicht. genau das selbe hab ich mir ja auch gedacht:
'juhu, du wirst es schaffen! du kommst ganz gesund und anders zurück!' und blablabla. ich war so positiv eingestellt..
aber ich habs halt dann doch nicht geschafft.
ich würde so gern zu einem Therapeut gehen, aber das könnte ich ja nicht verheimlichen..

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Re: essstörung

Beitragvon Elva » 16.03.2012, 19:57

@pimboli: geh doch einfach mal während du Lunch hast zu der Schulpsychologin oder derjenige, der für dich verantwortlich ist (ich hab zum Beispiel eine "Lehrerin" an meiner Schule, die mit mir die Fächer ausgewählt hat und alles gezeigt hat usw. und die mich auf hin und wieder fragt wies läuft - müsstest du doch auch haben?) und da merkt es keiner, bzw. wenn dich jemand fragt sag einfach, dass es was wegen deinem ATJ war und es hat sich. Probier es echt mal damit, vielleicht kann die dir jemanden empfehlen oder so - ich weiß nicht, wie dein Verhältnis zu deiner Gastfamilie ist, aber wenn es gut ist und wirklich familiär, dann könntest du ja auch mal zu deiner Mama oder deinem Papa gehen und um ein Gespräch bitten, weil du eben Hilfe brauchst. Meine Gastfamilie würde mir sofort versuchen zu helfen, das weiß ich - also wenn du dich da gut fühlst mach es. Such dir "einfach" jemanden, dem du vertraust, aber tu das und zwar schnell, weil nur so kann dir geholfen werden.
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Re: Bulimie im und vor Austauschsemester!

Beitragvon cuyana » 17.03.2012, 00:58

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Zuletzt geändert von cuyana am 04.02.2013, 17:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: essstörung

Beitragvon miss.random » 17.03.2012, 15:21

cuyana hat geschrieben:@pimboli: Wie gesagt, bei mir hat diese Willensstärke sehr viel ausgemacht. Ich war auch ein paar mal vorm Verzweifeln... aber das Wissen der Konsequenzen...
Warum hast du denn deinen positiven Willen verloren? Gibt es nichts, das dich motivieren kann, und wenn es nur kleine Dinge sind? Möchtest du wirklich weg aus deinem ATL, wegen sowas?

miss.random hat geschrieben:Was ich allen magersüchtigen/depressiven/selbstzerstörerischen ATS sagen: Ab nach Hause und SOFORT. Mit psychischen Krankheiten ist wirklich nicht zu Spassen und ein ATJ kann es ev. sogar noch verschlimmern.

Ok, mit Essstörungen ist wirklich nicht zu spaßen... aber beim Rest: Hier im Forum gibt es einige Beispiele, bei denen das Gegenteil der Fall war!! Deine Empfehlung kann für einige gut sein, kann aber bei anderen auch nach hinten losgehen.
Psychische Störungen entstehen normalerweise dadurch, dass in der Umgebung eines Menschen etwas gewaltig schief läuft... da hat dann ein junger Mensch einen Traum... und der wird ihm genau deswegen verboten oder abgebrochen (Versagen!) und die Umgebung ist doch wieder die Gleiche... Naja, meine Erfahrungen sind wirklich, dass es manchmal Wunder wirkt, wenn man mal "ausbricht" und von vorn anfängt. Genau diese Chance gibt ein ATJ. Und es verschafft einem auch mehr Respekt vor anderen, was durchaus wichtig für psychisch angeknackste Menschen ist. Hilft vielleicht nicht jedem. Mir hat es aber geholfen. Und so einigen anderen auch. Hätte man mir mein ATJ verboten... ich möchte mir nicht vorstellen, was heute aus mir wäre.


Ok, ich ändere was an einer Aussage: Wenn man ne psychische Krankheit hat, soll man sofort nach Hause in Behandlung gehen!
Ich bin mir schon bewusst, dass bei einigen das Umfeld zu Hause der Auslöser für die Krankheit sein kann und ein ATJ befreiend wirken kann. Aber bei Menschen, welche wirklich schon krank sind wie pimboli (ja, man hat ne Essstörung wenn man seit fast nem Jahr regelmässig kotzt), sollten wirklich keine Risiken mehr aufsich nehmen. Da ist es wirklich nur das Beste nach Hause zu gehen und sich dort in Behandlung zu begeben.
Ich war auch ein anderer Mensch vor meinem ATJ, dieses eine Jahr war auch meine "Rettung" und mein einziger Hoffnungsschimmer für 2 Jahre. Vielleicht war ich leicht psychisch angeknackst, aber nicht KRANK. Da liegt der Unterschied. Menschen wie uns hat es geholfen...aber ich kann von mir wenigstens sagen, dass ich vor dem ATJ in keinster Weise mein Leben gefährdet habe. Weiss nicht wie es mit dir steht.
Menschen welche wirklich an Depression, Magersucht, selbstzerstörerischem Verhalten etc. leiden/das eigene Leben mit ihrer Krankheit gefährden, sollten def. kein ATJ machen sondern sich in Behandlung geben.
Man mag ja meinen, dass man ein ATJ trotzdem schaft, aber es kann nach hinten los gehen und alles nur schlimmer machen. Du hattest vielleicht auch nur viel Glück. Nicht jeder ist so willensstark wie du.
Meiner Meinung nach ist ein ATJ dieses Risiko einfach nicht wert, wenn man wirklich krank ist.
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Re: essstörung

Beitragvon pimboli » 17.03.2012, 17:09

miss.random hat geschrieben:
cuyana hat geschrieben:@pimboli: Wie gesagt, bei mir hat diese Willensstärke sehr viel ausgemacht. Ich war auch ein paar mal vorm Verzweifeln... aber das Wissen der Konsequenzen...
Warum hast du denn deinen positiven Willen verloren? Gibt es nichts, das dich motivieren kann, und wenn es nur kleine Dinge sind? Möchtest du wirklich weg aus deinem ATL, wegen sowas?

miss.random hat geschrieben:Was ich allen magersüchtigen/depressiven/selbstzerstörerischen ATS sagen: Ab nach Hause und SOFORT. Mit psychischen Krankheiten ist wirklich nicht zu Spassen und ein ATJ kann es ev. sogar noch verschlimmern.

Ok, mit Essstörungen ist wirklich nicht zu spaßen... aber beim Rest: Hier im Forum gibt es einige Beispiele, bei denen das Gegenteil der Fall war!! Deine Empfehlung kann für einige gut sein, kann aber bei anderen auch nach hinten losgehen.
Psychische Störungen entstehen normalerweise dadurch, dass in der Umgebung eines Menschen etwas gewaltig schief läuft... da hat dann ein junger Mensch einen Traum... und der wird ihm genau deswegen verboten oder abgebrochen (Versagen!) und die Umgebung ist doch wieder die Gleiche... Naja, meine Erfahrungen sind wirklich, dass es manchmal Wunder wirkt, wenn man mal "ausbricht" und von vorn anfängt. Genau diese Chance gibt ein ATJ. Und es verschafft einem auch mehr Respekt vor anderen, was durchaus wichtig für psychisch angeknackste Menschen ist. Hilft vielleicht nicht jedem. Mir hat es aber geholfen. Und so einigen anderen auch. Hätte man mir mein ATJ verboten... ich möchte mir nicht vorstellen, was heute aus mir wäre.


Ok, ich ändere was an einer Aussage: Wenn man ne psychische Krankheit hat, soll man sofort nach Hause in Behandlung gehen!
Ich bin mir schon bewusst, dass bei einigen das Umfeld zu Hause der Auslöser für die Krankheit sein kann und ein ATJ befreiend wirken kann. Aber bei Menschen, welche wirklich schon krank sind wie pimboli (ja, man hat ne Essstörung wenn man seit fast nem Jahr regelmässig kotzt), sollten wirklich keine Risiken mehr aufsich nehmen. Da ist es wirklich nur das Beste nach Hause zu gehen und sich dort in Behandlung zu begeben.
Ich war auch ein anderer Mensch vor meinem ATJ, dieses eine Jahr war auch meine "Rettung" und mein einziger Hoffnungsschimmer für 2 Jahre. Vielleicht war ich leicht psychisch angeknackst, aber nicht KRANK. Da liegt der Unterschied. Menschen wie uns hat es geholfen...aber ich kann von mir wenigstens sagen, dass ich vor dem ATJ in keinster Weise mein Leben gefährdet habe. Weiss nicht wie es mit dir steht.
Menschen welche wirklich an Depression, Magersucht, selbstzerstörerischem Verhalten etc. leiden/das eigene Leben mit ihrer Krankheit gefährden, sollten def. kein ATJ machen sondern sich in Behandlung geben.
Man mag ja meinen, dass man ein ATJ trotzdem schaft, aber es kann nach hinten los gehen und alles nur schlimmer machen. Du hattest vielleicht auch nur viel Glück. Nicht jeder ist so willensstark wie du.
Meiner Meinung nach ist ein ATJ dieses Risiko einfach nicht wert, wenn man wirklich krank ist.


oh mann, ich will nicht heimfahren! aber ich will auch nicht hier noch tiefer fallen. das ist so eine schwierige situation!
ich hab jetzt mal mit einer Freundin von daheim geredet, die hat mir die skypeadresse von ihrer Tante gegeben, die ist Schulpsychologin.
mit der werd ich mal reden, und ich schau mal wie lang Ichs jetzt schaffe ohne kotzen und so. und wenn Ichs nicht schaffe, dann red ich mit jemandem hier..
denkt ihr, dass ist eine gute Idee und ein weg, es zu schaffen?

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Re: essstörung

Beitragvon PinkySwear » 17.03.2012, 17:33

Hey, also erstmal muss ich cuyana recht geben.
Ich bin auch mit einer Essstörung ins ATJ gegangen und war psychisch wirklich (!!) angeschlagen. Das ATJ hat mir irgendwie neue Luft zum Atmen gegeben und Raum, aus meinen alten Mustern auszubrechen.
Für ein Jahr habe ich meine Essstörung komplett hinter mir gelassen und das war die beste Entscheidung überhaupt!

Ich verstehe, wenn du dich ungerne an andere, besonders an deine Gasteltern, wenden möchtest. Die Idee mit der Tante deiner Freundin ist gut, jedoch bezweifel ich stark, dass eine Therapie über Skype im Austauschjahr (Wo man sich ja eigentlich mit ganz anderen Dingen beschäftigen sollte) allzu sinnvoll wäre.
Ich glaube am besten wäre es, eine richtige Therapie nach dem ATJ in Angriff zu nehmen. Wenn du dir bis dahin von der Tante deiner Freundin dir Tipps holst, wie du den Rest des ATJs noch mit der Essstörung gut meisterst, und dir vielleicht unterstützung auch von kanadischer Seite (wer auch immer das ist) holst, dann ist das schon ein guter Schritt in die richtige Richtung.
Das wichtigste ist aber für dich glaube ich, dass du dich ablenkst. Such dir Beschäftigung, sobald du brechen möchtest oder lade dir Freunde so ein, so dass es nicht dazu kommen kann. Mach dir klar, dass das ATJ eine einmalige Chance ist, die du nur voll auskosten kannst, wenn du dich nicht von deinem Essproblem einnebeln lässt.
Ich weiß dass das schwer ist, aber mach dir klar was du alles verpasst durch die Essstörung und was sie dir kaputt macht! Viel Glück!
My life has no purpose, no direction, no aim, no meaning, and yet I'm happy. I can't figure it out. What am I doing right?
- Charles Schulz



my friend Taylor hat geschrieben:I miss you! [...] Wish you could have been around, even though it was rather a sad week. But you could have put a smile on my face, you always did! I love you


my friend sammy hat geschrieben:I miss you like crazy, don't you forget that!


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