Ich gebe auf

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balou
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Beitragvon balou » 09.09.2003, 08:29

hey christina,
wenn es plötzlich um so etwas wie "Geld beisteuern" geht, würde ich auf jeden Fall Deinen örtlichen Betreuer (und wenn das nicht hilft, die nächste Geschäftsstelle Deiner Orga) anrufen und um Vermittlung bzw. Klärung bitten. Dabei handelt es sich ja nicht um ein "normales" Problem, das man evtl. auch auf andere Weise lösen könnte...

Mit welcher Gesellschaft bist Du denn da?
Ich kenne jedenfalls keine Gesellschaft, bei der die ATS Geld zum Lebensunterhalt beisteuern müssen (es gibt natürlich Ausnahmen, wenn man das freiwillig machen möchte, weil man mit der Familie so gut klar kommt).
Und damit handelt Deine Gastmutter gegen die Regeln der Orga... und so etwas kannst Du nicht mit ihr klären - das muß die Orga übernehmen... im Zweifelsfall heißt das eben, daß Du noch einmal die Familie wechseln mußt - was auch kein Beinbruch ist...
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Sebastian
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Beitragvon Sebastian » 09.09.2003, 11:02

Solange du selber auch mit dir zufrieden bist, dann kann man dem ganzen trotzdem etwas gutes Abgewinnen, oder nicht? EF ist halt die absolute falsche Adresse wenn es um Auslandsberatung geht, die würden sogar Katzen und Hunde auf einen ATJ schicken, solange sie das Geld dafür bekommen. Aber freue dich jetzt erstmal, wieder in Deutschland zu sein, denke am Anfang erst einmal nicht so viel darüber nach, sondern lass die Zeit nach und nach reflektieren. Auch diese (kurze) Erfahrung kann dir sicher im Alltagsleben helfen.
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I know a girl
She puts the color inside of my world
She's just like a maze
where all of the walls are continually changed
And I've done all I can
To stand on the steps with my heart in my hand
Now I'm starting to see
Maybe It's got nothing to do with me

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Gilwen
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Beitragvon Gilwen » 09.09.2003, 20:43

Auch ich bewundere deine Entscheidung, Arizona. Anfangs hab ich auch gedacht, dass ich die falsche Entscheidung getroffen habe, aber bie mir ging das Heimweh nach einer halben Woche schon zurück. Nur sinds bei dir ja schon 1 1/2 Monate, und du bist wenigstens ehrlich zu dir selbst.

Das mit dem Geld beisteuern find ich ja auch heftig. kaum zu glauben, in was für Gastfamilien man kommen kann. Ich selbst hab ja mit meienr Gastmama großes Glück gehabt, aber eine gute Freundin von mir hat nach geraumer Zeit auch die Familie gewechselt, weil die Frau völlig krank war. Sie meinte dann, meine Freundin hätte es auf ihren Mann abgesehen und hat mit Selbstmord gedroht... Ehrlich, sowas kann ich echt nicht verstehen. :roll:
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CanadianRugbyGirl
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Beitragvon CanadianRugbyGirl » 18.09.2003, 15:39

Ich möchte jetzt nicht taktlos wirken, weil mir Arizona wirklich leid tut, und ich keinem anderen ATS die Situation wünsche; aber ich muss natürlich noch meinen Senf dazu geben
Ich kann die Situation gut nachvollziehen - ich habe selbst die ersten Monate so sehr gelitten, dass meine Eltern sich in Deutschland schon total verrückt gemacht haben (obwohl ich versucht habe dass alles von ihnen fernzuhalten) und meine Gastmutter meinte, ich sollte mir vom Arzt was gegen Depressionen verschreiben lassen.
Aber irgendwie hab ich nie den Mut aufgebracht, diese Entscheidung zu treffen, mein ATJ wirklich abzubrechen... ich war so damit beschäftigt, nur die nächsten zwei Stunden zu überleben, dass ich nie daran gedacht habe, meine Sachen zu packen und nach Hause zu gehen.
An einem Tag, als ich wirklich völlig am Ende war und seit mehreren Tagen wegen den Heulkrämpfen nichts mehr essen konnte, hab ich meine Org angerufen - warum genau, weiss ich nicht, aber ich glaube es war einfach ein Hilferuf und ich hätte auch nichts dagegen gehabt, nach Hause geschickt zu werden.
Nach einem Gespräch mit meiner Betreuerin und den anderen beiden ATS in meinem Dorf wurde mir klar.... ja, gute Frage was mir klar wurde. Ich weiss es nicht, ich weiss nur dass es von dem Tag wieder bergauf ging. Und dass ich heute zwar unglaublich stolz bin, es geschafft zu haben, aber andererseits nicht weiss, wie ich es geschafft habe...
Deshalb kann ich leider auch keine aufbauenden Ratschläge geben. Denn der Rat "Augen zu und durch" ist eigentlich mehr als fehl am Platz - aber vielleicht zeigt das hier zumindest unseren Hopees oder anderen mit Heimweh, dass es geht - irgendwie geht das Leben immer weiter, und man muss eben wie Arizona entscheiden, wo es am Besten weitergehen sollte.
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Winona
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Beitragvon Winona » 21.09.2003, 17:42

Ich finde Canadian Rugby Girl hat wirklich recht...
die Entscheidung, abzubrechen oder weiterzumachen ist in diesem Fall weder richtig noch falsch, subjektiv betrachtet.
Für Arizona selbst war es dir richtige Entscheidung, nämlich ihre eigene.
Und ich bewundere sie dafür wirklich, denn ich glaube, ich wäre zu feige gewesen, einfach abzubrechen... Und dieses Jahr aufzugeben brauch wikrlich Mut. Ich hätte wohl Angst gehabt, was die anderen sagen, hätte meine Bedürfnisse zurückgedrängt, hätte vielleicht jeden Tag geheult... doch ich wäre nicht frei gewesen, hätte meine wünsche unterdrückt.
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Beitragvon Gast » 29.09.2003, 11:33

Also erstmal arizona, also ich bin ein Junge :o)!!!!!
Und ich bin jetzt zu Hause. Jeder hat mich verstanden und vollstes verständniss gezeigt. Keiner hat einen dummen witz gemacht oder ähnliches. Jeder freut sich mehr als ich selber das ich wieder da bin.

Dank meinen Freunden..... kann ich ohne schlechtes gewissen sagen, es war richtig.

DENES

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Beitragvon Natalie » 29.09.2003, 17:41

Hi!
Also ich moechte dir auch einmal meine groesste Bewunderung aussprechen, dass du abgebrochen hast. Das klingt jetzt bloed, aber ich bewundere dich fuer den Mut, denn du hattest, als du sagtest "fuer mich ist das nichts, ich fahre wieder nach Hause" - dass du deinen Stolz weggesteckt hast und einfach fuer dich akzeptiert hast, dass du aufgibst. Wow!

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Beitragvon Flummi » 29.09.2003, 19:17

Schoen zu hoeren das es dir wieder gut geht Denes, nun hast du es hinter dir, du hast deine erfahrungen gemacht, und weisst jetzt was du dir zutrauen kannst und was nicht. Schoen das du wieder da bist...

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Beitragvon Firal » 30.09.2003, 21:30

meine Muthat mir gestern am Telefon erzaehlt, dass die Tochter einer ihrer Patienten ihr ATJ auch abgebrochen hat, sie ist letzte Woche wieder nach Hause gekommen, nach nur 2 Wochen... Das finde ich echt zu frueh, weil die Anfangszeit einfach wirklich nicht leicht ist und man sich so oft fragt, was man eigentlich hier soll, wo man doch gar nicht hineinzupassen scheint..

WOllt ich nur mal sagen, ist mir gerade so eingefallen :D
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Anna-Maria

Beitragvon Anna-Maria » 30.09.2003, 21:32

Nach 2 Wochen erscheint auch mir echt super früh...Aber wer weiß?
Wo war die denn?
Es gibt doch auch ne HP von einer, die in Japan war und schon ewig früh abgebrochen hat, weil die Kultur ihr einfach zu fremd war und weil sie heimwollte!

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Beitragvon Firal » 30.09.2003, 21:40

sie war in Amerika, hatte aber auch ein bisschen Pech, weil ihre Gastfamilie abgesprungen ist, als sie in den USA ankam und dann musste sie (mit 2 anderen ATS) bei ihrer Betreuerin wohnen, die selber noch 3 Kinder hat... Also auch nicht so wirklich gluecklich....
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Beitragvon Flummi » 01.10.2003, 19:42

Ich hab mal von einem ATS gelesen , der hat sein jahr schon abgebrochen , bevor er eigentlich dawar, Er ist in die Usa geflogen und hat da schon auf dem ersten Umsteigeflughafen ein dermassen starkes Heimweh gekriegt, das er sich wieder ins Flugzeug gesetzt hat und nach Hause geflogen ist, das denke ich ist wirklich schon ziemlich krass, und extrem frueh :-?

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Beitragvon Firal » 01.10.2003, 20:40

da kann ich nur sagen, dass mir die Gastfamilie leid tut.. Warten dann auf jemanden, bereiten sich vor und derjenige kommt dann doch nicht :-?

Aber wenn man abbricht, bevor man ueberhaupt da ist, dann ist man wohl irgendwie eh nicht geeignet fuer einen Austausch, finde ich...
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Beitragvon Anna-Maria » 01.10.2003, 20:50

Ja, das kommt mir auch echt reichlich früh vor.....
Das muss man doch auch vorher wissen, dass man es nicht aushalten kann solange ohne Familie usw.
Außerdem tut auch mir -wie Firal geschrieben hat- die Familie leid....
Wobei man in Good Old Germany ja immer viel sagen kann!! :wink: :roll: :roll:

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Beitragvon Winona » 02.10.2003, 16:47

Ja klar, eigentlich können wir, die noch daheim sind überhaupt nicht mitreden, aber abzubrechen, bevor man überhaupt da ist, finde ich echt nicht richtig... man sollte es doch wenigstens mal versuchen, vielleicht ist die Familie ja ganz nett , die Schule schön..
Ich denke, ich hab sicher auch Heimweh im Flugzeug, aber die Vorfreude, die Aufregung und meine Neugierde besiegen dieses Heimweh...
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