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So, da ich ja eigentlich gar nicht diskutieren wollte, sondern nur mal eine andere Sicht der Dinge darstellen wollte, werde ich versuchen, mich in Beantwortung Eurer Posts kurz zu halten...
1. Zum Thema Strafregisterauszug / Führungszeugnis: Das ist wahrscheinlich einfach eine Einstellungssache zur informationellen Selbstbestimmung (siehe auch Rasterfahndung). Die Frage wäre auch, was dürfte drinstehen, bevor es mich disqualifiziert und wer bekommt dies mitgeteilt. Und kommt als nächstes noch Einkommensnachweis, psychiatrisches Gutachten und Empfehlungsschreiben? Mich würde das als potentielle Gastfamilie abschrecken, aber wie gesagt ist das eher individuell gelagert. Andererseits habe ich natürlich in den letzten zehn Jahren etliche Geschichten gehört, ohne persönlich betroffen gewesen zu sein. Meiner Meinung nach hat dann aber meist der Betreuer bei der Auswahl Bockmist gebaut, denn in den Fällen wäre es ohne Weiteres auch ohne Führungszeugnis klar geworden, dass die Familie nicht geeignet ist.
2. Die Organisationen: Wie gesagt, so verallgemeinert kann man über das Thema gar nicht sprechen (Größe der Organisation, deutsche und Partnerorganisation, kommerziell vs. gemeinnützig) und mein ursprünglicher Beitrag war ja auch ein Aufruf zum Differenzieren. Eine goldene Nase verdienen ist jedenfalls ganz schön schwer, insbesondere da damit sämtliche gemeinnützige, eingetragene Vereine sofort ihren Status verlieren würden. Bei den großen kommerziellen Organisationen läuft es hauptsächlich über die Masse - inwieweit sich das in der Qualität niederschlägt, möchte ich nicht beurteilen. Ich bin übrigens sehr wohl davon überzeugt, dass der Weg über eine Organisation dem privaten Organisieren überlegen ist, sonst fehlt nämlich sowohl eine ordentliche Vorbereitung - jedenfalls nach allem, was ich bisher von ATS an positivem Feedback bekommen habe - als auch überhaupt jemand, der im Gastland zuständig ist, sollte es doch Probleme geben. Und ja, ich habe auch schon öfter von Problemen in der "eigenen" Familie bzw. mit den guten Bekannten gehört. Von den doch heftigen organisatorischen Hürden und womöglich sogar höheren Kosten ganz zu schweigen. Aber auch das soll jeder so halten, wie er/sie es für am besten hält.
Zusammenfassend: Bitte nicht alles über einen Kamm scheren und nicht immer so ein "die böse Organisation"-Denkschema verfolgen. Ich bin da manchmal ganz schön froh, nicht in einem Büro einer Austauschorganisation zu sitzen und mit Leuten umzugehen, die mir am liebsten den Hals umdrehen möchten (so klingt es hier jedenfalls zeitweise), egal wie sehr man sich bemüht. So, das war jetzt aber auch genug offtopic, eigentlich gehts ja hier um CSFES, an die sich bitteschön jeder wenden möge, wenn die Organisation denn versagt. Schönen Gruß!
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