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 Beitrag Betreff des Beitrags: Hilfe im Austauschjahr durch csfes
Verfasst: 31.01.2007, 18:52 
Liebe Eltern,

mehrfach in diesem Forum wurde auf die Hilfe durch CSFES hingewiesen.

Dies ist ein Bericht über die Frau die diesese Hilfe ins Leben gerufen hat und betreut:

http://www.todayslocalnews.com/?sect=tln&p=794 wird


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 Beitrag Betreff des Beitrags: CSFES
Verfasst: 31.01.2007, 23:50 
Ich kann nur bestätigen, daß diese Organisation, vor allem ihre Direktorin Ms. Grijalva, äusserst kompetent ist und mit vollem Einsatz für die Rechte der Austauschschüler eintritt. Es ist eine richtige Non-profit Organisation, im Gegensatz zu diversen Studentenaustauschorganisationen, ohne welche konkret zu nennen.


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 Beitrag Betreff des Beitrags:
Verfasst: 01.02.2007, 02:16 
Hallo,

also, die Arbeit von CSFES finde ich richtig und wichtig. Das Thema Missbrauch (keineswegs nur sexueller Art, sondern jede Art von verbaler, physischer und psychischer Gewalt) hat übrigens auch absolute Priorität im AJA (Arbeitskreis gemeinnütziger Austauschorganisationen) und wird von den darin vertretenen Organisationen mittlerweile auch bei allen Vorbereitungsseminaren behandelt. Insofern das folgende bitte nicht falsch verstehen...

Ohne sämtliche Austauschorganisationen in Schutz nehmen zu wollen (in der Tat gibt es einige, die ich persönlich gerne nicht im Bereich Schüleraustausch sehen würde), finde ich, in letzter Zeit finden hier im Forum einige - zumeist anonyme - Schreiber großen Gefallen am "Bashing" der Orgas. Auch wird oft von Klagen, Schadensersatzforderungen und "Ankommen gegen die Organisation" geredet. In allererster Linie sollte man bei Problemen zusammen mit (!) der Organisation eine Lösung finden, und das Wohlergehen der Schüler liegt den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Regel äußerst am Herzen.

Allgemein kann ich mich auch nicht damit anfreunden, dass ein Austauschjahr oft als verlängerte Reise mit einem Reiseveranstalter verstanden wird. Spezielle, in der Natur der Sache liegende Risiken eines solchen Austausches werden gar nicht gesehen. Eine Gastfamilie gibt es nicht wie in einem Katalog mit garantierten Inklusivleistungen aus dem Katalog und abgesehen von einer Einschätzung durch den örtlichen Betreuer nach genereller Eignung und gemeinsamen Interessen kann man das zwischenmenschliche Miteinander von Schüler und Gastfamilie nie genau abschätzen. Und die vor einigen Jahren erlassenen Gesetze zur rechtzeitigen Mitteilung der Gastfamilie und sonstigem Rücktrittsrecht zum Beispiel mögen nett gemeint sein, sind aber völlig kontraproduktiv. Es ist wichtiger, eine nette, gut passende Gastfamilie zu finden als eine bestimmte Frist einzuhalten. Der im oben verlinkten Artikel erwähnte Check des kriminellen Backgrounds der Gastfamilien mag ebenfalls toll klingen, aber da kann man ebenfalls bestens drüber streiten. Erstens betrifft dies ja das komplette Umfeld der Gastfamilie, auch eventuell bereits ausgezogene Gastgeschwister - wenn diese also mal mit Alkohol oder einem Joint erwischt wurden, ist die Familie nun ungeeignet? Außerdem: Der Tag, an dem ich ein langjährig engagiert betriebenes Ehrenamt nur unter Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses weiterführen kann, dürfte mein letzter Tag in diesem Amt sein - wobei ich mir selbstverständlich nicht das Geringste habe zu schulden kommen lassen, da ist einfach eine persönliche Grenze für mich überschritten... Gottseidank sind entsprechende Forderungen von amerikanischer Seite für sämtliche, auch ehrenamtlichen Mitarbeiter von Austauschorganisationen (deren Zahl in die Tausende gehen dürfte) sowie Gastfamilien in Deutschland bisher nicht umgesetzt werden.

Das alles nur als Anregung zum Nachdenken und als kleiner Gegenpol zu den in großer Anzahl zu lesenden Meinungen. Wie gesagt, das soll weder die teils haarsträubenden hier berichteten Erfahrungen entschuldigen noch die sicher wertvolle Arbeit des CSFES in Frage stellen. Schöne Grüße!


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 Beitrag Betreff des Beitrags: Meine Meinung
Verfasst: 01.02.2007, 15:07 
Sehr geehrter Gast!
Ich nehme an, sie persönlich haben noch keine Erfahrung mit einem Kind in einer Gastfamilie mit kriminellen Background gemacht. Sonst hätten Sie nichts gegen Strafregisterauszug von der Gastfamilie. Wenn die Gastfamilie nichts zu verbergen hat, wird sie auch Verständnis dafür aufbringen, letztendlich handelt es sich bei den ATS um minderjährige Menschen, die bis zum einem Jahr in einer fremden Familie verbringen. Die Praktiken der meisten Austauschorganisationen sind darauf ausgerichtet möglichst viele Schüler unterzubringen (von wegen Non-Profit) und dadurch kann man nicht erwarten, daß sich die Regionalbetreuer um die Auswahl der Familien sorgfältig kümmern können. Es gibt unzählige Schüler, die nach dem Eintrefffen in das Zielland noch keine Gastfamilie haben und sich mit "Notlösungen" zufrieden geben müssen. Ich kenne natürlich auch positive Beispiele, aber leider überwiegen die negativen Erfahrungen.


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 Beitrag Betreff des Beitrags: Noch eine Meinung
Verfasst: 01.02.2007, 22:27 
Ich sehe es (fast) genauso wie mein Vorgänger. Wir geben unsere meist gut vorbereiteten, den Auslandsaufenthalt sehnlichst erwartenden Kinder in die Hände der Organisation und der Gastfamilie. Sobald sie im Flughafen hinter der Absperrung verschwunden sind, können wir nichts anderes tun als hoffen, dass es ihnen gut gehen wird und sie eine gute Zeit im fremden Land haben werden. Ist dem, aus welchem Grund auch immer, nicht so, können wir Eltern zwar am Telefon gute Ratschläge geben und hoffen - aber auch nicht mehr. Wir sind - fast möchte ich sagen - auf Gedeih und Verderb dem Funktionieren der Organisation ausgeliefert. Unsere Kinder können schon viel allein regeln, aber manchmal eben nicht alles, besonders wenn sie schlichtweg von einer Situation überfordert sind. Den Großteil der Summe für ein ATJ erhält die Organisation eben für ihr "Organisieren", dafür, dass sie im Notfall ALLES für das Wohl unserer Kinder unternimmt. Leider ist das ganz oft nicht der Fall, und die Organisation verdient sich eine goldene Nase an nicht erbrachter Leistung: Partnerorganisationen im Ausland funktionieren nicht, Betreuer haben die Bezeichnung nicht im Entferntesten verdient, überall stösst man als Eltern auf taube Ohren und hört nicht mehr als Beschwichtigungen.
Mein Fazit würde lauten: Mit einem selbst organisierten Jahr, sofern man im Gastland über Verwandte, gute Bekannte etc. verfügt, liegt man eindeutig auf der sichereren Seite. Ansonsten muss man sich von Anfang an über das sehr hohe finanzielle Risiko bewusst sein und daüber, sein Kind hinterher mit viel Mühe wieder aufbauen zu müssen, wenn die Dinge nicht so laufen wie vorgesehen und es keine Hilfe im Ausland erwarten konnte. Natürlich ist es auch oft der Fall, dass eher die Gastfamilien das Geld verdient hätten, als eine Organisation, die nichts tut und sich für nichts verantwortlich fühlt.
MfG


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 Beitrag Betreff des Beitrags: Reaktion auf Eure Meinungen
Verfasst: 02.02.2007, 00:04 
So, da ich ja eigentlich gar nicht diskutieren wollte, sondern nur mal eine andere Sicht der Dinge darstellen wollte, werde ich versuchen, mich in Beantwortung Eurer Posts kurz zu halten...

1. Zum Thema Strafregisterauszug / Führungszeugnis: Das ist wahrscheinlich einfach eine Einstellungssache zur informationellen Selbstbestimmung (siehe auch Rasterfahndung). Die Frage wäre auch, was dürfte drinstehen, bevor es mich disqualifiziert und wer bekommt dies mitgeteilt. Und kommt als nächstes noch Einkommensnachweis, psychiatrisches Gutachten und Empfehlungsschreiben? Mich würde das als potentielle Gastfamilie abschrecken, aber wie gesagt ist das eher individuell gelagert. Andererseits habe ich natürlich in den letzten zehn Jahren etliche Geschichten gehört, ohne persönlich betroffen gewesen zu sein. Meiner Meinung nach hat dann aber meist der Betreuer bei der Auswahl Bockmist gebaut, denn in den Fällen wäre es ohne Weiteres auch ohne Führungszeugnis klar geworden, dass die Familie nicht geeignet ist.

2. Die Organisationen: Wie gesagt, so verallgemeinert kann man über das Thema gar nicht sprechen (Größe der Organisation, deutsche und Partnerorganisation, kommerziell vs. gemeinnützig) und mein ursprünglicher Beitrag war ja auch ein Aufruf zum Differenzieren. Eine goldene Nase verdienen ist jedenfalls ganz schön schwer, insbesondere da damit sämtliche gemeinnützige, eingetragene Vereine sofort ihren Status verlieren würden. Bei den großen kommerziellen Organisationen läuft es hauptsächlich über die Masse - inwieweit sich das in der Qualität niederschlägt, möchte ich nicht beurteilen. Ich bin übrigens sehr wohl davon überzeugt, dass der Weg über eine Organisation dem privaten Organisieren überlegen ist, sonst fehlt nämlich sowohl eine ordentliche Vorbereitung - jedenfalls nach allem, was ich bisher von ATS an positivem Feedback bekommen habe - als auch überhaupt jemand, der im Gastland zuständig ist, sollte es doch Probleme geben. Und ja, ich habe auch schon öfter von Problemen in der "eigenen" Familie bzw. mit den guten Bekannten gehört. Von den doch heftigen organisatorischen Hürden und womöglich sogar höheren Kosten ganz zu schweigen. Aber auch das soll jeder so halten, wie er/sie es für am besten hält.

Zusammenfassend: Bitte nicht alles über einen Kamm scheren und nicht immer so ein "die böse Organisation"-Denkschema verfolgen. Ich bin da manchmal ganz schön froh, nicht in einem Büro einer Austauschorganisation zu sitzen und mit Leuten umzugehen, die mir am liebsten den Hals umdrehen möchten (so klingt es hier jedenfalls zeitweise), egal wie sehr man sich bemüht. So, das war jetzt aber auch genug offtopic, eigentlich gehts ja hier um CSFES, an die sich bitteschön jeder wenden möge, wenn die Organisation denn versagt. Schönen Gruß!


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 Beitrag Betreff des Beitrags:
Verfasst: 02.02.2007, 16:06 
ist am Tag 5x hier
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ich finde es sehr gut, daß es diese Organisation gibt. Zum Glück brauchen die meisten die Hilfe ja nicht, denn in den allermeisten Fällen können die ATS alles mit den Orgas selbst regeln.
Ich hätte es auch komisch gefunden, wenn ich bei meiner Bewerbung als Gastfamilie ein polizeiliches Führungszeugnis hätte vorlegen müssen. Selbst wenn man ein weiße Weste hat, es könnte die Hemmschwelle erhöhen, ATS aufzunehmen und eine sorgfältige Auswahl der Fam. durch die Orgas kann auch ohne diese Papiere stattfinden. Ein Führungszeugnis ohne Einträge bietet auch keine Gewähr, dass das Kind gut aufgehoben ist. Man muss der Gastfamilie einen Vertrauensvorschuss entgegenbringen, ebenso wie der Orga. Hier sollte man sich viel Zeit für die Auswahl nehmen. Denn viel Geld kostet es überall, nur die Leistungen sind nicht überall gleich. Wir haben unsere Entscheidung nicht bereut. Dennoch kann man im Einzelfall auch bei noch so sorgfältiger Auswahl Pech haben, und dann ist es gut zu wissen, daß es Hilfe geben kann.

_________________
Wir sind alle Engel mit nur einem Flügel und müssen uns umarmen, wenn wir fliegen wollen.


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 Beitrag Betreff des Beitrags:
Verfasst: 03.02.2007, 11:04 
Auch ich habe mich in meiner Verzweiflung über die Geschehnisse, die meiner Tochter bei dem Versuch eines Highschool-Semester-Aufenthaltes mit AYUSA passiert sind (siehe meinen Beitrag bei ausgetauscht.de) an mehrere Organisationen gewandt. Die bislang einzige Hilfe kam von Mrs. Grijalva von CSFES.
Weder CSIET noch ABI e.V. haben bisher zu meinem Bericht Stellung genommen. Ich kann nur jedem verzweifelten Elternteil dringend raten, seine schlechten Erfahrungen an CSFES.org zu mailen.


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 Beitrag Betreff des Beitrags:
Verfasst: 03.02.2007, 12:47 
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Zuletzt geändert von gsondheit am 23.12.2007, 20:17, insgesamt 1-mal geändert.

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 Beitrag Betreff des Beitrags:
Verfasst: 05.02.2007, 08:13 
da können Sie aber sicher sein, dass sämtliche Eltern, die sich an CSFES gewandt haben, vorher versucht haben, das Problem mit der Organisation zu besprechen und zu beheben!


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 Beitrag Betreff des Beitrags: Liebe Gsondheit
Verfasst: 05.02.2007, 15:25 
Ich habe kein Problem mich anzumelden und auch überhaupt kein Problem dazu zu stehen, daß ich auch Frau Grijalva kontaktiert habe. Auch ich habe vorher versucht mit der Organisation zu reden, aber glauben Sie mir, es hat nichts gebracht. Ausser Einschüchterungen habe ich nichts gehört was für mich hilfreich wäre. Frau Grijalva ist sehr kompetent und ich habe niemanden erlebt, der so selbstlos für jemanden Fremden gekämpft hätte. Wer so eine Erfahrung nicht gemacht hat, kann wirklich die Situation eines anderen kaum beurteilen. Es soll auch nicht bedeuten, daß sich jeder an CSFES wenden muss, aber es ist total gut zu wissen, daß es in den USA jemanden gibt, der mir hilft, wenn es mir schlecht geht und wenn ich das Gefühl habe, daß mir niemand, der dafür zuständig wäre, helfen will.
Ich wünsche Ihnen noch einen sonnigen Tag! :wink:
Lg Schmerzlos


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 Beitrag Betreff des Beitrags: Für alle ATS und Eltern von ATS
Verfasst: 03.04.2007, 19:55 
Wichtige Info:

http://www.csfes.org/

Edit von Stefan - Textkopie der Webseite entfernt und Link auf den Text eingefügt. Bitte bei Zitaten von anderen Webseiten die Quelle angeben und nur kurz zitieren bzw. den Link auf die Seite angeben.


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