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Wie alles begann...

Ich habe mich im Juli 2003 für ein Stipendium für ein ATJ (=Austauschjahr) in den USA beworben. Mitte Januar 2004 wurde mir dann mitgeteilt, nicht angenommen worden zu sein. Da ich aber irgenwie unbedingt ins Ausland wollte, habe ich meine Eltern bis Ende März genervt mich einen Austausch machen zu lassen (die Länder gingen von Australien bis Südafrika) eines Tages bekam ich dann die Broschüre von YFU, die mir auf Anhieb gefallen hat. Jetzt bin ich mit YFU in Mexico. Ich habe gelesen, dass noch Plätze fur Ecuador und Uruguay frei waren. Ich habe meinen Vater gefragt (er hat bei allen englischsprachigen Ländern nein gesagt :- ) und er hat gemeint, wenn du willst, kannst du gehen. Hm, ich hatte leider noch nie Spanisch in der Schule, weil dass an meinem Gymnasium nur als Wahlfach angeboten wird, und ich dort ehrlichgesagt nicht viel gelernt habe: Ich habe mich beworben und wurde zu dem Auswahlgespräch eingeladen, was sehr interessant war. Man musste nur beantworten und diskutieren, was man in bestimmten (Problem)situationen, die einem im ATJ passieren konnten, machen würde und das in einem Team von 4-6 Leuten ausarbeiten.
Dort wurde uns dann mitgeteilt, dass wir uns noch fur bestimmte Länder nachbewerben können, weil Plätze frei geworden sind. Darunter war auch Mexico.
Eine Woche später kam dann der Bescheid, ich sei für Mexico angenommen worden. Und nach 2 wochen wusste ich juhu ich werde zu 99% fahren. (Hat nur noch die endgültige Einverständnisserklärung meiner Eltern gefehlt)

Papierkram

Ja, dann kam schon der Papierkram auf mich zu. Seitenweise Fragen beantworten (alles doppelt) einen Brief an die Gastfamilie schreiben, ärtztliche Atteste besorgen… Normalerweise hat man dafuer ca. 2 Wochen Zeit, da ich aber in den Urlaub gefahren bin, hat es sich auf wenige Tage verkürzt. Ich fand es echt stressig, ich glaube am stressigsten von dem ganzen ATJ. Nur das Packen fand ich noch schlimmer.
Allen zukuenftigen viel Spass damit.

Vorbereitungstagung

Nachdem das erst mal gemeistert war, wurde ich zu einer Vorbereitungstagung (VBT) eingeladen. Ich war absolut begeistert von dieser Tagung. Man lernt so viel Neues und interessantes dazu, über die eigene Kultur, sowie über den Begriff Kultur, was er eigentlich bedeutet. Und ich habe dort eigentlich nur gedacht – Wow, darauf wär ich nie gekommen und ich finde, es sollten alle mal so eine Tagung gemacht haben.
Hinzu kam noch, dass die Tagung eine Woche dauert, und sie während der Schulzeit war. (In meinem Fall zumindest, für einige aus den anderen Bundeslaendern haben die Ferien gerade angefangen) Bei mir war sie im Juni. Das bedeutete dann eine Woche schulfrei.
Auf der Tagung kamen alle aus ganz Deutschland, die in die Länder Ecuador, Uruguay, Argentinien, Brasilien, Venezuela und Mexico gehen. Für die anderen lateinamerikanischen Länder gab es eine andere. Auf der VBT waren ca 40 ATJler und 10 Teamer, die schon ein ATJ in einem der Länder verbracht haben.
Für die anderen Länder (z.b USA) macht YFU die Vorbereitungstagung in der Nähe deines Wohnortes.

2 Wochen vor Abflug

Ich habe angefangen zu packen, ich habe mir schon vorher eine Liste gemacht. Eine woche davor war ich eigentlich fertig, nur noch Deckel zu.
Einen Tag vor Abflug habe ich so etwa die Hälfte der Sachen rausgeschmissen und reduziert. Es war schon ein komisches Gefühl zu wissen, ich bin nur noch 2 wochen bei meiner Familie und dann sehe ich sie 1 Jahr lang nicht mehr.
Und ich bekam dann meine Gastfamilie (am 3. August). Juhu. Ich bin hier in La Paz, im Staat Baja California Sur, das liegt so am Ende der Halbinsel im Westen Mexikos die Weiterführung Californiens. Ich habe anfangs gedacht, dass es ein relativ touristisches Gebiet ist, aber ich habe hier bis jetzt eigentlich erst wenige getroffen. In einer Stadt die 2h weiter weg ist, wimmelt es nur so von ihnen. Naja, ist vielleicht auch besser so, weil ich dann nicht so auffalle mit meinen 1,80 und blonden Haaren. Ich habe einen Gastbruder (20), und drei Gastschwestern (17, 12, 11). Das freut mich total, weil ich selbst Einzelkind bin, mir aber schon immer Geschwister gewünscht habe.