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Ich kann es kaum glauben, ich bin jetzt schon 1 Monat und 1 Woche in Japan. Ich werde versuchen, meine ersten Eindrücke zu beschreiben. Am 1. sind wir (Vater, Mutter, Dos (der Hund) und ich nach Oharai gefahren, und haben dort den Strand besichtigt, mit Dos einen Waldspaziergang (o-sampo) gemacht und das Aquarium besucht, wo alle möglichen Fischsorten, unter anderem auch Haie und andere gefährliche Fische zusammen mit harmlosen Fischen zusammen in einem Becken schwammen. In dieses Becken sind dann auch Taucher mit einer Kamera gestiegen und haben die Haie aus aller nächster Nähe gefilmt. Die Bilder der Kamera wurden dann gleichzeitig auf einer Leinwand neben dem Becken gezeigt. An meinem an meinem ersten Tag an der Kyoei High School wurde von meinen Klassenkameraden eine Willkommensparty für mich ausgerichtet.

3 Tage später war dann das erste Rotary Meeting, dort bekam ich dann auch zum 1.mal Taschengeld.
Dann sind wir zusammen mit meiner 3. (gleichzeitig die letzte) ins Disneyland gefahren. Es hat sehr viel Spass gemacht und am Abend gab es ein großes Hanabi (Feuerwerk). Nach dem Besuch im Disneyland haben wir natürlich vor dem Verlassen o-miyage (Geschenke) für diejenigen kaufen, die nicht mit im Disneyland waren (meine Klasse, mein Klassenlehrer und Ono-sensei (sensei steht für Lehrer), mein "Vertrauenslehrer", der auch etwas deutsch sprechen, zumindest aber verstehen kann. Doch jetzt ist es nicht mehr wirklich nötig, deutsch zu sprechen, das wichtigste kann man auch per Englisch und Zeichnung verständlich machen.

Seit Anfang meines Austauschs ist mir aufgefallen, dass viele Japaner sogar ein wenig deutsch können, wenn es auch meistens nur der Satz "Ich liebe dich." ist. Am sports day traf ich dann einen japanischen Japanisch-Lehrer, der für einige Zeit in Deutschland war und mir kleine Stücke aus der "Ode an die Freude" von Ludwig van Beethoven vorgesungen hat, sein deutsches Lieblingslied. Eine Woche nach dem Besuch im Disneyland habe ich von meinem Rotary Club ein Fahrrad bekommen.
Mit diesem Fahrrad werde ich dann auch demnächst immer zum Schulbus am Bahnhof fahren. Am 21.9. fand dann ein Orientierungstreffen statt, zu dem alle Austauschschüler in diesem Distrikt kamen und ihre Junior-councellor kennengelernt haben. Ich hatte meine Juniorberaterin schon an meiner Willkommensparty kennengelernt, sie war am Tag des Orientierungstreffens nicht da, aber das ist ja nicht schlimm. In der Woche darauf war ich dann einmal mit meiner okaasan und meinem otoosan (Mutter+Vater) in Asakusa/Tokyo. 5 Tage später waren wir dann mit Familie Tamura (die Familie des Bruders meiner Hostmutter) traditionell japanisch essen. Am nächsten Tag bin ich mit meiner Juniorberaterin und deren Freunden in Asakusa und Ueno, dort haben wir ein Museum über das japanische Leben vor ungefähr 100 Jahren und die Zeit zwischen 1920-1948 besichtigt. Außerdem konnte man in der Nähe des Museums einen riesigen Seerosensee sehen, ein Naturschutzgebiet. Danach sind wir dann weiter durch die Stadt gewandert, haben bei einem Tempel einen Affen gesehen, der Kunststücke vorgeführt hat und an diesem Tempel habe ich dann auch das japanische Zeichen für Tempel photographiert : ™Â
Am Abend trafen wir dann auch Frau Watanabe (3.Gastfamilie) und waren dann zusammen essen. Zum Schluss noch ein paar Sätze über japanische Jugendliche. Die älteren (18-20) sind ganz angenehm, die 16 jährigen (meine Klasse) haben bis auf wenige Ausnahmen den Stand eines Schülers der 9.Klasse.
Das häufigste Gesprächsthema sind Angebereien über Sex... Bis auf dieses kleine Makel, das ich aber auch in Frankreich unter französischen und deutschen Austauschschülern beobachten konnte, sind alle sehr nett. Das merkt man auch bei vielen anderen Gelegenheiten, dass man in der Dienstleistungsgesellschaft ist. Das wars für diesen Monat.