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Ein Jahr und 5 Monate nichts als Kalenderblätter abreißen

Tja, nun war ich endlich ein "Zukünftiger", einer von denen, die von den "Returnees" unbeschreiblich beneidet werden, weil wir alles noch vor uns haben.

Ich war durch die Vertragsunterzeichnung jetzt offiziell im Programm von EF und bekam nach Einzahlung der ersten Rate ein weiteres Info Mailing. Darin enthalten:

Das hört sich an, als wäre mein Terminkalender für die Zeit bis zum Austausch vollkommen ausgebucht, weil ich nur mit Vorbereitung und Lesen des Handbooks beschäftigt sein werde.Dazu gleich eine kleine Erinnerung an den Monat, in dem ich mich zu dieser Zeit befand: August 2001. Um den Gedanken an rund 1 1/2 Jahre Warten etwas angenehmer zu gestalten, bastelte ich mir einen Kalender zum Durchstreichen jedes Tages. Am Anfang waren mir zu jedem Tag extra schwarze Wolken zum Durchstreichen vergönnt, mittlerweile bin ich bei blauem Himmel angelangt und nächsten Monat scheint dann auch schon die Sonne. Insgesamt fand ich die 13 Seiten voll mit Tagen und Wolken dann als wesentlich übersichtlicher als sich die unglaubliche Zahl von rund 600 Tagen vorstellen zu müssen.

Nun war ich so voreilig und habe das Student Handbook in 3 Tagen "verschlungen".

Einen genauern Blick auf meinen Ablaufplan eröffnete mir, dass ich außer fleißig Raten bezahlen bis Mai 2002 nicht mit irgendwelchen Treffen, Informationen oder ähnlichem rechnen konnte.

Im Prinzip kann ich jetzt ruhig mal ein paar Monate überspringen, denn viel passiert ist nicht, komischerweise war nach August auch schon bald wieder Weihnachten und so kam dann auch Ostern. 8 Monate, die wie im Fluge vergangen waren, hatte ich noch vor mir und ich schloss daraus, dass diese genauso schnell vorbei sein werden und sah mich schon (zu Ostern wohlgemerkt), auf dem Flughafen stehen.

Aber wie so vieles, traf das in keinster Weise zu. Von dem Punkt an, wo ich wusste, ich habe schon über die Hälfte geschafft, zogen sich die Tage nur so hin und ich erwartete sehnlichst einen Brief von EF. Dieser kam dann ENDLICH im Mai mit meinem Gesundheitszeugnis.Dieses auszufüllen bedurfte einer langen Recherche in meinem Leben, von Geburtsgewicht über Kinderkrankheiten und schließlich zu meiner Blinddarmoperation.

Wie immer alles pünktlich und vollständig abgeschickt, kehrte der Alltag wieder ein und mein Gemütszustand besserte sich, weil ab Juli die Monthly Mailings (Infos zum Gastland) anstanden. Ja, ja, der Kontakt zu EF häufte sich dann, weil die Mailings meinen Briefkasten noch nicht gefunden hatten. Mitte August war die Welt wieder in Ordnung und bis heute (Ende Oktober 2002) sind die Mailings auch immer rechtzeitig gekommen.

Leider, leider weiß ich noch gar nichts über meine host family, werde mich wohl noch ein bisschen in Geduld, von der fast nichts mehr übrig ist, üben müssen.

Es war äußerst anstrengend, bis hierher zu kommen und ich habe nicht nur mich selbst, sondern auch meine Verwandschaft mit meiner Ungeduld geplagt. Unter anderem bin ich auf die glorreichen Ideen gekommen, mir im Internet eine Gratisbroschüre bei EF zu bestellen, was aber nur zu Missverständnissen führte. Diese äußerten sich z.B darin, dass ich mehrmals zu Bewerbungsgespächen eingeladen wurde. Das hat sich aber alles wieder geklärt.

Auch unser Briefkasten hat so einiges mitgemacht, wenn ich ihn wutentbrannt zugeknallt habe, weil wieder nichts für mich dabei war.