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Australien: Organisationen für Australien
Australien im Forum

Am Anfang

...am Anfang stand ein drei-wöchiger Aufentahalt in Sydney Australien organisiert von meiner Schule im März 2005. Denn wir haben ein Schüleraustauschprogramm an dem ich teil nahm.
Eine Freundin von mir war während dieser drei Wochen bei dem Schulleiter der Partnerschule untergebracht. Da ich oft was mit ihr unternahm war ich auch oft bei ihm im Haus. Einestags kamen wir ins Gespräch und meine Freundin erzählt dem Schulleiter, dass sie für ein Jahr nach Amerika gehen würde. Daraufhin fragte er mich ob ich so etwas auch vorhabe. Ich spielte schon lange mit dem Gedanken ins Ausland zu gehn, hatte aber bis jetzt noch nicht die Initiative dazu ergriffen. Bis jetzt stand für mich nur fest, dass ich nicht nach Amerika wollte.
Als ich ihm das erzählte lud er mich an seine Schule ein. Ich dachte im ersten Moment, dass er das bestimmt nur so gesagt hatte. Aber als ich wieder zu hause war und ihn noch einmal per E-mail fragte, bestätigte er sein Angebot und sagte mir zum, dass ich auch kein Schulegeld (immerhin 5.000AUD im viertel Jahr) bezahlen musste.

Die Organisation

Nach dem klar war, dass ich an die Schule kommen könnte, wurde ich total aufgeregt. Ich schrieb fast täglich E-Mails um mit der Lehrerin in Sydney zu sprechen und die neuesten Informationen auszutauschen.
Nach ein paar Wochen stellte sich jedoch raus, dass es schwer war in Australien eine Gastfamilie für ein halbes Jahr für mich zu finden.
Ich dachte schon, dass es nicht mehr klappt und informierte mich anderweitig bei Organisationen auch über andere Länder wie Neuseeland und Südafrika. Aber am Ende siegte doch mein Wunsch noch ein mal nach Australien zu gehen.
Ich setzte mich also wieder mit voller Kraft dahinter und schrieb weiterhin fleißig e-mails.
Ich kriegte dann Ende 2005 bescheid, dass ich mehrere Gastfamieln haben werden würde, insgesamt sechs, und dass ich im Januar 2006 kommen könnte. Von da an war ich nur noch voller Vorfreude.

Der erste Kontakt

Im Dezember 2005 kam dann der Gegenbesuch aus Sydney vom Schüleraustausch der Schule. Meine Gastschwester aus Sydney konnte leider nicht kommen also nahm ich meine zukünftige (erste) Gastschwester schon einmal bei mir auf. Mit ihr hatte ich wundervolle drei Wochen hier in Berlin bei Weihnachtsmarkt und Glühwein. Das alles war unbekannt für die Australier und es machte riesen Spaß ihnen Advendskalender und Nikolaus näher zu bringen. Auch war bei dem Austausch eine weitere spätere Gastschwester von mir dabei. Auch sie war sehr lustig und beide nahmen mir die Angst vor diesen 6Monaten.
Nach dem alle wieder weg wahren kehrte langsam wieder ruhe ein und ich begann mein Visum zu beantragen einen Flug zu buchen und e-mails zu den Gastfamilien zu schreiben. Mit hilfe der Adressen guckte ich mir in einem Stadtplan von Sydney schon mal an wo ich überall wohnen würde. Wie ich feststellte lebten alle an unterschiedlichen Orten in der Stadt, was mich freute denn daduch konnte ich viel von der Stadt mitkriegen.

Die letzten Tage in Berlin

Vier Tage bevor ich Abflog verabschidete ich mich schon einmal von meinen Shculfreunden und ging abends noch mit ein paar Leuten etwas trinken. Einen Tag später erzählte mir meine beste Freundin, dass sie in die Schweiz ziehen müsste in genau einem halben Jahr und wir uns nicht mehr sehen würden. An diesem Tag wollt ich alles absagen und nur noch in Berlin bei ihr bleiben. Aber am nächsten Tag wurde mir klar dass das jetzt alles nicht mehr rückgängig zu machen war udn dass ich fliegen musste. trotzdem war ich tod traurig und freute mich überhaupt gar nicht mehr auf das halbe Jahr am anderen Ende der Welt.
Am letzten Tag war ich dann mit meinen Eltern, meiner Schwester und meiner Oma auf dem Wannsee Schlitschuh laufen, denn in diesem Winter war es so kalt geworden, dass selbst dieser großde See eine dicke Eissicht hatte und halb Berlin darauf rumspatzierte oder Eishockey spielte.
Ich genoß den letzten Tag in Berlin sehr, verabschiedete mich von meiner Oma und rief noch einmal meine Freunde an.

Der Tag des Abflugs

Meine Eltern bracten mich am 30.01.2006 mit 3 meiner Freundinen zum FLughafen in Belrin. Ich bekam noch letzte Abschiedsgeschenke und anweisungen von meinen Eltern, dass ich Ordnung halten sollte bei den Gastfamilien. Doch für all das hatte ich keine Ohren. Ich war eiegntlich mit meinem Geist schon in Sydney und wollte nur noch ankommen. Aber noch hatte ich einen 27 stündgien Flug vor mir mir Zwischenstopp in London und Hong Kong.
Völlig erschöpft, aber trotzdem aufgeregt, kam ich dann am 31.01. um 22uhr in Sydney an. ich musste nur noch durch die Pass- und Zollkontrolle und dann war ich endlich da, da wo ich schon so lange hinwollte. Irgendwie begriff ich in diesem Moment gar nicht, dass mein Traum war wurde.

Mein Aufenthalt in Sydney

Als ich meien Gastmutter am Flughafen erfolgreich gefunden hab, fing mein Abenteuer in Down Under endlich an.
Nach dem ich die richtige Seite des Autos gefunden hatte(in Australien fahren sie auf der anderen Seite), fuhren wir am Habour vorbei über die Harbou Bridge nach Hause.
Dort viel ich sofort ins Bett und schlief erst einmal bis 13Uhr am nächsten Tag. Als ich wach war und "gefrühstückt" hatte fuhren meine Gastmutter und ich sofort zur Schule und besorgten die Schuluniform.
Vor mein erster Schultag hatte ich etwas Angst, obwohl ich die Schule ja schon kannte. Aber trotzdem war es mir unheimlich denn ich dachte ich würde keinen Verstehen und mit keinem sprechen können. Außerdem hatte ich Angst, dass meine Schuluniform nicht richtig saß, ich falsche Schuhe oder Socken hatte oder sonst irgendetwas nicht stimmte. Denn jeden Morgen wurden alle Schüler kontroliert, ob sie das richtige anhatten.
Aber all die Angst und alle Sorgen verflogen im Nuh, als ich zum ersten Mal bei meiner Tutorin "Roll Call" hatte. Jeden Morgen mussten alle zu ihrer Tutor Class und es wurde geguckt ob alle da waren. Das war nach Häusern aufgeteilt. Es gab insgesamt 4 Häuser und je Haus und Jahrgang immer 2 tutor classes. In meiner Tutor Class war auch meine Gestschwester. Sie machte mich mit meinem Buddy, die mir alles zeigt in der Schule, bekannt. Mein Buddy brachte mich an den ersten Tagen immer zum Unterricht, so dass ich keinerlei Schwierigkeiten hatte meine Räume zu finden. Außerdem war sie mit meiner Gastschwester befreundet und so saßen wir während des Lunches immer zusammen mit weiteren Mädchen. So lehrnte ich auch schnell viele neue Leute kennen, die alle hilfsbereit und äußerst freundlich waren.
Am Anfang war es etwas komisch einmal in der Woche in die Kirche vor dem Lunch gehen zu müssen aber an diese Tatsache und an die Uniform gewöhnte ich mich äußerst schnell und merkte, dass es morgens viel schneller geht wenn man weiß was man anziehn muss!:D

Insgesamt erlebte ich unglaublich viel in diesen 6 Monaten. Dadurch, dass ich fast jeden Monat die Familie wechselte, kam bei mir nie starkes Heimweh auf. Ich lernte immer wieder neue Umgebunge und Leute kennen, mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Geschichten. Es war toll so viele Eindrücke sammeln zu dürfen.
Die Schule lief besser als erwartet. An den Wochenden unternahm ich viel mit meinen neuen Freunden und natürlich auch mit meinen Familien.
In den Osterferien fuhr ich dann in einen kurz Urlaub in den Norden Sydneys.
In den nächsten Monaten genoß ich jeden Moment in dieser wunderschönen Stadt. Die Zeit flog dahin und plötzlich waren es nur noch 3 wochen bis zu meinem Abflug.
Ich flog dann noch einmal in den Urlaub nach Surfers Paradise und genoß im asutralischen Winter im Juni 28° und Sonnenschein. Ein besonderes Highlight war in diesem Urlaub, dass wir von unserem Hotel Balkon aus Wale sehen konnten, die in den warmen Norden wanderten. Dieses Erlebnis war so wunderschön, dass ich es wohl niemals vergessen werde.
Nach einer Woche ging es dann wieder zurück nach Sydney wo ich noch einmal eine Woche zum packen hatte, denn ich fuhr noch einmal in den Urlaub jetzt aber in den Süden zum Skilaufen. Diese eine Woche, in der ich bei einem guten Freund wohnte, war der perfekte Abschluss dieses unglaublichen Aufentalts. Ich hab noch einmal meine ganzen Freunde wieder gesehn und gelacht bis mir die Tränen kamen.
Aber leider ging diese Woche viel zu schnell um und ich fuhr zurück nach Syndey wo es am nächsten Tag um 5Uhr zurück nach Deutschland ging. Eine sehr gute Freundin kam mit ihrer Mutter noch an den Flughafen und dann ging es auch schon wieder los. Irgendwie hab ich mich auch total gefreut wieder nach hause zu kommen, denn nach 6 Monaten freut man sich dann doch wieder auf seine Familie und Freund und die Regeln und Lebensgewohnheiten, die man gewohnt ist.
In Hong Kong hatte ich dann 8std aufenthalt, die ich nutzte um meine Mutter in Berlin anzurufen und meine letzten Tagebuchseiten zu beschreiben, das ich in der Zeit in Australien geschrieben hatte.
Über London ging es dann mit insgesammt 3 mal Frühstück nach Berlin. Wiederrum erschöpfzt aber doch glücklich kam ich dann nach über 30std Flug und Aufenthalte in Berlin an. Dort empfingen mich meine Eltern und meine Schwester.
Abends gab es dann erst einmal eine Berliner Weisse und typisch deutsches Essen. Aber danach fiehl ich gleich wieder ins Bett und schlief und schlief und schlief... :)

Die Zeit danach

...war komisch, denn ich hatte das Gefühl, dass keiner wissen wollte was ich gemacht hatte in den letzten 6Monaten. Alle erzählten mir davon was sie gemacht hatten aber keiner fragte mich und wenn ich davon erzählte, hörte mir keiner zu. Irgendwann hörte ich auf darüber zu sprechen und begann Australien zu vermissen. Ich hatte Heimweh nach dieser Stadt udn wollte nur noch zurück. Aber in der Schule hab ich dann eine Freundin nach einem Jahr wieder gesehn, die in Amerika war. Wir beide hatten ähnliches Erlebt nach dem wir wieder gekommen waren und unterstützten uns gegenseitig.

Ich habe dann noch einmal Besuch aus Australien von Freunden bekommen und wieder packte mich das Heimweh. Aber ich hielt tapfer durch und schrieb fleißig E-Mails.

Jetzt vermiss ich Australien nach über einem Jahr zwar immer noch aber es ist schon fest geplant, dass ich wieder hinfahren werde.
Es war eine unglaubliche Zeit und ich würde es jedem empfehlen, denn ich bin viel offener und selbstädig geworden udn dass war mir sehr wichtig. Natürlich gibt es auch tiefs, aber wenn man sich durch diese alleine durchbeissen muss, dann wächst man auch.

In der Schule hatte ich zwar etwas Schwierigkeiten, weil ich gleich weiter machte mit der 12. aber mit Nachhilfe hab ich mein Problem vor allem in Mathe gut in den Griff bekommen udn bin jetzt sogar besser als vor meinem Australien Aufenthalt, denn dort habe ich gelernt selbständig zu lernen.